Wacken Open Air

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Der brennende Schädel als Wahrzeichen des Wacken Open Air

Das Wacken Open Air (Eigenschreibweise W:O:A) ist ein erstmals 1990 abgehaltenes, jährliches Heavy-Metal-Festival, das stets am ersten Augustwochenende in der Gemeinde Wacken in Schleswig-Holstein stattfindet. Nahezu alle Spielvarianten des Hard Rocks und Metal sind auf dem Festival präsent.[1] Mittlerweile gilt es als größtes Heavy-Metal-Festival der Welt und eines der größten Open-Air-Festivals Deutschlands. In den letzten Jahren (2011–2014) lag die Teilnehmerzahl jeweils bei rund 85.000 Menschen, davon 75.000 zahlende Besucher.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Idee für das Wacken Open Air entstand 1989 bei einem gemeinsamen Gaststättenbesuch von Thomas Jensen und Holger Hübner. Beide lebten in Wacken und waren befreundet, Jensen spielte den E-Bass bei der Rock- und Coverband Skyline und Hübner war Discjockey mit einem Schwerpunkt auf Rockmusik und Heavy Metal. Sie entwickelten die Idee, in einer Kiesgrube in Wacken ein Open-Air-Konzert zu veranstalten, und überredeten auch den Skyline-Schlagzeuger Andreas Göser und Jörg Jensen, den Bruder von Thomas Jensen, diese umzusetzen. Die Grube diente bis dahin auch dem Motorradverein ‘No Mercys’ als Veranstaltungsort für Treffen mit bis zu 3.000 Personen, so dass sie sich für die Pläne der beiden bestens eignete und man zudem die Möglichkeit hatte, auch die Motorradfans von der Idee zu begeistern. Bereits zu Beginn war klar, dass der Fokus der Veranstaltung auf dem Bereich Rock und Metal liegen sollte und dass zudem im Gegensatz zu den zu dem Zeitpunkt üblichen eintägigen Festivals wie Monsters of Rock oder dem Super Rock in Mannheim eine Möglichkeit zum Camping geboten werden sollte.[2][3]

Frühe Jahre und anfängliche Entwicklung[Bearbeiten]

Werbeanzeige für das Wacken Open Air 1990

Das zweitägige Festival fand im Folgejahr am 24. und 25. August 1990 in der Kiesgrube statt und hatte kaum 800 Besucher. Die auftretenden Bands kamen alle aus Deutschland, außer der Gruppe Skyline spielten die Bands 5th Avenue, Motoslug, Sacret Season, Axe ’n Sex und Wizzard. Die Organisation der ersten Festivals wurde vor allem privat organisiert, wobei die Technik auf einem geliehenen Anhänger einer örtlichen Spedition aufgebaut und die Bühne selbst gebaut wurde.[4]

Auch in den Folgejahren wurden die meisten Aufgaben in Eigenarbeit realisiert. So wurde beispielsweise die Kartenbestellung bis August 1994 von Andy Gösers Mutter Regina Göser privat organisiert und die Aufgaben der Security wurden bis 1996 von befreundeten Motorradclubs übernommen.[5] 1991 erhöhte sich das Besucheraufkommen auf 1300 Besucher[5] und erneut standen mit Skyline sowie Bon Scott, einer AC/DC-Coverband aus Hamburg, Gypsy Kyss, Kilgore, Life Artist, Ruby Red, Shanghai’d Guts ausschließlich regionale Bands auf der Bühne.[6]

1992 veränderte sich das Programm dahingehend, dass mit Blind Guardian und Saxon erstmals international renommierte Bands in Wacken auftraten[7][3] und die Anzahl der Bands auf insgesamt 26 stieg, darunter auch Bands aus Schweden, den USA, Irland und Belgien.[8] Die Organisatoren setzten erstmals eine professionelle Bühne mit Lichtanlage und PA ein und konnten die Zigarettenmarke Prince Denmark als Sponsor gewinnen.[7] Im DJ-Zelt wurde in dem Jahr neben der Hauptbühne mit der Party Stage eine zweite Bühne aufgebaut, auf der ausschließlich Cover- und Spaßbands auftreten sollten, während der Zeltplatz durch den Platzbedarf auf die benachbarten Wiesen des Landwirts Uwe Trede verlegt wurden, der in den Folgejahren zu einer zentralen Person der Wacken-Organisation und spätestens seit dem Film Full Metal Village zur Kultfigur des Wacken Open Air avancierte.[7][3] Unter anderem aufgrund der Mehrkosten für die Müllbeseitigung nach dem Konzert auf dem Zeltplatz, auf dem neben 2500 zahlenden Gästen viele weitere anwesend waren und feierten, sowie insbesondere durch die deutlich überdimensionierte Security verzeichneten die Veranstalter in diesem Jahr jedoch ein Bilanzminus von etwa 25.000 D-Mark.[7]

1993 konnte das Wacken Open Air mit der Wiedervereinigung der Band Fates Warning beim Festival eine Besonderheit aufweisen und auch in den Folgejahren machte es sich durch besondere Bandkonstellationen und Wiedervereinigungen einen Namen. Zugleich konnten mit Doro Pesch und anderen bekannten Bands interessante Auftritte organisiert werden, die für einen neuen Besucherrekord von 3500 zahlenden Kunden sorgten. Parallel versuchten sich die Veranstalter als lokaler Konzertveranstalter und organisierten mit ihrer Stone Castle Promotion unter anderem ein Konzert der Band Motörhead für 2000 Zuschauer in Flensburg, das jedoch nicht die Promotionkosten decken konnte. Eine Show für Dio/Freak of Nature wurde mit nur 167 verkauften Karten zum Desaster und gemeinsam mit dem Open Air, das erneut ein Minus einbrachte, entstanden Schulden der Veranstalter in Höhe von etwa 350.000 D-Mark. In der Folge stiegen Jörg Jensen und Andreas Göser aus dem Organisationsteam aus; es verblieben Holger Hübner und Thomas Jensen sowie für weitere zwei Jahre Jörn-Ulf Goesmann, die das Wacken Open Air trotz der Schulden, für die ihre Eltern Bürgschaften übernahmen, weiter betrieben. Im gleichen Jahr starb die Mutter von Thomas Jensen und Holger Hübner hatte einen schweren Unfall – das Jahr ging als „Seuchenjahr“ in die Wackengeschichte ein.[9][3]

Zum fünfjährigen Jubiläum 1994 konnte die finanzielle Lage stabilisiert werden und das Festival wurde kein Minusgeschäft. Das Line-up blieb weiterhin professionell mit sehr vielen international bekannten Bands der Heavy-Metal-Szene. Insgesamt konnten 4500 Tickets verkauft werden; zudem mussten aufgrund der steigenden Kosten zur Müllbeseitigung mittlerweile auch für das Betreten der Zeltbereiche Tickets gekauft werden und Vorbestellungen wurden mit einem kostenlosen T-Shirt belohnt.[10] Auch 1995 konnten die Einnahmen und Ausgaben dank der Verpflichtung von Bands wie Tiamat, D-A-D, den Pretty Maids und Angra stabilisiert werden, Gewinne wurden jedoch mit etwa 5000 Besuchern weiterhin nicht gemacht.[11] In diesem Jahr wurden jedoch zum ersten Mal auch überregionale Medien auf das Wacken Open Air aufmerksam, vor allem die Zeitschrift Rock Hard sowie der neu gegründete Fernsehsender VIVA Plus mit der auf Heavy Metal konzentrierten Sendung Metalla.[11]

Erste Erfolge und Wachstum[Bearbeiten]

Der Kartenverkauf für das Festival 1996 lief erneut sehr langsam an, trotz des Headliners Kreator sowie zahlreicher weiterer international bekannter Bands wie The Exploited, Gorefest und Crematory. Das Management versuchte, durch weitere Verpflichtungen ein erneutes Desaster zu verhindern, und schließlich gelang es ihnen, die Böhsen Onkelz für einen Auftritt zu gewinnen. Zugleich führte die Verpflichtung der umstrittenen Band auch zu Kritik und einzelne Bands sagten ihren Auftritt in Wacken für dieses Jahr ab. So kündigte die Kölner Band Brings kurzfristig ihren Auftritt und bot ihren Fans an, das Geld für die Tickets zurückzuerstatten.[12]

Durch die vielen Besucher, die den Ort überschwemmten, wurden in der Folge des Erfolges 1996 auch erstmals Stimmen in Wacken laut, die sich gegen die Veranstaltung in dieser Größe in der gemeindeeigenen Kiesgrube aussprachen. Uwe Trede bot an, das Festivalgelände auf sein Land und die bisher als Zeltplatz genutzten Flächen zu verlegen und kümmert sich um die Akquirierung weiterer Flächen. Das Organisationsteam wuchs um Thomas Hess als Produktionsleiter, der bis dahin als Tourmanager der Böhsen Onkelz aktiv war, sowie dessen Freundin Sheree für die Versorgung der Künstler und VIPs an. Mit der W.E.T.-Stage wurde für 1997 eine dritte Bühne eingerichtet; als „Wacken Evolution Tent“ sollte diese Bühne vor allem Newcomern und Bands ohne Plattenvertrag zur Verfügung gestellt werden. In diesem Jahr konnte erstmals eine Besucherzahl von 10.000 erreicht werden, wobei vor allem der Auftritt von Rockbitch mit ihrer erotischen Bühnenshow für Aufsehen sorgte.[13]

Weitere Entwicklung des Festivals[Bearbeiten]

Zum W:O:A 2005 kamen 40.000 Besucher.

Im Laufe der Jahre nahm die Größe des Wacken Open Air kontinuierlich zu, inzwischen kommen Dutzende Bands und zehntausende Besucher. Obwohl 2006 mit insgesamt 62.500 Besuchern laut Veranstalter „die Grenze des Machbaren erreicht sein sollte“,[14] wurden schon im darauffolgenden Jahr Veränderungen an der Struktur des Festivalgeländes vorgenommen, indem der Nebenbühne „Party Stage“ eine größere Fläche zugewiesen wurde. Zudem ist es inzwischen nicht mehr möglich, Eintrittskarten direkt am Festivalgelände zu erwerben, um so die Anzahl der spontanen bzw. kartenlosen Besucher einzudämmen. In den Jahren 2007 und 2008 war das Festival schon durch den Kartenvorverkauf ausverkauft; für das W:O:A 2009 wurde der Ausverkauf sogar schon Ende 2008 erreicht. Auch die Karten für 2010 waren Monate vor Beginn bereits ausverkauft.[15]

Fand das Festival ursprünglich nur an zwei Tagen statt, so gehen die Auftritte seit einigen Jahren von Donnerstag bis Samstag, also über drei Tage. Der Donnerstag etablierte sich als „Night to Remember“, an ihm treten vornehmlich „klassische“ Heavy-Metal-Bands auf, zum Beispiel 2006 die Scorpions. Auf der eigentlichen Party Stage sollten jüngere und modernere Bands spielen, als Kontrastprogramm zur „Night to Remember“. Darüber hinaus wird die Veranstaltung von einem reichhaltigen Rahmenprogramm begleitet, neben einer – für Musikfestivals obligatorischen – Händlermeile wird seit 2000 ein Biergarten betrieben, in dem der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken (Wacken Firefighters) das Festival bereits vor dem offiziellen Start eröffnet. Außerdem gab es 2007 erstmals am Donnerstag die „Hellfest Stage“. Seit 2009 gibt es auch eine „Medieval Stage“, auf der vor allem Mittelalter- und Folk-Metal-Bands spielen.

Wie geschätzt das Open Air mittlerweile ist, zeigt die Tatsache, dass bereits viele namhafte Bands, wie etwa Scorpions, Saxon, Twisted Sister, Dimmu Borgir, Slayer oder Helloween, vor Ort Live-DVDs aufnahmen. Auch spielten 2004 die Böhsen Onkelz im Vorfeld ihrer Abschiedstournee einen extralangen Auftritt auf dem W:O:A.

Seit 2002 fährt ein Sonderzug, der sogenannte „Metal Train“, jeweils zu Festivalbeginn und -ende von Zürich über viele große Städte nach Wacken und wieder zurück, um Fans bei passendem Rahmenprogramm in das norddeutsche Dorf zu bringen. Aus den skandinavischen Ländern, vor allem Schweden, aber auch aus Österreich werden jährlich Bustouren organisiert, die von mehreren Hunderten Fans genutzt werden.

Ebenfalls seit 2002 findet jährlich der W:O:A Soccercup statt. Dieses Fußballturnier, das 2002 mit neun Mannschaften startete und immer mittwochs stattfindet, etablierte sich im Laufe der Jahre und wird seit 2007 im WM-Modus mit 32 Mannschaften durchgeführt (2011 einmalig mit 36 Mannschaften). Die zum Teil international besetzten Mannschaften rekrutieren sich aus den Besuchern des Festivals.

Gegenwart[Bearbeiten]

Kampfar beim Wacken Open Air 2010

Das Festival stellt innerhalb der Metalszene einen der Höhepunkte des Jahres dar. Heute kommen etwa ein Drittel der Besucher, die teilweise schon einige Zeit vor dem offiziellen Festivalbeginn anreisen, und der Großteil der Bands aus dem Ausland.

Besucher beim Wacken Open Air 2011

Die Teilnehmerzahlen stiegen 2008 noch einmal auf 75.000 Teilnehmer, darunter 65.000 zahlende Gäste. Im Jahr 2008 war das Festival gleich zweimal ausverkauft (im Frühjahr das W:O:A 2008 und am 31. Dezember 2008 das W:O:A 2009).[16]

Wie bei Festivals in dieser Größenordnung üblich, gerieten die hygienischen Verhältnisse, die Preise, die Ordner, die Überfüllung und – vor allem unter konservativen Fans – die kommerzielle Ausrichtung in die Kritik. Diese Kritikpunkte versuchte man zu verbessern, indem in den vergangenen Jahren wesentliche Investitionen in die feste wie auch mobile Infrastruktur des Festivals vorgenommen wurden. 2008 beteiligte sich der Veranstalter zudem mit 1.000.000 Euro am örtlichen Freibad, um den Bewohnern und Besuchern Wackens das Festival noch attraktiver zu gestalten.[17]

Als Festivalmotto hat sich neben Faster, Harder, Louder der Satz See you in Wacken – Rain or Shine etabliert. Zusätzlich wirbt das Festival mit dem Satz „Louder Than Hell“.

Das Festival hat seit 2006 auch einen Internetradio-Sender, der rund um die Uhr Metal Musik spielt. Dieser wird seit Anfang Februar 2014 in Kooperation mit RauteMusik betrieben.[18]

Für das 23. Wacken Open Air startete bereits am Montag, 8. August 2011, kurz nach Ende des Wacken Open Air 2011, der Verkauf des „X-Mas-Package“, das nach 45 Minuten bereits ausverkauft war. In den Jahren 2006 bis 2015 war das Festival insgesamt zehn mal in Folge ausverkauft. Die Tickets für das Wacken Open Air 2015 waren bereits nach 12 Stunden, am 4. August und somit nur wenige Stunden nach Ende des W:O:A 2014 ausverkauft.[19]

Organisation[Bearbeiten]

Sanitäreinrichtung auf dem Campinggelände mit beleuchteter „Pommesgabel“, Wacken Open Air 2011

Die Organisatoren des Wacken Open Air gründeten 1990 zur Durchführung des ersten Festivals die Stone Castle Rockpromotions, namentlich abgeleitet als direkte Übersetzung von „Steinburg“ vom Kreis Steinburg, zu dem Wacken gehört.[4] Stone Castle blieb bis 1996 der Firmenname. Mittlerweile befindet sich der Firmensitz in Dörpstedt (Kreis Schleswig-Flensburg), der Name des Unternehmens ist seit 1999 ICS (International Concert Service) GmbH. Zum Unternehmen gehören u. a. auch das Label Wacken Records und der Mailorder Metaltix.

Seit 2007 gibt es an jedem Tag eine aktuelle Festivalzeitung, die über das Geschehen vor Ort berichtet.[20] Die Donnerstags-Ausgabe liegt darüber hinaus allen Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags kostenlos bei.

Während des W:O:A wurden bis vor einigen Jahren in Wacken die offiziellen Ortsschilder abgebaut und durch Plastikschilder mit dem Ortstitel Heavy Metal Town ersetzt oder zumindest stärker verschraubt, da sie in den letzten Jahren häufig von Souvenirjägern gestohlen wurden. In einigen Geschäften sind mittlerweile schwarze Stofftaschen erhältlich, die auf einer Seite das Ortsschild von Wacken zeigen und auf der anderen Seiten den Schriftzug „Dieses Ortsschild darf ich behalten“ tragen.

Eine Klage von Anwohnern vor dem Verwaltungsgericht Schleswig wegen Überschreitung der zulässigen Lärmobergrenzen endete im Januar 2013 mit einem außergerichtlichen Vergleich. Sofern das Festival im Mittelwert die Grenze von 70 dB überschreitet, zahlt der Veranstalter einen Betrag von 1000 Euro an die Gemeinde, die das Geld wohltätigen Zwecken zuführt.[21]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Gelände umfasst mehr als 220 Hektar, welche mit mehr als 40 Kilometern Bauzaun abgesperrt und unterteilt werden. Für die 75.000 zahlenden Besucher stehen mehr als 1000 Toiletten zur Verfügung sowie knapp 500 Duschen.[22]

Die Stromleistung beträgt 12 Megawatt was einer Kreisstadt mit 70.000 Einwohnern entspricht.[23] Aus ökologischen Aspekten wurden 4 Kilometer Leistungskabel verlegt, dazu kommen 6 Kilometer flexible Stromleitung. Für den Aufbau werden 1500 LKWs mit Material benötigt.[24]

Auf dem Festivalgelände wurden 600.000 Euro in den Bau von Abwasseranlagen und die Verbesserung der Stromversorgung investiert. Ebenso wurden auf dem Hauptplatz vor den Bühnen Drainagen im Wert von 700.000 Euro verlegt, um den Abfluss großer Wassermassen bei starken Regenflüssen zu verbessern. Zudem wurden die wichtigsten Wege mit Panzerplatten befestigt, um die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge zu erleichtern.[25]

Bühnen[Bearbeiten]

Wacken Open Air 2014 Main Stages

Das Wacken Open Air verfügt über acht Bühnen für Musiker und Rahmenprogramm. Die wichtigsten Bühnen sind die Black Stage und die True Metal Stage, welche als verbundene Zwillingsbühnen ausgelegt sind und über ein gemeinsam genutztes Lautsprecher- und Licht-System verfügen. Diese beiden Bühnen stehen gemeinsam mit der nur geringfügig kleineren Party Stage im sogenannten Infield. Alle drei Bühnen sind außerdem mit LED-Walls ausgerüstet, um auch von entfernten Positionen einen Blick auf die Musiker zu ermöglichen.

Zwei weitere Zwillingsbühnen, die W.E.T. Stage und die Headbanger Stage, stehen im Bullhead City Circus genanntem Großzelt. Auf diesen Bühnen finden am Mittwoch und Donnerstag auch die Auftritte des Metal Battles statt, an den nachfolgenden Tagen gibt es reguläre Bandauftritte.

Während die großen Bühnen und die Zeltbühnen für alle Genres offenstehen, sind die restlichen Bühnen themenbasiert. Die Wackinger Stage ist im Mittelalter-Bereich des Festivals angesiedelt und wird voranging von Bands aus den Folk, Pagan und Mittelalter-Genres bespielt, während die Wasteland Stage auf apokalyptisch angehauchte Musik ausgerichtet ist. Die Beergarden Stage orientiert sich leicht an typischen Volksfest-Bühnen und beherbergt auch Wacken-Dauergäste wie die Wacken Firefighters und Mambo Kurt.

Eventfläche[Bearbeiten]

Wasteland – Apokalypse beim Wacken Open Air 2014

Die Eventfläche des Wacken Open Airs ist aufgeteilt in mehrere baulich voneinander getrennte Bereiche. Es gibt jedoch seit 2014 nur noch einen großen Security-Check beim Betreten des Geländes, danach finden nur noch Kontrollen der Festivalbänder statt.[26]

Besonderheiten des W:O:As sind das Wackinger-Areal, welches wie ein Mittelalter-Markt aufgebaut ist und spezielle Essens- und Getränkestände enthält sowie die Wackinger Stage, auf der passende Musik gespielt wird. Auch gibt es hier diverse Walking Acts, die das Publikum unterhalten. Das Areal grenzt an das Wasteland, wo eine postapokalyptische Welt im Mad-Max Stil aufgebaut wird.

Der Wacken-Center ist der Vorplatz vor den Hauptbühnen und enthält den bayrischen Biergarten sowie eine große Einkaufsmeile, genannt Metal Markt. Ebenfalls auf dem Wacken Center sind verschiedene Essensstände, das Wacken Foundation Camp, Bankautomaten oder auch das Movie Field, wo Heavy Metal Dokus und Spielfilme gezeigt werden.

Die wichtigsten Bühnen und damit der Mittelpunkt des Festivals stehen im sogenannten Infield, welches ausschließlich über den Center zu erreichen ist. Neben den Bühnen gibt es auch hier Stände für Essen und Getränke.

Campinggelände[Bearbeiten]

Da das Wacken Open Air ausschließlich 3-Tagestickets verkauft, verbringt der Großteil der Besucher das gesamte Festival vor Ort. Der größte Teil des 220ha großen Geländes entfällt dementsprechend auf die Campingflächen vor Ort. Das Camping ist ab Mittwoch im Ticketpreis enthalten, die Campingplätze öffnen jedoch traditionell bereits am Montag. Für Montag und Dienstag muss daher jeweils eine Extragebühr vor Ort entrichtet werden.[27]

Das Campinggelände ist mit Duschcamps mit Duschen, gespülten Toiletten und Trinkwasserstellen, Dixi-Toiletten, kleinen Supermärkten, Essensständen und Info-Boards versehen und wird durchgehend von Polizei, Feuerwehr und Security patrouilliert. Ebenfalls fährt eine Müllabfuhr über das Gelände und sammelt volle Mülltüten ein.[28]

Zur Orientierung sind die einzelnen Plätze, Campgrounds genannt, mit Kennbuchstaben versehen. Campground A und B sind dabei die Bereiche für Besucher, die ohne Auto anreisen, während Campground Y und R für Wohnmobile und andere schwere Fahrzeuge sind. Auf Y kann man des Weiteren komplette Wohnwagen, Zelte oder auch eine Stromversorgung für den eigenen Wohnwagen mieten.

Auf Campground U können sich außerdem Großgruppen ab 50 Personen kostenlos eine Fläche reservieren lassen.

Sanitätsdienst[Bearbeiten]

Der bei einem Festival dieser Größe nötige Sanitätsdienst wird hier Wacken Rescue Squad genannt. Dafür reisen jedes Jahr hunderte Helfer der verschiedenen Hilfsorganisationen aus dem gesamten Bundesgebiet an, um das Sanitätslager vor dem Festival herzurichten und hilfebedürftige Personen zu versorgen. Die Einsatzleitung für den Sanitätsdienst wird durch den DRK-Ortsverein Kaltenkirchen durchgeführt.

Über die Festivaltage werden Fahrzeuge und Material durch die anreisenden und örtlichen Hilfsorganisationen gestellt. Dazu zählen insbesondere Rettungswagen und Funkgeräte für die Kommunikation. Weiterhin kommen in Wacken auf Grund der Straßen- bzw. Wegverhältnisse Quads und im Nahbereich des Behandlungsplatzes auch größtenteils Fußstreifen zum Einsatz. Zusätzlich zum Sanitätsdienst mit in Spitzenzeiten ca. 270 Leuten ist die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein mit über 10 Einsatzfahrzeugen (Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen) und der Gesamteinsatzleitung auf dem Platz vertreten.

Einsatz und Unglücksfälle[Bearbeiten]

Trotz der Größe des Festivals traten in der Vergangenheit keine relevanten Sicherheitsprobleme auf. 2013 wurden rund 3.300 Personen medizinisch versorgt.[29]

Bislang kam es zu fünf Todesfällen:

  • 2005 stürzte ein stark alkoholisierter 37-Jähriger gegen einen im Schritttempo fahrenden Rettungswagen und erlag im Krankenhaus seinen Kopfverletzungen. Zur Unterstützung seiner Familie organisierten die Veranstalter eine Spendensammlung; das W:O:A 2006 widmete dem Toten eine Schweigeminute.
  • 2011 wurde ein randalierender Fan im Dorf von Sicherheitskräften überwältigt und verstarb in Folge an einem Herz-Kreislauf-Stillstand.
  • 2012 legte sich ein 22-jähriger Festivalbesucher in der Nähe eines Stromaggregats schlafen und atmete das austretende Kohlenmonoxid ein. Er konnte nicht mehr wiederbelebt werden.[30]
  • 2013 starb ein 52-jähriger Besucher aus Polen in seinem Zelt eines natürlichen Todes. Im gleichen Jahr verletzte sich ein Fan schwer, als aus noch ungeklärter Ursache die Kartusche seines Gaskochers explodierte.[29]
  • 2014 starb ein 19-Jähriger bei einem Verkehrsunfall, als er in Wacken am Ortseingang von einem Taxi erfasst worden war.[31][32]

Engagement[Bearbeiten]

Die Gewinner des Metal Battle 2014, die spanische Band [In Mute]

Metal Battle[Bearbeiten]

Der W:O:A Metal Battle ist ein internationaler Band-Wettbewerb, der erstmals 2004 ausgetragen wurde. Beim Metal Battle treten Newcomer-Bands in nationalen Vorentscheiden und Finalen gegeneinander an, der jeweilige Sieger jedes Landes tritt dann beim Wacken Open Air im großen Finale gegen die anderen Finalisten an.

Eine ebenfalls internationale Jury kürt die besten Bands des Wettbewerbs. In früheren Jahren bekam der Sieger des Wettbewerbs einen Plattenvertrag angeboten, inzwischen gibt es jedoch für die besten fünf Bands Sach- und Geldpreise.[33]

Wacken Foundation[Bearbeiten]

Die Wacken Foundation wurde 2009 gegründet und ist eine gemeinnützige Stiftung der Veranstalter des Festivals. Ziel der Stiftung ist die Unterstützung von Nachwuchsbands aus dem Heavy Metal Genre.

Gefördert werden stets konkrete Projekte wie etwa die Produktion einer CD oder die Durchführung einer Tour. Darüber hinaus ist die Foundation im Sommer auf vielen Europäischen Festivals vor Ort und informiert dort über ihre Projekte.[34]

Wacken Music Camp[Bearbeiten]

2014 fand erstmals das Wacken Music Camp statt. Eine Woche nach dem Ende des Festivals wurden hier Jugendlichen aus ganz Deutschland eingeladen unter der Anleitung professioneller Musiker eigene Songs zu schreiben und zu spielen. Die Jugendlichen waren dabei in der sog. Kuhle, also dem Austragungsort der ersten Wacken Open Airs untergebracht.

Blutspenden[Bearbeiten]

Die Organisatoren rufen regelmäßig dazu auf, gemeinsam mit dem Festivalteam Blut zu spenden. Die Spenden finden im Klinikum Itzehoe statt und der gesamte Blutspenden-Trakt wird hierfür im W:O:A Stil dekoriert und mit Heavy Metal beschallt.[35]

DKMS Typisierungsaktion[Bearbeiten]

Beim W:O:A 2014 hatten Besucher und Musiker die Möglichkeit sich für eine Knochenmarkspende bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei typisieren zu lassen. 2700 Besucher haben diese Gelegenheit wahrgenommen.[36]

Stark gegen Krebs[Bearbeiten]

Das Festival kooperiert unter dem Slogan Stark gegen Krebs mit dem Veranstalter der Wattolümpiade in Brunsbüttel. Das Team des Festivals entlastet den Veranstalter im logistischen Bereich.[37]

Netzwerk – W:O:A als Marke[Bearbeiten]

Turm mit Wacken-Symbol, Wacken Open Air 2011

Neben dem eigentlichen Festival gibt es noch eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen, die von den Organisatoren geplant und durchgeführt werden. Auch hat sich über die Jahre ein breites Merchandising entwickelt. Neben festivaleigenen T-Shirts und einem breiten CD- bzw. DVD-Angebot wurden ebenfalls das Festival flankierende Printmedien herausgegeben. Im W:O:A-Historybook ist die Geschichte des Open Air bis 2005 nachzulesen. Das vom Satiriker Till Burgwächter in Zusammenarbeit mit dem Comiczeichner Jan Oidium verfasste Buch Die Wahrheit über Wacken (Oidium Verlag 2005, Neuausgabe Verlag Andreas Reiffer 2011) hingegen, das zudem als drei CDs umfassendes Hörbuch erhältlich ist, beleuchtet das Festival humorvoller. Wie weit das Merchandising mittlerweile gefasst wird, zeigt das Erscheinen eines Metal-Kochbuchs. Die immer umfangreicher werdende Merchandising-Palette führte zu vermehrter Kritik, da es u. a. als rein profitorientiertes Handeln der Verantwortlichen betrachtet wird. Die zunehmende Berichterstattung über das Festival, gerade in der Folge des Dokumentationsfilms Full Metal Village, wird in der traditionellen Metalszene als Ausverkauf wahrgenommen.

Im Jahr 2005 wurde erstmals eine „eigene“ Biersorte, das Wacken Premium-Pils, angeboten. Es wurde in der bayerischen Maximiliansbrauerei hergestellt, die ihren Sitz in Chieming hat. Auf den W:O:As 2006 und 2007 war dieses Bier ebenfalls erhältlich, stammte aber aus der Flensburger-Brauerei in 0,5-Liter-Bügelverschlussflaschen. Jedoch zwang die große Anzahl Glasscherben die Veranstalter zu einem Umstieg auf 0,5-Liter-Dosen.

Full Metal Cruise[Bearbeiten]

Unter dem Namen Full Metal Cruise finden seit 2013 Kreuzfahrten mit Heavy Metal Bands an Bord statt. Die Fahrten finden innerhalb von Europa statt.[38]

Hamburg Metal Dayz[Bearbeiten]

Das Indoor-Festival Hamburg Metal Dayz läuft parallel zum Reeperbahn-Festival und versteht sich als Szenetreff. Neben den Konzerten gibt es hier Panels mit Musikern, Managern und anderen Experten aus dem Metal Bereich, aber auch WorkShops und eine Fragestunde mit den W:O:A Organisatoren stehen auf dem Programm.[39]

Wacken Roadshow[Bearbeiten]

Grailknights bei der Wacken Roadshow 2014

Bei der Wacken Roadshow touren mehrere Bands unter dem Wacken Open Air Banner durch Europa. Die Konzerte sind eine Ergänzung zu den vieler Orts organisierten WarmUp-Parties.[40]

Wacken Rocks[Bearbeiten]

Unter dem Namen Wacken Rocks fanden in der Vergangenheit mehrere Open Air Festivals statt, welche den Flair des Wacken Open Airs in andere Gegenden transportieren sollten.[41]

Full Metal Mountain[Bearbeiten]

Unter diesem Namen soll voraussichtlich ab dem Winterhalbjahr 2015/16 eine Ski-Reise für Metalfans an verschiedenen Wintersportgebieten stattfinden. Vorgesehen sind dabei Live-Konzerte und Live-Musik mit Après-Ski.[42]

Full Metal Ibiza[Bearbeiten]

Ebenfalls in Planung ist eine Urlaubsreise für Metalfans nach Ibiza zum dortigen Strand mit Metalkonzerten.[43]

Entwicklung des W:O:A in Zahlen[Bearbeiten]

Die Grafik und die nachfolgende Tabelle zeigen die vom Veranstalter veröffentlichte Entwicklung von Preisen, Besucherzahlen und die Bandanzahl der vergangenen Festivals. Die Preise beziehen sich jeweils auf ein 3-Tages-Ticket (inkl. Parken und Campen) im Vorverkauf (ohne zusätzliche Gebühren).

Entwicklung des W:O:A von 1990 bis 2013

Jahr Bands Teilnehmer zahlende Besucher Preis (EUR) Ausverkauft
1990 6 800 N/A 6,14
1991 7 1.300 N/A 7,67
1992 26 3.500 N/A 17,90
1993 32 3.500 N/A 23,01
1994 29 4.500 N/A 19,94
1995 33 5.000 N/A 20,05
1996 32 8.000 N/A 25,05
1997 47 10.000 N/A 35,28
1998 71 20.000 N/A 35,28
1999 82 22.000 N/A 40,39
2000 69 25.000 N/A 40,90
2001 79 25.000 N/A 50,62
2002 80 27.500 N/A 50,00
2003 61 30.000 N/A 50,00
2004 62 48.000 N/A 68,00
2005 65 40.000 N/A 79,00
2006 56 48.000 N/A 79,00
2007 75 72.000 60.000 99,00 Ja
2008 71 75.000 N/A 109,00 Ja
2009 80 77.000 N/A 120,00 149 Tage
2010 123 82.500 75.000 120,00 247 Tage
2011 125 85.870[44] 75.000 120,00 187 Tage
2012 137 85.000[45] 75.000 140,00 121 Tage
2013 135 84.500[46] 75.000 140,00 47 Tage
2014 132 75.000 160,00 43 Stunden
2015 75.000 160,00 12 Stunden

Dokumentationen und Rezeption[Bearbeiten]

V.l.n.r.: Regisseurin Cho Sung-Hyung, Moderator Bernd Stölting und Charaktere aus dem Film bei der Vorpremiere in Wacken: Uwe Trede, Klaus Plähn, Ann-Kathrin Schaak, Lore Trede, Irma Schaack.

Seit 1999 entstanden verschiedene Dokumentarfilme über das W:O:A. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens wurde der Film „Metalheads“ auf DVD veröffentlicht, zum 15. W:O:A der Film „Nordland“ gedreht. Beide stammen von Thomas Greiner.

Im Dokumentarfilm Metal – A Headbanger’s Journey von Sam Dunn aus dem Jahr 2005 wird vom Wacken Open Air berichtet. Das Festival wird hier als Mekka des Heavy-Metal bezeichnet. Der in den Jahren 2005 und 2006 entstandene Film „Full Metal Village“ von Regisseurin Cho Sung-hyung porträtierte den Umgang der Wackener Bevölkerung mit dem Festival. Er wurde 2006 mit dem Hauptpreis des Hessischen Filmpreises und mit dem Schleswig-Holstein Filmpreis „Beste Dokumentation“ ausgezeichnet. 2007 bekam „Full Metal Village“ als erster Dokumentarfilm überhaupt den Max Ophüls Preis für Nachwuchsfilmemacher. Der WDR-Rockpalast portraitierte das Festival 2006, 2007 und 2009 in einer jeweils zweistündigen Dokumentation. Auch der Sender DMAX war mit einem Kamerateam dabei und brachte eine einstündige Dokumentation über den Aufbau des W:O:A 2007.

Das ZDF drehte über das Wacken Open Air 2008 die halbstündige Reportage „Ein Dorf und 100.000 Rockfans“.[47]

All den oben genannten Produktionen gemein ist, dass sie inhaltlich fast identisch sind; sie lassen die Besucher, Organisatoren und die Bürger von Wacken zu Wort kommen und stellen das Festival durchwegs positiv dar. Allerdings wird allmählich kritisiert, dass die Feuerwehrkapelle zu sehr in den Vordergrund gerückt wird. In den drei Rockpalast-Dokumentationen liegt der Schwerpunkt mehr auf Interviews mit den Musikern und den Auftritten der Bands.

Einen anderen Blickwinkel bietet die Low-Budget-Produktion „Metaller die auf Brüste starren“ (Titel in Anlehnung an Männer die auf Ziegen starren), welche fünf Festivalteilnehmer während ihres Aufenthalts bei Wacken abdrehten. Als offizieller Produzent wird der „Offene Kanal Bad Offenbach“ genannt.[48] Der Film zeigt das Festival aus dem (subjektiven) Blickwinkel der Filmemacher und kommentiert das Geschehen im Stil des New Journalism. Im Gegensatz zu anderen Dokumentationen liegt der Fokus hier auf den Fans. Strittig ist die Frage, ob es sich dabei noch um eine Dokumentation im eigentlichen Sinne handelt oder ob der Film der reinen Unterhaltung dient. Die Filmemacher selbst gehen dieser Frage aus dem Weg und ordneten ihr Werk in das Genre „Trash-Dokumentation“ ein. Der Film feierte am 5. Mai 2011 Kinopremiere.[49]

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) sagte zur Eröffnung von W:O:A 2009: „Ich komme nicht her, um die Musik zu hören, aber ich identifiziere mich mit dem Festival.“[50]

Preise/Ehrungen[Bearbeiten]

Bei der Preisverleihung am 11. März 2008 erhielt das W:O:A den Live Entertainment Award (LEA) für das beste Festival des Jahres 2007.

Fiktives Ortsschild beim Wacken Open Air 2014
Der Silo der Raiffeisenhauptgenossenschaft im Jahr 2013, weithin sichtbar

Medien[Bearbeiten]

Dokumentarfilme[Bearbeiten]

Insbesondere im deutschen Fernsehen gibt es aus den letzten Jahren zahlreiche Dokumentationen des Wacken-Open-Air. Die folgende Liste ist entsprechend unvollständig:

Live-Konzerte auf DVD[Bearbeiten]

Offizielle Videos und DVDs zum Wacken-Open-Air

Die Veranstalter des Wacken Open Air veröffentlichen seit 2003 jedes Jahr eine offizielle Live-DVD:

  • Metal Overdrive: Wacken Overdrive, 2003
  • Armageddon Over Wacken 2003, 2003
  • Armageddon Over Wacken 2004, 2004
  • Armageddon Over Wacken 2005, 2005
  • Wacken 2006 – Live at W:O:A, 2006
  • Wacken 2007: Live at Wacken Open Air, 2007
  • Wacken 2008: Live at Wacken Open Air, 2008
  • Wacken 2009: Live at Wacken Open Air, 2009
  • Wacken 2010: Live at Wacken Open Air, 2010
  • Wacken 2011: Live at Wacken Open Air, 2011
  • Wacken 2012: Live at Wacken Open Air, 2012
  • Wacken 2013: Live at Wacken Open Air, 2014
Live-Alben verschiedener Bands

Zahlreiche Bands haben ihre Auftritte beim Wacken Open Air aufgenommen und in Form von Audio-CDs oder DVDs veröffentlicht. Die folgende Liste enthält nur vollständige Live-Alben und keine Alben, bei denen nur einzelne Live-Stücke von dem Festival enthalten sind:

  • Hypocrisy – Hypocrisy destroys Wacken, 1999
  • Rose Tattoo – 25 to Live, 2000
  • Grave Digger – Tunes Of Wacken, 2002
  • Twisted Sister – Live at Wacken: The Reunion, 2005
  • Bloodbath – The Wacken Carnage, 2005
  • Scorpions – Live at Wacken Open Air 2006
  • Emperor – Live at Wacken Open Air 2006
  • Dimmu Borgir – The Invaluable Darkness, 2007
  • Mambo Kurt – The Orgel Has Landed: Live at Wacken, 2008
  • Avantasia – The Flying Opera, 2008
  • Exodus – Shovel Headed Tour Machine – Live at Wacken, 2010
  • Grave Digger – The clans are still marching, 2010
  • Immortal – The Seventh Date of Blashyrkh, 2010
  • Heaven & Hell: Neon Nights – Live at Wacken – 30 Years of Heaven & Hell
  • Running Wild – The final Jolly Roger
  • Motörhead – The Wörld Is Ours Vol. 2: Anyplace Crazy as Anywhere Else, 2011
  • Saxon – Heavy Metal Thunder – Live – Eagles Over Wacken, 2012
  • Sacred Reich – Live At Wacken Open Air, 2012
  • Degradead – Live at Wacken And Beyond, 2012
  • Megaherz – Götterdämmerung: Live At Wacken 2012, 2012
  • Gorgoroth – Live at Wacken 2008, 2012
  • Ministry – Enjoy The Quiet: Live at Wacken 2012, 2013
  • Airbourne – Live at Wacken 2011, 2013
  • Nightwish – Showtime Storytime, 2013

Weitere Rezeption[Bearbeiten]

In dem Krimi Tod in Wacken verlegt die Autorin Heike Denzau den Tat- und Ermittlungsort ihrer Geschichte auf das Wacken Open Air und beschreibt in diesem Zusammenhang sowohl den Ort wie auch das Festival und dessen Besucher.[51]

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage 2012, Hannibal Verlag, Höfen. ISBN 978-3-85445-376-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wacken Open Air – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Metal Festival Landkarte – Disctopia Metal Webzine
  2. Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, Höfen 2012; S. 18–19
  3. a b c d Andreas Schöwe: Das W:O:A – Die Story im Zeitraffer. Wacken inside 1/2013, S. 16–19
  4. a b Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, Höfen 2012; S. 19–22
  5. a b Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, Höfen 2012; S. 22–24
  6. Billing 1991 auf der Website des Wacken Open Air; abgerufen am 6. August 2013.
  7. a b c d Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, Höfen 2012; S. 24–26
  8. Billing 1992 auf der Website des Wacken Open Air; abgerufen am 6. August 2013.
  9. Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, Höfen 2012; S. 27–30
  10. Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, Höfen 2012; S. 30–31
  11. a b Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, Höfen 2012; S. 32–33
  12. „News“ im Hamburger Abendblatt vom 6. August 1996, S. 12.
  13. Andreas Schöwe: Wacken Roll – Das größte Heavy Metal-Festival der Welt, Höfen 2012; S. 35–37
  14. Auf einer Pressekonferenz im Jahr 2006 (Quelle gesucht)
  15. News auf der Offiziellen Website
  16. Wahnsinn Wacken – Sold Out!!!, 31. Dezember 2008
  17. Informationen von Bürgermeister Axel Kunkel
  18. Wacken Metal Radio – Heavy Metal Radio – Metalcore & Grindcore – RauteMusik.FM Internetradio. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  19. wacken.com: Das W:O:A ist zum zehnten Mal SOLD OUT!!! (Zugriff am 4. August 2014)
  20. Tim Eckhorst: Metall macht Musik, TheNextArt Verlag, 2008, ISBN 978-3-939400-18-9, S. 83.
  21. Anwohner besänftigt: Wacken darf weiter rocken, Spiegel Online, abgerufen am 25. Januar 2013.
  22. bild.de:Wacken Open Air: Heavy Metal kennt kein Alter
  23. Wacken Open Air 2014
  24. Die Wacken-Familie versammelt sich
  25. Wacken Roll, hrsg. von Andreas Schöwe, St. Andrä-Wördern 2009, S. 73–75
  26. Wacken.com – Ein Vierteljahrhunder Wacken Open Air ist History
  27. Wacken.com Anreise Information
  28. Wacken.com Metal4Nature
  29. a b ndr.de: Wacken-Fans machen sich auf den Heimweg, abgerufen am 4. August 2013.
  30. focus.de: Todesfall bei Musikfestival in Wacken
  31. „19-Jähriger wird von Taxi erfasst und stirbt“ SPIEGEL online, abgerufen am 31. Juli 2014
  32. „Tödlicher Unfall überschattet Wacken-Festival“ Aus den Wacken-Seiten von NDR.de
  33. Metal-Battle.com
  34. Wacken-Foundation.com
  35. Metal Fans lassen sich anzapfen – SHZ.de
  36. DKMS.de – Wacken und die DKMS – laut und Erfolgreich
  37. Wacken.com – Stark gegen Krebs
  38. Hamburg.de Full Metal Cruise
  39. HH-Mittendrin.de Hamburg Metal Dayz
  40. Metal-Hammer.de W:O:A Roadshow
  41. Bild.de
  42. Pressemitteilung von ICS Networt Wacken kennt keine Genzen, Stand September 2014 (S. 29)
  43. Pressemitteilung von ICS Networt Wacken kennt keine Genzen, Stand September 2014 (S.28)
  44. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWacken 2011 ist History. wacken.com, 7. August 2011, abgerufen am 8. August 2011.
  45. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWacken 2012 ist History. wacken.com, 5. August 2012, abgerufen am 5. August 2012.
  46. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWacken 2013 ist History. wacken.com, 4. August 2013, abgerufen am 4. August 2013.
  47. Reportage vom 10. August 2008
  48. OKBO – Startseite. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  49. „Metaller die auf Brüste starren“, Filmkritik auf programmkino.de
  50. zitiert nach: o. V., Wirtschaftswoche Nr. 33/2009, S. 98.
  51. Heike Denzau: Tod in Wacken Emons Verlag, Köln 2013; ISBN 978-3-95451-064-1.

54.0283869.36732Koordinaten: 54° 1′ 42″ N, 9° 22′ 2″ O