Wera Wassiljewna Gornostajewa

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Wera Wassiljewna Gornostajewa (russisch Вера Васильевна Горностаева; * 1. Oktober 1929 in Moskau; † 19. Januar 2015 ebenda) war eine russische Pianistin und Klavierpädagogin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Wera Gornostajewa war Schülerin von Heinrich Neuhaus am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium und unterrichtete dort seit 1950. Im Jahr 1970 erhielt sie am Konservatorium eine Professorenstelle, die sie bis zuletzt innehatte. Zwischen 1970 und 1988 durfte sie die Sowjetunion nicht verlassen, da sie von der Regierung als „politisch unverlässlich“ eingestuft wurde. Seit 1990 unterrichtete sie im Rahmen des Yamaha Musical Fund in der Yamaha Meisterklasse. Sie war Präsidentin der Moskauer Vereinigung der Musiker. Gornostaewa hielt Meisterklassen in Japan, Italien, Deutschland, Frankreich, England, der Schweiz, Polen, den USA und dem Vereinigten Königreich. Sie war Jurymitglied bei zahlreichen internationalen Wettbewerben, darunter Casadesus in Cleveland 1991, Hamamatsu in Japan 1997, Rachmaninoff in Moskau 2002 und Maria Callas in Athen 2004. Außerdem gab sie Seminare für russische Musiklehrer und Vorlesungen in klassischer Musik und bildenden Künsten im Radio und Fernsehen.

Sie veröffentlichte zahlreiche Artikel, Bücher sowie neun musikalische Aufnahmen klassischer Komponisten, die bei Philips, Phoenix, Yamaha und anderen Plattenfirmen erschienen.

Gornostajewa war die Großmutter des 1990 in Moskau geborenen litauisch-russischen Pianisten Lukas Geniušas. Sie starb am 19 Januar 2015 in einem Moskauer Krankenhaus im Alter von 85 Jahren.[1]

Schüler[Bearbeiten]

Wera Gornostajewa hatte zahlreiche Schüler, die bedeutende Wettbewerbserfolge erreichten. Dazu zählten unter anderem:

Bibliografie[Bearbeiten]

  • Two Hours After the Concert

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Скончалась народная артистка России Вера Горностаева. Nachruf auf svpressa.ru vom 20. Januar 2015 (russisch, abgerufen am 20. Januar 2015).
  2. http://www.gourari.com Anna Gourari auf ihrer eigenen Webseite