Rainer Maria Rilke

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Rainer Maria Rilke, Foto, um 1900
Buchwidmung Rilkes (1896)

Rainer Maria Rilke (* 4. Dezember 1875 in Prag; † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz; eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke) war ein Lyriker deutscher Sprache. Mit seiner in den Neuen Gedichten vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten Dinglyrik gilt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.[1] Daneben verfasste er Erzählungen, einen Roman und Aufsätze zu Kunst und Kultur sowie zahlreiche Übersetzungen von Literatur und Lyrik unter anderem aus dem Französischen. Sein umfangreicher Briefwechsel bildet einen wichtigen Bestandteil seines literarischen Schaffens.

Lebenslauf[Bearbeiten]

1875–1896: Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten]

Rilke wurde als René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke am 4. Dezember 1875 in Prag geboren, das damals wie ganz Böhmen zu Österreich-Ungarn gehörte. Der Vater, Josef Rilke (1839–1906), war nach gescheiterter militärischer Karriere Bahnbeamter geworden. Die Familie stammte väterlicherseits aus Türmitz im Sudetenland. Seine Mutter, Sophie „Phia“ Entz (1851–1931), eine ebenso prätentiöse wie ehrgeizige Frau, entstammte einer wohlhabenden Prager Fabrikantenfamilie. Ihre Hoffnungen auf ein vornehmes Leben fand sie in ihrer Ehe nicht erfüllt. 1884 brach die Ehe der Eltern auseinander.

Auch das Verhältnis zwischen der Mutter und dem einzigen Sohn war belastet, weil sie den frühen Tod der älteren Tochter nicht verkraftete, die 1874 – ein Jahr nach der Eheschließung – geboren wurde und nach einer Woche starb. Aus emotionaler Hilflosigkeit heraus band sie René – französisch für „der Wiedergeborene“ – an sich und drängte ihn in die Rolle seiner verstorbenen Schwester. Bis zu seinem sechsten Lebensjahr fand sich Rilke so als Mädchen erzogen, frühe Fotografien zeigen ihn mit langem Haar, im Kleidchen.

Auf Druck der Eltern besuchte der dichterisch und zeichnerisch begabte Junge ab 1885 eine Militärrealschule in St. Pölten[2] zur Vorbereitung auf eine Offizierslaufbahn. Die Zumutungen militärischen Drills und die Erfahrungen einer reinen Männergesellschaft traumatisierten den zarten Knaben nachhaltig. 1891 brach er krankheitshalber seine militärische Ausbildung ab. Daran schloss sich ein Besuch der Handelsakademie Linz an. Doch schon im Mai 1892 musste er Linz wegen einer nicht geduldeten Liebesaffäre mit einem einige Jahre älteren Kindermädchen unfreiwillig verlassen. Damit war nach der militärischen auch eine wirtschaftliche Karriere aussichtslos geworden. Zurück in Prag konnte sich Rilke von 1892 bis 1895 in privatem Unterricht auf die Matura vorbereiten, die er 1895 bestand. Im selben Jahr begann er Literatur, Kunstgeschichte, Philosophie in Prag zu studieren, wechselte ab 1896 zur Rechtswissenschaft und setzte seine Studien ab September in München fort.

1897–1902: Entwicklungsjahre[Bearbeiten]

Paula Modersohn-Becker: Porträt Rainer Maria Rilke, 1906, Bremen, Sammlung Ludwig Roselius
Clara Rilke-Westhoff, Gemälde von Paula Modersohn-Becker, 1905
Rilketurm auf Gut Böckel

Im März 1897 besuchte Rainer Maria Rilke das erste Mal Venedig. Am 12. Mai 1897 traf Rainer Maria Rilke in München die weitgereiste Intellektuelle und Literatin Lou Andreas-Salomé und verliebte sich in sie. Auch änderte er seinen Vornamen von René in Rainer, weil Lou Andreas-Salomé den Namen für einen männlichen Schriftsteller angemessener fand. Die folgende intensive Beziehung mit der älteren und verheirateten Frau dauerte bis 1900 an. Auch nach der Trennung erwies sich Lou Andreas-Salomé bis an Rilkes Lebensende als seine wichtigste Freundin und Beraterin. Dabei werden ihre psychoanalytischen Kenntnisse und Erfahrungen, die sie sich 1912/13 bei Sigmund Freud angeeignet hatte, eine erhebliche Rolle gespielt haben. Freud berichtet, „daß sie dem großen, im Leben ziemlich hilflosen Dichter Rainer Maria Rilke zugleich Muse und sorgsame Mutter gewesen war“ (Sigmund Freuds Gedenkworte zum Tode Lou Andreas-Salomés, 1937).

Rilke folgte Lou Andreas-Salomé im Herbst 1897 nach Berlin und bezog eine Wohnung in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. In Berlin lernte Rilke das Geschwisterpaar Mathilde und Karl Gustav Vollmoeller anlässlich einer Lesung Stefan Georges im Hause des Künstlerehepaares Sabine und Reinhold Lepsius kennen. 1898 unternahm er eine erste mehrwöchige Reise nach Italien. In den beiden Jahren darauf besuchte er zweimal Russland: 1899 reiste er mit dem Ehepaar Andreas nach Moskau, wo er Lew Tolstoi traf. Mai bis August des Jahres 1900 folgte eine zweite Russlandreise mit Lou Andreas-Salomé allein, nach Moskau und Sankt Petersburg, aber auch quer durch das Land und die Wolga hinauf. Auf dieser Reise lernten sie durch Zufall Boris Pasternak kennen, der diese Begegnung in der autobiographischen Erzählung „Der Schutzbrief“ beschreibt.[3]

Im Herbst 1900, unmittelbar nachdem Lou Andreas-Salomé den Entschluss gefasst hatte, sich von ihm zu trennen, hielt sich Rilke zu einem längeren Besuch bei Heinrich Vogeler in Worpswede auf. Vogeler veranstaltete im Weißen Saal seines Barkenhoffs sonntägliche Treffen, wo neben Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Carl Hauptmann auch die Bildhauerin Clara Westhoff verkehrte. Clara Westhoff und Rainer Maria Rilke heirateten im folgenden Frühjahr. Im Dezember 1901 wurde ihre Tochter Ruth (1901–1972) geboren. Bereits im Sommer 1902 gab Rilke jedoch die gemeinsame Wohnung auf und reiste nach Paris, um dort eine Monografie über den Bildhauer Auguste Rodin zu verfassen. Die Beziehung zwischen Rilke und Clara Westhoff blieb zeit seines Lebens bestehen, doch war er nicht der Mensch für ein bürgerliches und ortsgebundenes Familienleben. Gleichzeitig drückten ihn finanzielle Sorgen, die durch Auftragsarbeiten nur mühsam gemildert werden konnten.

1902–1910: Die mittlere Schaffensperiode[Bearbeiten]

Die erste Pariser Zeit war für Rilke schwierig, da die fremde Großstadt viele Schrecken barg. Diese Erfahrungen hat Rilke später im ersten Teil seines einzigen Romans Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge gestaltet. Zugleich aber brachte die Begegnung mit der Moderne zahlreiche Anregungen: Rilke setzte sich intensiv zunächst mit den Plastiken Auguste Rodins, dann mit dem Werk des Malers Paul Cézanne auseinander. Mehr und mehr wurde in diesen Jahren Paris zum Hauptwohnsitz des Dichters. Von 1905 bis 1906 war Rilke für acht Monate als Sekretär bei Auguste Rodin angestellt, der ihm gleichzeitig eine idealisierte Vaterfigur war. Das Dienstverhältnis beendete Rodin im Mai 1906 abrupt. Kurz zuvor war Rilkes Vater gestorben. Im selben Jahr lernte Rilke Sidonie Nádherny von Borutin kennen, mit der er eine erotisch desinteressierte, aber von Eifersucht nicht ungetrübte literarische Freundschaft[4] und einen ausgedehnten Briefwechsel bis zu seinem Tod führte: Nachdem Sidonie 1913 in Wien den Schriftsteller Karl Kraus kennengelernt hatte, war es Rilke, der sie vor Kraus warnte. Diese Einmischung in eine komplizierte Liebesbeziehung hat er später bereut.

Ab 1906 intensivierte sich der Kontakt Rilkes zu Mathilde und Karl Gustav Vollmoeller. Zunächst nutzte er in Abwesenheit Mathildes deren Pariser Atelier mehrmals. Gleichzeitig versuchte Rilke anlässlich seiner Italienreise 1907 Vollmoeller in dessen Villa in Sorrent zu besuchen. Erst über Ostern 1908 kam es zum neuerlichen Treffen zwischen Rilke und Vollmoeller in Florenz. Rilke war hier für mehrere Tage Gast in Vollmoellers Florentiner Domizil, der Renaissancevilla Gilli-Pozzino. Anwesend waren auch der Schriftsteller Felix Salten sowie das Ehepaar Lepsius. In den folgenden Jahren trafen sich Rilke und Vollmoeller mehrfach in Paris. Die wichtigsten dichterischen Erträge der Pariser Zeit waren die Neuen Gedichte (1907), Der neuen Gedichte anderer Teil (1908), die beiden Requiem-Gedichte (1909) sowie der bereits 1904 begonnene und im Januar 1910 vollendete Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge.

Für den Leipziger Insel Verlag, dessen Leitung Anton Kippenberg 1905 übernommen hatte, wurde Rilke zum wichtigsten zeitgenössischen Autor. Kippenberg erwarb für den Verlag bis 1913 die Rechte an allen bis dahin verfassten Werken Rilkes.

1910–1919: Innere und äußere Umwälzungen[Bearbeiten]

Schloss Duino

Nachdem er Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge 1910 in Leipzig vollendet hatte, begann für Rilke eine tiefe, zwölf Jahre währende Schaffenskrise. Er beschäftigte sich mit Übersetzungen literarischer Werke aus dem Französischen. Auf der Suche nach neuer Inspiration setzte er sich mit klassischen Schriftstellern, erstmalig auch intensiver mit dem Werk Goethes und mit Shakespeare auseinander. 1912 begann er die Duineser Elegien, die er jedoch erst im Februar 1922 abschließen konnte. Dieser Gedichtzyklus verdankt seinen Namen dem Aufenthalt Rilkes auf dem Schloss Duino der Prinzessin Marie von Thurn und Taxis bei Triest in der Zeit von Oktober 1911 bis Mai 1912.

1912 erschien eine Neuausgabe der lyrischen Erzählung Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke als Nummer 1 der Insel-Bücherei im Insel Verlag, mit der das Werk hohe Auflagen und ungewöhnliche Popularität erlangen sollte, nachdem es zunächst 1906 von Rilkes erstem Verleger, Axel Juncker, recht erfolglos als Liebhaberausgabe herausgebracht worden war.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges überraschte Rilke während eines Deutschlandaufenthaltes. Nach Paris konnte er nicht mehr zurückkehren; sein dort zurückgelassener Besitz wurde beschlagnahmt und versteigert. Den größten Teil der Kriegszeit verbrachte Rilke in München. Von 1914 bis 1916 hatte er eine stürmische Affäre mit der Malerin Lou Albert-Lasard. Die Freundschaft zwischen Rilke und Vollmoeller intensivierte sich während des Ersten Weltkriegs, als sich beide auch in Gegenwart von Lou Albert-Lasard sowohl in Berlin als in München trafen. Rilke nutzte Vollmoellers Beziehungen zum deutschen Generalstab, um ihn bei der Fahndung nach einem vermissten Vetter einzusetzen. Wie der unveröffentlichte Briefwechsel (DLA, Marbach) ausweist, war Vollmoeller erfolgreich und konnte Rilke und dessen Familie mit den gewünschten Informationen versorgen.

Anfang 1916 wurde Rilke eingezogen und musste in Wien eine militärische Grundausbildung absolvieren. Durch Fürsprache einflussreicher Freunde wurde er zur Arbeit ins Kriegsarchiv überstellt und am 9. Juni 1916 aus dem Militärdienst entlassen. Die Zeit danach verbrachte er wieder in München, unterbrochen durch einen Aufenthalt auf Hertha Koenigs Gut Böckel in Westfalen. Das traumatische Erlebnis des Militärdienstes, empfunden auch als eine Wiederholung in der Militärschulzeit erfahrener Schrecken, ließ Rilke als Dichter eine Zeit lang nahezu völlig verstummen.[5]

1919–1926: Das späte Werk[Bearbeiten]

Rainer Maria Rilke nach einer Zeichnung von Emil Orlik (1917)

Am 11. Juni 1919 reiste Rilke von München in die Schweiz. Äußerer Anlass war eine Vortragseinladung aus Zürich, eigentlicher Grund aber der Wunsch, den Nachkriegswirren zu entkommen und die so lange unterbrochene Arbeit an den Duineser Elegien wieder aufzunehmen. Die Suche nach einem geeigneten und bezahlbaren Wohnort erwies sich als sehr schwierig. Rilke lebte unter anderem in Soglio, Locarno und Berg am Irchel. Erst im Sommer 1921 fand er im Château de Muzot, einem Schlösschen oberhalb von Siders im Kanton Wallis, eine endgültige Wohnstätte. Im Mai 1922 erwarb Rilkes Mäzen Werner Reinhart (1884–1951) das Gebäude und überließ es dem Dichter mietfrei.

In einer intensiven Schaffenszeit vollendete Rilke hier innerhalb weniger Wochen im Februar 1922 die Duineser Elegien. In unmittelbarer zeitlicher Nähe entstanden auch die beiden Teile des Gedichtzyklus Sonette an Orpheus. Beide Dichtungen zählen zu den Höhepunkten in Rilkes Werk.

Rilkes Grab auf dem Friedhof in Raron

Seit 1923 musste Rilke mit großen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kämpfen, die mehrere lange Sanatoriumsaufenthalte nötig machten. Auch der lange Paris-Aufenthalt von Januar bis August 1925 war ein Versuch, der Krankheit durch Ortswechsel und Änderung der Lebensumstände zu entkommen. Dennoch entstanden auch in den letzten Jahren zwischen 1923 und 1926 noch zahlreiche Einzelgedichte (etwa Gong und Mausoleum) und ein umfangreiches lyrisches Werk in französischer Sprache.

Im Januar und Februar 1926 schrieb Rilke der Mussolini-Gegnerin Gallarati Scotti drei Briefe nach Mailand, in denen er die Herrschaft Benito Mussolinis lobte und den Faschismus als ein Heilmittel pries. Über die Rolle der Gewalt war sich Rilke dabei nicht im Unklaren. Er war bereit, eine gewisse, vorübergehende Gewaltanwendung und Freiheitsberaubung zu akzeptieren. Es gelte auch über Ungerechtigkeiten hinweg zur Aktion zu schreiten. In Italien sah er das einzige Land, dem es gut gehe und das im Aufstieg begriffen sei. Mussolini sei zum Architekten des italienischen Willens geworden, zum Schmied eines neuen Bewusstseins, dessen Flamme sich an einem alten Feuer entzünde. „Glückliches Italien!“ rief Rilke aus, während er den Ideen der Freiheit, der Humanität und der Internationale eine scharfe Absage erteilte. Sie seien nichts als Abstraktionen, an denen Europa beinahe zusammengebrochen wäre.[6]

Erst kurz vor Rilkes Tod wurde seine Krankheit als Leukämie diagnostiziert, und zwar in einer damals noch wenig bekannten Form. Der Dichter starb am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont sur Territet bei Montreux und wurde – seinem Wunsch entsprechend – am 2. Januar 1927 in der Nähe seines letzten Wohnorts auf dem Bergfriedhof von Raron (Schweiz) beigesetzt.[7] Auf seinem Grabstein steht der selbst ausgewählte Spruch:

Rose, oh reiner Widerspruch, Lust,
Niemandes Schlaf zu sein unter soviel
Lidern.

Das dichterische Werk[Bearbeiten]

Beeinflusst durch die Philosophen Schopenhauer und vor allem Nietzsche, deren Schriften er früh kennengelernt hatte, ist Rilkes Werk geprägt durch eine scharfe Kritik an der Jenseitsorientierung des Christentums und an einer einseitig naturwissenschaftlich-rationalen Weltdeutung.

Lou Andreas-Salomé, Fotografie Atelier Elvira, München vor 1907

Zu den frühen Werken Rilkes gehören die Gedichtbände Wegwarten, Traumgekrönt und Advent. Mit dem Band Mir zur Feier (1897/98) wendet er sich zum ersten Mal systematisch einer Betrachtung der menschlichen Innenwelt zu. Die unveröffentlichte Gedichtsammlung Dir zur Feier (entstanden 1897/98) ist eine einzige Liebeserklärung an die verehrte Lou Andreas-Salomé. 1899 entstand das kurze Prosawerk Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. Das Stunden-Buch (3 Teile, entstanden 1899–1903, Erstdruck 1905), benannt nach traditionellen Gebetbüchern des Mittelalters, bildet den ersten Höhepunkt des Frühwerkes und ist Ausdruck eines pantheistischen Gottesbildes. Mit seinen kunstvoll verschlungenen Reimbändern und seinem fließenden Rhythmus ist dieser Gedichtzyklus eines der Hauptwerke des literarischen Jugendstils.

Nietzsches Philosophie – auch vermittelt durch beider intime Freundin Lou Andreas-Salomé – gewinnt in den Jahren um die Jahrhundertwende erheblichen Einfluss auf Rilke. Die Anerkennung der Wirklichkeit ohne Jenseitsvertröstungen oder soziale Entwicklungsromantik prägt auch Rilkes Weltverständnis. Dafür stehen intensive Beobachtungen der Natur sowie des menschlichen Verhaltens und Gefühlslebens. Dies alles bildet Rilkes „Weltinnenraum“, in dem sich Außen- und Innenwelt verbinden.

Aus den Werken der mittleren Phase zwischen 1902 und 1910 ragen vor allem die Neuen Gedichte und der Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge hervor. Rilke wendet sich in diesen Werken der Welt menschlicher Grunderfahrungen zu, nun aber nicht mehr, indem er das Innenleben beobachtet, sondern in einer das Subjekt zurückdrängenden symbolischen Spiegelung dieses Innen in den erlebten Dingen. So entstehen seine „Dinggedichte“, zu denen die Blaue Hortensie, Der Panther oder der Archaïsche Torso Apollos gehören, die den literarischen Symbolismus weiterentwickeln. Dieses Welterfassen bezieht ausdrücklich die schmerzvollen und fremden Aspekte des Lebens ein: Hässliches, Krankheit, Trieb und Tod.

Im späten Werk (1912–22) verleiht Rilke seiner Lebensbejahung in den Zyklen Duineser Elegien und Die Sonette an Orpheus poetische Gestalt und bezieht sich auf das ganze, Leben und Tod umgreifende Dasein. Die Gedichte der letzten Jahre zerfallen in unterschiedliche Gruppen: einerseits heiter-entspannte, oft lakonisch-pointierte Natur- und Landschaftsgedichte, andererseits poetisch kühne Experimente, die rein aus der Sprache herausgearbeitet sind.

Rezeption[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Rilkes Werke sind häufig vertont oder musikalisch bearbeitet worden. Die folgende chronologisch geordnete Übersicht listet die wichtigsten Werke der ernsten Musik auf:

  • Alma Mahler: Bei dir ist es traut, 1900–01, (aus Fünf Lieder, no. 4.)
  • Alban Berg: Liebe, 1904
  • Anton Webern: Zwei Lieder nach Gedichten von Rainer Maria Rilke, Op.8 (1910) (1. Du, der ich’s nicht sage, 2. Du machst mich allein)
  • Arnold Schönberg: Alle, welche dich suchen, op. 22 no. 2, 1914
  • Paul von Klenau: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke für Bariton, gemischten Chor und Orchester, 1915
  • Hanns Eisler: "Wenn es nur einmal so ganz still wäre" (Stundenbuch). Für Alt, Violine, Viola, Violoncello. Wiesbaden 1918
  • Franz Schreker: Und wie mag die Liebe, 1919
  • Ferruccio Busoni:Vom mönchischen Leben. Gesänge aus Rainer Maria Rilke’s Stundenbuch für Bariton Solo, gemischten Chor, Orchester und Orgel, op. 44, 1919
  • Clemens Krauss: Acht Gesänge nach Gedichten von Rainer Maria Rilke für eine hohe Frauenstimme und Pianoforte, 1920
  • Julius Weismann: So bin ich nur als Kind erwacht, op. 82,1 1921
  • Kurt Weill: Stundenbuch, Liederzyklus für Bariton und Orchester op. 13, 1923
  • Willy Burkhard: Rilke Liederzyklus I und II, op. 20,1–2 Jeweils fünf Gesänge für Bass und Sopran, 1927
  • Ernst Toch: Der Abend, op. 41,1 1928
  • Paul Hindemith: Six Chansons, 6 Gedichte für Chor a cappella nach französischen Gedichten von R.M. Rilke 1939
  • Frank Martin: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke für Alt und Kammerorchester 1942
  • Karl Marx: Das ist die Sehnsucht, op. 45,1 1943
  • Victor Ullmann: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke für Sprecher und Orchester oder Klavier 1944
  • Paul Hindemith: Das Marienleben. Liederzyklus für Singstimme und Klavier, 1922, revidiert 1948
  • Gerhard Frommel: 3 Lieder (Rainer Maria Rilke, Stefan George, Otto Frommel). Für tiefe Stimme und Klavier. Manuskript 1953.
  • Einojuhani Rautavaara: Die Liebenden. Liederzyklus für hohe Stimme und Streichorchester. [Liebes-Lied (Neue Gedichte), Der Schauende, (Buch der Bilder), Die Liebende, Der Tod der Geliebten (Neue Gedichte)], 1958/1959
  • Leonard Bernstein: Two Love Songs (When my soul toches you ..., Extinquish my eyes ....), Boosey & Hawkes New York, 1949 [Lösch mir die Augen aus (Stundenbuch)]
  • Petr Eben: Sechs Lieder nach Rainer Maria Rilke. Liederzyklus für Singstimme und Klavier, 1961
  • Michael Denhoff: O Orpheus singt - fünf lyrische Stücke für Oktett, op. 15, 1977, nach Motiven aus den Sonetten an Orpheus[8]
  • Bertold Hummel: Herbsttag für Singstimme und Klavier, 1980[9]
  • Udo Lindenberg: Der Panther. Für Gesang. Sony/ATV Music Publishing, 2000.
  • Morten Lauridsen: Les Chansons des Roses für gemischten Chor, 1993
  • Einojuhani Rautavaara: Die erste Elegie für gemischten Chor, 1993
  • Klaus Miehling: Fünf Lieder nach Rainer Maria Rilke (mittlere Stimme und Klavier), op. 67, 1996
  • Harrison Birtwistle: 26 Orpheus Elegies für Oboe, Harfe und Countertenor, 2003–2004
  • Helmut Schmidinger: "Was uns anrührt, dich und mich". Sieben Verhältnisse für Violine und Klavier nach Versen von Rainer Maria Rilke. Wien 2004.
  • Krzysztof Penderecki: Lieder der Vergänglichkeit. Soli, gemischter Chor und Orchester. Nach Gedichten von Johann Wolfgang von Goethe, Achim von Arnim, Joseph von Eichendorff, Karl Kraus, Rainer Maria Rilke [Ende des Herbstes (Buch der Bilder), Herbsttag (Buch der Bilder)] und Hermann Hesse. Schott Mainz, London u.a. 2005.
  • Laith Al-Deen: In meinem wilden Herzen, Rilke Projekt von Schönherz & Fleer


Jenseits des engeren Bereiches der E-Musik hat sich die englische Künstlerin Anne Clark 1998 auf ihrem Album Just After Sunset musikalisch mit dem Werk Rilkes auseinandergesetzt.

Populär geworden ist vor allem die musikalische Annäherung an Rilkes lyrisches Werk durch das Rilke Projekt, das im Jahr 2001 begonnen wurde. In bisher vier CD-Veröffentlichungen interpretieren bekannte zeitgenössische Schauspieler und Musiker Texte von Rilke.

Rilke heute[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren findet Rilkes Werk auch außerhalb literarisch interessierter Kreise Verbreitung. Ein materieller Grund für diese größere Aufmerksamkeit liegt im Wegfall der Urheberrechtsbindung seines Werkes an den Insel-Verlag seit Ende 1996, 70 Jahre nach Rilkes Tod. Neben musikalischen Vertonungen seiner Gedichte (Rilke Projekt) wurde unter anderem unter dem Namen "Rilke Zauber" eine abendfüllende Zaubertheater-Vorführung, bei der der Künstler Ulrich Rausch erstmals Gedichte Rilkes mit Zauberkunststücke verknüpft, entwickelt.[10]

Gedenken[Bearbeiten]

Im deutschsprachigen Raum und den Nachbarländern sind zahlreiche Straßen nach Rilke (mit oder ohne Vornamen) benannt. Im Prager Stadtzentrum wurden am 7. Dezember 2011 am Gebäude der früheren deutschen Schule eine Gedenktafel und eine Rilke-Büste enthüllt, gestaltet von der tschechischen Bildhauerin Vlasta Prachatická. Es gibt mindestens drei Schulen, die Rilke in ihrem Namen führen: die Rilke-Realschule in Stuttgart (seit 1960), das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking (Oberbayern) (seit 2011) und in Alaska die Rilke School in Anchorage (seit 1997).

Werke[Bearbeiten]

Gesamt- und Werkausgaben[Bearbeiten]

  • Sämtliche Werke, 7 Bände, hg. vom Rilke-Archiv in Verbindung mit Ruth Sieber-Rilke, besorgt durch Ernst Zinn. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1955–1966 (Bd. 1–6), 1997 (Bd. 7)
    • auf Basis der ersten 6 Bände der Sämtlichen Werke erschienen ab 1966 mehrere Gesamtausgaben in 6 bzw. 12 Bänden; sowie (weniger umfangreiche) Werkausgaben in 3 bzw. 6 Bänden
  • Werke. Kommentierte Ausgabe, 4 Bände und ein Supplementband, hrsg. von Manfred Engel, Ulrich Fülleborn, Dorothea Lauterbach, Horst Nalewski und August Stahl. Insel, Frankfurt am Main und Leipzig 1996 (Bd. 1–4), 2003 (Supplement), ISBN 978-3-458-06697-2.
  • Gesammelte Werke, 5 Bände, hrsg. v. Manfred Engel, Ulrich Fülleborn, Horst Nalewski und August Stahl [Textauswahl auf Basis der Kommentierten Ausgabe]. Insel, Frankfurt am Main 2003, ISBN 978-3-458-17186-7.
  • Silberne Schlangen. Die frühen Erzählungen aus dem Nachlaß, hrsg. vom Rilke-Archiv in Zusammenarbeit mit Hella Sieber-Rilke, besorgt durch August Stahl. Insel, Frankfurt am Main/ Leipzig 2004, ISBN 978-3-458-17226-0.
  • Rainer Maria Rilke: Das Testament. Faksimile der Handschrift aus dem Nachlass. Im Anhang Transkription der Handschrift. Erläuterungen und Nachwort von Ernst Zinn. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1974.

Lyrik – Gedichtbände[Bearbeiten]

Das Stundenbuch, 1899
Gedichte in französischer Sprache

Prosa – Lyrische Prosa[Bearbeiten]

  • Feder und Schwert (1893)
  • Pierre Dumont (geschrieben 1894)
  • Die Näherin (geschrieben ca. 1894/5)
  • Was toben die Heiden? (geschrieben ca. 1894/5)
  • Das Eine (geschrieben ca. 1894/5)
  • Der Rath Horn (geschrieben ca. 1894/5)
  • Der Dreiklang (geschrieben ca. 1894/5)
  • Schwester Helene (geschrieben ca. 1894/5)
  • Silberne Schlangen (geschrieben ca. 1894/5)
  • To (geschrieben ca. 1894/5)
  • Der Tod (geschrieben ca. 1894/5)
  • Der Ball (geschrieben ca. 1894/5)
  • Der Betteltoni (geschrieben ca. 1894/5)
  • Eine Heilige (geschrieben ca. 1894/5)
  • Zwei Schwärmer (geschrieben ca. 1894/5)
  • Bettys Sonntagstraum (geschrieben ca. 1894/5)
  • Die goldene Kiste (1895)
  • Der Apostel (1896)
  • Ein Charakter (1896)
  • Ihr Opfer (1896)
  • Im Vorgärtchen (1896)
  • Sonntag (1896)
  • Totentänze. Zwielicht-Skizzen (1896)
  • Requiem (geschrieben ca. 1897)
  • Heiliger Frühling (1897)
  • Masken (1898)
  • Leise Begleitung (1898)
  • Generationen (1898)
  • Am Leben hin, Novellen und Skizzen (1898)
  • Ewald Tragy (geschrieben 1898)
  • Der Kardinal. Eine Biographie (geschrieben 1899)
  • Frau Blahas Magd (geschrieben 1899)
  • Fernsichten. Skizze aus dem Florenz des Quattrocento (1899)
  • Zwei Prager Geschichten (1899)
  • Im Leben (1899)
  • Teufelsspuk (1899)
  • Das Lachen des Pán Mráz (1899)
  • Wladimir, der Wolkenmaler (1899)
  • Ein Morgen (1899)
  • Das Haus (1900)
  • Die Letzten (1901) UB Bielefeld
  • Reflexe (1902)
  • Der Drachentöter (1902)
  • Die Turnstunde (1. Fassung, geschrieben 1899, 2. Fassung 1902)
  • Der Grabgärtner (geschrieben 1899), endgültige Fassung: Der Totengräber (1903)
  • Vom lieben Gott und Anderes (1900), ab 2. Auflage (1904): Geschichten vom lieben Gott
  • Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke (1906; Neuauflage als Band 1 der Insel-Bücherei, Leipzig 1912 ff.)
  • Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Roman (1910)

Dramatische Werke[Bearbeiten]

  • Jetzt und in der Stunde unseres Absterbens (1896, Einakter)
  • Im Frühfrost (1897, Dreiakter)
  • Höhenluft (geschrieben 1897, Erstdruck 1961, Einakter)
  • Ohne Gegenwart (1897, Zweiakter)
  • Mütterchen (1898, Einakter)
  • Die weisse Fürstin (1898 geschrieben, 1904 überarbeitet)
  • Waisenkinder (1901, Szene)
  • Das tägliche Leben (1901, Zweiakter)

Schriften zur Kunst und Literatur[Bearbeiten]

  • Moderne Lyrik (1898)
  • Worpswede (1902)
  • Auguste Rodin (1903)
  • Briefe über Cézanne (postum 1952)
  • Schriften zur Literatur und Kunst (kommentierte Auswahl der wichtigsten Schriften, hrsg. v. Torsten Hoffmann. Reclam, Stuttgart 2009)

Briefe[Bearbeiten]

  • Gesamtausgaben:
    • Gesammelte Briefe in sechs Bänden, hrsg. von Ruth Sieber-Rilke und Carl Sieber. Leipzig 1936–1939.
    • Briefe, hrsg. vom Rilke-Archiv in Weimar. 2 Bände, Wiesbaden 1950 (Neuauflage 1987 in einem Band - als Taschenbuchausgabe in drei Bänden: Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-458-32567-0).
    • Briefe in zwei Bänden, hrsg. von Horst Nalewski. Frankfurt und Leipzig 1991.
    • Rainer Maria Rilke - Sidonie Nádherny von Borutin: Briefwechsel 1906–1926, Hrsg. Joachim W. Storck, Waltraud und Friedrich Pfäfflin. Wallstein Verlag, Göttingen 2005, ISBN 978-3-89244-983-6.
  • Einzelausgaben:
    • Briefe an einen jungen Dichter (1903–1908)
    • Briefe an die Mutter. 1896–1926, herausgegeben von Hella Sieber-Rilke, Insel verlag, Frankfurt am Main/Leipzig, 2009, ISBN 978-3-458-17318-2.
    • Briefe an eine venezianische Freundin, hrsg. und aus dem Französischen übersetzt von Margret Millischer (nicht in den Gesamtausgaben enthalten!), Leipziger Literaturverlag, 2010, ISBN 978-3-86660-117-8.
    • Briefwechsel mit Thankmar von Münchhausen 1913 bis 1925. Herausgegeben von Joachim W. Storck. 1. Auflage. Insel, 2004.
  • Paris tut not – Briefwechsel Rilke – Mathilde Vollmoeller. Wallstein, Göttingen 2001.

Zweisprachige Ausgaben[Bearbeiten]

  • „Larenopfer“, zweisprachige, kommentierte Ausgabe, übersetzt von Alfred de Zayas, Red Hen Press, Los Angeles, 2005
  • "The Essential Rilke", ausgewählte Gedichte ins Englische übertragen von Galway Kinnell und Hannah Liebmann, The Ecco Press, Hopewell, New Jersey, 1999.
  • "Rilke. Selected Poems" übersetzt von C.F. MacIntyre, University of California Press, Berkeley, 1940.
  • "The Book of Images" übersetzt von Edward Snow, North Point Press, New York, 1991.
  • "The best of Rilke" übersetzt von Walter Arndt, University Press of New England, Hanover, 1984, ISBN 0-87451-460-6 / ISBN 0-87451-461-4.
  • "Selected Poems of Rainer Maria Rilke", übersetzt von Robert Bly, Harper & Row, New York 1981.
  • Briefe an eine venezianische Freundin, hrsg. und aus dem Französischen übersetzt von Margret Millischer, Leipziger Literaturverlag, 2010, ISBN 978-3-86660-117-8.
  • „Pieseň o láske a smrti korneta Krištofa Rilkeho“, übersetzt von Milan Richter, MilaniuM 2006.
  • „Dunkle Klagen“. Lyrische Werke in zwei Bänden, Verlag „Bogdan“, Ternopil/Ukraine 2007.
  • „Las elegías del Duino“, übersetzt von Otto Dörr, Editorial Universitaria, Santiago, Chile, 2001.
  • „Sonetos a Orfeo“, übersetzt von Otto Dörr, Editorial Universitaria, Santiago, Chile, 2002.

Literatur[Bearbeiten]

Biographien[Bearbeiten]

Rilke-Chronik[Bearbeiten]

Gesamtdarstellungen[Bearbeiten]

  • Jean-François Angelloz: Rainer Maria Rilke: Leben und Werk. Übertr. aus dem Franz. von Alfred Kuoni, Nymphenburger, München 1955.
  • Manfred Engel, Dorothea Lauterbach (Hrsg.): Rilke Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart/Weimar 2004 [mit ausführlichem Verzeichnis von Ausgaben und Forschungsliteratur], ISBN 3-476-01811-3.
  • Käte Hamburger (Hrsg.): Rilke in neuer Sicht. Kohlhammer, Stuttgart 1971.
  • Hermann Kunisch: Rainer Maria Rilke. Dasein und Dichtung. Zweite, neu gefasste und stark erweiterte Auflage. Duncker und Humblot, Berlin, München 1975, ISBN 3-428-03429-5. (Erstauflage 1944)
  • Gunter Martens/Annemarie Post-Martens: Rainer Maria Rilke. Rowohlt, Reinbek 2008, ISBN 978-3-499-50698-7.
  • Stefan Schank: Rainer Maria Rilke. dtv portrait, München 1998, ISBN 978-3-423-31005-5.

Einzelaspekte[Bearbeiten]

  • Beda Allemann: Zeit und Figur beim späten Rilke. Pfullingen1961
  • Ulrich Baer: Das Rilke-Alphabet. Suhrkamp Verlag 2006, ISBN 978-3-518-45790-0.
  • Dieter Bassermann: Der andere Rilke: gesammelte Schriften aus dem Nachlass. Hrsg. von Hermann Mörchen. Gentner, Bad Homburg vor der Höhe 1961.
  • Dieter Bassermann: Rilkes Vermächtnis für unsere Zeit. Berlin u. a., 1947.
  • Dieter Bassermann: Der späte Rilke. Leibniz, München 1947.
  • Edda Bauer (Hrsg.): Rilke-Studien: Zu Werk und Wirkungsgeschichte. Aufbau-Verlag, Berlin 1976.
  • Hans Berendt: Rainer Maria Rilkes Neue Gedichte. Versuch einer Deutung. Bern 1957.
  • Leonid Certkov: Rilke in Russland. Auf Grund neuer Materialien. Wien 1975.
  • Paul Claes: Rilkes Rätsel: Eine neue Deutung der Neuen Gedichte. Aus dem Niederländischen von Marlene Müller-Haas. Athena-Verlag 2009, ISBN 978-3-89896-335-0.
  • Johannes Cramer: Nah ist und schwer zu fassen der Gott. Ein Versuch über Rainer Maria Rilke, Hans Carossa und Gertrud von le Fort. Paulus-Verlag 1948.
  • Gunnar Decker: Rilkes Frauen oder Die Erfindung der Liebe. Reclam, Leipzig 2004, ISBN 978-3-379-00816-7.
  • Ilija Dürhammer (Hrsg.): Mystik, Mythen & Moderne: Trakl, Rilke, Hofmannsthal. 21 Gedicht-Interpretationen. Praesens Verlag 2010, ISBN 978-3-7069-0614-2.
  • Manfred Engel, Dieter Lamping (Hrsg.): Rilke und die Weltliteratur. Artemis und Winkler, München 1998, ISBN 3-538-07084-9.
  • Richard Exner: Rainer Maria Rilke: Das Marien-Leben. Vorgestellt von Richard Exner. Frankfurt am Main 1999, ISBN 978-3-458-16981-9.
  • Barbara Fritz: Rainer Maria Rilkes Leser in Schule und Gesellschaft: Rezeption 1904–1936. Diss. Frankfurt 2009, ISBN 978-3-631-59006-5.
  • Wolfram Groddeck: Interpretationen: Gedichte von Rainer Maria Rilke. Reclam Verlag, 1999, ISBN 978-3-15-017510-1.
  • Rüdiger Görner: Rainer Maria Rilke. Im Herzwerk der Sprache. Hanser/Zsolnay Verlag, München und Wien 2004, ISBN 978-3-379-00816-7.
  • Ulrich K. Goldsmith: Rainer Maria Rilke, a verse concordance to his complete lyrical poetry. Leeds: W.S. Maney, 1980.
  • Gisela Götte, Jo-Anne Birnie Danzker (Hrsg.): Rainer Maria Rilke und die bildende Kunst seiner Zeit. München 1996, ISBN 3-7913-1750-4.
  • Romano Guardini: Rainer Maria Rilkes Deutung des Daseins. Eine Interpretation der Duineser Elegien. 1. Auflage. 1953. Nachdr. Mainz 1996, ISBN 3-7867-1948-9, Paderborn 1996, ISBN 3-506-74552-2.
  • Birgit Haustest: Mit Rilke durch Venedig. Insel Verlag, Frankfurt am Main/ Leipzig 2006, ISBN 3-458-34874-3.
  • Erich Heller: Nirgends wird Welt sein als innen: Versuche über Rilke. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1975.
  • Alfred Hermann: Rilkes ägyptische Geschichte. 'Ein Versuch wechselseitiger Erhellung von Dichtung und Altkultur'. In: Symposion, Jahrbuch für Philosophie, hrsg. von Max Müller, Band IV. Freiburg/Br./ München 1955, S. 367–461.
  • Gertrud Höhler: Niemandes Sohn: Zur Poetologie Rainer Maria Rilkes. Wilhelm Fink-Verlag, 1979, ISBN 978-3-7705-1574-5.
  • Hans E. Holthusen: Rainer Maria Rilke. rororo Monographien. 35. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2004, ISBN 978-3-499-50022-0.
  • Anette und Peter Horn: "Ich lerne sehen." Zu Rilkes Lyrik. Athena-Verlag, 2010, ISBN 978-3-89896-397-8.
  • Andrea Hübener, Erich Unglaub (Hrsg.): Blätter der Rilke-Gesellschaft 29/2008: Rilkes Dresden. Das Buch der Bilder. Insel-Verlag 2008, ISBN 978-3-458-17424-0.
  • Maria Jansen: Poetik des Grauens: Über Rainer Maria Rilkes 'Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge'. AV Akademikerverlag, 2013, ISBN 978-3-639-47549-4.
  • Sung-Kie Im: Dynamik des Raumes. Die Motive des Windes und des Atems in der Lyrik Rilkes. Diss. Karlsruhe 1979.
  • Heinrich Imhof: Rilkes Gott. R. M. Rilkes Gottesbild als Spiegelung des Unbewußten. Stiehm Verlag, Heidelberg 1988, ISBN 978-3-7988-0036-6.
  • Gerhard Junge: Motivuntersuchungen zu den französischen Gedichten Rainer Maria Rilkes. Dissertation Univ. Marburg 1956. GoogleBooks
  • Martina King: Pilger und Prophet: Heilige Autorschaft bei Rainer Maria Rilke. Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, ISBN 978-3-525-20603-4.
  • Königs Erläuterungen, Spezial: Rilke. Das lyrische Schaffen: Interpretationen zu 12 wichtigen Gedichten. Bange-Verlag, 2012, ISBN 978-3-8044-3062-4. [Für Schüler]
  • Karl-Josef Kuschel: Rilke und der Buddha. Die Geschichte eines einzigartigen Dialogs. Guetersloher Verlagshaus, 2010, ISBN 978-3-579-07020-9.
  • Karen Leeder, Robert Vilain (Hrsg.): Nach Duino: Studien zu Rainer Maria Rilkes späten Gedichten. Wallstein-Verlag, 2010, ISBN 978-3-8353-0425-3.
  • Sascha Löwenstein: Poetik und dichterisches Selbstverständnis. Eine Einführung in Rainer Maria Rilkes frühe Dichtungen. Königshausen & Neumann, Würzburg 2004.
  • Sascha Löwenstein: Rilkes Dramenpoetik. Wiss. Verlag, Berlin 2011.
  • Eudo C. Mason: Lebenshaltung und Symbolik bei Rainer Maria Rilke. 2. Auflage. Oxford 1964.
  • Gisli Magnússon: Dichtung als Erfahrungsmetaphysik: esoterische und okkultistische Metaphysik bei R. M. Rilke. Univ. habil., Würzburg 2009, ISBN 978-3-8260-4076-4.
  • Hermann Mörchen: Rilkes Sonette an Orpheus. Stuttgart 1958.
  • Horst Nalewski: Kennst du Rainer Maria Rilke? Der schwere Weg zum großen Dichter. Bertuch, Weimar 2005, ISBN 3-937601-25-2.
  • Silke Pasewalck: „Die fünffingrige Hand“: Die Bedeutung der sinnlichen Wahrnehmung beim späten Rilke. de Gruyter Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-11-017265-8.
  • Jörg Paulus, Erich Unglaub (Hrsg.): Im Schwarzwald. Blätter der Rilke-Gesellschaft; Band 31. Göttingen, Wallstein-Verlag 2012, ISBN 3-8353-1137-9.
  • Sabine Prilop und Ursula Brunbauer: Rainer Maria Rilke: Die russischen Reisen. 1. Auflage. HerzRosen, 1999, ISBN 3-934114-00-8.
  • Josef Rattner & Gerhard Danzer: Rainer Maria Rilke - Poetisierung von Eros und Sexus. In: Eros und Sexus - Ihre Befreier von 1500 bis 2000. Königshausen & Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3703-0, S. 171–184.
  • Marcel Reich-Ranicki (Hrsg.): Rainer Maria Rilke. Und ist ein Fest geworden, 33 Gedichte mit Interpretationen. Insel-Verlag 2000, ISBN 978-3-458-34311-0.
  • Walter Rehm: Orpheus. Der Dichter und die Toten. Selbstdeutung und Totenkult bei Novalis, Hölderlin, Rilke. Düsseldorf 1950.
  • Jessica Riemer: Rilkes Frühwerk in der Musik: rezeptionsgeschichtliche Untersuchungen zur Todesthematik. Heidelberg, Univ., Diss., 2009, ISBN 978-3-8253-5698-9.
  • Günther Schiwy: Rilke und die Religion. Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-458-17331-5.
  • Erich Simenauer: Der Traum bei R.M. Rilke. Bern, Stuttgart 1976., ISBN 3-258-02432-4.
  • August Stahl: Rilke - Kommentar zum lyrischen Werk. Winkler-Verlag 1990, ISBN 978-3-538-07025-7.
  • August Stahl: Rilke - Kommentar zu den Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Winkler-Verlag, München 1990, ISBN 978-3-538-07027-1.
  • Jacob Steiner: Rilkdes Duineser Elegien. 2. Auflage. Bern, München 1969.
  • Jacob Steiner: Rilke. Vorträge und Aufsätze. Herausgegeben von der Literarischen Gesellschaft (Scheffelbund) Karlsruhe (= Jahresgabe). von Loeper-Verlag, Karlsruhe 1986.
  • R. Subramanian: Rilkes Deutung des Daseins. Eine Interpreatiton der Duineser Elegien. Diss. Dharwad 1981.
  • Raoul Walisch: "Daß wir nicht sehr verläßlich zu Haus sind in der gedeuteten Welt": Untersuchung zur Thematik der gedeuteten Welt in Rilkes "Die Aufzeichnung des Malte Laurids Brigge", "Duineser Elegien" und spätester Lyrik. Univ. Diss., Würzburg 2012, ISBN 978-3-8260-4927-9.
  • Judith Ryan: Umschlag und Verwandlung. Poetische Struktur und Dichtungstheorie in R.M. Rilkes Lyrik der Mittleren Periode (1907–1914). München 1972.
  • Rebecca Tille: 'Der Panther' von Rainer Maria Rilke. Eine Interpretation. Grin Verlag, 2009, ISBN 978-3-640-31834-6.
  • Erich Unglaub: Rilke-Arbeiten. Peter Lang-Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 978-3-631-39050-4.
  • Erich Unglaub: Panther und Aschanti: Rilke-Gedichte in kulturwissenschaftlicher Sicht. Peter Lang-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-631-53791-6.
  • Gunna Wendt: Lou Andreas-Salomé und Rilke - eine amour fou. Insel-Verlag 2010, ISBN 978-3-458-35352-2.
  • Maurice Zermatten: Der Ruf der Stille: Rilkes Walliser Jahre. Rascher Verlag, Zürich 1954.
  • Marek Zybura: Hundert Jahre polnische Rilke-Rezeption. In: Zybura: Querdenker, Vermittler, Grenzüberschreiter. Dresden 2007, ISBN 978-3-934038-87-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rainer Maria Rilke – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Gesamtdarstellungen

Textsammlungen

 Wikisource: Rainer Maria Rilke – Quellen und Volltexte

Nachlass

Bibliographische Nachweise

Linksammlungen

Audio-Darstellungen

Rezensionen zu Neuausgaben

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang G. Müller, in: Rilke-Handbuch, Leben - Werk - Wirkung, Metzler, Hrsg. Manfred Engel, Stuttgart 2013, S. 296.
  2. Rainer Maria Rilke / Biographie auf xlibris.de
  3. Irina Antonowa und Jörn Merkert (Hrsg.): Berlin–Moskau 1900–1950, Ausstellungskatalog. Berlin 1995, ISBN 3-7913-1488-2, S. 163.
  4. literaturkritik.de
  5. An Kurt Wolf, 28. März 1917, s. Stefan Schank, Rainer Maria Rilke, S. 119-121.
  6. Rainer Maria Rilke: Lettres Milanaises. 1921–1926, Paris 1956, S. 84f, S. 184–186.
  7. knerger.de: Das Grab von Rainer Maria Rilke
  8. Michael Denhoff: Text zum Werk.
  9. Bertold Hummel: Texte zu den Werken: opus 71c.
  10. http://www.theatermollerhaus.de/de/performances/calendar/day/2014-05-08/rilke-zauber-du-musst-das-leben-nicht-verstehen-0
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Dieser Artikel wurde am 25. August 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.