V-Lambda-Kurve

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Hellempfindlichkeitskurven: Tagsehen (rot) im Vergleich zum Nachtsehen (blau)
Absorptionsspektrum von Chlorophyll a und b.

Die Hellempfindlichkeitskurve V(\lambda) beschreibt die spektrale Hell-Empfindlichkeit des menschlichen Auges bei Tageslicht (photopischer Bereich).

Sie wurde empirisch ermittelt, 1924 im „Internationalen Standard Beobachter“ veröffentlicht (Internationale Beleuchtungskommission, Commission Internationale de l'Éclairage, CIE) und 1983 in der CIE (CIE 018.2-1983 [1]) überarbeitet. Sie ist im Bereich 360 nm bis 830 nm in 1-nm-Schritten für einen 2°-Standardbeobachter definiert. Die Werte von V(\lambda) gelten also nur für eine Beobachtung unter einem Winkel von 2°, was dem zentralen Bereich des scharfen Sehens beim Menschen entspricht. In Deutschland ist sie unter DIN 5031 normiert.

Die spektrale Hellempfindlichkeit definiert den Spektralbereich, den wir als Licht bezeichnen. Zusammen mit dem photometrischen Strahlungsäquivalent K_\mathrm{m} beim Maximum der Kurve verbindet sie die Strahlungsleistung (Einheit Watt, Bereich Radiometrie) mit dem Lichtstrom (Einheit Lumen, Bereich Photometrie).

Für das Dämmerungssehen (mesopischer Bereich) wurde die V_{eq}(\lambda)-Kurve und für das Nachtsehen (skotopischer Bereich) die V'(\lambda)-Kurve definiert. Diese erlangen zum Beispiel im Rahmen der Blendungsbewertung bei Automobilscheinwerfern im Dunkeln immer mehr an Bedeutung. Die spektrale Verschiebung zwischen Tag- und Nachtsehen wird als Purkinje-Effekt bezeichnet.

Die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges liegt im Schwerpunkt des terrestrischen Sonnenspektrums. Vermutlich spielt auch eine von Pflanzen geprägte, grüne Umgebung eine Rolle. Insbesondere bei Mondlicht und in (algenreichem) Wasser ist der blaugrüne Spektralbereich von Bedeutung. Die Augen der Säugetiere ähneln denen des Menschen. Allerdings ist das Farbsehen von Tieren wenig erforscht.

Vögel[2] und Insekten können jedoch besonders im violetten und sogar auch im nahen ultravioletten Spektralbereich sehen.

Sehempfindlichkeits-Zelltypen von Menschen und Tieren: Trichromat, Tetrachromat, Stäbchen (Auge), Zapfen (Auge).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CIE 018.2-1983 The Basis of Physical Photometry, 2nd ed. (reprinted 1996) (Englisch, kein freier Zugriff)
  2. Steigerwald, K.: Sehleistung des Vogelauges - Perspektiven und Konsequenzen für die Haltung von Zier- und Wirtschaftgeflügel unter Kunstlichtbedingungen (PDF; 6,6 MB). Dissertation, Universität München, 2006.