Schwarze Sapote

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Schwarze Sapote
Schwarze Sapote (Diospyros digyna)

Schwarze Sapote (Diospyros digyna)

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Ebenholzgewächse (Ebenaceae)
Unterfamilie: Ebenoideae
Gattung: Diospyros
Art: Schwarze Sapote
Wissenschaftlicher Name
Diospyros digyna
Jacq.
Aufgeschnittene Früchte

Die Schwarze Sapote (Diospyros digyna) ist wie der Kakibaum (Diospyros kaki) ein Vertreter der Ebenholzbäume (Diospyros). Die Heimat dieses immergrünen Laubbaums ist Mexiko und Guatemala. Die Art wird jedoch aufgrund der essbaren Früchte auch in anderen Gebieten gepflanzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Schwarze Sapote ist ein immergrüner, tief verzweigter und bis 25 Meter hoher Baum mit einer dichten und ausladenden Krone und schwarzer, gefurchter Borke.[1] Die Blätter sind wechselständig angeordnet. Die dunkelgrüne Blattspreite ist elliptisch bis verkehrt eiförmig, zugespitzt oder abgerundet und zum Grund breit keilförmig verschmälert. Sie ist ganzrandig, kahl, derb ledrig und erreicht eine Länge von 30 Zentimetern und eine Breite von 15 Zentimetern. Die Blattoberseite ist schwach glänzend, die Unterseite matt. Der Blattstiel ist kräftig und etwa 1,5 Zentimeter lang.

Die Blüten sind ein- oder zweigeschlechtig, kurz gestielt und stehen einzeln oder in Gruppen von bis zu sieben Einzelblüten in den Blattachseln. Der grüne und kahle Blütenkelch ist scheibenförmig mit vier bis sechs wellig eingebogenen und am Ende eingekerbten Zipfeln. Die Krone ist eine bauchig-rundliche Röhre mit vier kleinen, zurückgeschlagenen Kronzipfeln. Sie ist 1 bis 1,5 Zentimeter lang und von grünweißlicher Farbe. Als Früchte werden kurzgestielte, breitrunde Beeren gebildet, die eine Länge von bis zu 10 Zentimetern und einen Durchmesser von 13 Zentimetern erreichen können. An der Basis der Früchte bleibt der Blütenkelch erhalten, der eine Größe von 4 bis 5 Zentimeter erreichen kann. Die Fruchtschale ist glatt, glänzend, dünn und derb. Die Farbe der Früchte ist anfangs dunkelgrün, bei Reife dunkelbraun bis schwarz. Das Fruchtfleisch ist anfangs ockerfarben und wird später schokoladenbraun. Es ist breiig und hat einen milden, süßlich-nussigen Geschmack. Je Frucht werden bis zu zwölf Samen gebildet, die sternförmig angeordnet sind. Die Samen sind verflacht oval, 28 Millimeter lang und 18 Millimeter breit mit einer schmalen Seite von 8 Millimetern. Die Samenschalen sind hart und glänzen orange-braun.[2] Im mexikanischen Tiefland blüht sie im März und trägt von Juli bis September Früchte.[3]

Verbreitung und Standortansprüche[Bearbeiten]

Die Schwarze Sapote stammt aus Mexiko und Guatemala. Sie wird im südlichen Nordamerika, auf den Westindischen Inseln und auf den Philippinen angebaut. In anderen tropischen und subtropischen Gebieten wird sie selten gepflanzt.[4] Die Schwarze Sapote wächst sowohl im subtropischen Tiefland als auch in höheren Lagen der Tropen. Sie ist empfindlich gegen Frost.[5]

Systematik und Botanische Geschichte[Bearbeiten]

Die Schwarze Sapote (Diospyros digyna) ist eine Art aus der Gattung der Ebenholzbäume (Diospyros) in der Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae). Sie wurde von Nikolaus Joseph von Jacquin 1798 in seinem Werk Plantarum rariorum Horti caesarei Schoenbrunnensis descriptiones et icones erstbeschrieben.[6] Der Gattungsname Diospyros wurde von Carl von Linné eingeführt und bezog sich auf die Lotuspflaume (Diospyros lotus) und die Persimone (Diospyros virginiana). Der Ausdruck stammt aus dem Griechischen und besteht aus den beiden Teilen dios für den Gott Zeus und pyros für Weizen. Der Ausdruck kann also mit "Zeusweizen" übersetzt werden. In der Antike wurde damit die Echte Mehlbeere (Sorbus aria) oder der Europäische Zürgelbaum (Celtis australis) bezeichnet.[7] Das Artepitheton digyna bedeutet zweigriffelig.[8] Synonyme für die Art sind Diospyros nigra (J.F. Gmelin) Perrottet[1] und Diospyros ebenaster Hiern (non Retz.)[3].

Verwendung[Bearbeiten]

Das braune, breiige Fruchtfleisch reifer Beeren ähnelt Pflaumenmus und kann ohne Zubereitung aus der Fruchtschale gelöffelt oder als Brotaufstrich verwendet werden. Mit Milch oder dem Saft von Zitrusfrüchten zubereitet, wird es als Dessert gegessen, mit Wasser, Milch oder den Säften anderer Früchte gemischt wird es als Getränk verwendet. Aus vergorenen Früchten können alkoholische Getränke hergestellt werden. Die Früchte sind reich an Vitamin C, Kalzium und Phosphor. Abkochungen von Blättern und Borke sollen gegen Fieber, Hautkrankheiten und Lepra helfen. Das dunkel-gelbe und schwarz gemaserte Holz wird selten zur Herstellung von Möbeln verwendet. [5]

Die Bäume tragen zwei bis drei Monate lang reichlich Früchte. Für den Markt bestimmte Früchte werden noch im grünen Zustand gepflückt und können ohne Kühlung etwa zwei Wochen gelagert werden. Die Vermehrung geschieht üblicherweise durch Samen. In niederschlagsarmen Gebieten werden die Bäume bewässert.[5]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Bernd Nowak, Bettina Schulz: Taschenlexikon tropischer Nutzpflanzen und ihrer Früchte. Quelle&Meyer, Wiebelsheim 2009, ISBN 978-3-494-01455-5, S. 242–244.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nowak, Schulz: Taschenlexikon tropischer Nutzpflanzen und ihrer Früchte, S. 242
  2. Nowak, Schulz: Taschenlexikon tropischer Nutzpflanzen und ihrer Früchte, S. 243
  3. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDiospyros digyna. In: Ecocrop. FAO, abgerufen am 30. Oktober 2010 (englisch).
  4. Nowak, Schulz: Taschenlexikon tropischer Nutzpflanzen und ihrer Früchte, S. 243–244
  5. a b c Nowak, Schulz: Taschenlexikon tropischer Nutzpflanzen und ihrer Früchte, S. 244
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDiospyros digyna. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 30. Oktober 2010 (englisch).
  7.  Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 210.
  8.  Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 208.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwarze Sapote – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien