Violent Revolution

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Violent Revolution
Studioalbum von Kreator
Veröffentlichung 24. September 2001
Aufnahme Februar − April 2001
Label Steamhammer/SPV
Format CD
Genre Thrash Metal
Anzahl der Titel 12 (13 Limited Edition)
Laufzeit 56:45

Besetzung

Produktion Andy Sneap
Studio Area 51, Celle, Backstage Studios, Derbyshire, England
Chronologie
Endorama
(1999)
Violent Revolution Enemy of God
(2005)

Violent Revolution (engl. gewaltsame Revolution) ist das zehnte Studioalbum der deutschen Thrash-Metal-Band Kreator. Es erschien im September 2001 bei Steamhammer/SPV. Es ist das erste mit dem neuen Gitarristen Sami Yli-Sirniö (ex-Waltari). Nach der experimentellen Phase in den 1990ern kehrten Kreator zum Thrash-Stil zurück, integrierten jedoch auch gelegentlich einige melodische Elemente, die den vorangegangenen Alben ähneln.[1]

Entstehung und Stil[Bearbeiten]

Vor den Aufnahmen von Violent Revolution hatte Tommy Vetterli die Band verlassen. Zum einen hatte er in der Schweiz einige Gitarrenschüler, zum anderen wollte er dort sein eigenes Studio voranbringen.[2] Mit Sami Yli-Sirniö wollte Petrozza einen technisch versierten Gitarristen in die Band holen, der auch Vetterlis nicht einfaches Material spielen konnte. Zwischenzeitlich war auch Schlagzeuger „Ventor“ zum zweiten Mal nicht mehr in der Band gewesen, dafür war Markus Freiwald kurz Mitglied der Gruppe. Zu den Aufnahmen kehrte ersterer aber wieder zurück.[2] Im Nachhinein äußerte Mille Petrozza Verständnis für Fans, die Endorama aufgrund der fehlenden Aggressivität nicht mochten. Auch sei ihm das wochenlange Programming „zu mühsam“ gewesen. Stilistisch sah er jedoch Violent Revolution breitgefächerter:

„Einige meinen zwar jetzt schon: „Aha, jetzt geht’s wieder back to the roots“, aber das stimmt eigentlich so auch nicht. Es gibt zwar wieder Geknüppel auf der Platte, aber wir klingen trotzdem nicht so wie Mitte der Achtziger.“

Mille Petrozza[3]

Das Cover stellt einen Rückgriff auf Coma of Souls dar, es wurde wie jenes von Andi Marschall gestaltet. Dies sei kein Marketing-Gag, sondern inhaltlich begründet:

„Bei Coma of Souls ging es um die Betäubung der Seele, und bei Violent Revolution wird in den Texten die Seele in der Großstadt dargestellt. Da diese beiden Themen sich ähneln, wollten wir den Bezug zwischen den beiden Alben auch optisch rüberbringen.“

Mille Petrozza[3]

Bei Reconquering the Throne geht es nicht um den „Thron“ der Thrash-Metal-Bands, sondern darum, sich nach Fehlern oder schlechten Erfahrungen „wieder aufzurappeln“.[3]

Rezeption[Bearbeiten]

Violent Revolution rief positive bis euphorische Reaktionen der Kritiker hervor. Wolf-Rüdiger Mühlmann vom Rock Hard, der sich seit Pleasure to Kill nicht mehr für Kreator begeistern konnte, sprach von einer „Glanzleistung“, es sei „nicht ein einziger Blender“ enthalten. Er lobte auch die kraftvolle Produktion von Andy Sneap und gab dem Album 9,5 von zehn Punkten.[4] Gary Hill von Allmusic wertete mit vier von fünf Sternen und sah die Band „zurück in guter Form“. Man habe sich durch die Kombination des früheren Materials mit den jüngeren Veröffentlichungen „neu erfunden“.[5] Auch die Online-Magazine zeigten sich hocherfreut. Metal.de zog die Höchstnote zehn: „Falls 2001 wirklich die Rückkehr des Thrash Metals sein sollte, dann hat Violent Revolution bestimmt eine große Schuld an dieser Wiederauferstehung. Was für eine Granate!“[1] Auf Vampster.com war zu lesen: „Wenngleich der Titel Reconquering the Throne eigentlich eher im übertragenen Sinne zu verstehen ist, behaupte ich, dass man mit einem solchen Album das Recht auf den Thron hat!!!“[6]

Titelliste[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Violent Revolution
  DE 38 08.10.2001 (1 Wo.) [7]
[7]
  1. Reconquering the Throne – 4:13
  2. The Patriarch - 0:52
  3. Violent Revolution – 4:55
  4. All of the Same Blood (Unity) – 6:12
  5. Servant in Heaven – King in Hell – 5:10
  6. Second Awakening – 4:48
  7. Ghetto War – 5:05
  8. Replicas of Life – 7:34
  9. Slave Machinery – 3:58
  10. Bitter Sweet Revenge – 5:25
  11. Mind on Fire – 3:57
  12. System Decay – 4:33
  13. Violent Revolution (Demo) – 5:56 (Limited-Edition-Bonusstück)

Musik und Texte wurden von Mille Petrozza und Kreator geschrieben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b www.metal.de: Rezension Violent Revolution von Pendragon
  2. a b Frank Albrecht: Schluss mit den Experimenten, in: Rock Hard, Nr. 171
  3. a b c Andreas Himmelstein: Müssen Revolutionen laut sein?, in: Rock Hard, Nr. 173
  4. rockhard.de: Violent Revolution von Wolf-Rüdiger Mühlmann
  5. allmusic.de: Rezension Violent Revolution von Gary Hill
  6. vampster.com: Rezension Violent Revolution
  7. a b musicline.de: Kreator in den deutschen Albumcharts

Weblinks[Bearbeiten]