Tampa Bay Rays

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Tampa Bay Rays
gegründet 1998
Logo der Tampa Bay Rays
Voller Name
Tampa Bay Rays
Abkürzung
TB
frühere Name(n)
  • Tampa Bay Devil Rays (1998–2007)
Vereinsfarben
Navy Blau, Türkis, Weiß, Gold

   

Liga
  • American League (seit 1998)
    • East Division (seit 1998)
Ballpark(s)
Tropicana Field (seit 1998)
Erfolge
  • American-League-Titel (1):
    2008
  • Division-Titel (2):
    2008, 2010
Website: http://tampabay.rays.mlb.com/

Die Tampa Bay Rays sind ein US-amerikanisches Baseball-Team. Sie spielen in der Eastern Division der American League.

Das 1998 gegründete Franchise hat seinen Sitz in St. Petersburg in Florida, der ursprüngliche Name lautete bis 2007 Tampa Bay Devil Rays. Ihre Heimspiele tragen die Rays seit der Gründung im Tropicana Field aus. Nach einer langen Serie von Misserfolgen haben sich die Rays etabliert und konnten sowohl 2008 als auch 2010 in den Kampf um die Liga- und World Series-Titel eingreifen. In der Spielzeit 2011 waren sie als sogenanntes Wild-Card-Team in der Postseason.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung 1998 bis 2007 (Devil Rays)[Bearbeiten]

Rocco Baldelli im Devil-Rays-Outfit

In der noch relativ kurzen Vereinsgeschichte waren die damaligen Devil Rays zunächst auf den letzten Platz in ihrer Division, der American League East, abonniert. Negativer Höhepunkt war die Saison 2002 mit einem Ergebnis von 55 Siegen gegenüber 106 Niederlagen; positives "Highlight" der vierte Divisionsplatz 2004 mit einem Ergebnis von 70:91.

Carl Crawford, der seit 2002 im Outfield für das Expansion Team aus Florida spielt, wurde in dieser Zeit trotz der Misserfolge des Teams zum Zugpferd der Franchise. Ein konsequentes Setzen auf die Jugend wurde dadurch erleichtert, dass die Rays wegen der schlechten Saisonergebnisse genau im Sinne des Draft-Systems Zugriff auf die besten Talente erhielten. Folgende Erstrundenwahlen (Top Picks) schafften es zum Stammspieler für die Rays:

  • Rocco Baldelli (2000, insgesamt 6. Spieler des Drafts), Outfield, in der MLB für die Rays von 2003–2008
  • B.J. Upton (2002, Nr. 2), Outfield, seit 2004
  • Delmon Young (2003, Nr. 1), Outfield, 2006–2007
  • Jeff Niemann (2004, Nr. 4), Pitcher, seit 2008
  • Evan Longoria (2006, Nr. 3), Third Base, seit 2008
  • David Price (2007, Nr. 1), Pitcher, seit 2008

Daneben wurden auch aus Geldgründen eher Spieler als Stars verpflichtet, die den Zenit ihrer Karriere bereits überschritten hatten, z.B. Wade Boggs.

Auf der Manager-Position konnten weder Larry Rothschild (1998–2001) noch der als Spieler und Trainer weitgereiste Lou Piniella (2003–2005) in dieser Zeit entscheidende Impulse setzen. Seit 2006 ist Joe Maddon Manager der Rays.

Seit 2008: Neustart als Rays[Bearbeiten]

„Raymond“, das Maskottchen der Rays.

Trotz der vielen guten jungen Prospects, die sich im Farm System der Rays befanden, waren erste Erfolge erst in der Saison 2008 zu verzeichnen. Nach der Umbenennung gewann das Team überraschend seine Division vor den Boston Red Sox und den New York Yankees und erreichte damit zum ersten Mal in seiner Geschichte die Postseason. Gleich bei ihrer ersten Play-Off Teilnahme gewannen die Rays über die Chicago White Sox (3:1 in der Division Series) und die Boston Red Sox (4:3 in der League Series) ihren ersten Pennant, also die Meisterschaft der American League. In der World Series 2008 unterlag das Team schließlich deutlich mit 1:4 gegen die Philadelphia Phillies. Für die Erfolge in diesem Jahr waren insbesondere die Stammspieler Evan Longoria, der Rookie des Jahres wurde, Carlos Peña, B.J. Upton sowie Akinori Iwamura verantwortlich, während der erfolgsverwöhnte Crawford von Verletzungen geplagt wurde und nur 109 Spiele bestreiten konnte.

Saison 2009[Bearbeiten]

Hauptartikel: MLB Saison 2009

In der 2009er Saison konnten die Rays nicht in gleichem Maße an die Erfolge aus 2008 anknüpfen. Die bis Ende August noch vorhandenen Chancen auf das Erreichen der Play-Offs wurden mit einer 11 Spiele andauernden Niederlagenserie jedoch klar verspielt. Insgesamt erzielten sie erst zum zweiten Mal eine positive Gesamtbilanz mit 84 Siegen gegenüber 78 Niederlagen und belegten damit den dritten Platz in ihrer Division. Während Crawford wieder an alte Erfolge anknüpfen konnte, fielen Iwamura und Peña durch Verletzungen jeweils lange aus. Außergewöhnlich gut dagegen waren in dieser Saison mit ihrem jeweils besten Karrierejahr Jason Bartlett (.320 AVG) sowie der sehr vielseitige Ben Zobrist, der an fünf verschiedenen Positionen begann (.297 AVG, 27 Homeruns).

Saison 2010[Bearbeiten]

Hauptartikel: MLB 2010

In der im Oktober abgelaufenen Saison zeigten die Rays zu Beginn herausragende Leistungen und führten die AL East Division ab dem 22. April lange Zeit an, zwischenzeitlich mit 5,5 Spielen Vorsprung. Auf den bei weitem besten Saisonstart aller Zeiten für die Rays folgten konstante Leistungen, die in ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den New York Yankees um den Führungsplatz der Division mündete.

Fünf Spieltage vor Saisonende konnte der Einzug in die Postseason verbucht werden, am letzten Spieltag sicherten sich die Rays zum zweiten Mal den Gewinn der East-Division. In der ersten Runde der Postseason, der American League Division Series 2010, scheiterten sie dann im entscheidenden fünften Spiel an den Texas Rangers. Insgesamt bedeutete dies für die Rays die zweitbeste Saison aller Zeiten (nach 2008).

Saison 2011[Bearbeiten]

Hauptartikel: MLB 2011

Der Besitzer des Teams, Stuart Sternberg, kündigte bereits im Lauf der Saison 2010 einen deutlichen Schnitt bei den Spielergehältern an.[1]. Nach der Saison 2010 verließen entsprechend zahlreiche Stammspieler zum Teil im Zuge des Free Agent-Systems das Team[2]. Hierunter sind insbesondere Carl Crawford als das langjährige Gesicht des Franchise auch Carlos Peña oder der Pitcher Matt Garza zu nennen, der 2010 den ersten No-Hitter für die Rays schaffte. Diese Verjüngung des Teams wird parallel begleitet von dem Wechsel von Veteranen wie Johnny Damon oder Manny Ramirez[3].

Platzierungen der letzten Jahre[Bearbeiten]

American League East 2007 – 2013
Jahr 1. 2. 3. 4. 5. Postseason
2007 BOS (30.0) NYY (28.0) TOR (17.0) BAL (3.0) 66 – 96 ––
2008 97 – 65 BOS (2.0) NYY (8.0) TOR (11.0) BAL (29.0) AL
2009 NYY (19.0) BOS (11.0) 84 – 78 TOR (9.0) BAL (20.0) ––
2010 96 – 66 NYY (1.0) BOS (7.0) TOR (11.0) BAL (30.0) ALDS
2011 NYY (6.0) 91 – 71 BOS (1.0) TOR (10.0) BAL (12.0) ALDS
2012 NYY (5.0) BAL (3.0) 90 – 72 TOR (20.0) BOS (24.0) ––
2013 BOS (6.0) 91 – 71 BAL (6.0) NYY (6.0) TOR (17.0) ALDS

Die farbig unterlegten Zellen beschreiben das eigene Abschneiden in der AL East, die Zahlen in Klammern die Abstände zu den anderen Teams am Ende der Saison.
WC = Wild Card, ALDS = AL Division Series erreicht, ALCS = AL Championship Series erreicht, AL = AL Pennant (World Series verloren), WSC = World Series Champion

Erfolge[Bearbeiten]

  • AL-Champion: 2008
  • Divisionstitel: 2008, 2010
  • Wild-Card AL: 2011, 2013

Spieler[Bearbeiten]

All Time Home Run Leaders[Bearbeiten]

  1. Carlos Peña 144*
  2. Aubrey Huff 128
  3. Evan Longoria 113*
  4. Carl Crawford 104
  5. Fred McGriff 99
  6. B.J. Upton 90*

Anmerkung: * noch für die Rays aktiv

Stand: 29. Sept. 2011

Mitglieder der Baseball Hall of Fame[Bearbeiten]

Nicht mehr vergebene Nummern[Bearbeiten]

Raysretired12.png
Wade
Boggs

1998-99
seit 2001
Raysretired42.png
Jackie
Robinson

gesamte MLB
seit 1997

Spieler der Rays[Bearbeiten]

Tampa Bay Rays Spieler
Aktive Spieler (25-Spieler-Kreis) Inaktive Spieler (40-Spieler-Kreis) Trainer/Andere

Pitcher

Starting rotation

Bullpen

Closer

Catcher

Infielder

Outfielder


Pitcher


Infielder

Outfielder


Manager

Trainer


Gesperrte Spieler

Injury icon 2.svg Verletztenliste (15 Tage)
* Gesperrt
Roster aktualisiert am 2. April 2014
TransfersAufstellung

Minor-League-Teams der Tampa Bay Rays[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Crawford's likely departure will reshape Rays. MLB.com. Abgerufen am 13. Oktober 2010.
  2. Hot Stove Tracker. MLB.com. Abgerufen am 1. Februar 2011.
  3. Rays set to introduce Manny, Damon. MLB.com. Abgerufen am 1. Februar 2011.

Weblinks[Bearbeiten]