Valdés (Halbinsel)

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Valdés
Satellitenfoto der Halbinsel Valdés mit den Buchten Golfo San José im Norden und Golfo Nuevo im Süden
Satellitenfoto der Halbinsel Valdés mit den Buchten Golfo San José im Norden und Golfo Nuevo im Süden
Gewässer Atlantischer Ozean

Geographische Lage

42° 30′ 0″ S, 63° 56′ 0″ W-42.5-63.933333333333Koordinaten: 42° 30′ 0″ S, 63° 56′ 0″ W
Valdés (Chubut)
Valdés
Fläche 3625 km²

Die etwa 3625 km² große Halbinsel Valdés (spanisch Península Valdés) liegt in der argentinischen Provinz Chubut an der Atlantikküste.

Sie ist ein Naturreservat und wurde 1999 von der UNESCO auf die Welterbeliste gesetzt. Die Península Valdés besteht größtenteils aus karger Landschaft und einigen kleineren Salzseen, derer größter mit 35 Metern unter dem Meeresspiegel den tiefsten Punkt der Halbinsel bildet.

Von besonderer Bedeutung ist die Halbinsel wegen der Meeressäugetiere, die sich an ihrem Ufer und vor ihren Küsten tummeln. Dies sind an der Küste Seelöwen und See-Elefanten. Der von der Halbinsel und einer Landzunge des patagonischen Festlands gebildete südliche Golfo Nuevo ist Lebensraum der Südkaper. Diese Bartenwalart kommt in der zweiten Jahreshälfte hierher, um sich fortzupflanzen und ihre Jungen zur Welt zu bringen, da das Wasser im Golf ruhiger und wärmer ist als auf dem offenen Meer. Im offenen Meer, vor den Küsten der Halbinsel, leben auch Schwertwale (Orcas).

Es gibt an den Küsten mehrere Kolonien der Magellan-Pinguine (Spheniscus Magellanicus), die nicht so groß sind wie die in Punta Tombo, aber dennoch hochinteressant für den Tierliebhaber. Das Erstaunlichste an diesen Pinguinen ist das Fehlen jeglicher Scheu vor dem Menschen. Man kann sich ihnen bis auf Armlänge nähern, ohne dass sie flüchten oder Drohgebärden zeigen. Man muss sogar Acht geben, dass man ihnen nicht auf die Füße tritt, so arglos sind diese Vögel. Diese Magellan-Pinguin-Kolonien leben friedlich in unmittelbarer Nähe zu den gewaltigen See-Elefanten.

Das Innere der Halbinsel ist eine trockene und heiße Steppenlandschaft mit kniehohen Sträuchern und von der Sonne verbrannten, dürren Grasbüscheln. Trotz des Klimas wird sie von zahlreichen Tieren bevölkert, wie dem Nandu (Südamerikanischer Straußenvogel), dem Guanaco (Verwandter der Lamas), den Maras und dem Gürteltier.

Einziger bewohnter Ort auf der Halbinsel ist das Dorf Puerto Pirámides.

Bis vor wenigen Jahren unterhielt die argentinische Armee mehrere Stützpunkte auf der Halbinsel. Noch heute gibt es etwa Überreste einer Landepiste am Punta Norte. Grund war der zum Teil auch militärische Konflikt um die Falklandinseln.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Punta Tombo - Tierschutzreservat etwas südlicher von Valdés mit Magellan-Pinguinen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Valdés – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien