Agnes Miegel

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Agnes-Miegel-Denkmal in Bad Nenndorf
Gedenktafel am Wohnhaus in Königsberg (2012)

Agnes Miegel (* 9. März 1879 in Königsberg; † 26. Oktober 1964 in Bad Salzuflen) war eine deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Balladendichterin.

Leben[Bearbeiten]

Agnes Miegels mütterliche Vorfahren lebten in Filzmoos am Oberhofgut, dem ältesten Anwesen im Salzburger Land, und gehörten zu den protestantischen Salzburger Glaubensflüchtlingen, die 1732 von Friedrich Wilhelm I. nach Ostpreußen gerufen wurden. Ihre Eltern waren der Kaufmann Gustav Adolf Miegel und seine Frau Helene geb. Hofer.

Miegel besuchte die Höhere Mädchenschule in Königsberg und lebte dann von 1894 bis 1896 in einem Pensionat in Weimar, wo sie erste Gedichte schrieb. 1898 verbrachte sie drei Monate in Paris. Im Anschluss daran lernte sie den Schriftsteller Börries Freiherr von Münchhausen kennen. Umgehend entstand eine Liebesbeziehung, die 1902 von Münchhausen wegen der Standesunterschiede beendet wurde. Miegel sah Münchhausen als ihren Lehrmeister auf jedem, auch auf künstlerischem Gebiet an. Nach dem Ende der Beziehung sah sie sich als „das unselige Geschöpf, das ihn zur Sünde verleitet“ habe.[1]

Ab 1900 machte Miegel eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester in einem Berliner Kinderkrankenhaus und war von 1902 bis 1904 als Erzieherin in einem Mädcheninternat in Bristol in England tätig. 1904 besuchte sie das Lehrerseminar in Berlin, musste wegen Erkrankung abbrechen und ging 1905 in eine landwirtschaftliche Maidenschule bei München.[2]

1906 kehrte Agnes Miegel nach Königsberg zurück, um ihre kranken Eltern und insbesondere ihren erblindenden Vater bis zu seinem Tod im Jahre 1917 zu pflegen. Sie lebte bis 1945 in Königsberg, unterbrochen von größeren Reisen, und arbeitete dort als Journalistin, Autorin und seit 1927 als freie Schriftstellerin. Im März 1945 flüchtete sie mit Nachbarn und dem befreundeten Lyriker Walter Scheffler vor der heranrückenden Roten Armee nach Westen. Über Kopenhagen gelangten sie in das dänische Flüchtlingslager Oksbøl.

1946 kehrte Agnes Miegel nach Deutschland zurück und fand Aufnahme in der Britischen Besatzungszone im Schloss Apelern bei der Familie von Münchhausen. 1948 zog sie nach Bad Nenndorf und wirkte dort bis zu ihrem Lebensende.[2][3]

Werk[Bearbeiten]

Neben ihrer erzieherischen Tätigkeit schuf Miegel als Literatin Lyrik und Erzählungen, die von heimatlich-christlichem Gedankengut geprägt sind. Schon als Zwanzigjährige hielt sie ihre erste eigene Dichterlesung im Königsberger Artushof. Börries Freiherr von Münchhausen förderte bereits ihre ersten Balladen und Lieder in seinem neuromantischen Kreis.[4] 1901 erschien ihr erstes Buch Gedichte im Stuttgarter Cotta-Verlag und 1907 ihr zweites Buch Balladen und Lieder im Diederichs-Verlag in Jena. Bis zu ihrem Tod veröffentlichte sie zahlreiche Erzählungen, Märchen und Gedichte. Die Gesamtausgabe ihrer Werke umfasst sieben Bände.

Bekannt wurde Miegel besonders mit ihrer Ballade Die Frauen von Nidden, die noch vereinzelt in Schulbüchern auftaucht.[5] Hierin beschreibt sie den Untergang des Dorfes Nidden in Ostpreußen (heute Nida in Litauen) bei einer Pestepidemie.[6] In ihrer Heimatlyrik verarbeitete sie insbesondere ostpreußische Bezüge und wurde oft als „Mutter Ostpreußens“ bezeichnet.

Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nahm 2005 drei ihrer Balladen in den fünften Teil seiner Anthologie Der Kanon unter der Rubrik Die deutsche Literatur. Gedichte auf: Die Schwester, Die Nibelungen und Die Frauen von Nidden.

Verhältnis zum Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Miegel eine Verehrerin Adolf Hitlers. Dem Nationalsozialismus gegenüber bezog sie eine unkritische und befürwortende Haltung und hat sich auch nach 1945 nicht von dieser distanziert. Sie wurde 1933 Mitglied der NS-Frauenschaft[7] und nach der „Säuberung“ Senatorin und Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie der Dichtung, einer Unterabteilung der Preußischen Akademie der Künste.[8] Im Oktober 1933 gehörte sie zu den 88 deutschen Schriftstellern, die das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler unterzeichneten.[9] Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg unterschrieb sie den Aufruf der Kulturschaffenden zur „Volksbefragung“ wegen der Zusammenlegung des Amtes des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers. 1939 nahm sie das Ehrenzeichen der Hitlerjugend entgegen; 1940 wurde sie Mitglied der NSDAP.[7]

Miegel war außerdem auf Vortrags- und Lesereisen, bekam Ehrenbürgerschaften verliehen und durfte ohne Einschränkungen publizieren. Ihre Einstellung wird an glorifizierenden Hymnen auf Adolf Hitler deutlich, unter anderem in Karl Hans Bühners Anthologie Dem Führer (1938):

„Laß in deine Hand,
Führer, uns vor aller Welt bekennen;
Du und wir,
nie mehr zu trennen
stehen ein für unser deutsches Land.“[10]

Nach dem Überfall auf Polen veröffentlichte Miegel 1940 ihren Gedichtband Ostland mit den Versen […] Übermächtig/ füllt mich demütiger Dank, dass ich dies erlebe,/ Dir noch dienen kann, dienend den Deutschen/Mit der Gabe, die Gott mir verlieh![11] Auch eine Hinwendung zu Blut-und-Boden-Themen ist festzustellen.[12] Bereits 1934 begründete sie in einem Brief an den NS-Schriftsteller und Kulturpolitiker Hans Friedrich Blunck, weshalb sie noch kein Parteimitglied sei, und bekannte sich zum Nationalsozialismus:[13]

„Der Nationalsozialismus trat erst in mein Leben, als er andere schon lange erfüllte. Das ist eine Schuld [...] Durch ein Hinauszögern und ein Grauen dafür, mit mir Ungleichen als Gelegenheitsjäger zu scheinen, stehe ich ausserhalb der Partei […]. Vielleicht ist dies, was ich als eine Art Busse für mein spätes Aufwachen ansehe, das Richtige für mich, vielleicht wirkt mein Einstehn dann überzeugender auch auf Andere. – Denn ich bin Nationalsozialist. […] Wenn ich über meine Heimat und ihr Geschick etwas glaube, so ist es das: Wir werden ein nationalsozialistischer Staat sein – oder wir werden nicht sein! Und das wäre der Untergang nicht nur Deutschlands – es wäre der Untergang des weißen Mannes.“

1939 widmete sie auch der Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink ein Gedicht. U. a. in der Erzählung Das Lösegeld finden sich auch Einflüsse der NS-Vererbungs- und Rassenideologie, wenn sowohl eine Figur, die eine Zeitlang einer anderen als niedrigerstehend empfundenen Kultur (hier Tataren) ausgesetzt war, als auch ihre Kinder Veränderungen hinsichtlich ihres Verhaltens und Aussehens aufweisen, die mit negativen Konnotationen verbunden sind.[14]

Als bekannte ostpreußische Heimatdichterin wurde sie zu einem „literarischen Aushängeschild“ des NS-Regimes.[15] 1940 erhielt sie den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main, in dessen Verwaltungsrat seit 1935 sowohl Heinrich Himmler als auch Joseph Goebbels saßen. Im August 1944, in der Endphase des Zweiten Weltkrieges, wurde sie von Hitler als „überragendes nationales Kapital“ in die Sonderliste der „Gottbegnadeten-Liste“ mit den sechs wichtigsten deutschen Schriftstellern aufgenommen, was sie von sämtlichen Kriegsverpflichtungen befreite.[16][7]

Nach 1945 schrieb Agnes Miegel zu ihrer Verstrickung in den Nationalsozialismus: „Dies habe ich mit meinem Gott alleine abzumachen und mit niemand sonst.“[17]

Rezeption[Bearbeiten]

Sondermarke zu Miegels 100. Geburtstag
gestaltet von Elisabeth von Janota-Bzowski, 1979

In der Sowjetischen Besatzungszone wurden Miegels Werke Ostland (Diederichs-Verlag, Jena 1940) und Werden und Werk. Mit Beiträgen von Karl Plenzat (Eichblatt-Verlag, Leipzig 1938) auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.[18][19]

Die Deutsche Bundespost gab 1979 eine Briefmarke als Sondermarke zu ihrem 100. Geburtstag heraus. Das Literaturmuseum Agnes-Miegel-Haus befindet sich in ihrem ehemaligen Wohnhaus in Bad Nenndorf, in der Straße Agnes-Miegel-Platz 3. Dort ist das Wohn- und Arbeitszimmer so erhalten, wie Agnes Miegel es verlassen hat. In weiteren Räumen sind Bilder, Fotos, Bücher sowie persönliche Gegenstände von ihr und ihrem Umfeld ausgestellt. Das Museum wird von der literarischen Agnes-Miegel-Gesellschaft betrieben, die dort auch ihren Sitz hat.

Agnes-Miegel-Denkmale gibt es in Bad Nenndorf sowie an ihrem ehemaligen Wohnhaus in Königsberg in der Hornstraße 7 (jetzt: Serzanta Koloskowa), im Blumenauer Kirchweg in Wunstorf und am Oberhof in Filzmoos. Auf dem Relief am ehemaligen Königsberger Wohnhaus ist in deutscher und russischer Sprache zu lesen: „Und dass du Königsberg nicht sterblich bist. In diesem Hause lebte bis 1945 die deutsche Dichterin Agnes Miegel * 9.3.1879 Königsberg † 26.10.1964“. Auf das Denkmal in Wunstorf wurde Anfang Februar 2007 ein Anschlag verübt; das Denkmal wurde dabei mit einem Davidstern und mit der orangefarbenen Inschrift beschmiert: „Kein Vergeben – Kein Vergessen“.

Das Literaturmuseum Agnes-Miegel-Haus in Bad Nenndorf

In der Nachkriegszeit war Miegel Namensgeberin für Schulen in Düsseldorf, Osnabrück, Wilhelmshaven und Willich sowie für Straßen, Wege und Plätze in mehreren deutschen Städten. So wurde zum Beispiel 1959 im Wilhelmshavener Stadtteil Fedderwardergroden, in dem sich nach dem Krieg Tausende Vertriebene angesiedelt hatten, eine Realschule nach ihr benannt – „aus Dankbarkeit für die unvergänglichen Werke der Dichterin und zugleich als Ausdruck unlöslicher Verbundenheit mit dem deutschen Osten“, wie es auf der Widmungsurkunde zu lesen ist.[20]

In Friedland in Ostpreußen (Prawdinsk) erinnert eine Gedenktafel mit Bild der Dichterin auf Russisch und Deutsch: „In diesem Gebäude befand sich im Jahre 1923 bis 1945 ein Gymnasium mit dem Namen der bekannten Königsberger Dichterin Agnes Miegel“. Es folgt: „Und laß ein Lied von mir ...“.

Umbenennungen von nach Miegel benannten Straßen und Einrichtungen[Bearbeiten]

In neuerer Zeit kommt es in einigen Städten auf Grund der Haltung der Autorin zum Nationalsozialismus zu Umbenennungsbestrebungen, wie beispielsweise bei Straßennamen in Sankt Augustin und Hildesheim.[21] Weitere Debatten gab und gibt es unter anderem in Göttingen, Hannover, Sarstedt, Erlangen,[22] Bad Nenndorf[23] und Ahlen.[24]

Im niederrheinischen Willich wurde eine Schule im Jahr 2008 nach teils hitzigen Diskussionen in Astrid-Lindgren-Schule umbenannt. Die Agnes-Miegel-Realschule[25] in Düsseldorf wurde 2008 in Realschule Golzheim umbenannt. In Detmold wurde 2009 eine nach Miegel benannte Straße wieder zum Sonnenhügel.[26] Im niedersächsischen Osnabrück wurde Anfang 2010 eine Schule nach der Schriftstellerin und Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner umbenannt.[27] In Wilhelmshaven erfolgte 2010 die Umbenennung in Marion-Dönhoff-Schule.[28]

Aktionen der Antifa Erftstadt führten 2010 zur Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße in die St.-Agnes-Straße.[29] Neu benannt wurde auch die Anne-Frank-Straße in Neuenkirchen-St. Arnold.[30] In Celle wurde 2011 auf Beschluss des Stadtrates die Agnes-Miegel-Straße in Dr.-Lise-Meitner-Straße umbenannt.[31] Die jetzige Travestraße in Bielefeld wurde 2011 umbenannt.[32] Aus der Agnes-Miegel-Straße in Lünen wurde 2012 der Dohlenweg.[33] Mehrere umstrittene Straßen in Ratingen-Homberg wurden 2012 neu benannt, speziell die jetzige Nelly-Sachs-Straße.[34]

In der Stadt Münster ist seit 1960 eine Straße nach ihr benannt. Eine von der Stadt eingesetzte Historiker-Kommission empfahl im Jahr 2011 einstimmig die Umbenennung der Straße. Die Bezirksvertretung folgte nicht dieser Empfehlung, sondern beschloss die Beibehaltung des Namens Agnes-Miegel-Straße.[35]

Knapp hundert weitere Straßen und Wege sind noch immer nach ihr benannt, vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Auf Agnes Miegel wurde von dem unbekannten Medailleur „HSF“ eine undatierte Medaille aus Bronzeguss mit ihrem Porträt geschaffen (Vorderseite: AGNES MIEGEL – Halsbildnis nach links, unten signiert: HSF (unbekannter Medailleur); Rückseite: Sechs Zeilen Text: ÜBER / DER WEICHSEL / DRÜBEN / VATERLAND / HÖRE UNS / AN; Durchmesser der Medaille: 88 mm).

In einer Seitenkapelle des wiederaufgebauten Königsberger Doms befindet sich hinter dem Altarkreuz ein Porträtfoto von Agnes Miegel.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Agnes Miegel: Deutsche Balladen, 1935
Ernst Fuchs-Schönbach: Acht Lieder nach Gedichten von Agnes Miegel, 1943/44
  • 1901 Gedichte. Cotta, Stuttgart
  • 1907 Balladen und Lieder. Buchgestaltung von Fritz Helmut Ehmcke. Eugen Diederichs, Jena. 87 S.
  • 1920 Gedichte und Spiele. Eugen Diederichs, Jena. 111 S.
  • 1926 Heimat. Lieder und Balladen. Ausgewählt und eingeleitet von Karl Plenzat. H. Eichblatt, Leipzig, 54 S. (Eichblatts deutsche Heimatbücher, Bd. 2/3)
  • 1926 Geschichten aus Alt-Preußen. Eugen Diederichs, Jena.[36]
  • 1926 Die schöne Malone. Erzählung. Nachwort von Karl Plenzat. H. Eichblatt, Leipzig. 20 S. (Eichblatts deutsche Heimatbücher, Bd. 1)
  • 1927 Spiele. Dramatische Dichtungen. 1. - 3. Tsd. Eugen Diederichs, Jena. 87 S.
  • 1927 Gesammelte Gedichte. 1. - 5. Tsd. Eugen Diederichs, Jena. 175 S.
  • 1928 Die Auferstehung des Cyriakus. (Mit Die Maar). Zwei Erzählungen. Hrsg. und eingeleitet von Karl Plenzat. Umschlag-Titelbild von Carl Streller. H. Eichblatt, Leipzig. 27 S. (Eichblatts deutsche Heimatbücher, Bd. 19)
  • 1930 Kinderland. Heimat- und Jugenderinnerungen. Eingeleitet und hersg. von Karl Plenzat. H. Eichblatt, Leipzig. 68 S. (Eichblatts deutsche Heimatbücher, Bd. 47/48)
  • 1931 Dorothee. (Mit Heimgekehrt). Zwei Erzählungen. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr., 95 S. (Ostpreußen - Bücher, Bd. 10)
  • 1932 Heinrich Wolff. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr., 2 Bl., 8 Tafeln. (Bilderhefte des deutschen Osten, Heft 11)
  • 1932 Der Vater, Erzählungen. Eckhart, Berlin.
  • 1932 Herbstgesang, Gedichte. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1933 Weihnachtsspiel. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1933 Kirchen im Ordensland – Gedichte. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1933 Der Vater. Drei Blätter eines Lebensbuches. Eckart - Verlag, Berlin - Steglitz 1933. 47 S. (Der Eckart - Kreis, Bd. 7)
  • 1933 Die Fahrt der sieben Ordensbrüder. Eugen Diederichs, Jena. 82 S. (Deutsche Reihe, Bd. 3)
  • 1934 Gang in die Dämmerung – Erzählungen. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1935 Das alte und das neue Königsberg. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1935 Deutsche Balladen. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1936 Unter hellem Himmel, Erzählungen. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1936 Kathrinchen kommt nach Hause, Erzählungen. Eichblatt, Leipzig.
  • 1936 Noras Schicksal, Erzählungen. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1937 Das Bernsteinherz, Erzählungen. Reclam, Leipzig.
  • 1937 Audhumla, Erzählungen. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1937 Herden der Heimat. Erzählungen mit Zeichnungen von Hans Peters. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1938 Und die geduldige Demut der treuesten Freunde, Versdichtung. Bücher der Rose, Langewiesche-Brandt, Ebenhausen.
  • 1938 Viktoria, Gedicht und Erzählung. Gesellschaft der Freunde der deutschen Bücherei, Ebenhausen.
  • 1939 Frühe Gedichte. (Neuausgabe der Gedichte von 1901). Cotta, Stuttgart.
  • 1939 Herbstgesang. Eugen Diederichs, Jena.[37]
  • 1939 Die Schlacht von Rudau, Spiel. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1939 Herbstabend, Erzählung. Privatdruck, Eisenach.
  • 1940 Ostland. Gedichte. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1940 Im Ostwind, Erzählungen. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1940 Wunderliches Weben, Erzählungen. Langen und Müller, Königsberg/Pr.
  • 1940 Ordensdome. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1944 Mein Bernsteinland und meine Stadt. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1949 Du aber bleibst in mir, Gedichte. Seifert, Hameln.
  • 1949 Die Blume der Götter, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1951 Der Federball, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1951 Die Meinen, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1952 Ausgewählte Gedichte. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1952–1955 Gesammelte Werke. (G.W.). Eugen Diederichs, Köln.
    • Band 1: Gesammelte Gedichte.
    • Band 2: Gesammelte Balladen.
    • Band 3: Stimme des Schicksals (Erzählungen I).
    • Band 4: Seltsame Geschichten (Erzählungen II).
    • Band 5: Aus der Heimat (Erzählungen III).
    • Band 6: Märchen und Spiele.
  • 1958 Truso, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1959 Mein Weihnachtsbuch, Gedichte und Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1962 Heimkehr, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.

Literatur[Bearbeiten]

Biografien und biografische Einzelthemen
Sekundärliteratur
  • Steffen Stadthaus: Agnes Miegel - fragwürdige Ehrung einer nationalsozialistischen Dichterin. Eine Rekonstruktion ihres Wirkens im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit. In: Matthias Frese (Hrsg.): Fragwürdige Ehrungen!? Straßennamen als Instrument von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur. Münster 2012, ISBN 978-3-87023-363-1, S. 151–178.
  • Tilman Fischer: „Ostpreußen“ von Agnes Miegel. In: „Immer Grenzernot und Tränen.“ Spiegelung des Nationalismus in Ostpreußen Mitte des 20. Jahrhunderts in der deutschen Literatur. Essay beim Internetportal für Westpreußen, Ostpreußen und Pommern. Dortmund, 16. November 2009.
  • Helga Neumann, Manfred Neumann: Agnes Miegel. Die Ehrendoktorwürde und ihre Vorgeschichte im Spiegel zeitgenössischer Literaturkritik. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1877-X.
  • Jurgita Katauskiené: Land und Volk der Litauer im Werk deutscher Schriftsteller des 19./20. Jhs. (H. Sudermann, E. Wiechert, A. Miegel und J. Bobrowski). Verl. Matrica, Vilnius 1997, ISBN 9986-645-04-2. (zugleich Dissertation; Universität Frankfurt am Main 1997)
  • Annelise Raub: Nahezu wie Schwestern. Agnes Miegel und Annette von Droste-Hülshoff. Grundzüge eines Vergleichs. Agnes-Miegel-Ges., Bad Nenndorf 1991, ISBN 3-928375-10-5. (Jahresgabe der Agnes-Miegel-Gesellschaft 1991)
  • Harold Jensen: Agnes Miegel und die bildende Kunst. Rautenberg, Leer 1982, ISBN 3-7921-0261-7. (Jahresgabe der Agnes-Miegel-Gesellschaft 1982/83)
  • Walther Hubatsch: Ostpreussens Geschichte und Landschaft im dichterischen Werk von Agnes Miegel. Agnes-Miegel-Ges., Minden 1978, DNB 800867432.
  • Alfred Podlech (Bearb.): Agnes-Miegel-Bibliographie. Agnes-Miegel-Ges., Minden 1973, DNB 750830662. (Jahresgabe der Agnes-Miegel-Gesellschaft 1973)
  • Klaus-Dietrich Hoffmann: Das Menschenbild bei Agnes Miegel. Mit einem Literaturverzeichnis. Ostdeutsche Forschungsstelle im Lande Nordrhein-Westfalen, Dortmund 1969 (= Veröffentlichungen der Ostdeutschen Forschungsstelle im Lande Nordrhein-Westfalen; Reihe A; Nr. 16), DNB 720280346. (zugleich Dissertation; University of Iowa, Iowa City 1967)
  • Ruth Pietzner: Die Natur im Werk Agnes Miegels. (Rostocker Studien, 2). Hinstorff, Rostock 1937, DNB 362041857. (zugleich Dissertation, Universität Rostock)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Agnes Miegel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Agnes Miegel an Lulu von Strauß und Torney, Brief v. 30.1.1903, in: Marianne Kopp/Ulf Diederichs (Hrsg.): Als wir uns fanden, Schwester, wie waren wir jung, Agnes Miegel an Lulu von Strauß und Torney. Briefe 1901 bis 1922. (Augsburg 2009, S.15)
  2. a b Agnes Miegel – Biographie. Agnes-Miegel-Gesellschaft, abgerufen am 8. März 2010.
  3. Agnes Miegel. Literaturatlas.de, abgerufen am 8. März 2010.
  4. Heinz-Georg Kyritz: Literaturnachweis: Anni Piorreck: Agnes Miegel, Ihr Leben und ihre Dichtung. In: The German Quarterly, 1969, abgerufen am 8. März 2010 (Auszug bei JSTOR).
  5. Agnes Miegel: Die Frauen von Nidden Reise-nach-Ostpreußen.de, abgerufen am 8. März 2010 (Text der Ballade).
  6. Die Kurische Nehrung – Geschichte. Reise-nach-Ostpreußen.de, abgerufen am 8. März 2010.
  7. a b c Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 409.
  8. Joseph Wulf: Literatur und Dichtung im Dritten Reich. Sigbert Mohn, Gütersloh 1963, DNB 455768994, S. 33, 35.
  9. Auflistung der Namen bei Joseph Wulf: Literatur und Dichtung im Dritten Reich. Sigbert Mohn, Gütersloh 1963, DNB 455768994, S. 96.
  10. Gedichtzitat bei: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 409, zitiert aus Bühners Anthologie Dem Führer.
  11. Volker Koop: Gedicht für Hitler. Zeugnisse von Wahn und Verblendung im «Dritten Reich». be.bra verlag, Berlin 2013, S. 183-187
  12. Nach Meyers enzyklopädischem Lexikon, korrigierter Nachdruck 1981, Band 16, S. 201 „ließ sie gelegentl. Blut-und-Boden-Romantik erkennen; sympathisierte mit nationalsozialist. Ideen“.
  13. Agnes Miegel und der Nationalsozialismus. auf: muenster.de, abgerufen am 13. Juni 2013.
  14. Eva-Maria Gehler: Weibliche NS-Affinitäten. Grade der Systemaffinität von Schriftstellerinnen im »Dritten Reich«. Königshausen & Neumann, Würzburg 2010, S. 136 f.
  15. Arnulf Scriba: Literatur während des NS-Regimes. LeMO, abgerufen am 8. März 2010.
  16. Oliver Rathkolb: Führertreu und gottbegnadet. Künstlereliten im Dritten Reich. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1991, ISBN 3-215-07490-7, S. 173, Namen S. 176.
  17. Dokumentiert. Aus den Gesängen der Agnes Miegel. junge Welt, Schwerpunkt, 19. März 2009, S. 3.
  18. Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone, Liste der auszusondernden Literatur: Transkript Buchstabe M, S. 264–293. Zentralverlag, Ost-Berlin 1946 (siehe lfd. Nr. 7941. Miegel, Agnes […]).
  19. Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone, Liste der auszusondernden Literatur: Transkript Buchstabe M, S. 186–206.. Zweiter Nachtrag, Deutscher Zentralverlag, Ost-Berlin 1948 (siehe lfd. Nr. 5294. Miegel, Agnes […]).
  20. Martin Wein: Dönhoff soll Schülern als Vorbild dienen. Wilhelmshavener Realschule will sich von bisheriger NS-belasteter Namenspatronin trennen. In: Weser-Kurier, 7. März 2010, S. 16.
  21. Streit um Agnes Miegels Rolle in NS-Zeit. In: News.de abgerufen am 16. Juni 2011.
  22. Umbenennung der Agnes Miegel-Straße (Antrag an den Stadtrat von Erlangen). Grüne Liste Erlangen, Stadtratsfraktion, 30. April 2001, abgerufen am 8. März 2010.
  23. Bad Nenndorf: Miegel-Debatte noch nicht öffentlich
  24. Änderung von Straßennamen einleiten. auf: die-glocke.de, 4. Dezember 2013.
  25. Website der Agnes-Miegel-Realschule in Düsseldorf
  26. Andreas Ruppert: Hindenburg in Detmold (PDF; 3,1 MB) In: Rosenland – Zeitschrift für lippische Geschichte. Nr. 14, 2013, S. 8.
  27. Frank Henrichvark: Agnes Miegel ist kein Vorbild mehr. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 2. Mai 2009, abgerufen am 8. März 2010.
  28. Hartnäckigkeit belohnt. In: Gegenwind – Zeitung für Arbeit, Frieden und Umweltschutz. 251, März 2010, abgerufen am 14. April 2010.
  29. Erftstadt: Agnes-Miegel-Str. -> St.-Agnes-Str. Antifa Erftstadt, 12. Dezember 2010.
  30. Neuer Name für die Agnes-Miegel-Straße Anne Frank bekommt die Ehre In: Westfälische Nachrichten. 23. Juni 2010.
  31. Straßennamen sollen geändert werden. auf: celleheute.de, 13. Februar 2011.
  32. Miegel-Weg kommt zur Travestraße / BZV benennt kleine Straße um. auf: hiergeblieben.de, 20. September 2011.
  33. Dohlenweg statt Agnes-Miegel-Straße. auf: ruhrnachrichten.de, 23. März 2012.
  34. Straßenumbenennung: Das Aus für Stehr und Miegel. auf: wz-newsline.de, 11. Mai 2012.
  35. Aktuell diskutierte Straßennamen: Agnes-Miegel-Straße. auf der Webseite der Stadt Münster, abgerufen am 28. Januar 2013.
  36. Von den vier Erzählungen dieses Bandes ist eine, Die Fahrt der sieben Ordensbrüder, im Jahr 1933 als Sonderband erschienen. Dieses Buch ist vielmals neu aufgelegt worden, zum letzten Mal 2002. Die Erzählung wird hier von Frank Westenfelder rezensiert.
  37. Ein überliefertes Exemplar trägt eine handschriftliche Widmung an den NS-Spitzenpropagandisten Johann von Leers: "Agnes Miegel, 19. August 1939, Heiligendamm/Doberan"