Wahns

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wahns
Wahns
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wahns hervorgehoben
50.63305555555610.3350Koordinaten: 50° 38′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wasungen-Amt Sand
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 8,01 km²
Einwohner: 430 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98634
Vorwahl: 036941
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 083
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 7
98634 Wasungen
Webpräsenz: www.vg-wasungen.de
Bürgermeisterin: Susanne Rückert (CDU)
Lage der Gemeinde Wahns im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
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Evangelische Kirche

Wahns ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt Sand an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Wasungen hat.

Geografie[Bearbeiten]

Wahns liegt im Tal der Katza in der Vorderrhön, rund 12 Kilometer von der Kreisstadt Meiningen entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im 9. Jahrhundert als Wanesdorf erwähnt. Der Ort gehörte im frühen Mittelalter zur Cent Friedelshausen, die bis 1297 bzw. 1330, 1335 dem Hochstift Würzburg zu Lehen ging. Durch wiederholte Verpfändungen gelangte es in den Besitz der Grafen von Henneberg. Um 1350 gehörte der Ort zum Amt Sand. Um 1470 soll der Ort wüst gelegen haben. Auch die Kirche war geplündert und wurde erst 1584 wieder erneuert. Verheerende Auswirkungen hatte der Dreißigjährige Krieg. In den drei zur Pfarrei Katz gehörenden Kirchspielen starben zwischen 1634 und 1635 250 Personen an der Pest.

Wahns war 1622–1677 von Hexenverfolgungen betroffen: Zwei Personen gerieten in Hexenprozesse, von dem Prozess gegen Valentin Dahn ist der Ausgang unbekannt. Catharina Scharfenberg erhielt 1677 eine Kirchenstrafe.[2]

1668 hatte das Dorf wieder 58 Einwohner. Jahrhundertelang war die Landwirtschaft Haupterwerbsquelle der Bewohner. Mit der industriellen Entwicklung in den nahegelegenen Städten Meiningen und Wasungen fand ein Großteil der Einwohner dort eine Beschäftigung. 1708-1710 wurde die heutige, unter Denkmalschutz stehende Kirche errichtet.

Von 1829 bis 1869 gehörte der Ort zum Verwaltungsamt Wasungen und danach zum Landkreis Meiningen im Herzogtum Sachsen-Meiningen. Ab 1920 gehörte der Ort zum Freistaat Thüringen.

Vereine[Bearbeiten]

  • Feuerwehrverein Wahns e.V.
  • Männergesangverein "Edelweiß" Wahns e.V.
  • Sportverein "SV65" Wahns e.V.

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Wahns setzt sich aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • BI 2 Sitze
  • FS 2 Sitze
  • FL 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Susanne Rückert wurde am 27. Juni 2004 gewählt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes', über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 393f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Wahns, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 247.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wahns – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien