Agnes Miegel

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Ehemaliges Agnes-Miegel-Denkmal in Bad Nenndorf
Gedenktafel am Wohnhaus in Königsberg (2012)

Agnes Miegel (* 9. März 1879 in Königsberg (Preußen); † 26. Oktober 1964 in Bad Salzuflen) war eine deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Balladendichterin.

Leben[Bearbeiten]

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Kaiserreich und Weimarer Republik[Bearbeiten]

Agnes Miegels mütterliche Vorfahren lebten in Filzmoos am Oberhofgut, dem ältesten Anwesen im Salzburger Land, und gehörten zu den protestantischen Salzburger Glaubensflüchtlingen, die 1732 von König Friedrich Wilhelm I. nach Ostpreußen gerufen wurden. Sie war das einzige Kind des Kaufmanns Gustav Adolf Miegel und seiner Frau Helene, geb. Hofer.

Miegel besuchte die Höhere Mädchenschule in Königsberg und lebte dann von 1894 bis 1896 in einem Pensionat in Weimar, wo sie erste Gedichte schrieb. 1898 verbrachte sie drei Monate in Paris. Im Anschluss daran lernte sie den Schriftsteller Börries Freiherr von Münchhausen kennen. Umgehend entstand eine Liebesbeziehung, die 1902 von Münchhausen wegen der Standesunterschiede beendet wurde. Miegel sah Münchhausen als ihren Lehrmeister auf jedem, auch auf künstlerischem Gebiet an. Nach dem Ende der Beziehung sah sie sich als „das unselige Geschöpf, das ihn zur Sünde verleitet“ habe.[1]

Ab 1900 machte Miegel eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester in einem Berliner Kinderkrankenhaus und war von 1902 bis 1904 als Erzieherin in einem Mädcheninternat in Bristol in England tätig. 1904 besuchte sie das Lehrerseminar in Berlin, musste wegen Erkrankung abbrechen und ging 1905 in eine landwirtschaftliche Maidenschule bei München.[2]

1906 kehrte Agnes Miegel nach Königsberg zurück, um ihre kranken Eltern und insbesondere ihren erblindenden Vater bis zu seinem Tod im Jahre 1917 zu pflegen. Von 1920 bis 1926 war sie Redakteurin des Feuilletons der Ostpreußischen Zeitung. Sie lebte bis 1945 in Königsberg, unterbrochen von größeren Reisen, und arbeitete dort als Journalistin, Autorin und seit 1927 als freie Schriftstellerin. Im März 1945 flüchtete sie mit Nachbarn und dem befreundeten Lyriker Walter Scheffler vor der heranrückenden Roten Armee nach Westen. Über Kopenhagen gelangten sie in das dänische Flüchtlingslager Oksbøl.

Miegel stand allgemein- und literaturpolitisch dem „Wartburgkreis” nahe. In diesem 1930 von Münchhausen begründeten Zusammenschluss kamen nationalsozialistische und nationalkonservative Autoren und Republikgegner zusammen.[3] Er erhielt finanzielle Zuwendungen von den Nationalsozialisten. Miegel gehörte zu den begeisterten Anhängerinnen dieser Bewegung. Seit Jahren hatten die im Wartburgkreis zusammengekommenen Autoren durchzusetzen versucht, dass als deutsche Literatur nur eine solche zu gelten habe, "die sich gegen internationalistische, modernistische und pazifistische Tendenzen" richtete.[4] Es sei - so die Literaturwissenschaftlerin Angelika Döpper-Henrich - gerechtfertigt, sie noch im Zusammenhang mit dem Ende der Weimarer Republik zu nennen. "... so wie Käthe Kollwitz den Beginn der Weimarer Republik repräsentierte, so Agnes Miegel ihren Untergang."[5]

Nationalsozialismus[Bearbeiten]

1933 wurde Miegel nach Rücktritt und Ausschluss ns-gegnerischer Autoren aus der Preußischen Akademie der Künste gemeinsam mit Werner Beumelburg, Hans Friedrich Blunck, Hans Grimm, Hanns Johst, Erwin Guido Kolbenheyer, Börries von Münchhausen, Wilhelm Schäfer, Hermann Stehr und Emil Strauß in deren Senat berufen,[6] und sie zusätzlich zum Vorstandsmitglied gemacht.[7][8] Bis auf Beumelburg waren alle neuen Senatoren Mitglieder des Wartburgkreises.

Ebenfalls 1933 unterschrieb Miegel als eine von 88 deutschen Schriftstellern das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler.[9] Sie schloss sich in diesem Jahr der NS-Frauenschaft an.[10] Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg unterschrieb sie den Aufruf der Kulturschaffenden zur „Volksbefragung“ wegen der Zusammenlegung des Amtes des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in der Person Hitlers. 1939 nahm sie das Ehrenzeichen der Hitlerjugend entgegen. 1940 wurde sie Mitglied der NSDAP.[10]

Miegel ging auf Vortrags- und Lesereisen, bekam Ehrenbürgerschaften verliehen und durfte ohne Einschränkungen publizieren. Dem Nationalsozialismus gegenüber bezog sie eine unkritische und befürwortende Haltung und hat sich davon zu keinem Zeitpunkt distanziert. Sie war begeistert von Adolf Hitler. Ihre Einstellung wird an glorifizierenden Hymnen auf Adolf Hitler deutlich, unter anderem in Karl Hans Bühners Anthologie Dem Führer (1938):

„Laß in deine Hand,
Führer, uns vor aller Welt bekennen;
Du und wir,
nie mehr zu trennen
stehen ein für unser deutsches Land.“[11]

Nach dem Überfall auf Polen veröffentlichte Miegel 1940 ihren Gedichtband Ostland mit den Versen […] Übermächtig/ füllt mich demütiger Dank, dass ich dies erlebe,/ Dir noch dienen kann, dienend den Deutschen/Mit der Gabe, die Gott mir verlieh![12] Auch eine Hinwendung zu Blut-und-Boden-Themen ist festzustellen.[13] Bereits 1934 begründete sie in einem Brief an den NS-Schriftsteller und Kulturpolitiker Hans Friedrich Blunck, weshalb sie noch kein Parteimitglied sei, und bekannte sich zum Nationalsozialismus:[14]

„Der Nationalsozialismus trat erst in mein Leben, als er andere schon lange erfüllte. Das ist eine Schuld [...] Durch ein Hinauszögern und ein Grauen dafür, mit mir Ungleichen als Gelegenheitsjäger zu scheinen, stehe ich ausserhalb der Partei […]. Vielleicht ist dies, was ich als eine Art Busse für mein spätes Aufwachen ansehe, das Richtige für mich, vielleicht wirkt mein Einstehn dann überzeugender auch auf Andere. – Denn ich bin Nationalsozialist. […] Wenn ich über meine Heimat und ihr Geschick etwas glaube, so ist es das: Wir werden ein nationalsozialistischer Staat sein – oder wir werden nicht sein! Und das wäre der Untergang nicht nur Deutschlands – es wäre der Untergang des weißen Mannes.“

1939 widmete sie auch der Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink ein Gedicht. In der Erzählung Das Lösegeld und anderen Werken finden sich auch Einflüsse der NS-Vererbungs- und Rassenideologie, da sowohl Figuren, die eine Zeitlang einer anderen als niedrigerstehend empfundenen Kultur (hier den Tataren) ausgesetzt war, als auch ihre Kinder Veränderungen hinsichtlich ihres Verhaltens und Aussehens aufweisen, die von Miegel mit negativen Konnotationen verbunden wurden.[15]

Als bekannte ostpreußische Heimatdichterin wurde sie zu einem „literarischen Aushängeschild“ des NS-Regimes.[16] 1940 erhielt sie den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main, in dessen Verwaltungsrat seit 1935 sowohl Heinrich Himmler als auch Joseph Goebbels saßen. Im August 1944, in der Endphase des Zweiten Weltkrieges, wurde sie von Hitler als „überragendes nationales Kapital“ in die Sonderliste der „Gottbegnadeten-Liste“ mit den sechs wichtigsten deutschen Schriftstellern aufgenommen, was sie von sämtlichen Kriegsverpflichtungen befreite.[17][10]1946 kehrte Agnes Miegel nach Deutschland zurück und fand Aufnahme in der Britischen Besatzungszone im Schloss Apelern bei der Familie von Münchhausen. 1948 zog sie nach Bad Nenndorf und lebte dort bis zu ihrem Lebensende bei ihrer Adoptivtochter Elise († 1972).[2][18]

Nach NS-Ende[Bearbeiten]

Nach 1945 bemerkte Agnes Miegel zu ihrer Haltung und ihren Aktivitäten im Nationalsozialismus: „Dies habe ich mit meinem Gott alleine abzumachen und mit niemand sonst.“[19] Eine öffentliche Distanzierung oder ein Eingeständnis, vielleicht etwas falsch gemacht zu haben, hat sie zu keinem Zeitpunkt formuliert.

Werk[Bearbeiten]

Neben ihrer erzieherischen Tätigkeit schuf Miegel als Literatin Lyrik und Erzählungen. Schon als Zwanzigjährige hielt sie ihre erste eigene Dichterlesung im Königsberger Artushof. Börries Freiherr von Münchhausen förderte bereits ihre ersten Balladen und Lieder in seinem neuromantischen Kreis.[20] 1901 erschien ihr erstes Buch Gedichte im Stuttgarter Cotta-Verlag und 1907 ihr zweites Buch Balladen und Lieder im Diederichs-Verlag in Jena. Bis zu ihrem Tod veröffentlichte sie zahlreiche Erzählungen, Märchen und Gedichte. Die Gesamtausgabe ihrer Werke umfasst sieben Bände.

Bekannt wurde Miegel besonders mit ihrer Ballade Die Frauen von Nidden, die noch vereinzelt in Schulbüchern auftaucht.[21] Hierin beschreibt sie den Untergang des Dorfes Nidden in Ostpreußen (heute Nida in Litauen) bei einer Pestepidemie.[22] In ihrer Heimatlyrik verarbeitete sie insbesondere ostpreußische Bezüge und wurde oft als „Mutter Ostpreußens“ bezeichnet.

Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nahm 2005 drei ihrer Balladen in den fünften Teil seiner Anthologie Der Kanon unter der Rubrik Die deutsche Literatur. Gedichte auf: Die Schwester, Die Nibelungen und Die Frauen von Nidden.

Rezeption[Bearbeiten]

Sondermarke zu Miegels 100. Geburtstag
gestaltet von Elisabeth von Janota-Bzowski, 1979

Nach NS-Ende wurden in der Sowjetischen Besatzungszone Miegels Werke Ostland (Diederichs-Verlag, Jena 1940) und Werden und Werk. Mit Beiträgen von Karl Plenzat (Eichblatt-Verlag, Leipzig 1938) auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.[23][24]

In der Bundesrepublik dagegen kam es nach 1945 zu zahlreichen Ehrungen. Eine hervorgehobene Rolle spielten dabei Zusammenschlüsse der Ostflüchtlinge und -vertriebenen ("Landsmannschaften"). Die Deutsche Bundespost gab 1979 eine Briefmarke als Sondermarke zu ihrem 100. Geburtstag heraus. In dem ehemaligen Wohnhaus in Bad Nenndorf wurde ein als Agnes-Miegel-Haus bezeichnetes Literaturmuseum eingerichtet, das der Namensgeberin gewidmet ist. Betrieben wird es von der literarischen Agnes-Miegel-Gesellschaft, die dort auch ihren Sitz hat. Die Straße, an der das Gebäude liegt, ist ebenfalls nach Miegel benannt. Zusätzlich wurde in einem Park ein Agnes-Miegel-Denkmal aufgestellt.

Nach NS-Ende wurde in der Bundesrepublik in den ersten Jahrzehnten eine außerordentliche Zahl öffentlicher Orte (Schulen, Straßen u. a.) nach der Autorin benannt.[25] Mit dem Paradigmenwechsel in der Sicht auf den Nationalsozialismus setzte sich dann eine ablehnende Haltung auch gegenüber dem "Erinnerungskult" (Anke Sawahn) im Fall Miegel durch.[26]

Das Literaturmuseum Agnes-Miegel-Haus in Bad Nenndorf

In zahlreichen Orten wurden die entsprechenden Benennungen von den kommunalen Vertretungen wieder zurückgenommen, weil sie in der lokalen Öffentlichkeit als unangemessener Umgang mit dem Nationalsozialismus und mit NS-Belasteten gewertet wurden.[27]

Auszeichnungen und deren Rücknahme[Bearbeiten]

Wegen Miegels NS-Belastung wurden Schulen in Düsseldorf-Golzheim, Osnabrück, Wilhelmshaven (2010, neue Namensgeberin: Marion Dönhoff),[29] Willich-Schiefbahn (2008, neue Namensgeberin: Astrid Lindgren) umbenannt. 1969 scheiterte der Versuch des Kreistags, die Oberschule von Bad Nenndorf in Agnes-Miegel-Gymnasium umzubenennen. Die Unterstützer kamen aus allen Parteien von SPD bis NPD und wurden vom Kultusminister unterstützt. Als Gegner setzten sich Schüler ("Aktionsgemeinschaft Demokratischer Schüler"), die Mehrheit der Lehrer und die Elternvertretung durch.[30]

Straßenumbenennungen erfolgten u. a. in Bielefeld-Sennestadt (2009, neue Namensgeberin: Nelly Sachs),[31] Celle (2011, neue Namensgeberin: Lise Meitner),[32] Detmold (2009, neue Namensgeberin: Maria von Maltzan),[33] Erftstadt-Friesheim,[34] Erlangen-Frauenaurach,[35] Ganderkesee-Elmeloh,[36] Heiden (Kr. Borken),[37] Lage-Hagen,[38] Lünen-Niederaden (2012, neuer Name: Dohlenweg),[39] Neuenkirchen (Kreis Steinfurt),[40] Osnabrück (2010, neue Namensgeberin: Bertha von Suttner),[41] Qickborn-Heide (Kr. Pinneberg),[42] Ratingen (2012),[43] Schwerte (2014, neuer Name: Kleine Feld-Straße)[44] und Velbert-Neviges.[45]

2011 zog der Ardey-Verlag bereits eine Woche nach dem Erscheinen das Erinnerungsbuch „Agnes Miegel. Ihr Leben, Denken und Dichten von der Kaiserzeit bis zur NS-Zeit“ der Herausgeberin Marianne Kopp, Vorsitzende der Agnes-Miegel-Gesellschaft, wieder aus dem Handel.[46][47]

Bereits 2013 beschloss der Rat von Bad Nenndorf, das Miegel-Denkmal aus dem Kurpark zu nehmen. Anfang 2015 scheiterte dann ein von der Agnes-Miegel-Gesellschaft mitgetragenes Bürgerbegehren gegen dessen Entfernung aus dem öffentlichen Raum. Dabei dürfte auch von Bedeutung gewesen sein, "dass die Stadt sich seit langer Zeit gegen jährliche Neonazi-Aufmärsche zur Wehr setzt. Gerade in Bad Nenndorf habe ein solches Denkmal im Kurpark wirklich nichts verloren".[48] Februar 2015 wurde das Denkmal tatsächlich entfernt.[49]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Agnes Miegel: Deutsche Balladen, 1935
Ernst Fuchs-Schönbach: Acht Lieder nach Gedichten von Agnes Miegel, 1943/44
  • 1901 Gedichte. Cotta, Stuttgart
  • 1907 Balladen und Lieder. Buchgestaltung von Fritz Helmut Ehmcke. Eugen Diederichs, Jena. 87 S.
  • 1920 Gedichte und Spiele. Eugen Diederichs, Jena. 111 S.
  • 1926 Heimat. Lieder und Balladen. Ausgewählt und eingeleitet von Karl Plenzat. H. Eichblatt, Leipzig, 54 S. (Eichblatts deutsche Heimatbücher, Bd. 2/3)
  • 1926 Geschichten aus Alt-Preußen. Eugen Diederichs, Jena.[50]
  • 1926 Die schöne Malone. Erzählung. Nachwort von Karl Plenzat. H. Eichblatt, Leipzig. 20 S. (Eichblatts deutsche Heimatbücher, Bd. 1)
  • 1927 Spiele. Dramatische Dichtungen. 1. - 3. Tsd. Eugen Diederichs, Jena. 87 S.
  • 1927 Gesammelte Gedichte. 1. - 5. Tsd. Eugen Diederichs, Jena. 175 S.
  • 1928 Die Auferstehung des Cyriakus. (Mit Die Maar). Zwei Erzählungen. Hrsg. und eingeleitet von Karl Plenzat. Umschlag-Titelbild von Carl Streller. H. Eichblatt, Leipzig. 27 S. (Eichblatts deutsche Heimatbücher, Bd. 19)
  • 1930 Kinderland. Heimat- und Jugenderinnerungen. Eingeleitet und hrsg. von Karl Plenzat. H. Eichblatt, Leipzig. 68 S. (Eichblatts deutsche Heimatbücher, Bd. 47/48)
  • 1931 Dorothee. (Mit Heimgekehrt). Zwei Erzählungen. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr., 95 S. (Ostpreußen - Bücher, Bd. 10)
  • 1932 Heinrich Wolff. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr., 2 Bl., 8 Tafeln. (Bilderhefte des deutschen Osten, Heft 11)
  • 1932 Der Vater, Erzählungen. Eckhart, Berlin.
  • 1932 Herbstgesang, Gedichte. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1933 Weihnachtsspiel. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1933 Kirchen im Ordensland – Gedichte. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1933 Der Vater. Drei Blätter eines Lebensbuches. Eckart - Verlag, Berlin - Steglitz 1933. 47 S. (Der Eckart - Kreis, Bd. 7)
  • 1933 Die Fahrt der sieben Ordensbrüder. Eugen Diederichs, Jena. 82 S. (Deutsche Reihe, Bd. 3)
  • 1934 Gang in die Dämmerung – Erzählungen. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1935 Das alte und das neue Königsberg. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1935 Deutsche Balladen. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1936 Unter hellem Himmel, Erzählungen. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1936 Kathrinchen kommt nach Hause, Erzählungen. Eichblatt, Leipzig.
  • 1936 Noras Schicksal, Erzählungen. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1937 Das Bernsteinherz, Erzählungen. Reclam, Leipzig.
  • 1937 Audhumla, Erzählungen. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1937 Herden der Heimat. Erzählungen mit Zeichnungen von Hans Peters. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1938 Und die geduldige Demut der treuesten Freunde, Versdichtung. Bücher der Rose, Langewiesche-Brandt, Ebenhausen.
  • 1938 Viktoria, Gedicht und Erzählung. Gesellschaft der Freunde der deutschen Bücherei, Ebenhausen.
  • 1939 Frühe Gedichte. (Neuausgabe der Gedichte von 1901). Cotta, Stuttgart.
  • 1939 Herbstgesang. Eugen Diederichs, Jena.[51]
  • 1939 Die Schlacht von Rudau, Spiel. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1939 Herbstabend, Erzählung. Privatdruck, Eisenach.
  • 1940 Ostland. Gedichte. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1940 Im Ostwind, Erzählungen. Eugen Diederichs, Jena.
  • 1940 Wunderliches Weben, Erzählungen. Langen und Müller, Königsberg/Pr.
  • 1940 Ordensdome. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1944 Mein Bernsteinland und meine Stadt. Gräfe und Unzer, Königsberg/Pr.
  • 1949 Du aber bleibst in mir, Gedichte. Seifert, Hameln.
  • 1949 Die Blume der Götter, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1951 Der Federball, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1951 Die Meinen, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1952 Ausgewählte Gedichte. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1952–1955 Gesammelte Werke. (G.W.). Eugen Diederichs, Köln.
    • Band 1: Gesammelte Gedichte.
    • Band 2: Gesammelte Balladen.
    • Band 3: Stimme des Schicksals (Erzählungen I).
    • Band 4: Seltsame Geschichten (Erzählungen II).
    • Band 5: Aus der Heimat (Erzählungen III).
    • Band 6: Märchen und Spiele.
  • 1958 Truso, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1959 Mein Weihnachtsbuch, Gedichte und Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.
  • 1962 Heimkehr, Erzählungen. Eugen Diederichs, Köln.

Literatur[Bearbeiten]

Biografien und biografische Einzelthemen
Sekundärliteratur
  • Steffen Stadthaus: Agnes Miegel - fragwürdige Ehrung einer nationalsozialistischen Dichterin. Eine Rekonstruktion ihres Wirkens im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit. In: Matthias Frese (Hrsg.): Fragwürdige Ehrungen!? Straßennamen als Instrument von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur. Münster 2012, ISBN 978-3-87023-363-1, S. 151–178.
  • Tilman Fischer: „Ostpreußen“ von Agnes Miegel. In: „Immer Grenzernot und Tränen.“ Spiegelung des Nationalismus in Ostpreußen Mitte des 20. Jahrhunderts in der deutschen Literatur. Essay beim Internetportal für Westpreußen, Ostpreußen und Pommern. Dortmund, 16. November 2009.
  • Helga Neumann, Manfred Neumann: Agnes Miegel. Die Ehrendoktorwürde und ihre Vorgeschichte im Spiegel zeitgenössischer Literaturkritik. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1877-X.
  • Jurgita Katauskiené: Land und Volk der Litauer im Werk deutscher Schriftsteller des 19./20. Jhs. (H. Sudermann, E. Wiechert, A. Miegel und J. Bobrowski). Verl. Matrica, Vilnius 1997, ISBN 9986-645-04-2. (zugleich Dissertation; Universität Frankfurt am Main 1997)
  • Annelise Raub: Nahezu wie Schwestern. Agnes Miegel und Annette von Droste-Hülshoff. Grundzüge eines Vergleichs. Agnes-Miegel-Ges., Bad Nenndorf 1991, ISBN 3-928375-10-5. (Jahresgabe der Agnes-Miegel-Gesellschaft 1991)
  • Harold Jensen: Agnes Miegel und die bildende Kunst. Rautenberg, Leer 1982, ISBN 3-7921-0261-7. (Jahresgabe der Agnes-Miegel-Gesellschaft 1982/83)
  • Walther Hubatsch: Ostpreussens Geschichte und Landschaft im dichterischen Werk von Agnes Miegel. Agnes-Miegel-Ges., Minden 1978, DNB 800867432.
  • Alfred Podlech (Bearb.): Agnes-Miegel-Bibliographie. Agnes-Miegel-Ges., Minden 1973, DNB 750830662. (Jahresgabe der Agnes-Miegel-Gesellschaft 1973)
  • Klaus-Dietrich Hoffmann: Das Menschenbild bei Agnes Miegel. Mit einem Literaturverzeichnis. Ostdeutsche Forschungsstelle im Lande Nordrhein-Westfalen, Dortmund 1969 (= Veröffentlichungen der Ostdeutschen Forschungsstelle im Lande Nordrhein-Westfalen; Reihe A; Nr. 16), DNB 720280346. (zugleich Dissertation; University of Iowa, Iowa City 1967)
  • Ruth Pietzner: Die Natur im Werk Agnes Miegels. (Rostocker Studien, 2). Hinstorff, Rostock 1937, DNB 362041857. (zugleich Dissertation, Universität Rostock)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Agnes Miegel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Agnes Miegel an Lulu von Strauß und Torney, Brief v. 30.1.1903, in: Marianne Kopp/Ulf Diederichs (Hrsg.): Als wir uns fanden, Schwester, wie waren wir jung, Agnes Miegel an Lulu von Strauß und Torney. Briefe 1901 bis 1922. (Augsburg 2009, S.15)
  2. a b Agnes Miegel – Biographie. Agnes-Miegel-Gesellschaft, abgerufen am 8. März 2010.
  3. Joachim Dyck, Gottfried Benn, ein "reinrassigerJude"? in: Matías Martínez (Hrsg.), Gottfried Benn. Wechselspiele zwischen Biographie und Werk, Göttingen 2007, S. 113-132, hier: S. 119.
  4. Angelika Döpper-Henrich, "...es war eine trügerische Zwischenzeit". Schriftstellerinnen der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zu den gesellschaftlich-politischen Umgestaltungen ihrer Zeit, Kassel 2004, S. 14, siehe: [1].
  5. Angelika Döpper-Henrich, "...es war eine trügerische Zwischenzeit". Schriftstellerinnen der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zu den gesellschaftlich-politischen Umgestaltungen ihrer Zeit, Kassel 2004, S. 14, siehe: [2].
  6. Werner Mittenzwei, Der Untergang einer Akademie oder Die Mentalität des ewigen Deutschen. Der Einfluß der nationalkonservativen Dichter an der Preußischen Akademie der Künste 1918 bis 1947, Berlin 1992, S. 269.
  7. Joseph Wulf: Literatur und Dichtung im Dritten Reich. Sigbert Mohn, Gütersloh 1963, DNB 455768994, S. 33, 35.
  8. Angelika Döpper-Henrich, "...es war eine trügerische Zwischenzeit". Schriftstellerinnen der Weimarer Republik und ihr Verhältnis zu den gesellschaftlich-politischen Umgestaltungen ihrer Zeit, Kassel 2004, S. 14, siehe: [3].
  9. Auflistung der Namen bei Joseph Wulf: Literatur und Dichtung im Dritten Reich. Sigbert Mohn, Gütersloh 1963, DNB 455768994, S. 96.
  10. a b c Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 409.
  11. Gedichtzitat bei: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 409, zitiert aus Bühners Anthologie Dem Führer.
  12. Volker Koop: Gedicht für Hitler. Zeugnisse von Wahn und Verblendung im «Dritten Reich». be.bra verlag, Berlin 2013, S. 183-187
  13. Nach Meyers enzyklopädischem Lexikon, korrigierter Nachdruck 1981, Band 16, S. 201 „ließ sie gelegentl. Blut-und-Boden-Romantik erkennen; sympathisierte mit nationalsozialist. Ideen“.
  14. Agnes Miegel und der Nationalsozialismus. auf: muenster.de, abgerufen am 13. Juni 2013.
  15. Eva-Maria Gehler: Weibliche NS-Affinitäten. Grade der Systemaffinität von Schriftstellerinnen im »Dritten Reich«. Königshausen & Neumann, Würzburg 2010, S. 136 f.
  16. Arnulf Scriba: Literatur während des NS-Regimes. LeMO, abgerufen am 8. März 2010.
  17. Oliver Rathkolb: Führertreu und gottbegnadet. Künstlereliten im Dritten Reich. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1991, ISBN 3-215-07490-7, S. 173, Namen S. 176.
  18. Agnes Miegel. Literaturatlas.de, abgerufen am 8. März 2010.
  19. Dokumentiert. Aus den Gesängen der Agnes Miegel. junge Welt, Schwerpunkt, 19. März 2009, S. 3.
  20. Heinz-Georg Kyritz: Literaturnachweis: Anni Piorreck: Agnes Miegel, Ihr Leben und ihre Dichtung. In: The German Quarterly, 1969, abgerufen am 8. März 2010 (Auszug bei JSTOR).
  21. Agnes Miegel: Die Frauen von Nidden Reise-nach-Ostpreußen.de, abgerufen am 8. März 2010 (Text der Ballade).
  22. Die Kurische Nehrung – Geschichte. Reise-nach-Ostpreußen.de, abgerufen am 8. März 2010.
  23. Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone, Liste der auszusondernden Literatur: Transkript Buchstabe M, S. 264–293. Zentralverlag, Ost-Berlin 1946 (siehe lfd. Nr. 7941. Miegel, Agnes […]).
  24. Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone, Liste der auszusondernden Literatur: Transkript Buchstabe M, S. 186–206.. Zweiter Nachtrag, Deutscher Zentralverlag, Ost-Berlin 1948 (siehe lfd. Nr. 5294. Miegel, Agnes […]).
  25. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [4].
  26. Arbeitskreis für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Vorträge und wissenschaftliche Aussprache zum Thema „Frag-würdige Ehrungen?! – Die Neubewertung historischer Persönlichkeiten und die Umbenennung von Straßen und Preisen als Ergebnis von erin-nerungskulturellen Debatten“, Rundbrief Nr. 19, Mai 2014, S. 9.
  27. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [5].
  28. Zu diesen und den nachfolgenden Ehrungen siehe: Schaumburger Nachrichten, Online-Dossier "Nazi-Ehrungen im 3. Reich", in: [6].
  29. Hartnäckigkeit belohnt. In: Gegenwind – Zeitung für Arbeit, Frieden und Umweltschutz. 251, März 2010, abgerufen am 14. April 2010.
  30. Schulen. Agnes-Miegel-Schule. Geistige Mutter, in: Der Spiegel, 17.3.1969, siehe: [7].
  31. Bi: Straßenumbenennung vs. Geschichtsrevision, 12.3.2009, siehe: [8].
  32. Celle heute, 8.4.2011: [9]; siehe auch: Bernhard Strebel (im Auftrag der Stadt Celle), "Es ist nicht ganz einerlei, wie die Straße heißt, in der man wohnt". Straßennamen in Celle und personelle Verbindungen mit dem Nationalsozialismus, Hannover 2010, siehe: [10].
  33. KS, Deutliches Votum für Straßenumbenennung in Detmold. Agnes Miegel war NS-Dichterin, in: Salzekurier, 5.5.2009, siehe: [11].
  34. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [12].
  35. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [13].
  36. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [14].
  37. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [15].
  38. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [16].
  39. Dohlenweg statt Agnes-Miegel-Straße. auf: ruhrnachrichten.de, 23. März 2012.
  40. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [17].
  41. Frank Henrichvark: Agnes Miegel ist kein Vorbild mehr, in: Neue Osnabrücker Zeitung. 2. Mai 2009, abgerufen am 8. März 2010.
  42. Agnes Miegel: Identifikationsfigur für Vertriebene und Namensgeberin für Schulen und Straßen, in: [18].
  43. Joachim Dangelmeyer, Straßenumbenennung. Das Aus für Stehr und Miegel, in: Westdeutsche Zeitung, 11.5.2012, siehe auch: [19].
  44. WDR, Studio Dortmund, 5.11.2014, siehe: [20].
  45. [21], [22].
  46. VVN NRW, Unwahrheiten über Agnes Miegel, 13.3.2012, siehe: [23].
  47. VVN NRW, Unwahrheiten über Agnes Miegel, 13.3.2012, siehe: [24].
  48. Für Hitler gedichtet: Miegel-Statue wird entfernt, NDR-Bericht vom 11. Januar 2015.
  49. ‘Miegel-Tage im Zeichen des Abschieds’.
  50. Von den vier Erzählungen dieses Bandes ist eine, Die Fahrt der sieben Ordensbrüder, im Jahr 1933 als Sonderband erschienen. Dieses Buch ist vielmals neu aufgelegt worden, zum letzten Mal 2002. Die Erzählung wird hier von Frank Westenfelder rezensiert.
  51. Ein überliefertes Exemplar trägt eine handschriftliche Widmung an den NS-Spitzenpropagandisten Johann von Leers: "Agnes Miegel, 19. August 1939, Heiligendamm/Doberan"