U-Bahnhof Magdalenenstraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ausfahrender F-Zug am Bahnsteig (nach der Sanierung)

Der U-Bahnhof Magdalenenstraße ist eine Station der Berliner U-Bahn-Linie U5 im Berliner Ortsteil Lichtenberg. Er liegt in eineinhalbfacher Tiefe unterhalb der Frankfurter Allee und wird bei der BVG unter dem Kürzel Md geführt.

Geschichte und Bauwerk[Bearbeiten]

Die Station gehörte zusammen mit den anderen, ebenfalls am 21. Dezember 1930 eröffneten Bahnhöfen der Linie zu den letzten architektonischen Werken des schwedischen Architekten Alfred Grenander.

Der anfangs noch unter dem Bautitel Alfredstraße geplante Bahnhof entstand zusammen mit der Neubaulinie E (heute: Linie U5) zum Ende der 1920er Jahre im Stil der Moderne. Getreu Grenanders Prinzip der „Kennfarbe“ erhielt er dabei graue Wandfliesen. Der 121 Meter lange und neun Meter breite Bahnsteig wurde mit einer doppelten, ebenfalls grau gehaltenen genieteten Pfeilerreihe ausgestattet und besitzt an jedem Ende zwei Ausgänge. Die Bahnhofsausstattung umfasste zudem informative Vitrinen, Fahrtzielanzeiger, Uhren, Bänke mit Papierkörben, Verkaufsautomaten beziehungsweise Kioske, Feuerschutzeinrichtungen und auch Personenwaagen.

Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Bahnhof trotz mehreren Treffern entlang der Linie verschont. Der Betrieb wurde dennoch im Frühjahr eingestellt und konnte erst nach Kriegsende, am 16. Juni 1945, wieder aufgenommen werden. Dies geschah zunächst im Pendel-, ab 1. Februar 1946 schließlich im normalen Umlaufbetrieb.

Der Bahnhof vor der Sanierung, 2003
Bahnsteig nach der Sanierung, 2007

Die ursprünglichen Fliesen wurden im weiteren Verlauf durch etwas andersfarbige und im Mauerwerksverband angelegte ersetzt. 1986 wurden die ehemaligen Werbetafeln zur Vorbereitung auf die 750-Jahr-Feier Berlins durch 20 Wandgemälde Wolfgang Frankensteins ersetzt, die die Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung von der Märzrevolution bis hin zur Gründung der DDR illustrieren.[1][2]

Bei der zweiten Sanierung im Jahr 2003 wurden die älteren Fliesen wiederum abgeschlagen und durch grüne Emailleplatten ersetzt. Der ursprünglich asphaltierte Boden wurde mit Granitplatten ausgestattet, die Wandgemälde seitlich mit ihren jeweiligen Titeln.

Von Oktober 2008 bis April 2009 wurden die Ausgänge des Bahnhofs im laufenden Betrieb – pro Straßenseite wurde jeweils ein Aufgang geschlossen – saniert, wobei sie ihr heute einheitliches Aussehen erhielten. Ebenso wurden zum Teil Blindenleitsysteme installiert. Zusätzlich erhielt der U-Bahnhof einen Aufzug, der im Dezember 2013 in Betrieb ging.[3]

Linie Verlauf
Berlin U5.svg Alexanderplatz – Schillingstraße – Strausberger Platz – Weberwiese – Frankfurter Tor – Samariterstraße – Frankfurter Allee – Magdalenenstraße – Lichtenberg – Friedrichsfelde – Tierpark – Biesdorf-Süd – Elsterwerdaer Platz – Wuhletal – Kaulsdorf-Nord – Neue Grottkauer Straße – Cottbusser Platz – Hellersdorf – Louis-Lewin-Straße – Hönow

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Bock (Hrsg.): U5 Zwischen Alex und Hönow. Geschichte(n) aus dem Untergrund. GVE e. V., Berlin 2003. ISBN 3-89218-079-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Magdalenenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage Kunst in Berlin, 80er und 90er Jahre, abgerufen am 24. Juni 2011
  2. Bilder aller 20 Wandgemälde
  3.  Klaus Kurpjuweit: Die U5 ist die erste barrierefreie U-Bahn-Linie. In: Der Tagesspiegel. 20. Dezember 2013 (Online-Artikel, abgerufen am 21. Dezember 2013).

52.512513.486388888889Koordinaten: 52° 30′ 45″ N, 13° 29′ 11″ O