Walter Rethel

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Walter Rethel (* 1892 in Wesel; † 1977) war ein deutscher Flugzeug-Konstrukteur.[1]

Werdegang[Bearbeiten]

Er war zunächst bei den Kondor Flugzeugwerken in Gelsenkirchen und ab 1919 bei den Fokker-Flugzeugwerken in Amsterdam tätig, bevor er durch Heinrich Lübbe in dessen Flugzeugbaufirma Arado Handelsgesellschaft als Chefkonstrukteur eingestellt wurde. Unter Missachtung der Bestimmungen des Versailler Vertrags entwickelten Heinrich Lübbe und Walter Rethel mit der Ar 65 die ersten eigenen Konstruktionen, die zunehmend militärischen Charakter aufwiesen. So konnte sich Arado einen wichtigen technologischen Vorsprung erarbeiten. Zum erfolgreichsten Modell mit einer produzierten Gesamtstückzahl von mehr als 1000 Exemplaren wurde die von Rethel konstruierte Ar 66, die ihren Erstflug 1932 absolvierte.

1936 änderten die Nationalsozialisten den Namen der Firma in Arado Flugzeugwerke GmbH. Zur gleichen Zeit verließ auch Rethel Arado und wechselte zu Willy Messerschmitt, mit dem er den Jäger Bf 109 entwickelte. Bei Arado wurde er durch Walter Blume ersetzt.

Walter Rethel, ein Nachfahre von Alfred Rethel (1816–1859), war der Vater des Malers und Designers Alfred Rethel (1922–2003) sowie Großvater der Schauspielerin Simone Rethel.

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographische Daten von Walter Rethel in: Arado: history of an aircraft company, von Jörg Armin Kranzhoff, Schiffer Pub., 1997, Seite 15