Friedelshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Friedelshausen
Friedelshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Friedelshausen hervorgehoben
50.65805555555610.237222222222440Koordinaten: 50° 39′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wasungen-Amt Sand
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 6,91 km²
Einwohner: 325 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98634
Vorwahl: 036940
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 025
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 7
98634 Wasungen
Webpräsenz: www.vg-wasungen.de
Bürgermeister: Michael Kirchner (FWV)
Lage der Gemeinde Friedelshausen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Altersbach Aschenhausen Belrieth Benshausen Bermbach Birx Breitungen Brotterode-Trusetal Christes Dillstädt Einhausen (Thüringen) Ellingshausen Erbenhausen Fambach Floh-Seligenthal Frankenheim/Rhön Friedelshausen Grabfeld (Gemeinde) Grabfeld Henneberg (Thüringen) Hümpfershausen Kaltensundheim Kaltenwestheim Kühndorf Leutersdorf Mehmels Meiningen Meiningen Melpers Metzels Neubrunn Oberhof Oberkatz Obermaßfeld-Grimmenthal Oberschönau Oberweid Oepfershausen Rhönblick Rippershausen Ritschenhausen Rohr Rosa Roßdorf (Thüringen) Rotterode Schmalkalden Schwallungen Schwarza Springstille Steinbach-Hallenberg Stepfershausen Sülzfeld Unterkatz Untermaßfeld Unterschönau Unterweid Utendorf Vachdorf Viernau Wahns Wallbach Walldorf (Werra) Wasungen Wölfershausen Zella-Mehlis ThüringenKarte
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Evangelische Kirche

Friedelshausen ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt Sand an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Wasungen hat.

Geografie[Bearbeiten]

Friedelshausen liegt in der Thüringischen Vorderrhön.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ersterwähnung des Ortes erfolgte 1186.[2] Der Ort war der Sitz der mittelalterlichen „Zent Friedelshausen“, welche 1297 erstmals erwähnt wurde, als sie vom Bischof von Würzburg an die Grafschaft Henneberg-Schleusingen verpfändet wurde.[3] Zu dieser Zeit umfasste das Gericht Friedelshausen die Orte Friedelshausen, Oberkatz, Unterkatz, Oepfershausen, Hümpfershausen mit dem Kloster Sinnershausen, Wahns, Schwarzbach und eine große Anzahl Wüstungen, darunter Seifendorf, Dörrensolz und Hahnberg. Für den Bereich des Gerichts Friedelshausen, welches Anfang des 14. Jahrhunderts einige Erweiterungen erfuhr, trat erstmals 1350 die Bezeichnung „Amt Sand“ auf, ohne dass eine sichere Erklärung des Namens gegeben werden kann. Das Amt Sand ist seitdem mit dem Zentgericht Friedelshausen identisch.

Friedelshausen war 1609–1699 von Hexenverfolgungen betroffen: 13 Personen gerieten in Hexenprozesse, sechs Angeklagte wurden verbrannt, ein Mann mit Landesverweis bestraft, von drei Prozessen ist der Ausgang unbekannt. Erstes namentlich bekanntes Opfer war 1613 Ottilia, Michael Dillers Ehefrau.[4]

Kirche[Bearbeiten]

Dorfkirche Friedelshausen

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Friedelshausen setzt sich aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, die der Wählervereinigung FMV angehören. (Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Der ehrenamtliche Bürgermeister Michael Kirchner wurde am 6. Juni 2010 gewählt. 79,1 % der insgesamt 127 Wähler (262 Wahlberechtigte) sprachen sich für ihn aus.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

  • Fußballmannschaft „Rote Rübe Friedelshausen“


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2.  Otto Dobenecker (Bearb. und Hg.): Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae (1152 – 1210). Bd.2 Teil 1, Fischer, Jena 1898. Nr.
  3. Pfanderwerb des Gerichts Friedelshausen durch die Grafschaft Henneberg-Schleusingen, S. 104
  4. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes, über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 119; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Friedelshausen, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 236, 240-244 und 247.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friedelshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien