Vivant

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Vivant ist eine belgische radikaldemokratische Partei. Sie setzt sich für soziale Sicherheit durch ein bedingungsloses Grundeinkommen, Senkung der Lohnnebenkosten und mehr direkte Demokratie durch Volksabstimmungen ein.

Vivant wurde 1997 vom belgischen Multimillionär Roland Duchâtelet gegründet und hat nur eine sehr geringe politische Bedeutung. Sie hat bei den Regionalwahlen in Belgien am 13. Juni 2004 ca. 2 %[1] der Stimmen erhalten und konnte durch gemeinsame Listen mit der liberalen VLD Partei des Regierungschefs Guy Verhofstadt in die Regional- und Gemeinschaftsparlamente einziehen.

Vivant-Ostbelgien[Bearbeiten]

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist die Partei durch Vivant-Ostbelgien vertreten. Erstmals zur Wahl stellte man sich hier 1999, konnte jedoch lediglich 3,3 % der Stimmen für sich verbuchen, womit der Einzug in das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft nicht gelang. Bei der Wahl des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft 2004 konnte das Ergebnis jedoch deutlich verbessert werden (7,34 % der Stimmen), sodass Vivant-Ostbelgien in der Legislaturperiode 2004–2009 durch die Brüder Joseph und Ernst Meyer erstmals im Parlament vertreten war. In der Wahl im Juni 2009 konnte Vivant seine zwei Sitze im Parlament der DG behaupten (7,16 % der Stimmen),[2] anstelle der bisherigen Abgeordneten Meyer, die von ihrem Amt zurücktraten, wurden am 30. Juni 2009 allerdings Michael Balter und Alain Mertes als Abgeordnete vereidigt.[3] Die Parlamentswahlen im Mai 2014 brachten schließlich einen erneuten deutlichen Stimmenzuwachs für die Partei mit sich. Mit 10,62 % der Stimmen überholte Vivant-Ostbelgien die ostbelgischen Grünen als fünftstärkste Partei in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Im Kanton Sankt Vith, einem der beiden Wahlkantone der Deutschsprachigen Gemeinschaft, holte Vivant sogar 15,01 % und musste sich lediglich der CSP und ProDG geschlagen geben, während man sich vor den etablierten Regierungsparteien SP und PFF platzierte.[4] Für einen dritten Parlamentssitz in der Legislaturperiode 2014–2019 fehlten der Partei letztlich lediglich 14 Wählerstimmen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Analyse der "Regionalwahlen in Belgien am 13. Juni 2004" durch die Konrad Adenauer Stiftung.
  2. Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft: Abgeordnetensitze
  3. VIVANT im Parlament auf der Website von Vivant Ostbelgien
  4. grenzecho.net: PDG-Wahl: Die Ergebnisse für den Kanton St.Vith liegen vor
  5. ostbelgiendirekt.be: Innenministerium: Suspekte Karten sollen annulliert werden