Werner Reinhart

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Werner Reinhart (* 19. März 1884 in Winterthur; † 29. August 1951 ebenda) war ein Schweizer Industrieller und Mäzen.

Leben[Bearbeiten]

Werner Reinhart wurde als drittes von fünf Kindern von Theodor Reinhart und seiner Frau Lilly, geb. Volkart, geboren. Seine Brüder Hans und Oskar waren ebenfalls Mäzene. Nach einer kaufmännischen Ausbildung in der Firma seiner Eltern verbrachte er ein Jahr in Paris als Volontär bei einem Bankhaus. Danach arbeitete er zunächst als Angestellter des elterlichen Unternehmens, unternahm Geschäftsreisen nach England, Indien, China und Japan und wurde 1912 Teilhaber der Gebrüder Volkart. 1932 erhielt er einen Doktortitel h.c. der Universität Zürich. Er war unter anderem als Kirchenpfleger, als Vorstand der Gottfried-Keller-Gesellschaft sowie fast 40 Jahre lang für das Musikkollegium Winterthur in unterschiedlichen Funktionen tätig. Sowohl als Quästor wie auch als Präsident der Konzertkommission prägte er dessen Entwicklung.

Reinhart kannte, förderte und korrespondierte mit vielen europäischen Komponisten, Literaten und Künstlern. Dazu gehören unter anderem Igor Strawinski, Richard Strauss, Othmar Schoeck, Arnold Schönberg, Anton Webern, Alban Berg, Paul Hindemith, Ernst Krenek und Rainer Maria Rilke. Seine Villa Rychenberg in Winterthur war ein wichtiger Treffpunkt für Musiker und Autoren. Er vermachte es dem Musikkollegium Winterthur als Musikschule. Der Briefwechsel Reinharts gelangte nach dessen Tod in den Besitz des Musikkollegiums Winterthur; er ist erschlossen im Handschriftenkatalog der Winterthurer Bibliotheken. Er wird in einem Forschungsprojekt am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich erschlossen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Musikkollegium Winterthur: Zur Erinnerung an Werner Reinhart, Dr. phil. h. c. 1884-1951. Winterthur 1951

Weblinks[Bearbeiten]