Strausberg

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Dieser Artikel behandelt den Ort in Brandenburg. Siehe auch Straußberg.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Strausberg
Strausberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Strausberg hervorgehoben
52.58083333333313.88138888888994Koordinaten: 52° 35′ N, 13° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Höhe: 94 m ü. NHN
Fläche: 67,86 km²
Einwohner: 25.744 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 379 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15344
Vorwahl: 03341
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 472
Stadtgliederung: Hauptort und 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hegermühlenstraße 58
15344 Strausberg
Webpräsenz: www.stadt-strausberg.de
Bürgermeisterin: Elke Stadeler (parteilos)
Lage der Stadt Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Strausberg ist eine amtsfreie Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland östlich von Berlin.

Geografie[Bearbeiten]

Strausberg liegt auf der Hochfläche des Barnims, inmitten einer seen- und waldreichen Landschaft, die durch die Weichsel-Eiszeit geprägt wurde. Besonders landschaftsprägend sind dabei zwei westlich der Stadt befindliche eiszeitliche Rinnen, die heute von Süd nach Nord verlaufende Seenketten bilden. Der Stadtkern liegt am Ostufer des Straussees, des größten der umliegenden Seen, zu denen noch der Bötz-, der Ihland- und der Fängersee zählen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Strausberg besteht aus den Gemarkungen Strausberg und Hohenstein. Hohenstein ist seit 1995 Ortsteil von Strausberg, Ruhlsdorf und Gladowshöhe sind Wohnplätze im Ortsteil Hohenstein. Das Stadtgebiet von Strausberg unterteilt sich in neun Gebiete: Gartenstadt, Schillerhöhe, Fasanenpark, Strausberg Nord, Strausberg Stadt, Hegermühle, Vorstadt, Postbruch und Neue Mühle. Teilflächen des Ortsteils Hohenstein sind Bestandteil des Naturparks Märkische Schweiz. Neben dem östlich des Straussees gelegenen historischen Stadtzentrum gehören zur eigentlichen Stadt Strausberg folgende Teile:

Damit erreicht die Stadt eine Süd-Nord-Ausdehnung von fast 15 Kilometern, während die Ost-West-Ausdehnung nur etwa drei Kilometer beträgt. Die Stadt wird vom Bahnhof Strausberg durch eine Straßenbahnlinie der Strausberger Eisenbahn und die parallel verlaufende Linie S5 der Berliner S-Bahn erschlossen. Außerdem verläuft quer über den Straussee mit der Strausseefähre die einzige elektrische Seilzugfähre Deutschlands, die insbesondere von Ausflüglern gern benutzt wird.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Strausberg mit dem Straussee im Hintergrund
Strausberg aus nördlicher Richtung

Die Stadt Strausberg grenzt

Geschichte[Bearbeiten]

Vor der Ersterwähnung[Bearbeiten]

Strausberg vom gegenüberliegenden Ufer des Straussees aus gesehen
Altstadt
Stadtmauer

Im Stadtgebiet von Strausberg konnten Spuren bronzezeitlicher Besiedlung (1200–700 v. Chr.) gefunden werden. 600 bis 1200 unserer Zeitrechnung gab es in der Umgebung von Strausberg slawische Siedlungen.

Mittelalter[Bearbeiten]

Um 1225 wurde eine Burg am Straussee gebaut, und eine Marktsiedlung am Lindenplatz entstand in dieser Zeit. Um 1240 wurde die Stadt Strausberg gegründet. 1247 wird Strausberg unter dem Namen Struceberch in einer Urkunde erwähnt. 1254 wurde die Stadt befestigt und dabei die Stadtmauer gebaut, von der heute noch Reste erhalten sind. Die Stadtmauer war ursprünglich 1600 Meter lang und aus Feldsteinen gebaut. Sie besaß 24 Wikhäuser. Das älteste Gebäude der Stadt stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Teile der Marienkirche in Strausberg sind mehr als 750 Jahre alt.

Die evangelische Pfarrkirche St. Marien ist nicht nur das älteste, sondern auch das höchste Bauwerk der Stadt. Die Kirche ist eine dreischiffige, aus Feldsteinen erbaute frühgotische Pfeilerbasilika. Sie entstand um 1250 und zählt zu den größten erhaltenen Kirchen des 13. Jahrhunderts in der Mark Brandenburg. Außerdem wurde in dieser Zeit der Buchhorst in die Stadt einbezogen, eine Straße mit diesem Namen zeigt, wie weit die Stadt damals reichte. Zusätzlich wurde ein Dominikanerkloster gegründet. Das Dominikanerkloster wurde 1252 von Markgraf Otto III. gestiftet und hatte fast 300 Jahre Bestand. 1267 wurde der Stifter des Klosters Markgraf Otto III. feierlich in der Klosterkirche beigesetzt.

Am heutigen Lindenplatz befand sich die Nikolaikirche. Diese wurde 1772 völlig abgerissen. Vor der Stadt an der heutigen Straßenbahnhaltestelle Lustgarten befand sich ein Siechenhaus und Hospital für Pestkranke. Auch hier befand sich die Georgskapelle mit Friedhof.

1339 wurde das erste Rathaus der Stadt Strausberg erbaut. Mit den Eroberungen und Besetzungen der Stadt Strausberg um 1348 kam der Schwarze Tod (vermutlich die Pest) nach Strausberg. Der falsche Waldemar und die Pommern besetzten die Stadt, und Ludwig der Ältere versuchte in den nächsten Jahren vergeblich, Strausberg wiederzugewinnen. Mit der Besetzung verlor Strausberg seine Rechtsbestätigung (Strausbergisches Recht). Erst 1354 erhielt Strausberg von Ludwig dem Römer alle seine Rechte und Güter zurück. In den Jahren 1393 bis 1399 schloss Strausberg mit anderen Städten ein Schutz- und Trutzbündnis, um sich vor den Raubrittern zu schützen. 1432 wurde die Stadt von den Hussiten gestürmt und teilweise zerstört.

Neuzeit[Bearbeiten]

Die Einführung der Reformation führte 1541 zur Aufhebung des Dominikanerklosters. Seine Kostbarkeiten wurden durch den Landesherrn geplündert und die Grundstücke einem kurfürstlichen Rat überschrieben. Zwischen 1549 und 1598 wütete die Pest mehrmals in Strausberg. Hunderte Bürger der Stadt, darunter auch der Pfarrer und märkische Chronist Andreas Engel, starben.

1626 und 1627 war der kaiserliche Heerführer Wallenstein mehrmals in Strausberg. 1631 machten die Schweden Strausberg zum Musterungsplatz, und viele Bürger folgten der Werbetrommel. Am 12. November 1633 wurde die Stadt von Kaiserlichen überfallen und geplündert, sodass 1638 nur noch 32 Bürgerfamilien in Strausberg lebten. 1643 forderte der Große Kurfürst die anderen Städte auf, sie mögen Strausberg vor dem Untergang schützen. 1714 begann die bis heute andauernde Militärgeschichte mit der Stationierung einer Kompanie, später von bis zu drei Kompanien des 23. Infanterieregimentes in Strausberg.

1772 wurde das Kloster zu einer Stadtschule umgestaltet. 1787 begann auf den Grundmauern des Klosters der Aufbau der Landarmenanstalt, die 1792 eröffnet wurde.

1805 wurde an der Südseite des Marktes das Rathaus bis auf die Fundamente und den Keller abgerissen. Der Beginn des Neubaus des Rathauses verzögerte sich auf Grund des Krieges gegen Napoleon. Ein Strausberger Bataillon rückte 1806 zum Krieg gegen Napoleon aus. Erst 1820 wurde das neue Rathaus fertiggestellt.

1808 wurde die Stadtordnung in Strausberg eingeführt. Daraufhin durften die Bürger 1809 zum ersten Mal Stadtverordnete wählen. Diese gewählten Stadtverordneten wählten ihrerseits den Bürgermeister und die Magistratsmitglieder.

1817 erbaute die jüdische Gemeinde, deren Vorläufer bereits seit dem 14. Jahrhundert in der Stadt ansässig waren, ihre Synagoge.

Bahnhof Strausberg, März 2005

1867 hielt auf dem Strausberger Bahnhof der erste Personenzug auf der Strecke Berlin–Küstrin. Am 1. Oktober wurde der Verkehr der Ostbahn dorthin eröffnet. Zwischen der Stadt und dem Bahnhof wurde die Verbindung durch private Fuhrunternehmer und die königliche Post hergestellt. Im Jahre 1885 wurde das Amtsgerichtsgebäude, 1890 das Postamt erbaut. 1893 wurde die Strausberger Eisenbahn (damals noch Strausberger Kleinbahn) eröffnet. Seit 1894 gibt es auf dem Straussee die Strausseefähre, die seit 1914 mit elektrischer Niederspannung aus einer freigespannten Oberleitung betrieben wird.

1901 wurde das Schulhaus für die höhere Knabenschule erbaut, 1902 wurde die Volksbibliothek errichtet. 1904 wurde das Volksschulhaus in der Hegermühlenstraße erbaut, welches heute die Hegermühlen-Grundschule beherbergt. Das Heimatmuseum der Stadt Strausberg wurde 1908 gegründet.

Triebwagen der Strausberger Eisenbahn an der Endstation S-Bahnhof, Januar 2011

1921 begann der elektrische Betrieb der heutigen Strausberger Eisenbahn GmbH. Am 27. Juni 1922 gab es in Strausberg einen Generalstreik wegen des Mordes an Außenminister Walther Rathenau.

Durch Zuwanderung hatte sich die Zahl der Katholiken in den 1920er Jahren auf ca. 1100 erhöht, so dass ein Kirchenbau dringlich wurde. In der Weinbergstraße wurde die St.-Josef-Kirche vom Diözesanbaumeister Carl Kühn erbaut und am 21. Oktober 1928 durch Weihbischof Josef Deitmer geweiht.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Synagoge in der Jungfernstraße nahe dem Müncheberger Tor von den Nationalsozialisten während der Novemberpogrome 1938 sowie der jüdische Friedhof an der Uferpromenade am Straussee in Verlängerung der Wallstraße zerstört. 1935 wurde eine Munitionsfabrik in der Hegermühlenstraße unter dem Namen Märkisches Walzwerk errichtet. Ein Jahr später begann der Bau eines Militärflugplatzes und einer Kaserne der Luftwaffe. Ab 1940 arbeiteten Zwangsarbeiter aus ganz Europa im Märkischen Walzwerk. Um 1944 waren es etwa 1500 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Ab 1941 verwaltete das Außenkommando KZ Sachsenhausen die Munitionsfabrik.

Am 19. und 20. April 1945 flohen die meisten Bewohner aus Strausberg. Grund dafür war das Herannahen der Roten Armee. Am 21. April 1945 rückte das 32. Schützenkorps der Roten Armee in Strausberg ein. Bis Juli 1945 kehrten die meisten der geflohenen Bürger zurück.

DDR-Zeit[Bearbeiten]

Bis 1952 gehörte Strausberg zum Landkreis Oberbarnim in Brandenburg. Im gleichen Jahr wurde Strausberg Kreisstadt des neu gegründeten gleichnamigen Kreises Strausberg im Bezirk Frankfurt (Oder).

Am 31. Oktober 1948 wurde die Berliner S-Bahn bis zum Bahnhof Strausberg verlängert. 1955 wurde eine neu gebaute Strecke nach Strausberg Nord in Betrieb genommen, ab 3. Juni 1956 elektrisch als S-Bahn betrieben.

1954 wurde der Hauptstab der Kasernierten Volkspolizei in Strausberg Nord, in der ehemaligen Kaserne des Fliegerhorstes der Wehrmacht, stationiert. Er wurde 1956 mit der Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA) zum Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) umgebildet. 1957 wurde in Strausberg das Kommando der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung in der Barnim-Kaserne nahe dem Bahnhof Strausberg angesiedelt. In diesem Kasernenkomplex befand sich auch das NVA-Wachregiment Hugo Eberlein.

In Strausberg errichtete und unterhielt der VEB Zementwerke Rüdersdorf für die Kinder seiner Betriebsangehörigen ein Kinder-Ferienlager.[2]

1960 begann der verstärkte Wohnungsbau. 1985 feierten die Strausberger den 750. Geburtstag ihrer Stadt. Am 12. November 1989 demonstrierten 15.000 Bürger in Strausberg für mehr Demokratie.

Entwicklung nach 1990[Bearbeiten]

Mit der Kreisreform 1993 ging der Kreis Strausberg im neuen Landkreis Märkisch-Oderland mit der Kreisstadt Seelow auf. Hohenstein, Ruhlsdorf und Gladowshöhe wurden 1995 Stadtteile von Strausberg.

1990 wurde das MfNV aufgelöst, und es begann die Stationierung von Einheiten der Bundeswehr. 1994 verlegte die Bundeswehr ihre Akademie für Information und Kommunikation (AIK) von Waldbröl (NRW) nach Strausberg. Es folgte der Bereich 5 des Zentrums für Innere Führung und 1995 das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr. Die Garnison der GSSD verabschiedete sich nach 49-jähriger Stationierung von den Bürgern der Stadt. 1998 wurde der Komplex der AIK um das Gebäude für die Militärbibliothek erweitert. 2001 schlossen die Bundeswehr und die Stadt Strausberg einen Patenschaftsvertrag.

Nach dreijähriger Bauzeit wurde 1999 die grundlegende Sanierung der Großen Straße in der Altstadt abgeschlossen. Auch das Strausberger Heimatmuseum öffnete nach einem Umbau wieder seine Türen. Das klassizistische Stadthaus aus dem Jahr 1820 wurde nach seiner Sanierung im Jahr 2001 wiedereröffnet und dient unter anderem als Standesamt. An der Marienkirche wurde 2003 mit der Dachsanierung begonnen.

Auf dem Flugplatz wurde 2002 das neue Abfertigungsgebäude mit Tower fertiggestellt. Am 19. Juni 2008 wurde auf dem Flugplatz Strausberg das Flugplatzmuseum eröffnet. Es dokumentiert die Luftfahrtgeschichte in Strausberg.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Strausberg:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013
Jahr Einwohner
1875 5 880
1890 7 042
1910 8 568
1925 9 686
1933 10 764
1939 12 140
1946 10 154
1950 11 040
1964 18 168
1971 19 905
Jahr Einwohner
1981 24 917
1985 27 531
1989 28 919
1990 28 977
1991 28 541
1992 28 464
1993 27 987
1994 27 434
1995 27 312
1996 26 864
Jahr Einwohner
1997 26 616
1998 26 455
1999 26 370
2000 26 221
2001 26 512
2002 26 629
2003 26 644
2004 26 593
2005 26 533
2006 26 402
Jahr Einwohner
2007 26 347
2008 26 229
2009 26 221
2010 26 206
2011 25 611
2012 25 594
2013 25 744

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[3].

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 39,7 % (2008: 45,1 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,7 %
20,0 %
14,7 %
8,1 %
4,5 %
4,2 %
6,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,9 %p
+2,8 %p
+3,2 %p
+0,7 %p
+0,6 %p
+1,7 %p
-1,9 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Unabhängige und freie Wählergruppe Pro Strausberg e. V.
g Summe der Ergebnisse aller angetretenen Einzelbewerber:
2008: Frenzel (3,8 %), Schmitz (2,6 %), Knoblich (1,5 %; inzwischen PIRATEN) und Grabert (1,0 %)
2014: Knoblich (2,7 %), Schmitz (2,6 %), Sieminiak (1,6 %)

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Kommunalwahlen vom 25. Mai 2014[4] zur Stadtverordnetenversammlung entfallen von den 32 Mandaten

  • 13 auf die Partei Die Linke
  • 06 auf die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
  • 05 auf die Christlich Demokratische Union (CDU)
  • 03 auf die Unabhängige und freie Wählergemeinschaft (U.f.W.) Pro Strausberg
  • 01 auf Bündnis 90/Die Grünen
  • 01 auf die Freie Demokratische Partei (FDP)
  • 03 auf parteilose Abgeordnete (Einzelwahlvorschläge, davon einer 2009 in die Piratenpartei Deutschland eingetreten)[5]

Bürgermeisterin[Bearbeiten]

Bürgermeisterin von Strausberg ist Elke Stadeler (parteilos). Sie war Siegerin der Bürgermeisterstichwahl am 21. März 2010.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt wurde am 26. Januar 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau über grünem Dreiberg ein nach links gewendeter, widersehender, golden bewehrter silberner Strauß, über dessen Rücken ein silberner, mit einem golden bewehrten roten Adler belegter Schild schwebt.“[7]

Es wird vermutet, dass die Form des Straussees zur Namensgebung der Stadt und zur Wahl des Straußen als Wappentier beigetragen hat. Der am alten Stadtkern angrenzende See hat die längliche, schmale Form einer Bohne. Das slawische strutch (dt. ‚Schote‘) hat eine phonetische Ähnlichkeit zum deutschen Wort ‚Strauß‘. Es handelt sich bei der Wahl des Wappentieres um eine Volksetymologie, ein sogenanntes „redendes Wappen“.

Das Straußenwappen wird auch im Verbandsabzeichen des in Strausberg ansässigen IV. Bataillons des Luftwaffenausbildungsregiments geführt.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Sonstige Partnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Strausberg sind die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale verzeichnet.

Geschichtsdenkmale
  • Anlage des Mahnmals von 1967 für die Opfer des Faschismus auf dem Pestalozziplatz, die 1972 mit einer Gedenkwand und 1980 mit einem Wandbild ergänzt wurde. Letzteres (gemalt von Josef Rogmann) soll die Verbindung zwischen antifaschistischem Widerstandskampf und der DDR-Gesellschaft darstellen.
  • Gedenktafel von 1988 an der Feldsteinmauer des ehemaligen jüdischen Friedhofs zur Erinnerung an die Opfer der Shoa
  • Denkmal von 1992 vor der St.-Marien-Kirche in der Predigerstraße für den Komponisten und Kirchenmusiker Hugo Distler, der vor seiner Einberufung zur Wehrmacht 1942 in den Freitod ging

Sport[Bearbeiten]

Wichtigster Fußballverein der Stadt ist der FC Strausberg, der als Meister der Brandenburgliga aufstieg und seit der Spielzeit 2013/14 in der NOFV Oberliga Nordost spielt. Außerdem ist der Fanfarenzug des KSC Strausberg mit rund 200 Mitgliedern einer der größten Klangkörper seiner Art.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Bundeswehr ist größter Arbeitgeber der Stadt mit etwa 2200 Arbeitsplätzen. Die Bundeswehreinrichtungen sind in der von-Hardenberg-Kaserne (vormals Liegenschaft Nord, davor Struzberg-Kaserne) und der Barnim-Kaserne konzentriert; ausgenommen davon ist die Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation mit der größten Militärbibliothek Deutschlands.

Siehe dazu
Hauptartikel: Barnim-Kaserne und Struzberg-Kaserne

Strausberg ist Standort von Behörden und öffentlichen Einrichtungen des Landes, des Landkreises und der Kommune (zum Beispiel Finanzamt, Amtsgericht, Bauordnungsamt des Landkreises Märkisch-Oderland, Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) Nebenstelle Strausberg, Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, Geschäftsstellen mehrerer Krankenkassen, Stadtverwaltung Strausberg).

Die Stadt ist traditioneller Standort des Handwerks, des Handels und des Dienstleistungsgewerbes. Des Weiteren befinden sich in der Stadt ein Flugplatz und die Stemme-Flugzeugwerft, die Motorsegler produziert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Mit Strausberg verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Hugo Distler (1908–1942), Komponist und Kirchenmusiker, sein letzter Wohnort war 1940–1942 Strausberg
  • Lilo Hardel (1914–1999), Kinderbuchautorin, lebte seit den 1950er Jahren in Strausberg
  • Johannes Haw (1871–1949), katholischer Geistlicher und Ordensgründer, lebte während des Zweiten Weltkrieges in Strausberg
  • Barbara Henniger (* 1938), Karikaturistin und Buchautorin, lebt seit 1967 in Strausberg
  • Sigmund Jähn (* 1937), erster Deutscher im Weltall, lebt in Strausberg, seit 2012 Ehrenbürger der Stadt Strausberg
  • Gertrud Rossner (1903–1984), Kinderärztin in Strausberg und Umgebung in den 1950er Jahren, seit 1976 Ehrenbürgerin der Stadt Strausberg
  • Alexander Seidel (* 1976), Dirigent, Countertenor und Organist, er verbrachte einige Jahre seiner Kindheit in Strausberg

Literatur[Bearbeiten]

  • Rolf Barthel, Michael Haddenhorst: Städte in Deutschland – Strausberg. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Beuermann GmbH, Berlin 1993, ISBN 3-87584-483-1.
  • Strausberg. Einst und Jetzt. Culturcon/Märkische Oderzeitung, 2010, ISBN 978-3-941092-38-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Strausberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Facebook-Eintrag
  3. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  4. [1] (abgerufen am 1. Juni 2014)
  5. Piratenpartei Brandenburg: In Brandenburg weht die Piratenflagge
  6. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 21. März 2010
  7. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg