St.-Georg-Schanze

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St.-Georg-Schanze
St.-Georg-Schanze

St.-Georg-Schanze (von Südsüdosten)

St.-Georg-Schanze (Nordrhein-Westfalen)
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Standort
Stadt Winterberg
Land Deutschland
Verein SK Winterberg
Baujahr 1928[1]
Umgebaut 1947, 1959, 2000[1]
Schanzenrekord 89,5 m
OsterreichÖsterreich Manuel Fettner (2000)[1]
Daten
Aufsprung
Hillsize HS 87[1]
Konstruktionspunkt 80 m[2] oder 81 m[1]

51.1939583333338.51625Koordinaten: 51° 11′ 38,2″ N, 8° 30′ 58,5″ O

Blick aus Sessellift Quick-Jet am Poppenberg zum Herrloh mit St.-Georg-Schanze, Sessellift und Pisten im Skiliftkarussell Winterberg
St.-Georg-Schanze (von Südsüdosten)

Die St.-Georg-Schanze bei Winterberg im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis ist eine auch als Mattenschanze genutzte Skisprungschanze im Skiliftkarussell Winterberg im Rothaargebirge.

Geographische Lage[Bearbeiten]

St.-Georg-Schanze[Bearbeiten]

Die St.-Georg-Schanze befindet sich im Nordostteil des Rothaargebirges im Naturpark Rothaargebirge etwa 1 km westlich vom Zentrum der Kernstadt des im Hochsauerland gelegenen Winterberg. Sie steht in Gipfelnähe auf dem Südwesthang des Herrlohs (732,9 m), der mit Aufsprungbahn und Auslauf der Schanze in das Tal des dort auf etwas mehr als 650 m ü. NHN[3] verlaufenden Namenlose-Zuflusses Büre abfällt, auf rund 725 m[3] Höhe; der Auslaufbereich überquert den Bach.

Mattenschanzen[Bearbeiten]

Etwas nordnordöstlich der St.-Georg-Schanze stehen auf dem Nordwesthang des Herrloh, noch näher am Gipfel, vier Kleinschanzen, die auch als Mattenschanzen genutzt werden. Der gemeinsam angelegte Auslauf dieser Schanzen, von denen drei eine gemeinsame Aufsprungbahn haben und deren kleinste linksseitig unterhalb der drei größeren Schanzen steht, ist auch zur Büre gerichtet, allerdings endet der Auslauf knapp 100 m vor dem dort auf knapp 645 m[3] Höhe fließenden Bach.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten]

St.-Georg-Schanze[Bearbeiten]

Seit 1928[1] stand an der Stelle der heutigen St.-Georg-Schanze eine Naturschanze. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945) erhielt diese Schanze 1947[1] einen 19 m[1] hohen Holzanlaufturm, der bei einem Unwetter (Gewitter) 1958[1] einstürzte. Die heutige Schanze wurde 1959[1] aus Stahlbeton in 8 Wochen[1] Bauzeit mit 22 m[1] Turmhöhe und 43 m[2] Bogenspannweite errichtet. Ihr K-Punkt befindet sich unterschiedlichen Angaben zufolge bei 80 m[2] oder 81 m.[1]

Seit dem aufwändigen Umbau zur Ganzjahresanlage im Jahr 2000[1] mit Fertigstellung am 25. August 2000 ziehen dort stattfindende Wettbewerbe wie in den 1950er und 1960er Jahren wieder viele Besucher an. Auf der Schanze wurden bereits Deutsche Meisterschaften und der Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombination ausgetragen. Den Schanzenrekord hält seit 26. August 2000 Manuel Fettner (Österreich) mit 89,5 m.[1]

Mattenschanzen[Bearbeiten]

Bereits 1907[4] wurde auf dem Herrloh auf aus Schnee bestehenden Kleinstschanzen mit Ski gesprungen, wobei Weiten bis 18 m[4] erzielt wurden. Später wurden Sprungschanzen errichtetet. Diese 2001[4] renovierten und umgebauten Schanzen werden derzeit vom Skiklub Winterberg (SK Winterberg) hauptsächlich zur Nachwuchsförderung genutzt. Ihre K-Punkte sind: K 8, K 24, K 34 und K 44.[4] Den Schanzenrekord hält seit Oktober 2001 Peter Cramer mit 50,5 m.[5]

Restaurant und Aussichtsplattform[Bearbeiten]

In die Architektur der St.-Georg-Schanze ist am Turmfuß das Panorama-Restaurant Schanzentreff mit Sonnenterrasse und nebenan befindlichem Kinderspielplatz integriert. Es besteht Zugang zur auf der Schanze befindlichen Aussichtsplattform, von wo aus der Blick im Rothaargebirge unter anderem zum Kahlen Asten und nach Winterberg sowie zu den nahen Mattenschanzen fällt.

Galerie[Bearbeiten]

Internationale Wettbewerbe[Bearbeiten]

Aufgelistet sind alle bisher auf der St.-Georg-Schanze von der FIS durchgeführten Sprungwettbewerbe:[6]

Datum Kategorie Schanze 1. Platz 2. Platz 3. Platz
6. März 2009 Junioren HS87 SlowenienSlowenien Matej Dobovšek DeutschlandDeutschland Nico Polychronidis OsterreichÖsterreich Stefan Hayböck
7. März 2009 Junioren HS87 SlowenienSlowenien Dejan Judež SlowenienSlowenien Žiga Mandl OsterreichÖsterreich Stefan Hayböck
8. März 2009 Junioren HS87 SlowenienSlowenien Tomaž Naglič SlowenienSlowenien Dejan Judež DeutschlandDeutschland Richard Freitag
15. Dezember 2012 Alpencup HS87 SlowenienSlowenien Ema Klinec DeutschlandDeutschland Ramona Straub SlowenienSlowenien Barbara Klinec
15. Dezember 2012 Fis Cup HS87 OsterreichÖsterreich David Unterberger DeutschlandDeutschland Florian Horst Korea SudSüdkorea Kang Chil-gu
16. Dezember 2012 Alpencup HS87 SlowenienSlowenien Ema Klinec SlowenienSlowenien Barbara Klinec DeutschlandDeutschland Ramona Straub
16. Dezember 2012 Fis Cup HS87 DeutschlandDeutschland Felix Schoft OsterreichÖsterreich David Unterberger OsterreichÖsterreich Markus Eggenhofer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o St.-Georg-Schanze auf Skisprungschanzen.com
  2. a b c St.-Georg-Schanze, auf sk-winterberg.de
  3. a b c Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  4. a b c d Mattenschanzen am Herrloh auf Skisprungschanzen.com
  5. Herrloh-Mattenschanzen, auf sk-winterberg.de
  6. Ergebnisse: Podiums, auf fis-ski.com, abgerufen am 6. September 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St.-Georg-Schanze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien