Willkommen in Cedar Rapids

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Filmdaten
Deutscher Titel Willkommen in Cedar Rapids
Originaltitel Cedar Rapids
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 86 Minuten
Stab
Regie Miguel Arteta
Drehbuch Phil Johnston
Produktion Alexander Payne
Jim Taylor
Ed Helms
Musik Christophe Beck
Kamera Chuy Chávez
Schnitt Eric Kissack
Besetzung

Willkommen in Cedar Rapids (in Anlehnung an die amerikanische Stadt Cedar Rapids in Iowa) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2011. Im Mittelpunkt des Films steht Tim Lippe (Ed Helms), ein blauäugiger Versicherungsvertreter. Nachdem sein Vorgesetzter beim Sexspiel (breath control play) tödlich verunglückt, bekommt Tim den Auftrag seinen Arbeitgeber bei einem großen Versicherungskongress zu vertreten.

Handlung[Bearbeiten]

Tim Lippe weltfremd zu nennen ist untertrieben: Sein ganzes Leben hat er in dem kleinen, beschaulichen Ort Brown Valley in Wisconsin verbracht und diesen bisher noch nie verlassen, geschweige denn in einem Hotel übernachtet oder an einer Konferenz teilgenommen. Einzige Ausnahme von diesem Bilderbuch-Leben ist seine Affäre mit seiner ehemaligen Lehrerin Marcy Vanderhei, mit der er wöchentlich ins Bett geht und die seine Beraterin in allen wichtigen Fragen des Lebens ist, quasi seine Lebens-Lehrerin. Die Teilnahme an einem Versicherungskongress ist für ihn absolutes Neuland, zudem dieser nicht zuletzt auch noch in der nach seinen Maßstäben riesigen Metropole Cedar Rapids stattfindet. Dort angekommen, nehmen die drei altgedienten Konferenzveteranen Dean, Joan und Ronald, den Grünschnabel unter ihre Fittiche und zeigen ihm wo es langgeht. Es scheint keine Tabus mehr zu geben. Für den sonst stets nach Vorschrift handelnden Tim ist dieser Kongress ein Erlebnis, das er nicht mehr so schnell vergessen wird. [1]

Hintergrund[Bearbeiten]

Obwohl der Film in Cedar Rapids in Iowa spielt, wurde er in Ann Arbor in Michigan gefilmt. Der Grund hierfür waren steuerliche Vorteile des Staates Michigan, wodurch Filme, die in Ann Arbor gedreht wurden, steuerliche Vergünstigungen von 42 % erhielten.[2]

Kritik[Bearbeiten]

David Steinitz schrieb in der Süddeutschen Zeitung über den Film: "Der naive Held fällt in großem Tohuwabohu in die Welt, lernt ein bisschen was von ihr - sie aber vor allem von ihm. Das Skurrile balanciert dabei immer sehr nah am Abgrund trister Kleinstadt-Vertreter-Biografien - im Komischen steckt immer schon das Drama. Einer, der das in Hollywood ungemein vorzüglich durchspielen kann, ist John C. Reilly, der in "Cedar Rapids" als Prolo-Versicherungs-Dandler die Tragödie des einsamen, Erfolgsprämien jagenden, gehetzt die Sau rauslassenden Vertreters in eine kuriose Performance überführt." [3]

Birgit Roschy schrieb in der Zeit "Ed Helms bewegt sich in dieser ulkig vertrackten Komödie in einer ähnlichen Konstellation wie in den Hangover-Jungskomödien, in denen er als nerdiger Zahnarzt und Teil einer vergnügungswilligen Männermeute zum Watschenmann auserkoren wurde. Damit hören die Ähnlichkeiten auch schon auf, denn Regisseur Miguel Arteta setzt auf feingestrichelte Charakter- und Milieuzeichnung statt auf Haudrauf-Humor und Körperverletzung."[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. foxsearchlight.com: Infos über den Film, abgerufen am 19. Februar 2011
  2. thegazette.com ‘Cedar Rapids’ movie debuts tonight at Sundance, abgerufen am 19. Februar 2011
  3. David Steinitz, Süddeutsche Zeitung: Balance am Abgrund der Tristesse – Abgerufen am 27. Februar 2012
  4. Birgit Roschy, Die Zeit: Der unergründliche Charme des Spießertums - Abgerufen am 1. Mai 2012