Zakrzewo (Powiat Złotowski)

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Zakrzewo
Wappen der Gmina Zakrzewo
Zakrzewo (Polen)
Zakrzewo
Zakrzewo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Złotów
Gmina: Zakrzewo
Geographische Lage: 53° 25′ N, 17° 9′ O53.41083333333317.155Koordinaten: 53° 24′ 39″ N, 17° 9′ 18″ O
Einwohner: 1620
Postleitzahl: 77-424
Telefonvorwahl: (+48) 67
Kfz-Kennzeichen: PZL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 188: Piła - Złotów - Człuchów
Schienenweg: PKP-Strecke 426: Piła - Tczew
Nächster int. Flughafen: Posen
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 23 Ortschaften
14 Schulzenämter
Fläche: 162,52 km²
Einwohner: 4938
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3031072
Verwaltung
Adresse: ul. Kujańska 5
77-424 Zakrzewo
Webpräsenz: www.zakrzewo.org.pl

Zakrzewo (deutsch Zakrzewo, 1935–45 Buschdorf) ist ein Dorf mit Sitz einer Landgemeinde im Powiat Złotowski (Kreis Flatow) in der polnischen Woiwodschaft Großpolen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Zakrzewo liegt im Norden der Woiwodschaft Großpolen an der Woiwodschaftsstraße 188 (Człuchów (Schlochau) – Piła (Schneidemühl)), sechs Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Złotów (Flatow). Seit 1871 ist der Ort Bahnstation der Preußischen Ostbahn-Strecke (BerlinKönigsberg (Preußen)), der heutigen polnischen Staatsbahnstrecke von Kostrzyn nad Odrą über Piła nach Tczew.

Dorf Zakrzewo (Buschdorf)[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits im Jahre 1491 wird Zakrzewo (der Ortsname „Zakrzewo“ kommt im heutigen Polen 25-mal vor) als Kirchdorf erwähnt. 1544 war der Ort Besitz von Adalbert und Johannes Zakrzewski. Vor 1945 gehörte das Dorf zum Landkreis Flatow, bis 1939 zum Regierungsbezirk Marienwerder, danach zum Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen der preußischen Provinz Pommern. Es gehörte zum Amtsbezirk Glumen (heute polnisch: Głomsk) und zählte 1900 insgesamt 1124 Einwohner, darunter 78,1 % Polen, und 1939 lebten hier 1171 Menschen, darunter 81,9 % Polen. Zugehörige Ortschaften waren:

  • Neu Buschdorf (heute polnisch: Nowe Zakrzewo), Klein-, Mittel- und Groß Friedrichsberg (Drożyska Małe, -Średnie und -Wielkie).

Seit 1945 gehört Zakrzewo zu Polen und liegt im Powiat Złotowski in der Woiwodschaft Großpolen (bis 1998 Woiwodschaft Piła) und ist seit 1983 Sitz und namensgebender Ort einer Landgemeinde.

Kirche[Bearbeiten]

Pfarrkirche[Bearbeiten]

Die katholische Kirche Mariji Magdaleni („Maria Magdalena“) wurde 1839 auf Kosten des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. gebaut und ist ein aus Feldsteinen errichteter massiver Bau. Das Gotteshaus wurde nötig, nachdem die 1710 erbaute Fachwerkkirche nicht mehr ausreichte.

Kirchengemeinde[Bearbeiten]

Pfarrer Bolesław Domański

Bereits 1491 wurde das Kirchdorf Zakrzewo erwähnt. Der überwiegende Teil der Einwohner war – entsprechend dem Bevölkerungsanteil der Polen – katholischer Konfession.

Nach 1903 wirkte hier der Pfarrer Bolesław Domański, der von 1931 bis 1939 zum Führer des „Bundes der Polen in Deutschland“ (polnisch: „Związek Polaków w Niemczech“) war. Heute gehört die Pfarrei zum Dekanat Złotów I (Flatow) im Bistum Bydgoszcz (Bromberg) der Katholischen Kirche in Polen.

Die evangelischen Kirchenglieder haben in Zakrzewo bis heute kein eigenes Gotteshaus. Vor 1945 besuchten sie die Kirche in Königsdorf (heute polnisch: Czernice). Es gehörte zum Kirchenkreis Flatow der Kirchenprovinz Westpreußen in der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher vor 1945 war Pfarrer Martin Mey.

Heute sind die evangelischen Gläubigen Glieder des Kirchspiels Piła (Schneidemühl) in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Schule[Bearbeiten]

Die „Pfarrer Dr. B. Domański-Schule“ in Zakrzewo im Jahre 1969

Bereits im Jahre 1653 bestand in Zakrzewo eine Schule. Heute trägt sie den Namen des Pfarrers Domański in Würdigung seiner Verdienste um die in Deutschland lebenden Polen in der Zeit von 1931 bis zu seinem Tode 1939.

Gmina Zakrzewo[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Der seit 1983 bestehenden Landgemeinde Zakrzewo sind 23 Ortschaften zugeordnet, die auf 14 Ortsteile („Schulzenämter“) verteilt sind. Sitz der Gmina ist das Dorf Zakrzewo.

Die Gemeindefläche umfasst mit 162,52 km² 9,78 % der Fläche des gesamten Powiat Złotowski (Kreis Flatow). Die Gemeinde zählt 4788 Einwohner, von denen 1620 im Zentralort Zakrzewo leben.

Die östliche Gemeindegrenze ist zugleich die Grenze des Powiat Złotowski zum Powiat Sępoleński (Zempelburg) bzw. der Woiwodschaft Großpolen und der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Zwischen 1920 und 1939 war hier die Trennungslinie zwischen dem Deutschen Reich und dem „Polnischen Korridor“.

Nachbargemeinden von Zakrzewo sind:

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gmina Zakrzewo gehören insgesamt 23 Ortschaften, aufgeteilt auf 14 Ortsteile:

  • Ortsteile:
  • Czernice (Königsdorf)
  • Drożyska Małe (Klein Friedrichsberg)
  • Drożyska Średnie (Mittel Friedrichsberg)
  • Drożyska Wielkie (Groß Friedrichsberg)
  • Głomsk (Glumen)
  • Kujan (Kujan)
  • Ługi (Karlsdorf)
  • Nowa Wiśniewka (Kirschdorf)
  • Osowiec (Kolonie Aspenau)
  • Prochy (Prochy)
  • Stara Wiśniewka (Lugetal)
  • Śmiardowo Złotowskie (Schmirdau)
  • Wersk (Seedorf)
  • Zakrzewo (Zakrzewo, 1935-45 Buschdorf)
  • Übrige Ortschaften: Dzierząźno (Gresonse), Karolewo, Kujanki (Klein Kujan), Łączyn (Marienhain)m Nowe Zakrzewo (Neu Buschdorf), Nowy Głomsk (Neu Glumen), Poborcze (Birkental), Stawnicki Młyn (Stewitzer Mühle) und Wierzchołek (Wersk F).

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Durch das gesamte Gemeindegebiet führt in Nord-Süd-Richtung die Woiwodschaftsstraße 188, die die Gemeinde mit den Kreisstädten Człuchów (Schlochau), Piła (Schneidemühl) und Złotów (Flatow) verbindet. Im Ortsteil Śmiardowo Złotowskie (Schmirdau) wird die Gemeinde von der Woiwodschaftsstraße 189 berührt, die in die Nachbargemeinde Jastrowie (Jastrow) bzw. in die bereits in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern gelegene Nachbarstadt Więcbork (Vandsburg) führt.

Schienen[Bearbeiten]

Der Bahnhof von Zakrzewo

Bahntechnisch günstig liegt Zarkrzewo seit 1871 an der früheren Preußischen Ostbahn, die Berlin mit Königsberg (Preußen) verband, der heutigen polnischen Staatsbahnlinie 426 zwischen Kostrzyn (Küstrin) und Tczew (Dirschau). Schon 1929 erhielt die Bahnstation Zakrzewo den Namen "Buschdorf". Ab 1935 galt dieser Name für den gesamten Ort.

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Goerke: Der Kreis Flatow. In geographischer, naturkundlicher und geschichtlicher Beziehung. Kreisausschuß, Thorn 1918 (2. Auflage: Heimatkreisausschuss für den Kreis Flatow, Gifhorn 1981 (Enthält zusätzlich: Manfred Vollack: Das Flatower Land in der Zeit von 1918 bis 1945.)).
  • Friedwald Moeller: Altpreußisches evangelisches Pfarrerbuch von der Reformation bis zur Vertreibung im Jahre 1945. Teil 1: Die Kirchspiele und ihre Stellenbesetzungen. Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreussen e. V., Hamburg 1968 (Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V. 11, ISSN 0505-2734).
  • Manfred Vollack: Das Flatower Land. Ein Bildband unserer grenzmärkischen Heimat. Heimatkreisausschuss für den Kreis Flatow, Gifhorn 1989.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zakrzewo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Juni 2014.