UFO Club

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der UFO Club war ein 1966–67 nur kurz existierender Underground-Club in London. Er diente einigen bekannten Rockbands als Startrampe ihrer Karriere, darunter Pink Floyd, Soft Machine und Procol Harum.

Geschichte[Bearbeiten]

Der UFO Club wurde von John „Hoppy“ Hopkins und Joe Boyd in den Räumlichkeiten eines „Irish Dance“-Lokals mit dem Namen „Blarney Club“ gegründet. Die Adresse war 31 Tottenham Court Road, der Eingang war über eine breite, nach unten führende Treppe zu erreichen.[1]

Am Freitag, dem 23. Dezember 1966 öffnete der Club erstmals seine Pforten. Angekündigt war „UFO presents Night Tripper“, da sich die beiden Betreiber nicht zwischen den Namen „UFO“ und „Night Tripper“ entscheiden konnten. Schließlich setzte sich „UFO“ durch.[1]

Der UFO Club war ein wöchentliches Ereignis. Er öffnete freitags um 22 Uhr 30 und schloss am folgenden Morgen um 6 Uhr. Neben Live-Musik gab es Lightshows, Filmvorführungen, Tanzdarbietungen, Theateraufführungen, psychedelische Poster und Underground-Veröffentlichungen wie die International Times.[1]

Pink Floyd galten als Hausband des UFO Clubs und wurden dadurch bekannt. Aber auch andere Bands begannen ihre Karriere hier: Soft Machine, Sam Gopal, Arthur Brown, Tomorrow und Procol Harum. Die Band UFO hat sich nach diesem Club benannt.

Der Erfolg des UFO bei den Besuchern war gleichzeitig der Abstieg für den Club – die Räumlichkeiten waren zu klein, um die immer größer werdende Anzahl von Besuchern aufzunehmen. Als Hopkins im Juni 1967 wegen Drogenbesitzes ins Gefängnis kam, erzeugte die Polizei einen so starken öffentlichen Druck, dass schließlich der Eigentümer des Lokals den Mietvertrag kündigte. Der UFO Club zog für kurze Zeit ins Roundhouse, ein paar U-Bahn-Stationen weiter nördlich, doch trotz des vollen Hauses konnte die deutlich höhere Miete nicht gedeckt werden. Am 29. September 1967 öffnete der UFO Club zum letzten Mal.[1]

Programm des UFO Clubs[Bearbeiten]

Das Programm des UFO Clubs, wie es auf Plakaten und in Anzeigen angekündigt war:[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Joe Boyd: White Bicycles – Musik in den 60er Jahren. Verlag Antje Kunstmann, München 2007, ISBN 978-3-88897-491-5

51.518354-0.132073Koordinaten: 51° 31′ 6″ N, 0° 7′ 55″ W