Tom Araya

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Tom Araya im Jahre 2012

Tom Araya (* 6. Juni 1961 als Tomás Enrique Araya in Viña del Mar, Chile) ist Bassist, Sänger und Co-Songschreiber der US-amerikanischen Thrash-Metal-Band Slayer.

Leben[Bearbeiten]

Seine Eltern zogen 1965 mit ihrem Sohn und seinen 6 Geschwistern von Chile nach Los Angeles, da sein Vater dort nach Arbeit suchen wollte. Sie zogen ins Viertel Southgate. Einer von seinen Brüdern, John, fing eines Tages an, Gitarre zu spielen. Araya legte sich mit 13 Jahren eine Bassgitarre zu, um mit seinem Bruder jammen zu können. Arayas Bruder John gründete später mit Joey Hanneman, dem Bruder von Jeff Hanneman, die Band Bloodcum, die allerdings erfolglos blieb. John ist heute Bass- und Gitarrentechniker bei Slayer. Als Tom Araya älter wurde, begann er zu studieren, um Therapeut zu werden. 1982 trat er Slayer bei. Araya traf seine heutige Frau auf einem Auftritt, hat mit ihr 2 Kinder und lebt in Buffalo, Texas.

Equipment[Bearbeiten]

Araya ist Endorser für ESP-Bässe und Ampeg SVT-Verstärker und -Boxen. ESP stellt auch ein Signature-Modell seines Basses mit aktiven EMG-Tonabnehmern her, das zusätzlich auch in der günstigeren LTD-Serie vertrieben wird.[1]

Stil[Bearbeiten]

Die satanistischen Einflüsse auf den ersten Alben von Slayer stammen von den Gitarristen Jeff Hanneman und Kerry King. Ab dem Album South of Heaven begann auch Araya, Texte zu schreiben. Diese handeln häufig von menschlichen Abgründen, z. B. der Hölle auf Erden (South of Heaven), der Abtreibung (Silent Scream), der Sinnlosigkeit von Kriegen, dargestellt aus der Sicht einfacher Soldaten (Mandatory Suicide, 1988, oder War Ensemble, das beim internen Radiosender der US-Truppen in Irak und Kuwait während des Golfkrieges Anfang 1991 von den Zuhörern [sprich: Soldaten] zum beliebtesten Song gewählt wurde), sowie zuweilen auch von Serienmördern wie Ed Gein (Dead Skin Mask) oder Jeffrey Dahmer (213, auf dem Album Divine Intervention, 1994). Im krassen Gegensatz zu den Texten seiner Band steht Arayas Bekenntnis zum katholischen Glauben. Er erklärte jedoch, mit einigen der Texte seines Bandkollegen King nicht konform zu gehen, sie aber dennoch mit Leidenschaft umsetzen zu können und seinen Glauben durch sie nicht gefährdet zu sehen. Trotz seines Bekenntnisses zum Katholizismus geht er jedoch mit zahlreichen Punkten des kirchlichen Lebens nicht konform. Für ihn gibt es „ein einziges göttliches Gesetz“, die goldene Regel, die er als „Essenz der Zehn Gebote, die Moses von Gott erhalten hat“, bezeichnet.[2]

An seinem Gesangsstil ist auffällig, dass er Text ungewöhnlich schnell wiedergeben kann, wobei er Silben teilweise verschluckt. Beispiele dafür sind das Lied Reborn (auf Reign in Blood, 1986) und das Titelstück des '85er-Slayer-Albums Hell Awaits. Tom Arayas Gesangstechnik basiert häufig stark auf dem textbetonten Sprechgesang (Rezitativ), das zuweilen in ein geradezu animalisches Schreien ausartet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.espguitars.com/products?categories=tom-araya
  2. Björn Thorsten Jaschinski: Schön blutig. In: Rock Hard, Nr. 267, August 2009, S. 19.

Weblinks[Bearbeiten]