Unterkatz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Unterkatz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Unterkatz hervorgehoben
50.61666666666710.25400Koordinaten: 50° 37′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wasungen-Amt Sand
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 9,83 km²
Einwohner: 383 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98634
Vorwahl: 036940
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 075
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oepfershäuser Str. 18
98634 Unterkatz
Webpräsenz: www.vg-wasungen.de
Bürgermeister: Irmgard Knipping
Lage der Gemeinde Unterkatz im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Altersbach Aschenhausen Belrieth Benshausen Bermbach Birx Breitungen Brotterode-Trusetal Christes Dillstädt Einhausen (Thüringen) Ellingshausen Erbenhausen Fambach Floh-Seligenthal Frankenheim/Rhön Friedelshausen Grabfeld (Gemeinde) Grabfeld Henneberg (Thüringen) Hümpfershausen Kaltensundheim Kaltenwestheim Kühndorf Leutersdorf Mehmels Meiningen Meiningen Melpers Metzels Neubrunn Oberhof Oberkatz Obermaßfeld-Grimmenthal Oberschönau Oberweid Oepfershausen Rhönblick Rippershausen Ritschenhausen Rohr Rosa Roßdorf (Thüringen) Rotterode Schmalkalden Schwallungen Schwarza Springstille Steinbach-Hallenberg Stepfershausen Sülzfeld Unterkatz Untermaßfeld Unterschönau Unterweid Utendorf Vachdorf Viernau Wahns Wallbach Walldorf (Werra) Wasungen Wölfershausen Zella-Mehlis ThüringenKarte
Über dieses Bild
Evangelische Kirche

Unterkatz ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt Sand mit Sitz in Wasungen an.

Geografie[Bearbeiten]

Unterkatz liegt im Tal des Katzabachs, der zum Einzugsgebiet der Werra gehört.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 874 als Katza erwähnt. Es war der Mittelpunkt der 852 erwähnten Mark Katz,[2]welche den Kern und Ausgangspunkt des Zentgerichts Friedelshausen bildete und ab 1350 mit dem Amt Sand identisch war.

Die erste urkundliche Erwähnung ist auf den 22. April 1261 datiert.[3] Der Ort lag im hennebergischen Amt Sand, welches ab 1680 zum Herzogtum Sachsen-Meiningen gehörte.

Die Besiedlung des Umlandes begann schon viel früher, denn ein alter Höhenweg von Solz nach Oberkatz und Aschenhausen war wohl die Voraussetzung für ein Hügelgräberfeld auf der Kuppe Köpfchen. Es handelt sich um früheisenzeitliche Bestattungen. Auch in der Bronzezeit und später wurde nachbestattet. Die lange Tradition der Bestattungen lässt auch auf einen Kultplatz schließen.[4]

Unterkatz war 1611–1665 von Hexenverfolgungen betroffen: Vier Frauen gerieten in Hexenprozesse und wurden verbrannt.[5]

Kirche[Bearbeiten]

Dorfkirche Unterkatz

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Unterkatz setzt sich aus sechs Ratsmitgliedern zusammen:

  • CDU: 4 Sitze
  • SV Fortuna Unterkatz: 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Irmgard Knipping (SV Fortuna Unterkatz) wurde am 6. Juni 2010 gewählt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Kunigunde Kirchner († 1619), Mutter vieler Kinder, in einem Hexenprozess verbrannt. [6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Unterkatz im Rhönlexikon
  3. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 294.
  4. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag, 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 154.
  5. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes, über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 297f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Unterkatz, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 240-244.
  6. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes, über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 297f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Unterkatz, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 240-244.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Unterkatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien