Vertisol

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Bodenregionen mit Vertisolen.
Vertisol mit den durch Peloturbation verursachten typischen Schrumpfrissen

Als Vertisole bezeichnet man sowohl nach USDA- als auch nach der WRB-Bodenklassifikation Böden der wechselfeuchten Tropen und Subtropen. Sie zeichnen sich durch einen hohen Lehmgehalt aus. Man findet sie weltweit in Regionen mit jahreszeitlich stark schwankenden Regenfällen, etwa in Ostaustralien, dem Sudan und Äthiopien (hier als englisch black cotton soil bekannt), der Südostküste der USA oder dem indischen Dekkan-Plateau.

In Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt dehnen sich Vertisole aus oder ziehen sich zusammen. In Trockenzeiten können sich durch das Zusammenziehen des Tons senkrechte Bodenspalten bilden, die bis zu einem halben Meter tief reichen können und eine Ausbildung von Bodenhorizonten verhindern. Diese besondere Eigenschaft ist zurückzuführen auf die hohen Mengen an dem Tonmineral Montmorillonit. Vertisole bilden sich durch Hydroturbation unmittelbar aus sehr tonreichen Gesteinen, sind meistens neutral oder leicht sauer und haben oft eine recht große Dicke.

Der natürliche Pflanzenbewuchs von Vertisolen besteht aus Gräsern oder Wald.

Weltweit sind etwa 3,2 Millionen Quadratkilometer oder knapp 2,5 Prozent der eisfreien Landfläche von Vertisolen bedeckt.

Klassifikation[Bearbeiten]

Bei Vertisolen unterscheidet man insgesamt sechs Unterordnungen:

Weblinks[Bearbeiten]