Wassergeist

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Eine Sirene zieht einen Fischer ins Wasser, Gemälde von Knut Ekvall

Der Begriff Wassergeist bezeichnet ein mythologisches Wesen, das in manchen Naturreligionen, Sagen, Märchen oder Mythologien eine Rolle spielt.

Wassergeister sollen sich in Gewässern oder in der Nähe von Gewässern aufhalten und werden zu den so genannten Elementargeistern gezählt. Die Slawen kannten zwei Formen solcher Wassergeister: Wodjanoi und Rusálka (vgl. die Dvořák-Oper Rusalka). Man unterschied zwischen jungfräulichen (z. B. der Undine) und nicht mehr jungfräulichen Wassergeistern, wobei jedoch nicht näher geklärt ist, auf welchem Wege ein weiblicher Wassergeist seine Jungfräulichkeit verlieren konnte.

Nixen (z. B. Sirenen, Rheintöchter, Loreley), Meerjungfrauen (z. B. Melusine, Undine), Wasserfrauen (z. B. Nereiden, Okeaniden), Quellnymphen (z. B. Anguana, Najaden, Salmakis) und Wassermänner (z. B. Nöck, Ekke Nekkepenn, Kelpies) können ebenfalls zu den Wassergeistern gezählt werden.

Im Tibetischen Buddhismus und Bön wird diese Klasse von Geistern auch als Nagas oder Lu bezeichnet.

Siehe auch: Naturgeister

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