The Living End

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
The Living End
Live, 2007: Cheney, Strachan, Owen (v.l.n.r)
Live, 2007: Cheney, Strachan, Owen (v.l.n.r)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Punkabilly, Pop-Punk
Gründung 1994
Website http://www.thelivingend.com.au/
Gründungsmitglieder
Gesang, Gitarre (Rhythmus)
Chris Cheney
Gesang, Bass
Scott Owen
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre (Rhythmus)
Chris Cheney
Gesang, Bass
Scott Owen
Andy Strachan
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Joey Piripitzi (1995–1996)
Schlagzeug
Trav Demsey (1997–2002)

The Living End ist eine australische Rock-Band, die ihre Ursprünge im Rockabilly- und Punkabilly-Bereich hat. Bis heute hat sie fünf Studioalben in Australien veröffentlicht, von denen zwei auf Platz 1 der australischen ARIA Charts waren. Zudem hat die Band an Bekanntheit in den Vereinigten Staaten, Japan und Europa gewonnen.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

The Living End wurde 1994 gegründet, nachdem der Sänger und Gitarrist Chris Cheney und der Bassist Scott Owen sich von ihren jeweils älteren Geschwister vorgestellt wurden auf der Wheelers Hill Secondary College in Melbourne. Cheney war von der 80s Rockabilly Gruppe Stray Cats besessen. Owen entschied sich Kontrabass anstatt Klavier zu erlernen und schon fingen sie an Auftritte unter dem Namen „Runaway Boys“ wie das gleichnamige Album von Stray Cats zu spielen. Die Band hatte eine Vielzahl von Schlagzeugern, bis sie sich auf Joe Piripitzi einigten.

The Living End hatten ihren ersten großen Erfolg 1995, nachdem sie ein T-Shirt und ein Demo Tape zu Billie Joe Armstrong (bei dessen Label Adeline Records sie seit 2006 sind) geschickt hatten. Sie bekamen einen Platz als Vorband bei der nächsten Green Day Tour durch Australien. Nach der Tour ging die Band ins Studio. Dort produzierten sie ihre Debüt EP Hellbound, welche gemäßigte Unterstützung von den Radiosendern empfing.

Im November 1995 ging die Band wieder ins Studio. Diesmal produzierten sie ihre zweite EP It's for Your Own Good, welche sie sieben Monate später veröffentlichten. Das Lied From Here On In wurde von vielen Radiosendern gespielt. Kurz nach Veröffentlichung der zweiten EP verließ Schlagzeuger Joe Piritzi die Band und wurde von Travis Dempsey ersetzt, der auch schon bald mit der Band auf großen Festivals wie Pushover oder Falls Festival spielte. Nachdem sie ein Jahr durch Australien tourten entschied sich die Band zurück ins Studio zu gehen, um etwas Neues auf ihren nun sehr populären Shows zu spielen. Das Ergebnis war die Doppelsingle Prisoner of Society/Second Solution. Die Inspiration für ihre neuen Lieder holte sich The Living End bei einer jüngeren australischen Punk Band, die unter dem Namen „Filling The Void“ bekannt ist.

Durchbruch[Bearbeiten]

Prisoner of Society wurde schnell zu einem nationalen Hit. Die Band unterschrieb einen Plattenvertrag bei der Firma „Modular Recordings“ um ihr Debüt Album zu veröffentlichen, welches den Bandnamen trägt. Single und Album eroberten monatelang die australischen Charts. The Living End ist das meistverkaufte Rockalbum in der australischen Musikgeschichte und hat bis jetzt fünfmal Platin bekommen. Durch eine Einladung der Toten Hosen kamen sie im Dezember 1998 erstmals nach Deutschland, 1999 spielten sie mit der Warped Tour erneut in Europa und Nordamerika.

Das Album Roll On, welches 2000 erschien war etwas kreativer, aber es erreichte nicht den Erfolg des ersten Albums. Cheney gab später an, dass er den Kritikern beweisen wollte das The Living End nicht einfach eine Band ist, die durch ihren Hit Prisoner of Society definiert wird. Das Album zeigte dieses, indem es andere Stile mit ihrer bisherigen schnell geschrittenen Rockabilly-Musik kombinierte. The Living End wurden für das Album von einigen Kritikern mit The Clash verglichen, die ihren Durchbruch mit London Calling hatten. Im Zuge der Albumveröffentlichung spielten sie erneut auf großen Festivals in Europa und Nordamerika. Im Herbst desselben Jahres hatte Chris Cheney einen Autounfall auf der Great Ocean Road, wodurch die Band ein Jahr pausieren musste. Als es zum Unfall kam, war er auf dem Weg zu einem Freund, der in der australischen Band Bodyjar spielt.

Im Jahr 2003, nachdem Chris Zustand sich verbessert hatte, übernahm Andy Strachan den Posten als Drummer, da Travis Dempsey die langen Tourneen zu ermüdend fand. In dieser neuen Formation veröffentlichten The Living End die Singles One Said To The Other und Who's Gonna Save Us?. Dem folgten eine große Tour und die Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums, MODERN ARTillery.

Cheney im Jahr 2004

Ende 2004 veröffentlichte die Band eine Singlesammlung als DVD, die alle ihre Musikvideos, Ausschnitte verschiedener Live-Auftritte, sowie ausführliche Interviews beinhaltet.

Chris Cheney und Scott Owen haben den „Jack Award“ im Jahr 2004 und 2005 in der Kategorie bester Gitarrist und bester Bassist bekommen.

State of Emergency[Bearbeiten]

Das vierte Living End Album heißt State of Emergency. Es wurde in Byron Bay aufgenommen, nachdem die Band auf dem „Splendour in the Grass“ Festival gespielt hatte. Die Aufnahmen wurden im Dezember 2005 gemacht. Das fertige Album wurde am 4. Februar 2006 veröffentlicht und schoss sofort auf Platz eins in den „ARIA Albums Charts“.

Die Single „What's on Your Radio?“ wurde am 20. November 2005 veröffentlicht, und kam auf Platz 9 der ARIA Singlecharts. Die zweite Single „Wake Up“ wurde am 20 November 2005 veröffentlicht und kam auf Platz fünf. Die dritte Single vom Album „Long Live the Weekend“ erschien am 20. Mai 2006. 2006 gewannen The Living End darüber hinaus vier „Jack Awards“. Das Album wurde in den USA am 11. Juli 2006 veröffentlicht. In Deutschland ist das Album seit September 2007 erhältlich.

Am 22. Juli 2008 wurde das fünfte Studioalbum "White Noise" in Australien und wenige Tage später in Japan veröffentlicht. Auf Anhieb konnte es den zweiten Platz in den offiziellen australischen Albumcharts belegen, im November wurde es mit dem ARIA Award für das beste Rockalbum des Jahres ausgezeichnet. Im Rahmen der Veröffentlichung des Albums engagiert sich die Band 2009 wieder mehr in Europa: Nach einer ersten Tournee im April durch die europäischen Hauptstädte spielte man im Sommer auf diversen Open Airs, unter anderem dem Southside Festival, dem Hurricane Festival sowie dem Reading Festival in England. Für November ist eine weitere Tournee angesetzt.

Kollaborationen[Bearbeiten]

The Living End haben viele Aufnahmen mit vielen populären Bands und Künstlern gemacht. Im Jahr 2005 nahm The Living End eine Version von Ashton, Gardner & Dyke's „Resurrection Shuffle“ mit Jimmy Barnes für sein Duettalbum „Double Happiness“ auf. The Living End sind auch auf dem Album „Barricades & Brickwalls“ der australischen Country und Western Musikerin Kasey Chambers zu hören. Ebenfalls trugen sie zum Album „Crossfire“ bei. Frontmann und Gitarrist Chris Cheney war auch ein Mitglied der „Supergruppe“ „The Wrights“, die ein Cover von Stevie Wright's Song „Evie parts 1, 2 & 3“ veröffentlichten, nachdem sie „Evie part 1“ auf der 2004 Australian Music Industry's „ARIA Awards“ spielten. Cheney spielte auch Gitarre und trug zum Gesang bei auf „Private School Kid“ auf dem Debüt Soloalbum von Sarah McLeod's (ehemals bei „The Superjesus“).

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Name der Band kommt aus dem Film „Rock Around the Clock“.
  • The Living End halten den Rekord auf dem australischen Radiosender Triple J's „Hottest 100“. Die Band ist seit 1997 jedes Jahr in den Charts vertreten.
  • Chris Cheney erschien auf einem Konzert von Green Day am 17. Dezember 2005 im Telstra Dome in Melbourne und spielte dort mit ihnen Sonny Curtis’ I Fought the Law, (wenngleich die überarbeitete Version von „The Clash“ gespielt wurde).
  • The Living End waren 2009 und 2013 bei einigen Konzerten Vorband der Toten Hosen.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1998 - The Living End (Modular/EMI)
  • 2000 - Roll On (EMI)
  • 2003 - MODERN ARTillery (EMI)
  • 2004 - From Here On In (EMI) (Best-Of, 2 CDs, u.a. mit 2 neuen Liedern und 6 Cover-Songs)
  • 2006 - State of Emergency (EMI)
  • 2008 - White Noise (Dew Process)
  • 2011 - Ending is just the beginning repeating (Dew Process)

EPs[Bearbeiten]

(Titel sind nicht auf den Alben enthalten)

  • 1995 - Hellbound (Mushroom Records)
  • 1996 - It's For Your Own Good (Rapido)
  • 2004 - Four On the Floor

Singles[Bearbeiten]

  • 1997 - From Here On In
  • 1997 - Prisoner of Society/Second Solution
  • 1998 - Tainted Love (Live)
  • 1998 - Save The Day
  • 1998 - Prisoner Of Society
  • 1999 - All Torn Down
  • 1998 - Second Solution
  • 1999 - Trapped (nur in den USA)
  • 1999 - West End Riot
  • 2000 - Pictures In The Mirror
  • 2000 - Roll On
  • 2001 - Dirty Man
  • 2002 - One Said To The Other
  • 2002 - Who's Gonna Save Us?
  • 2003 - Tabloid Magazine
  • 2004 - I Can't Give You What I Haven't Got
  • 2005 - What's on Your Radio?
  • 2006 - Wake Up
  • 2006 - Long Live The Weekend
  • 2006 - Nothing Lasts Forever
  • 2007 - Rising Sun
  • 2008 - White Noise
  • 2008 - Moment in the sun
  • 2011 - The Ending is just the beginning repeating
  • 2011 - Song for the lonely

DVDs[Bearbeiten]

  • 2003 - Live at Splendour in the Grass Festival (Limitierte Bonus-DVD zum Album Modern Artillery)
  • 2004 - From Here on In: The DVD 1997-2004
  • 2006 - How to make an album and influence people (Limitierte Bonus-DVD zum Album State of Emergency)
  • 2006 - Live At Festival Hall
  • 2008 - Live at AC/DC Lane (Limitierte Bonus-DVD zum Album White Noise)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The Living End – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien