Tom Holert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Tom Holert (* 1962 in Hamburg) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Publizist und Künstler. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Leben[Bearbeiten]

Holert studierte Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literaturwissenschaften und Philosophie in Hamburg und Paris. 1995 wurde er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main in Kunstgeschichte promoviert. 2000 gründete er mit Mark Terkessidis das „Institute for Studies in Visual Culture“ (ISVC). Von 1992 bis 1996 war er Redakteur von Texte zur Kunst (Köln), von 1996 bis 1999 Redakteur und Mitherausgeber von Spex (Köln). Vom Wintersemester 2006/2007 bis zum Sommersemester 2011 lehrte und forschte Holert an der Akademie der bildenden Künste Wien, mit Schwerpunkt auf Kunst als Wissensproduktion. Seit Sommer 2012 ist er Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt in Köln.

Publikationen[Bearbeiten]

Holert lieferte Beiträge zu kulturtheoretischen Sammelbänden und zu Kunstkatalogen u.a. anlässlich von Ausstellungen von Jeroen de Rijke/Willem de Rooij, Nicole Wermers, Bettina Pousttchi, Katja Davar, Mathias Poledna, Mark Lewis, Peter Zimmermann, Jeanne Faust, Sanja Iveković, Omer Fast, Stephen Willats, Julian Göthe, Wolfgang Tillmans. Er schrieb kunstkritische und kulturtheoretische Essays für verschiedene Periodika, wie Texte zur Kunst, Artforum, Camera Austria, taz, Bidoun, die Süddeutsche Zeitung, Jungle World, Literaturen, Der Freitag und Cargo.

Künstlerisches Werk[Bearbeiten]

Mit künstlerischen Arbeiten war Holert u.a. beteiligt an Mimétisme (Extra City, Antwerp, 2007), Manifesta 7 (Trento 2008), Fake or Feint (Berlin 2009), Modernologies (MACBA, Barcelona, 2009, und Museum für moderne Kunst in Warschau, 2010), 8th Gwangju Biennale (Gwangju, Südkorea, 2010), Forum Expanded (Berlinale, 2011), Animismus (Haus der Kulturen der Welt, Berlin; e-flux, New York).

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Hrsg. mit Mark Terkessidis: Mainstream der Minderheiten. Pop in der Kontrollgesellschaft. Berlin: Ed. ID-Archiv 1996. ISBN 3-89408-059-0
  • Künstlerwissen. Studien zur Semantik künstlerischer Kompetenz im Frankreich des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. München: Wilhelm Fink 1998. ISBN 978-3770531813
  • Hrsg. Imagineering. Visuelle Kultur und Politik der Sichtbarkeit. Köln: Oktagon 2000. ISBN 978-3896110947
  • Mit Mark Terkessidis: Entsichert. Krieg als Massenkultur im 21. Jahrhundert. Köln, Kiepenheuer & Witsch 2002. ISBN 978-3-46203163-8
  • Mit Mark Terkessidis: Fliehkraft: Gesellschaft in Bewegung - von Migranten und Touristen. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2006. ISBN 3-46203743- 9
  • Marc Camille Chaimowicz: Celebration? Realife [One Work]. London und Cambridge, MA: Afterall/MIT Press 2007. ISBN 978-1846380297
  • Regieren im Bildraum. Berlin: b-books. 2008. ISBN 3-93355779-8
  • Hrsg. mit Marion von Osten: Das Erziehungsbild: Zur visuellen Kultur des Pädagogischen. Wien: Schlebrügge.Editor 2010. ISBN 978-3851601831
  • Mit Petja Dimitrova, Eva Egermann, Jens Kastner und Johanna Schaffer: Regime: Wie Dominanz organisiert und Ausdruck formalisiert wird. Münster: edition assemblage 2012. ISBN 978-3942885119
  • Deadwood. Zürich und Berlin: diaphanes 2013. ISBN 978-3037343838

Weblinks[Bearbeiten]