Shebeen

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Shebeen in Omuthiya im äußersten Norden von Namibia (2011)
Shebeen außerhalb von Ruacana in Namibia (2011)
Shebeen zwischen Ondangwa und Oshakati (Namibia, 2011)

Shebeen (anglo-irish, ir. Sibín, vermutl. von Séibín, „Krüglein“) ist eine Bezeichnung für eine illegal betriebene Kneipe. Der Begriff stammt aus Großbritannien, wo vor allem früher in Irland und Schottland Alkoholika ohne die nötige Lizenz verkauft wurden. In Amerika wurde Shebeens von Iren eingeführt, die in Anthrazit-Minen in Pennsylvania arbeiteten; diese wurden von einem Anführer der Organisation Molly Maguires geführt, der in Scranton gehängt wurde.

Mittlerweile ist Shebeen auch die Bezeichnung für eine illegale Bar in den Ländern des südlichen Afrika, insbesondere Südafrika, Namibia und Lesotho. Während der Zeit der Apartheid waren Shebeens wichtige Orte, an denen sich nicht nur Nachbarn, sondern auch politische Aktivisten trafen.

Allein rund um Windhoek wird ihre Zahl auf etwa 6000 geschätzt. In Namibia sind die Betreiber sogar organisiert in der Namibia Shebeen-Vereinigung. Diese setzt sich dafür ein, diese Schenken zu legalisieren.

Diese Kneipen sind häufig sehr einfach eingerichtet: Wellblech-Decken und Wände, eine Bar, ein paar Barhocker, ein Billardtisch, Plakate an den Wänden und oft auch Werbe-Gimmicks von diversen Brauereien. In der Regel entsprechen sie nicht den hygienischen Anforderungen an einen Schankbetrieb. Zu trinken gibt es dort meist selbst gebrautes Bier (je nach Region zum Beispiel umqombothi oder joala), Bier von größeren Brauereien, Schnäpse und Getränke von Pepsi oder Coca-Cola.

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