The Ronettes

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The Ronettes
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop
Gründung 1959
Auflösung 1966
Letzte Besetzung
Gesang
Veronica „Ronnie“ Bennett
Gesang
Estelle Bennett
Gesang
Nedra Talley

Die Ronettes waren ein weibliches Gesangstrio aus New York City, das in den frühen 1960ern einige Hits in den USA und Großbritannien hatte. Ihr bekanntestes Stück ist Be My Baby.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Schwestern Ronnie und Estelle Bennett und ihre Cousine Nedra Talley hatten 1959 ihre ersten gemeinsamen Auftritte, gewannen einen Talentwettbewerb und standen regelmäßig auf der Bühne, damals noch als Darling Sisters. Bald wurden Plattenproduzenten auf sie aufmerksam, und 1961 veröffentlichten sie ihre erste Single. Kurz darauf benannten sie sich um in The Ronettes, abgeleitet von Ronnie Bennett.

1963 kam es zur Zusammenarbeit mit dem bekannten Produzenten Phil Spector. Mit dem bewährten Autorenteam Jeff Barry/Ellie Greenwich schrieb er ihnen mit Be My Baby eine äußerst erfolgreiche Single, die er im Stil seiner berühmten „Wall of Sound“ produzierte. Mit dem Lied landete das Mädchentrio sowohl in den USA als auch in Großbritannien auf vorderen Chartplätzen.

Fünf Singles in Folge landeten in den Top 40 der US-Charts, und vier davon platzierten sich auch in Großbritannien. Das Album … Presenting the Fabulous Ronettes Featuring Veronica war zwar in den Charts nicht so erfolgreich, wurde aber später auf Platz 427 der 500 besten Alben aller Zeiten des Rolling-Stone-Magazins gewählt. Schon im Albumtitel wurde Veronica „Ronnie“ Bennett in den Vordergrund gestellt, und in den Veröffentlichungen ab 1965 wurde sie im Bandnamen besonders erwähnt. Aber die folgenden Singles erfüllten die Erwartungen nicht. Nachdem sowohl Estelle Bennett als auch Nedra Talley 1966 heirateten, kam schließlich das Aus für die Gruppe. 1968 heiratete Ronnie Bennett Phil Spector, aber die Ehe hielt nur sechs Jahre.

Ronnie Spector setzte ihre musikalische Karriere mit wechselhaftem Erfolg fort. 1973 war sie kurzzeitig mit zwei anderen Sängerinnen als Ronnie and the Ronettes unterwegs, machte dann aber solo weiter mit eigenen Aufnahmen, im Background und als Begleitung von Bruce Springsteen und 1986 von Eddie Money, mit dem sie dessen größten Hit Take Me Home Tonight einspielte.

Die Ronettes wurden 2004 in die Vocal Group Hall of Fame und drei Jahre später in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Musik[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
… Presenting the Fabulous Ronettes Featuring Veronica
  US 96 26.12.1964 (8 Wo.)
Singles
Be My Baby
  US 2 31.08.1963 (13 Wo.)
  UK 4 17.10.1963 (13 Wo.)
Baby, I Love You
  US 24 21.12.1963 (9 Wo.)
  UK 11 09.01.1964 (14 Wo.)
(The Best Part Of) Breakin' Up
  US 39 04.04.1964 (8 Wo.)
  UK 43 27.08.1964 (3 Wo.)
Do I Love You?
  US 34 20.06.1964 (9 Wo.)
  UK 35 08.10.1964 (4 Wo.)
Walking in the Rain
  US 23 24.10.1964 (11 Wo.)
Born to Be Together (ft. Veronica)
  US 52 06.02.1965 (6 Wo.)
Is This What I Get for Loving You? (ft. Veronica)
  US 75 29.05.1965 (4 Wo.)
I Can Hear Music (ft. Veronica)
  US 100 29.10.1966 (1 Wo.)
[1] [2]

Die beiden ersten Singles der Ronettes wurden Ende der 60er von Andy Kim in Deutschland populär gemacht, der Baby, I Love You auch in den USA auf Platz 5 brachte.

Be My Baby bleibt aber ihr mit Abstand populärstes Lied. Es wurde in die Liste der 500 einflussreichsten Rocksongs der Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Zahlreiche Künstler nahmen das Lied in ihr Repertoire auf, darunter die Bay City Rollers, Shaun Cassidy, Rachel Sweet, Linda Ronstadt, Melissa Etheridge, Brian Wilson und die Bates.

I Can Hear Music war 1966 ihr letzter Charthit. Er wurde drei Jahre später von den Beach Boys gecovert und ein Hit in Großbritannien.

Mitglieder[Bearbeiten]

  • Veronica Ronnie Bennett, verh. Spector (* 10. August 1943 in New York)
  • Estelle Bennett, verh. Vann (* 22. Juli 1941 in New York; † 11. Februar 2009 in Englewood)
  • Nedra Talley, verh. Ross (* 27. Januar 1946 in New York)

Diskografie[Bearbeiten]

  • My Darling Angel (1961)
  • I Want a Boy (1961)
  • Silhouettes (1961)
  • I'm Gonna Quit While I'm Ahead (1961)
  • The Memory (1962)
  • Be My Baby (1963)
  • Baby, I Love You (1963)
  • (The Best Part Of) Breakin' Up (1964)
  • Do I Love You? (1964)
  • (Walking) In the Rain (1964)
  • Born to Be Together (1965)
  • Is This What I Get for Loving You? (1965)
  • He Did It (1965)
  • I Can Hear Music (1966)

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronnie Spector mit Vince Waldron: Be My Baby: How I Survived Mascara, Miniskirts, and Madness, or My Life as a Fabulous Ronette. New American Library, 2004.
  • Irwin Stambler: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 583 f., ISBN 0-312-02573-4.
  • Jay Warner: The Billboard Book Of American Singing Groups. A History 1940–1990. New York City / Billboard Books, New York 1992, S. 440–443.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UK-Charts: British Hit Singles & Albums, 18th Edition, Guinness World Records Limited 2005, ISBN 978-1-904994-00-8.
  2. US-Charts: Top Pop Singles 1955-2006 von Joel Whitburn, Record Research 2007, ISBN 978-0-89820-172-7 / The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.