St.-Magnus-Kathedrale

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St.-Magnus-Kathedrale
Das Innere mit den normannischen Säulen
Denkmal für den Arktisforscher John Rae in der Kathedrale
Das Hauptportal

Die St.-Magnus-Kathedrale ist eine Kathedrale in der Stadt Kirkwall auf Orkney in Schottland. Die Kathedrale ist St. Magnus geweiht. Sie beherbergt die sterblichen Reste des Heiligen. Die Kathedrale ist bekannt als „Das Licht des Nordens“.

Geschichte der Kathedrale[Bearbeiten]

Im Jahre 1137 wurde die St.-Magnus-Kathedrale von Graf Rognvald-Kali gestiftet. Er war ein Neffe des heiligen Magnus. Vor der Reformation gehörte die Kathedrale zur Erzdiözese Trondheim. 1468 kam Orkney zum schottischen Königreich. 1486 wurde die Kathedrale den Bewohnern von Kirkwall übergeben. Von 1560 bis 1688 war sie anglikanische Bischofskirche. Nachdem der anglikanische Bischof 1688 sein Amt verlassen hatte, wurde die Kathedrale eine presbyterianische Kirche. Heute wird die Kathedrale von der schottischen reformierten Landeskirche genutzt.

Renovierungen fanden in den 1850er Jahren sowie zwischen 1900 und 1925 statt. In diesen Jahren wurden ein neuer Fußboden, die Fenster und der Vierungsturm hinzugefügt. In den 1970er Jahren wurde die Kathedrale stabilisiert, da sie geringfügig in Richtung Westen abgesackt war.

Die Kathedrale[Bearbeiten]

Die ältesten Teile der Kathedrale sind das Querschiff, der Chor und die Ostseite des Mittelschiffes. Die Kathedrale ist in einem Stilgemisch von nordwesteuropäischen, romanisch-normannischen und frühen gotischen Stilen erbaut worden. Die Ostseite schloss im 12. Jahrhundert in einer Apsis. Über den Westbau sind nur Vermutungen bekannt. So soll eine doppeltürmige Fassade im 13. Jahrhundert geplant worden sein. Im Westen befinden sich die jüngsten Teile der Kathedrale.

Das Innere[Bearbeiten]

Das Mittelschiff ist geprägt durch die massiven Säulen im normannischen Stil. Die Seitenschiffe zeichnen sich durch Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert aus. Der Hochchor wurde in den 1960er Jahren dem Gründer der Kathedrale, St. Rognvald, geweiht. Im Hochchor befindet sich zudem ein Denkmal an den Arktisforscher John Rae. Die Vierung wird von frühgotischen Säulen dominiert. Diese Säulen tragen den Turm.

Orgel[Bearbeiten]

Die Orgel wurde 1926 von der Orgelbaufirma Henry Willis & Sons in einem von George Mackie Watson entworfenen Orgelgehäuse erbaut. 1969 wurde das Instrument reorganisiert, und die Chororgel zu einem Positiv-Werk der Hauptorgel umgestaltet. Das Instrument hat heute 42 Register auf drei Manualen und Pedal.[1]

I Great Organ C–g3
1. Double Open Diapason 16'
2. Open Diapason 8'
3. Stopped Diapason 8'
4. Principal 4'
5. Stopped Flute 4'
6. Twelfth 22/3'
7. Fifteenth 2'
8. Seventeenth 13/5'
9. Harmonics IV
10. Tromba 8'
II Swell Organ C–g3
11. Geigen Diapason 8'
12. Rohr Flute 8'
13. Viola da Gamba 8'
14. Voix Célestes 8'
15. Gemshorn 4'
16. Principal 2'
17. Chorus Mixture III
18. Waldhorn 16'
19. Trumpet 8'
20. Hautboy 8'
21. Clarion 4'
Tremulant
III Positif Organ C–g3
22. Rohrholz Gedackt 8'
23. Dulciana 8'
24. Spindle Flöte 4'
25. Nazat 22/3'
26. Blockflöte 2'
27. Terz 13/5'
28. Krummhorn 8'
29. Tromba 8'
Tremulant
Pedal Organ C–f1
30. Sub-Bass 32'
31. Major Bass 16'
32. Great Diapason 16'
33. Bourdon 16'
34. Grand Principal 8'
35. Flute 8'
36. Octave 4'
37. Octave Flute 4'
38. Piccolo 2'
39. Trombone 16'
40. Waldhorn 16'
41. Tromba 8'
42. Horn 4'

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur Orgel

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirkwall Cathedral – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

58.982222222222-2.9588888888889Koordinaten: 58° 58′ 56″ N, 2° 57′ 32″ W