Verín

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Gemeinde Verín
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Verín
Verín (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: GalicienGalicien Galicien
Provinz: Ourense
Comarca: Verín
Koordinaten 41° 56′ N, 7° 26′ W41.94107-7.43872360Koordinaten: 41° 56′ N, 7° 26′ W
Höhe: 360 msnm
Fläche: 93,9 km²
Einwohner: 14.760 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 157,19 Einw./km²
Postleitzahl: 32600[2]
Gemeindenummer (INE): 32085 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Juan Manuel Jiménez Morán PP
Adresse der Gemeindeverwaltung: Praza Do Concello 1, 32600 VERÍN
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
Situacion Verín.PNG

Verín ist ein Ort und auch das Verwaltungszentrum der gleichnamigen, aus 15 Pfarreien bestehenden Gemeinde (Municipio) im Nordwesten Spaniens. Er liegt in der Provinz Ourense zehn Kilometer nördlich der portugiesischen Grenze in der Autonomen Region (Comunidad Autónoma) Galicien am Fluss Tâmega. Der Ort ist für seine Mineralquellen Fontenova, Sousas und Cabreiroá bekannt.

Geographie[Bearbeiten]

Die 14.760 Einwohner (Stand 1. Januar 2013) der Gemeinde Verín leben im südöstlichen Quadranten der Provinz. Die Gemeinde grenzt im Süden an die portugiesische Grenze und erstreckt sich über eine Fläche von 93,9 km². Auf dem Weg von Galicien in Richtung Portugal und Kastilien ist der Gemeindebezirk nicht zu umgehen. Außerdem ist er wegen der Qualität der Heilquellen von Fontenova, Cabreiroá, Sousas und Fonte do Sapo ein traditioneller Kurort, der vor allem im Sommer besucht wird. Die Kleinstadt im Herzen der fruchtbaren Gegend des Tales von Monterrei entstand am Fuße einer wichtigen mittelalterlichen Festung und ist ein wichtiges Stadtzentrum der Provinz. Die Senke von Verín ist geprägt durch das Tal des Flusses Támega und Bergmassive im Westen, wobei der Alto de Valdeauga mit einer Höhe von 940 Metern den höchsten Punkt bildet.

Im Gemeindebezirk ist der geologische Bruch Creba da Corga nachweisbar, in dessen Gebiet die Heilwasserquellen liegen. Das Gebiet wird zum Fluss Támega entwässert, in den der Abedes und die kleinen Flüsse Novo und Gondulfes münden. Der Fluss Abedes gehört zum Flussgebiet des Duero.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

An den Berghängen finden sich überwiegend große Waldflächen mit teilweise sehr altem Baumbestand, häufig Kiefern. Das fruchtbare Tal ist geprägt durch den Weinbau, dessen Trauben den berühmten Wein von Monterrei ergeben. Die klimatischen Bedingungen, die die Qualität des Weins begünstigen, werden durch milde Temperaturen im Winter, warme Sommer und geringe Niederschläge charakterisiert.

Parroquias[Bearbeiten]

Die Gemeinde Verin ist in 15 Parroquias (Pfarrgemeinden) unterteilt

Geschichte[Bearbeiten]

Als älteste Siedlungsspuren gelten Funde jungsteinzeitlicher Keramik in der Ortschaft Santa Ana. Dolmen und Mámoas belegen die anhaltende Besiedlung ebenso die steinzeitlichen Skulpturen um Abedes. Der keltische Stamm der Tamagani, hinterließ seine Spuren im Ortsnamen vieler Orte. Es finden Meilensteine als Wegzeichen und damit Zeugen römischer Präsenz in diesem Gebiet an deren Straßen XVII. und XVIII. in Richtung Antonino.

Erste Urkundliche Erwähnungen mit dem Namen Verin stammen aus dem 9. und 10. Jahrhundert. Die Stadt im Herzen des fruchtbaren Tales von Monterrei entstand am Fuße der wichtigen mittelalterlichen Festung. Man Bezeichnete den Ort als "Kopf des Tales von Baronceli". Verin ist auch der Ort, wo Ordoño II. und der Vater des Heiligen Rosendo sich trafen, um die Gründung des Klosters von Ribas de Sil zu vereinbaren.

Nach der Aufhebung der Grundherrschaften (Desamortisation) im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden zwei Gemeindebezirke gebildet: Verín und Mandín, die beide zum Amtsbezirk von Monterrei gehörten, und die sich im Jahre 1836 im jetzigen Verín zusammenschlossen.

In Monterrei stand die erste Druckpresse Galiciens. Die Misal Auriense, von dem ein Exemplar in der Kathedrale von Ourense liegt, wurde 1492 im Schloss Monterrey gedruckt.

Jakobsweg[Bearbeiten]

Verin ist eine Station am Jakobsweg, dem Camino Sanabrés, der ab Zamora die Via de la Plata Richtung Ourense fortführt. [3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung von Verín zwischen

1900 und 2008

1900

1930 1950 1981 2008
4968 6814 8841 10.051 14.237

Politik[Bearbeiten]

Bei der Gemeinderatswahl 2007 wurden die 17 Sitze wie folgt vergeben:

Verin 739 Stimmen - 1 Sitz im Gemeinderat
ADEI-O 586 Stimmen - 1 Sitz im Gemeinderat
BNG 1066 Stimmen - 2 Sitze im Gemeinderat
PP 3588 Stimmen - 9 Sitze im Gemeinderat
PSOE 1662 Stimmen - 4 Sitze im Gemeinderat

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Besucher der Gemeinde Verín erreichen die Kleinstadt über die alte Brücke über den Fluss Támega, die Philipp II. bauen ließ, und die im Jahre 1759 durch den Grafen von Monterrei erneuert wurde. Auf der linken Seite der Hauptstraße befindet sich das alte Viertel. Ihre Plätze und antiken Häuser mit Wappen, wie das Adelshaus Asistente, oder der Pazo (Adelstammhaus) de Acevedo, wo der König Felipe 'O Fermoso' (Felipe der Schöne) logierte, das Kloster von Mercedarios mit barockem Turm und großer Balustrade oder die Kirche von Santa María aus dem XVI. Jahrhundert bilden eine interessante Einheit - nicht so sehr ihres architektonischen Werts, sondern ihres Erinnerungswerts wegen. Aufgrund seines künstlerischen Wertes muss man die Figur Cristo das Batallas (Christus der Schlachten) erwähnen, der sich in der erwähnten Kirche befindet. Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Castillo de los Condes de Monterrey - eine der monumentalsten Festungsanlagen Galiciens aus dem 15. Jahrhundert.
  • Iglesia de Santa María de Gracia - romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die Alfonso X. errichten ließ.

Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten]

Figur des Entroido

Verín feiert das Fest des Heiligen Lazarus, das gleichzeitig mit dem Weinfest von Monterrei gefeiert wird. Außerdem feiert man hier das Fest Maios am 1. Mai, und am 8. September das Volksfest (Patronatsfest) der Gemeinde. Am 1. August ehrt die Pfarrei von Pazos den Heiligen Fiz, am 17. Januar ist das Volksfest des Heiligen Antón und das Fest der Paprikawurst in Abedes. Am 3., 11. und 23. jedes Monats wird der Markt von Verín abgehalten, bei welchem es an vielen Orten den in dieser Gegend traditionellen "Pulpo" (Krake) zu essen gibt. Jedes Jahr wird der Entroido (Karneval / Fastnacht) groß gefeiert. Alle Termin finden sich auf dem Veranstaltungskalender der Gemeinde [4]

Freizeitgestaltung[Bearbeiten]

Die Gemeinde bietet neben den Flussufern des Támega auch Parkanlagen in Olivar, Alameda und Chaves, wo sich auch das Schwimmbad befindet. In nördlicher Richtung besteht ein Wanderweg am Flussufer in Richtung Tintores, daneben ein sogenannter Brunnenwanderweg, der am Fonte do Sapo beginnt und vorbei an Queirugas, dem Heiligtum von Remedios und dem Brunnen und Badekurort von Caldeliñas führt.

Richtung Süden wird Feces de Abaixo erreicht. Die Badekurorte sind vom Ortszentrum aus erreichbar, Fontenova ist einen, Sousas etwas mehr als zwei Kilometer entfernt. Nahe bei Sousas liegt Cabreiroá mit dem Naturraum Pozo do Demo und dem Berg Monte Maior, der eine gute Aussicht hat über das Tal und die Stadt bietet.

Einzelnachweise und Quellen[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Postleitzahl nach Angabe auf ingeniuz.com (spanisch)
  3. Adresse der Pilgerherberge
  4. Veranstaltungskalender Verín auf der Webpräsenz der Gemeinde (spanisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Verín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien