Universität Malta

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Universität Malta
Logo
Motto Ut Fructificemus Deo
Gründung 1592
Trägerschaft staatlich
Ort Msida, Malta
Rektor Juanito Camilleri
Studenten 10.997 (2012/13)[1]
Mitarbeiter 600
Website um.edu.mt/
Campus der Uni Malta

Die Universität Malta ist die einzige Universität auf Malta.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Universität Malta ist die älteste Universität des Commonwealth außerhalb Großbritanniens. Am 12. November 1592 wurde das Jesuitenkolleg Collegium Melitense auf Anregung von Papst Clemens VIII. und dem Großmeister des Malteserordens Hugues Loubenx de Verdale durch den Bischof von Malta, Tomás Gargal (Gargallo) O.S.Io.Hieros., in Valletta gegründet.[2] Zunächst wurden die Fächer Grammatik und Geisteswissenschaften, später Theologie und Philosophie gelehrt. Bereits durch eine päpstliche Bulle von Papst Pius IV. vom 29. August 1561, später bestätigt durch eine weitere Bulle von Papst Gregor XIII. vom 9. Mai 1578 wurde die Vorläufer des Collegium Melitense, die jesuitischen Collegia Externorum ermächtigt die Grade eines Magister Philosophiae und Doctor Divinitatis zu verleihen.

Das Collegium Millitense befand sich ursprünglich umgeben von der Merchants Street, der St. Christopher Street, der St. Paul Street und der Archbishop Street.[3] 1650 wurde eine umfangreiche öffentliche Bibliothek eingerichtet. 1676 wurde durch Großmeister Nicolas Cotoner eine Schule für Chirurgie und Anatomie sowie ein Ordenskrankenhaus eingerichtet.

Nach der Vertreibung der Jesuiten aus Malta im Jahre 1768 durch den Großmeister des Malteserordens Manuel Pinto de Fonseca gründete er mit seinen persönlichem Vermögen die Universität für Allgemeine Studien. Das Dekret zur Gründung wurde am 22. November 1769 unterzeichnet und mit dem päpstlichen Schreiben „Sedula Romani Pontifici“ vom 20. Oktober 1769 durch Papst Clemens XIII. bestätigt. Am 25. Mai 1771 wurde die heutige medizinische Fakultät eingerichtet.

Nach kurzem Intermezzo durch Napoleon vom 11. Juni 1798 bis 28. Oktober 1800 wurde die Universität durch den Gouverneur von Malta, Alexander Ball, wiederbegründet. Von 1937 bis 1974 trug die Universität die königliche Anerkennung als Royal University of Malta.

Der heutige Status als Universität von Malta wurde 1988 fixiert. Die Vorlesungen finden grundsätzlich in englischer Sprache statt. Seit 2009 ist der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) mit einem Lektor/ einer Lektorin an der Universität vertreten. 2009 wurde ein Master-, 2012 ein Diploma-Studiengang im Fach Deutsch (German) eingerichtet.

Fakultäten[Bearbeiten]

  • Fakultät für Architektur & Bauingenieurwesen
  • Fakultät für Bildende Kunst
  • Fakultät für Zahnmedizin
  • Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
  • Fakultät für Erziehungswissenschaften
  • Fakultät für Ingenieurswissenschaften
  • Fakultät für Rechtswissenschaften
  • Fakultät für Medizin & Chirurgie
  • Fakultät für Naturwissenschaften
  • Fakultät für Theologie
  • Fakultät für Informationstechnologie IT
  • Fakultät für Humanwissenschaften/Psychologie

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.um.edu.mt/__data/assets/pdf_file/0003/177069/studentsstatistics2012.pdf Statistik auf www.um.edu.mt, abgerufen am 15. Juli 2013
  2. Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde (Band 40), Historischer Verein für Hessen 1982
  3. Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins Schauinsland (Band 105-106), Breisgau-Geschichtsverein Schauinsland 1986

35.902514.483333333333Koordinaten: 35° 54′ 9″ N, 14° 29′ 0″ O