Verwegene Landung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Verwegene Landung
Originaltitel Men of the Fighting Lady
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1954
Länge 80 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Andrew Marton
Drehbuch Art Cohn
Produktion Henry Berman
Musik Miklós Rózsa
Kamera George J. Folsey
Schnitt Gene Ruggiero
Besetzung

Verwegene Landung ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm aus dem Jahre 1954 von Andrew Marton. Das Drehbuch des Films basiert auf den Erzählungen The Forgotten Heroes of Korea von James A. Michener und The Case of the Blind Pilot von Harry A. Burns.

Handlung[Bearbeiten]

Während des Koreakrieges besucht der Schriftsteller James A. Michener einen Flugzeugträger der US-Navy im Japanischen Meer. Commander Dowling erzählt ihm eine Version der Weihnachtsgeschichte.

Kurz vor Weihnachten werden die Piloten um Kenneth Schecter von Lieutenant Commander Grayson für eine Mission vorbereitet. Die Piloten sollen eine Eisenbahnlinie bombardieren. Die Männer starten mit ihren Kampfjets, die Mission ist ein Erfolg. Allerdings musste Grayson seinen Jet aufgeben und mit dem Fallschirm abspringen. Eine Helikopter-Mannschaft kann ihn aus dem eisigen Meer retten. Dowling erteilt Grayson einen Tadel. Auch der Kriegsveteran Lieutenant Commander Ted Dodson übt Kritik an ihm.

Die Eisenbahnlinie wird von den Koreanern schnell wieder repariert, so dass die amerikanischen Piloten immer wieder aufs Neue Bomben abwerfen müssen. Dowling warnt die Männer, besonders Grayson, unter 300 Meter zu fliegen. Bei der Rückkehr von einer der Missionen verunglückt Dodson bei der Landung auf dem Träger. Seine schwer beschädigte Maschine explodiert auf dem Deck. Schecter und Lieutenant Thayer packen Dodsons Sachen, während Grayson nicht verstehen kann, warum er lebt, während ein Familienvater tot ist.

Am Weihnachtstag soll der 27. Angriff auf die Eisenbahnlinie erfolgen. Den Piloten wird erlaubt, auch andere militärische Ziele mit Napalm zu bombardieren. Gegen Ende des Angriffs wird Schecters Maschine getroffen. Schecter erblindet durch die ihn treffenden Trümmerteile. Thayer fliegt Seite an Seite mit Schecter und dirigiert ihn über Funk. Schecter, der bewusstlos zu werden droht, kommt vom Kurs ab. Thayer fordert ihn auf, aus der Maschine zu steigen, doch ein technischer Defekt vereitelt den Plan. Um die Schmerzen auszuhalten, injiziert sich Schecter selber Morphium, während Thayer ständig über Funk mit ihm spricht, damit er wach bleibt. Thayer entschließt sich, den jungen Piloten zum Träger zu lotsen. Tatsächlich glückt die riskante Landung.

Am Nachmittag des gleichen Tages nehmen die Männer an einer Weihnachtsfeier teil. Ihnen wird ein Film gezeigt, den die Navy produziert hat. Im Film werden Familienangehörige der Piloten gezeigt. Die Männer sind bewegt, doch als Dodsons Familie zu sehen ist, werden sie traurig.

Dowling erzählt Michener, dass Schecter wieder teilweise sehen kann. In Stanford studiert er Wirtschaftswissenschaft. Michener erkennt, dass jeder Mann sein eigenes Ich sucht, und dass ein Schiff ein guter Ort ist, um zu lernen, wer man ist.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films bezeichnet den Film als „sentimental-verlogener Kriegsfilm ohne jedes Problembewußtsein gegenüber kriegerischer Gewaltanwendung. Statt dessen interessiert er sich für die Beschreibung technischer Vorgänge auf einem US-Flugzeugträger und der Landung eines erblindeten Piloten, wobei er zugegebenermaßen dramatisches Geschick und dementsprechend Spannung entwickelt.“[1]

Bosley Crowther von der New York Times bemerkte, MGM habe den Koreakrieg in ein teures Starvehikel umgewandelt.[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde am 7. Mai 1954 in den USA uraufgeführt. In Deutschland erschien er 14. April 1955 erstmals in den Kinos.

Gedreht wurde die Produktion der MGM auf dem Flugzeugträger USS Oriskany.

Die Kampfjets waren Maschinen vom Typ Grumman F9F, ein Jagdbomber mit dem Spitznamen "Panther". Die Szenen der Bruchlandung von Lt. Cmdr. Dodson auf dem Träger stammten von den Aufnahmen eines echten Unglücks, das sich am 23. Juni 1951 ereignete. Der Pilot George Duncan geriet beim Landeanflug auf den Flugzeugträger USS Midway in ein Luftloch. Zwar kam es zu einer Bruchlandung, bei der die Maschine explodierte, doch im Gegensatz zu dem Filmpiloten überlebte Duncan das Unglück mit leichten Verbrennungen an den Ohren.[3]

Die Figur des Paul Grayson ist dem militärischen Berater des Films, Commander Paul N. Gray, US Navy, nachempfunden, der für seine Tiefflüge während seiner Einsätze im Koreakrieg bekannt war.

Für die Ausstattung waren Art-Director Cedric Gibbons und Set-Decorator Edwin B. Willis zuständig. Das Tonstudio leitete Douglas Shearer. Die Spezialeffekte stammten von A. Arnold Gillespie und Warren Newcombe.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verwegene Landung im Lexikon des Internationalen Films
  2. http://movies.nytimes.com/movie/32197/Men-of-the-Fighting-Lady/overview
  3. http://www.imdb.com/title/tt0047230/trivia