The Raven – Prophet des Teufels

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Filmdaten
Deutscher Titel The Raven – Prophet des Teufels
Originaltitel The Raven
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 111 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie James McTeigue
Drehbuch Ben Livingston
Hannah Shakespeare
Produktion Marc D Evans
Trevor Macy
Aaron Ryder
Musik Lucas Vidal
Kamera Danny Ruhlmann
Schnitt Niven Howie
Besetzung

The Raven – Prophet des Teufels (deutsch: Der Rabe) ist ein US-amerikanischer Thriller des Regisseurs James McTeigue aus dem Jahr 2012 mit John Cusack in der Hauptrolle.

In der fiktiven Verfilmung der letzten Tage des Schriftstellers Edgar Allan Poe verfolgt dieser einen Serienmörder, dessen Morde Erzählungen Poes widerspiegeln.

Der Filmtitel wurde von Poes Gedicht Der Rabe (englisch: The Raven) abgeleitet.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung beginnt in Baltimore im Jahre 1849 mit Polizisten, die zu der Wohnung einer schreienden Frau eilen. Als die Polizei dort eintrifft, vernehmen diese noch Geräusche, wie die Tür von innen versperrt wird. Die Polizisten können schließlich nur noch den Leichnam der Frau auf dem Boden vorfinden. Von dem Täter fehlt jedoch jede Spur. Dem zur Untersuchung des Falles herbeigerufenen Detective Emmett Fields fällt die Analogie zu Poes Erzählung Der Doppelmord in der Rue Morgue auf.

Der erfolglose Schriftsteller Edgar Allan Poe hat sich gerade mit der jungen Emily Hamilton verlobt, entgegen dem Willen ihres reichen und einflussreichen Vaters. Poe wird gerade von Fields befragt, als dieser über einen weiteren Mord benachrichtigt wird. Poe hilft freiwillig bei der Untersuchung des Mordes und muss feststellen, dass dieser Mord an seinem Konkurrenten Ludwig Griswold seiner eigenen Erzählung Die Grube und das Pendel entspricht. Gemeinsam schließen sie, dass der Täter erneut auf dem Maskenball des Captain Hamilton zuschlagen wird. Trotz entsprechender Vorbereitungen gelingt es dem Täter dennoch die Verlobte Poes und Tochter des Captain, Emily Hamilton, zu entführen.

Der Täter lässt Poe eine Nachricht zukommen, in der er behauptet weitere Morde zu begehen und Hinweise auf Emilys Aufenthaltsort zu hinterlassen. Jedoch werde er Emily töten, sofern dieser nicht neue Veröffentlichungen mache. Es folgt ein weiteres Opfer, diesmal mit Das Geheimnis der Marie Rogêt als Vorlage, das Poe und Fields in ein Theater führt, in dem das Opfer gearbeitet hat. Obwohl eine Aufführung läuft, fehlt einer der Bühnenhelfer, ein Seemann, der mit einem Schiff namens Fortunato nach Baltimore kam. Poe schließt daraus, dass der nächste Mord Das Fass Amontillado als Vorbild haben wird. Poe und Fields suchen daher in der Kanalisation Baltimores nach einem möglichen Versteck und finden den Leichnam des fehlenden Bühnenhelfers. Eine Taschenuhr und eine Tätowierung des Seemanns führen die Ermittler zu einer Insel, deren Namen wiederum sie zu einer Kirche mit dem Namen Heiliges Kreuz führt. Da sie dort Emily vermuten, eilen die Polizisten zu der Kirche. Während sie einen Weg ins Innere suchen, wird einer der Polizisten von dem Mörder überwältigt und getötet. Kurz darauf wird Fields von einem Schuss des Mörders getroffen. Poe nimmt die Verfolgung des Täters auf, verliert diesen aber im Wald. Bei der Kirche können sie nur ein leeres Grab finden, das mit einem Kreuz markiert ist, auf dem Emilys Name steht und der darauf folgende Tag als Todesdatum. In Angst um das Leben seiner Geliebten macht Poe schließlich seine endgültige Veröffentlichung, in der er sein Leben für das von Emily anbietet.

Weil Poes Haus mutwillig niedergebrannt wird, übernachtet dieser bei Fields. Am nächsten Morgen reicht das Dienstmädchen Poe die Zeitung und eine Notiz, die vom Mörder stammt. Weil die Notiz im Gegensatz zur Zeitung nicht vom Regen verwischt wurde, folgert Poe dass der Täter den Inhalt der Zeitung gekannt haben muss, bevor diese veröffentlicht wurde. Poe vermutet daher, dass der Herausgeber der Täter sei, und eilt zum Verlagsgebäude. Auch Fields kommt zu dem unabhängigen Schluss, dass der Täter bei der Zeitung arbeiten müsse, als er zufällig herausfindet, dass die vom Täter verwendete Tinte magnetisch ist, wie es auch bei Druckfarbe der Fall ist. Poe findet den Verleger tot im Verlagsgebäude vor, mit der Notiz „Getting warmer!“ (englisch: Es wird wärmer) vor den abgetrennten Händen des Verlegers. Ivan beglückwünscht Poe zum Fund des Täters und erzählt, dass er die Morde begangen habe, um Poe zu neuen Veröffentlichungen zu bringen.

Als Poe Ivan schließlich mit einer Pistole bedroht, weist Ivan ihn darauf hin, dass Emily sterben wird, wenn Poe ihn erschießt. Poe übergibt daher die Pistole an Ivan mit der Bedingung, dass er Emily freilässt. Ivan reicht Poe ein Glas mit Gift und fordert ihn auf, dies zu trinken, sodass er mit seinem Lieblingsautor reden kann, während das Gift diesen langsam tötet. Als Poe zu schwach ist um Hilfe holen zu können, erzählt Ivan ihm, dass er nach Paris ziehen werde. Er verlässt den Raum mit einem Verweis auf Das verräterische Herz. Poe begreift dadurch, dass Emily unter ihm begraben sein müsse. Durch eine Klappe im Boden gelangt er in den Keller, wo er Emily aus ihrem Grab befreit. Die Polizei trifft ein, und Emily wird in einen Krankenwagen transportiert. Nach der Befreiung Emilys zieht sich Poe auf eine einsame Parkbank zurück. Als ein Passant ihn anspricht, bittet er diesen, Fields auszurichten, dass „sein Nachname Reynolds“ sei. Fields wird von dieser Begebenheit berichtet, als dieser schließlich im Krankenhaus den Leichnam Poes begutachtet.

In der Schlussszene erwartet Detective Fields den aus Baltimore entkommenen Ivan Reynolds bei dessen Ankunft in Paris. Der Film endet, als sich ein Schuss aus der Waffe Fields löst.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde an verschiedenen Drehorten in Serbien und Ungarn gedreht.[1] In Deutschland ist der Film ausschließlich auf DVD und Blu-Ray erschienen und wird von Universum Film vertrieben.[2]

Über den tatsächlichen Tod Poes ist nichts bekannt. Poe wurde am 3. Oktober 1849 vor einem Lokal in Baltimore aufgefunden. Er soll mehrmals den Namen „Reynolds“ genannt haben, jedoch ist unbekannt wer diese Person war. Er verstarb kurz darauf in einem Krankenhaus.

Bis auf immer wieder im Film auftauchende Raben gibt es keinen Bezug zu dem titelgebenden Gedicht Der Rabe.

Rezeption[Bearbeiten]

Robert Cherkowski von Filmstarts bezeichnet die „Idee, eine Filmbiografie mit einer Künstlerwerkschau und einem Krimi in historischer Kulisse zu kombinieren“ als „vielversprechend“, jedoch sei diese Mischung bei The Raven „nicht so stimmig geraten“. Er kritisiert die Splatter-Effekte, die unnötig seien, und bezeichnet die einzelnen Teile des Filmes als unstimmig. John Cusack wirke zudem in der Rolle des Poe „zuweilen etwas übermotiviert“, während Luke Evans, Brendan Gleeson und Alice Eve „eher unterkühlt“ wirken. Als Fazit zieht er, dass The Raven „bloß ein lauwarmer Genre-Mix“ sei, „aber zumindest der irre durch den Film gockelnde Hauptdarsteller John Cusack als Edgar Allan Poe sorgt für Kurzweil und ist einen Blick wert“.[3]

Auch bei Oliver Armknecht von film-rezensionen.de fällt das Urteil gemischt aus. Die Schauspieler seien zwar überzeugend, einige Abschnitte aber "zu sehr an den Haaren herbeigezogen und die Auflösung am Ende zu konstruiert". Insgesamt sei The Raven ein grundsolider Thriller, der zwar "nicht selbst in die Geschichte eingehen wird, aber zumindest für knapp zwei Stunden genug Unterhaltung bietet."[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Drehorte laut Internet Movie Database
  2. http://www.universumfilm.de/filme/124912/the-raven-prophet-des-teufels.html
  3. Filmstarts: Filmkritik, Robert Cherkowski
  4. Oliver Armknecht: The Raven - Prophet des Teufels auf www.film-rezensionen.de