Udaipur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Udaipur (Begriffsklärung) aufgeführt.
Udaipur
Udaipur (Indien)
Red pog.svg
Staat: Indien
Bundesstaat: Rajasthan
Distrikt: Udaipur
Lage: 24° 35′ N, 73° 41′ O24.5873.68Koordinaten: 24° 35′ N, 73° 41′ O
Einwohner:
– Agglomeration:
451.735 (2011)[1]
475.150 (2011)[2]
Lake Palace (Hotel) im Pichhola-See
Lake Palace (Hotel) im Pichhola-See

d1

Udaipur
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
2
 
24
7
 
 
13
 
27
10
 
 
5.3
 
33
15
 
 
4.9
 
38
21
 
 
15
 
40
25
 
 
75
 
37
26
 
 
181
 
32
25
 
 
200
 
30
23
 
 
90
 
32
22
 
 
14
 
34
17
 
 
11
 
30
12
 
 
2.5
 
26
8
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: India Meteorological Department
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Udaipur
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 24,4 27,3 32,9 37,5 39,8 37,3 32,0 30,3 32,4 33,5 29,7 25,7 Ø 31,9
Min. Temperatur (°C) 7,2 9,5 14,9 20,5 25,3 26,1 24,6 23,2 21,5 17,1 12,0 8,1 Ø 17,5
Niederschlag (mm) 2,0 12,7 5,3 4,9 15,4 75,0 181,0 199,9 90,0 13,9 10,7 2,5 Σ 613,3
Regentage (d) 0,5 0,6 0,5 0,5 2 4,9 12,2 13 7,3 1,6 0,9 0,4 Σ 44,4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
24,4
7,2
27,3
9,5
32,9
14,9
37,5
20,5
39,8
25,3
37,3
26,1
32,0
24,6
30,3
23,2
32,4
21,5
33,5
17,1
29,7
12,0
25,7
8,1
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
2,0
12,7
5,3
4,9
15,4
75,0
181,0
199,9
90,0
13,9
10,7
2,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Udaipur (Hindi: उदयपुर, Udayapur) ist eine Stadt im Nordwesten Indiens im Süden des Bundesstaates Rajasthan mit rund 450.000 Einwohnern (Volkszählung 2011).

Geschichte[Bearbeiten]

Udaipur war die Hauptstadt des Reiches Mewar. Vor Udaipur war Chittorgarh dessen Hauptstadt. Im Jahr 1568 eroberte der Großmogul Akbar Chittorgarh und der damalige Herrscher von Mewar, Rana Udai Singh II, verlegte die Hauptstadt nach Udaipur. Nach der Unabhängigkeit Indiens wurde Mewar in den Bundesstaat Rajasthan integriert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Udaipur ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der bis zur Einbindung in die indische Union im Jahr 1948 politisch relativ unabhängigen Region Mewar und stellt heute ein großes Fremdenverkehrszentrum dar. Bei Udaipur befindet sich das Udaipur Solar Observatorium.

Durch einen nationalen Verkehrsflughafen (Maharana Pratap Airport) ist Udaipur via Neu Delhi und Mumbai an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mehrere Seen, insbesondere der Pichhola-See (Pichhola Jhil), befinden sich in Innenstadtnähe. Der große Maharaja-Palast, in dem bis 1956 der Maharana von Mewar regierte, wird heute als Museum sowie als Hotel genutzt. Unterhalb des Palasteingangs befindet sich der Jagdish-Tempel. Udaipur, im Besonderen das „Lake Palace Hotel“, mitten im Pichhola-See gelegen, war Drehort für Fritz Langs Filme Der Tiger von Eschnapur und Das indische Grabmal (beide 1958/59) und Teile des James-Bond-Filmes Octopussy mit Roger Moore.

Panoramaaufnahme von Udaipur mit ausgetrocknetem (2005) See Pichhola im Vordergrund

City Palace Museum[Bearbeiten]

Der Stadt-Palast war die Residenz des Maharana. Im selben Gebäudekomplex befindet sich das „City Palace Museum“. Beide liegen auf einem Hügel am südlichen Ufer des Pichhola-Sees. Im Bereich des Palastes ist auch das „Shiv Niwas Palace Hotel“, welches das Restaurant im Vorhof des Museums mit indischen Gerichten versorgt.

Das „City Palace Museum“ zeigt in der Hauptsache drei Gruppen von Exponaten.

  • Einrichtungen aus der Zeit, als dieser Teil des Palastes noch bewohnt war, zum Teil mit figürlichen Darstellungen der tatsächlichen Bewohner.
  • Gemälde oder deren Reproduktionen, welche wesentliche Ereignisse aus der Geschichte der Maharana von Udaipur darstellen.
  • Hinduistische Motive, teils als Gemälde, teils als Tempelnischen; dazu die Architektur des Palastes selbst mit den Darstellungen nicht religiöser Symbole.

Saheliyon Ki Bari[Bearbeiten]

Springbrunnen im Saheliyon-ki-Bari

Der „Garten der Jungfern“, grenzt an den Fateh-See (Fateh Sagar) in Udaipur, liegt also nördlich des Stadtpalastes und wurde im 18. Jahrhundert von Maharana Sangram Singh für die königlichen Damen errichtet. Die Geschichte erzählt, der Garten sei vom Maharana selbst als Geschenk an die Königin und zur Benutzung durch ihre 48 Hofdamen konzipiert worden.

Im Garten befinden sich in vier Wasserbecken zahlreiche Springbrunnen, die aus einem Reservoir gespeist werden, welches zusammen mit den Springbrunnen aus England importiert worden ist. Dies führt auch dazu, dass auf sparsamen Wasserverbrauch geachtet wird und zu Zeiten die Springbrunnen gegen einen Obolus geöffnet werden. Bemerkenswert sind auch Elefanten aus Marmor, sowie vier Kioske, welche von wasserspeienden Vögeln gekrönt sind, wodurch die Illusion fallenden Regens erzeugt werden soll, die vom späteren Maharana Bhopal Singh errichtet wurden.

Auf dem Grundstück befindet sich ein kleines Museum, welches vor allem Einrichtungsgegenstände aus dem königlichen Haushalt zeigt, sowie eine Abteilung mit einfachen technischen Experimenten zur Bildung der Besucher.

Bagore Ki Haveli[Bearbeiten]

Bagore ki Haveli ist ein ehemals von der Herrscherfamilie benutzter Stadtpalast (Haveli), der heute als Museum und als Aufführungsstätte für Tanz- und Puppenspielvorführungen dient. Die Exponate des Museums sind hauptsächlich Gebrauchs- und Schmuckgegenstände der früheren herrschaftlichen Bewohner sowie Malerei im Mewar-Stil.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Udaipur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Cities having population 1 lakh and above. (PDF-Datei; 151 kB)
  2. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Urban Agglomerations/Cities having population 1 lakh and above. (PDF-Datei; 138 kB)