Udaipur

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Udaipur (Begriffsklärung) aufgeführt.
Udaipur
Udaipur (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Rajasthan
Distrikt: Udaipur
Lage: 24° 35′ N, 73° 41′ O24.5873.68Koordinaten: 24° 35′ N, 73° 41′ O
Einwohner:
– Agglomeration:
451.735 (2011)[1]
475.150 (2011)[2]
Lake Palace (ehemaliger Maharadscha-Palast, heute Hotel) im Pichhola-See
Lake Palace (ehemaliger Maharadscha-Palast, heute Hotel) im Pichhola-See

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Udaipur
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Quelle: India Meteorological Department
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Udaipur
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Max. Temperatur (°C) 24,4 27,3 32,9 37,5 39,8 37,3 32,0 30,3 32,4 33,5 29,7 25,7 Ø 31,9
Min. Temperatur (°C) 7,2 9,5 14,9 20,5 25,3 26,1 24,6 23,2 21,5 17,1 12,0 8,1 Ø 17,5
Niederschlag (mm) 2,0 12,7 5,3 4,9 15,4 75,0 181,0 199,9 90,0 13,9 10,7 2,5 Σ 613,3
Regentage (d) 0,5 0,6 0,5 0,5 2 4,9 12,2 13 7,3 1,6 0,9 0,4 Σ 44,4
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Udaipur (Hindi: उदयपुर, Udayapur) ist eine Stadt im Nordwesten Indiens im Süden des Bundesstaates Rajasthan mit rund 450.000 Einwohnern (Volkszählung 2011). Die Stadt zählt zu den bei Touristen beliebtesten Sehenswürdigkeiten Indiens.

Bick auf die Stadt vom Monsun-Palast

Geschichte[Bearbeiten]

Udaipur war die Hauptstadt des Reiches Mewar. Vor Udaipur war Chittorgarh dessen Hauptstadt. Im Jahr 1568 eroberte der Großmogul Akbar Chittorgarh und der damalige Herrscher von Mewar, Rana Udai Singh II, verlegte die Hauptstadt nach Udaipur. Nach der Unabhängigkeit Indiens wurde Mewar in den Bundesstaat Rajasthan integriert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Udaipur ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der bis zur Einbindung in die indische Union im Jahr 1948 politisch relativ unabhängigen Region Mewar und stellt heute ein großes Fremdenverkehrszentrum dar. Bei Udaipur befindet sich das Udaipur Solar Observatorium.

Durch einen nationalen Verkehrsflughafen (Maharana Pratap Airport) ist Udaipur via Neu Delhi und Mumbai an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mehrere Seen, insbesondere der Pichhola-See (Pichhola Jhil), befinden sich in Innenstadtnähe. Der große Maharaja-Palast, in dem bis 1956 der Maharana von Mewar regierte, wird heute als Museum sowie als Hotel genutzt. Unterhalb des Palasteingangs befindet sich der Jagdish-Tempel. Udaipur, im Besonderen das „Lake Palace Hotel“, mitten im Pichhola-See gelegen, war Drehort für Fritz Langs Filme Der Tiger von Eschnapur und Das indische Grabmal (beide 1958/59) und Teile des James-Bond-Filmes Octopussy mit Roger Moore.

Panoramaaufnahme von Udaipur mit ausgetrocknetem (2005) See Pichhola im Vordergrund

City Palace Museum[Bearbeiten]

Ältester Trakt des Stadtpalastes

Der Stadt-Palast war die Residenz des Maharana. Im selben Gebäudekomplex befindet sich das „City Palace Museum“. Beide liegen auf einem Hügel am südlichen Ufer des Pichhola-Sees. Im Bereich des Palastes ist auch das „Shiv Niwas Palace Hotel“, welches das Restaurant im Vorhof des Museums mit indischen Gerichten versorgt.

Das „City Palace Museum“ zeigt in der Hauptsache drei Gruppen von Exponaten.

  • Einrichtungen aus der Zeit, als dieser Teil des Palastes noch bewohnt war, zum Teil mit figürlichen Darstellungen der tatsächlichen Bewohner.
  • Gemälde oder deren Reproduktionen, welche wesentliche Ereignisse aus der Geschichte der Maharana von Udaipur darstellen.
  • Hinduistische Motive, teils als Gemälde, teils als Tempelnischen; dazu die Architektur des Palastes selbst mit den Darstellungen nicht religiöser Symbole.

Saheliyon Ki Bari[Bearbeiten]

Springbrunnen im Saheliyon-ki-Bari

Der „Garten der Jungfern“, grenzt an den Fateh-See (Fateh Sagar) in Udaipur, liegt also nördlich des Stadtpalastes und wurde im 18. Jahrhundert von Maharana Sangram Singh für die königlichen Damen errichtet. Die Geschichte erzählt, der Garten sei vom Maharana selbst als Geschenk an die Königin und zur Benutzung durch ihre 48 Hofdamen konzipiert worden.

Im Garten befinden sich in vier Wasserbecken zahlreiche Springbrunnen, die aus einem Reservoir gespeist werden, welches zusammen mit den Springbrunnen aus England importiert worden ist. Dies führt auch dazu, dass auf sparsamen Wasserverbrauch geachtet wird und zu Zeiten die Springbrunnen gegen einen Obolus geöffnet werden. Bemerkenswert sind auch Elefanten aus Marmor, sowie vier Kioske, welche von wasserspeienden Vögeln gekrönt sind, wodurch die Illusion fallenden Regens erzeugt werden soll, die vom späteren Maharana Bhopal Singh errichtet wurden.

Auf dem Grundstück befindet sich ein kleines Museum, welches vor allem Einrichtungsgegenstände aus dem königlichen Haushalt zeigt, sowie eine Abteilung mit einfachen technischen Experimenten zur Bildung der Besucher.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Lake Palace wurde 1743- 1746 für Maharana Jagat Singh II., den 62. Maharadscha von Mewar, als Sommerresidenz errichtet. Er ist nach Osten ausgerichtet, damit in der Morgendämmerung die hinduistische Sonnengöttin Surya angebetet werden kann. Der eine Insel bildende Palast gehört, wie die meisten übrigen Paläste, noch heute der ehemaligen Herrscherfamilie und wird als Luxushotel von der Taj-Gruppe betrieben; er ist er nur für Hotelgäste zugänglich. Weltberühmt wurde er als Kulisse für zahlreiche Filme, u. a. Der Tiger von Eschnapur (1959) oder James Bond 007 – Octopussy (1983).

Der Jag Mandir Palast, ein weiteres Lustschloss, das auf einer Insel im See liegt, wurde 1551 begonnen und unter Maharana Jagat Singh I. (1628–1652) vollendet. Er ist mit Booten zu erreichen und wird als Restaurant genutzt.

Der Monsun-Palast (Monsoon Palace) wurde 1884 auf einer Bergspitze über der Stadt errichtet und gewährt einen Panoramablick über Udaipur und bis nach der alten Hauptstadt Chittorgarh. Er liegt in einem Wildpark und ist mit Autos und Rikschas zu erreichen.

Bagore ki Haveli ist ein ehemals von der Herrscherfamilie benutzter Stadtpalast (Haveli), der heute als Museum und als Aufführungsstätte für Tanz- und Puppenspielvorführungen dient. Die Exponate des Museums sind hauptsächlich Gebrauchs- und Schmuckgegenstände der früheren herrschaftlichen Bewohner sowie Malerei im Mewar-Stil.

Der Jagdish-Tempel, ein Hindu-Tempel von 1651.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Udaipur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Lake Palace in der Dämmerung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Cities having population 1 lakh and above. (PDF-Datei; 151 kB)
  2. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Urban Agglomerations/Cities having population 1 lakh and above. (PDF-Datei; 138 kB)