Schloss Beck

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Das Schloss von der Gartenseite gesehen

Schloss Beck ist ein Schlossbau aus dem Spätbarock im Bottroper Ortsteil Kirchhellen-Feldhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon im 15. Jahrhundert gab es ein Wasserschloss „Haus Beck“. Das heutige Gebäude errichtete 1766 bis 1771 der bekannteste westfälischen Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun als Lustschloss (Maison de Plaisance) für Friedrich Florenz Raban von der Wenge.

Zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde auf dem Anwesen eine Schnapsfabrik betrieben. Ab 1850 gehörte es der Familie Metternich. Im Jahre 1958 kaufte das Bergbauunternehmen Hibernia das Areal mit dem Schlossgebäude.

Im Jahre 1966 erwarb Karl Kuchenbäcker das stark verfallene Schloss und begann, einen Familienfreizeitpark zu errichten, unter anderem um die Kosten für die Restaurierung zu decken. Nach alten Plänen wurden seit dem sämtliche Gebäude und das Portal am Eingang in den Originalzustand zurückversetzt.

Heute gehört das Schloss zu den schönsten erhaltenen Spätbarock-Baudenkmälern Westfalens und steht unter Denkmalschutz.

Seit Karl Kuchenbäckers Tod am 28. Dezember 2004 führen seine Frau Renate sowie seine Töchter Karla Kuchenbäcker und Katharina Graveland-Kuchenbäcker als Geschäftsleitung der Freizeitpark Schloß Beck GmbH das Schloss und den Park.


In direkter Nachbarschaft befindet sich der Movie Park Germany.

Freizeitpark[Bearbeiten]

Freizeitpark Schloss Beck

Der das Schloss umgebende Park wurde ab den 1960er Jahren in einen Freizeitpark umgewandelt. Als Zielgruppe werden vor allem Familien mit kleineren Kindern angesprochen. Es gibt vor allem viele klassische Kinderspielgeräte wie Klettergerüste, Schaukeln und Rutschen. Der ganze Park gleicht ein wenig einem sehr großen Spielplatz und ist von März bis Ende Oktober geöffnet.

An größeren Attraktionen werden u.a. eine Familienachterbahn, eine Wasserwellenrutsche, ein Riesenrad und verschiedene Karussells (eines ist auch für Menschen im Rollstuhl geeignet) sowie seit 2012 ein Baumkronenpfad geboten. Der See kann mit Tretbooten befahren werden.

Das Schloss selbst ist weitgehend zu besichtigen. In den meisten Räumen werden Dioramen mit mechanisch bewegten Stofftieren gezeigt. Der Keller des Schlosses ist als Gruselkeller gestaltet und bietet einige schauerliche Animatronics.

Literatur[Bearbeiten]

Kleineschulte, Stefan: Haus Beck. In: Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW / Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Burgen auf Ruhr. Unterwegs zu 100 Burgen, Schlössern und Herrensitzen in der Ruhrregion. Essen: Klartext Verlag, 2010, S. 32–35

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schloss Beck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.6133333333336.9780555555556Koordinaten: 51° 36′ 48″ N, 6° 58′ 41″ O