Aschenhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Aschenhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aschenhausen hervorgehoben
50.610.183333333333525Koordinaten: 50° 36′ N, 10° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Hohe Rhön
Höhe: 525 m ü. NN
Fläche: 3,61 km²
Einwohner: 176 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98634
Vorwahl: 036946
Kfz-Kennzeichen: SM
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 002
Adresse der Gemeindeverwaltung: Oberkätzer Str. 6
98634 Aschenhausen
Bürgermeister: Günther Rudloff (SSV Aschenhausen)
Lage der Gemeinde Aschenhausen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Karte

Aschenhausen ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Kaltensundheim hat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde liegt am Ostfuß des Leichelberges und nordwestlich der Diesburg in der Thüringer Rhön. Durch den Ort führt der Rhön-Rennsteig-Wanderweg, der die Wasserkuppe mit Oberhof verbindet.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Kaltensundheim im Westen, Kaltennordheim im Nordwesten, Kaltenlengsfeld im Norden, Oberkatz im Osten.

[Bearbeiten] Geschichte

Erstmalig wurde die Gemeinde im Jahr 838 als Aseshuson erwähnt. Bis 1803 war Aschenhausen ein reichsritterschaftliches Dorf der Familie Speßhart, die seit 1486 im Dorf wohnte.

[Bearbeiten] Religionen

Bis zum Zweiten Weltkrieg waren jüdische Dorfbewohner in der Mehrheit.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat Aschenhausens setzt sich aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, die alle aus der Wählervereinigung des SSV Aschenhausen stammen (Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004, bei der auch der ehrenamtliche Bürgermeister Günther Rudloff gewählt wurde).

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche
Der jüdische Friedhof

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Die evangelische Dorfkirche stiftete 1602 Freiherr Balthasar Reb von Speßhart, dessen Gebeine in der Gruft unter dem Altar ruhen. Die Kirche ist einfach ausgestattet mit bemalten Holzteilen sowie einem Orgel-Altar. 1993 wurde sie restauriert.
  • Ein Zeugnis der überwiegend jüdischen Besiedlung vor dem Holocaust ist die Synagoge, das älteste der wenigen erhaltenen jüdischen Versammlungshäuser in Südthüringen. Nachdem sie in der Pogromnacht 1938 von SA-Männern aus Kaltennordheim in Brand gesetzt worden war, löschten Nachbarn das Feuer. Nach 1989 grundlegend restauriert, ist sie heute Begegnungsstätte für Menschen aller Konfessionen, und es werden Führungen angeboten.
  • Ebenfalls interessant ist der jüdische Friedhof am Fuße des Leichelberges mit ca. 200 recht gut erhaltenen Grabsteinen. Angehörige eines in Łódź (Litzmannstadt) ermordeten jüdischen Ehepaares errichteten nach 1989 einen Gedenkstein.[2]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

  • Am Ort führt die Straße Meiningen–Kaltensundheim als Umgehungsstraße vorbei, die die B 19 und die B 285 verbindet.
  • Der Ort hat eine Bushaltestelle an der Buslinie 411 der Meininger Busbetriebs GmbH.

[Bearbeiten] Literatur

  • Walter Höhn: Thüringische Rhön. Michael Imhof Verlag Petersberg 2005, ISBN 3-86568-060-7, S. 121
  • Rhönklub (Hrsg.): Schneiders Rhönführer. Offizieller Führer des Rhönklubs. Verlag Parzeller, Fulda 2005, ISBN 3-7900-0365-4, S. 304

[Bearbeiten] Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 247, ISBN 3-88864-343-0


[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Aschenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen