Thomas Grynaeus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Thomas Grynaeus, auch Thomas Griner, (* 1512 in Veringendorf; † 2. August 1564 in Rötteln) war Theologe, Reformator und Pfarrer.

Leben[Bearbeiten]

Thomas Grynaeus wuchs als Sohn eines Bauern im württembergischen Veringendorf auf. Grynaeus’ Onkel war ein Schulfreund Philipp Melanchthons.[1] Er studierte in Heidelberg und Basel Griechisch und Latein und folgte Simon Sulzer an die Universität Bern, wo er von 1536 bis 1546[2] als Professor für Alte Sprachen tätig war. Aufgrund seiner Sympathie für die 95 Thesen von Martin Luther wurde er 1547 entlassen und wirkte anschließend als Lehrer und ab 1555 als Präfekt am Basler Pädagogium. Nach Einführung der Reformation im Markgräflerland 1556 wurde er 1558 Pfarrer an der Röttler Kirche und Superintendent in Rötteln, was er bis zu seinem Tod 1564 blieb.

Thomas Grynaeus, ein Neffe von Simon Grynaeus, war mit Adelheid Steuber verheiratet und hatte elf Kinder,[1] darunter Johann Jakob Grynaeus, der später ebenfalls Pfarrer in Rötteln wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Gerhard Moehring, Otto Wittmann, Ludwig Eisinger; Geschichtsverein Markgräflerland e.V. (Hrsg.): 1250 Jahre Röttler Kirche: 751–2001, Uehlin, Schopfheim 2001, ISBN 3-932738-17-9, S. 180.
  2. Universitätsbibliothek Basel: Griechischer Geist aus Basler Pressen