Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen

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Die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen (polnisch: Kościół Ewangelicko-Augsburski w Polsce) ist eine polnische evangelisch-lutherische Kirche mit Sitz in Warschau. Sie ist Mitglied im Lutherischen Weltbund, in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und im Ökumenischen Rat der Kirchen und gehört zum Polnischen Ökumenischen Rat. Sie hat rund 75.000 Mitglieder.[1]

Name[Bearbeiten]

Der Name der polnischen evangelisch-augsburgischen Kirche nimmt Bezug auf die von Philipp Melanchthon für den Reichstag zu Augsburg im Jahre 1530 verfasste „Confessio Augustana“, die zusammen mit der Apologie Melanchthons die Grundlage der evangelisch-lutherischen Lehre formuliert.

Geschichte des Protestantismus[Bearbeiten]

Die Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche im heutigen Polen beginnt mit der Reformationsbewegung, die mit Martin Luther (1483–1546) im Heiligen Römischen Reich begann und sich in die europäischen Länder verbreitete.

In Schlesien, das im 16. Jahrhundert als Teil des Heiligen Römischen Reiches unmittelbar westlich des polnischen Königreiches lag, berief der Stadtrat von Breslau bereits 1523 den ehemaligen Mönch Johann Heß (Jan Hess), der im Geiste der lutherischen Reformation predigte, zum Pfarrer der evangelischen Gemeinde der Maria-Magdalena-Kirche. Von Niederschlesien aus gelangte der reformatorische Gedanke in das oberschlesische Herzogtum Teschen. Dadurch ist Teschen heute die einzige Stadt im sonst katholischen Polen, in der ein großer Teil der Bevölkerung der lutherischen Kirche angehört. Maria Theresia gewährte deutschsprachigen lutherischen Kolonisten die Niederlassung in den Ländern Ost-Galiziens und erlaubte ihnen 1775, evangelische Gottesdienste in ihren Häusern zu feiern.[2] Ihr Sohn Joseph II. erließ am 3. Oktober 1781 ein Toleranzpatent, wodurch Protestanten und Katholiken gleichgestellt wurden und protestantische Kirchen Rechtspersönlichkeit erhielten.[2] In Teschen wurde ein Konsistorium für die Kirchengemeinden des Augsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses gebildet, das 1784 nach Wien verlegt wurde.[2]

Das Luthertum verbreitete sich auch im ebenfalls zum Heiligen Römischen Reich gehörigen Pommern. Im Herzogtum Pommern wurde unter Mitwirkung Johannes Bugenhagens 1534 die Reformation eingeführt, nachdem der Nürnberger Reichtstagsabschied von 1532 den Protestanten erstmals eine kaiserliche Legitimation gegeben hatte.

Seit 1518 wurden im Preußen Königlichen Anteils in Danzig lutherische Predigten gehalten. In Preußen Herzoglichen Anteils verlief die Reformation anders. Herzog Albrecht, der letzte Hochmeister des Deutschen Ordens, war mit der lutherischen Lehre vertraut geworden, löste den Orden auf und wurde weltlicher Fürst. Obwohl die polnischen Könige sich nicht der Reformation anschlossen, sicherten sie dem Luthertum in Preußen Schutz und Entwicklungsmöglichkeit zu – so auch König Sigismund II. August im Jahre 1569 nach dem Tode Herzog Albrechts: Die evangelische Religion nach dem Augsburgischen Bekenntnis sollte bewahrt werden.

Kaufleute und Studenten brachten Luthers Schriften in das Königreich Polen.

Die reformatorischen Ideen verbreiteten sich im Königreich Polen zunächst unter Gelehrten, Bürgern und Adel, sowie bald schon in Teilen der Bevölkerung. Zwischen 1550 und 1580, dem Einsetzen der Gegenreformation, erreichte der Protestantismus seine größte Verbreitung, ohne seinen Charakter als Konfession einer Minorität zu verlieren.[3]

Der Protestantismus förderte in Polen-Litauen die Verbreitung der polnischen und litauischen Schriftsprache, da die evangelischen Geistlichen, anders als die damalige katholische Kirche, die Muttersprache der Gläubigen gebrauchten.[4] 1553 erschien das Neue Testament in polnischer Sprache, 1561 die Übersetzung der Confessio Augustana und 1563 die ganze Bibel (Biblia Brzeska/Brester Bibel bzw. Radziwill-Bibel). Mit Mikołaj Rej entstand eine polnischsprachige Literatur. Die Evangelischen, unter denen es inzwischen Lutheraner und Calvinisten gab, erreichten eine Mehrheit der Abgeordneten im polnischen Parlament, was sich in den Gesetzen zur Druck- und Konfessionsfreiheit, der Aufhebung der kirchlichen Zensur und der kirchlichen Gerichte zeigte. In der Warschauer Konföderation kam es 1573 zur Gleichberechtigung der Konfessionen.

Die Besonderheit der polnisch-litauischen Reformation im 16. Jahrhundert war die religiöse Toleranz. Diese war mitbedingt durch das seit Jahrhunderten bestehende Nebeneinander verschiedener Religionen und christlicher Konfessionen im polnisch-litauischen Großreich, in dem viele Völker lebten und das sich zeitweise von der Ostsee bis nahe ans Schwarze Meer erstreckte.[3] Durch die Synoden wurde eine demokratische Ordnung in den evangelischen Kirchen eingeführt, die sich auch gegen soziale Ungerechtigkeiten wandte sowie Bürger und Bauern in Schutz nahm. Anders als andere europäische Staaten blieb Polen-Litauen im 16. Jahrhundert weitgehend ohne gewaltsame religiöse Konflikte zwischen den christlichen Konfessionen.[3] 1555 kam es in Kozminek zu einer Vereinigungssynode von Reformierten und Böhmischen Brüdern; dem Zusammenschluss folgten bald die Lutheraner. Insgesamt kam es jedoch nicht zu einer dauerhaften Einigung.[5]

Die Gegenreformation begann damit, dass das Sejm-Gesetz der Warschauer Konföderation, das den Protestanten 1573 völlige Religionsfreiheit gewährt hatte,[5] aufgehoben wurde. Die Könige Stephan Báthory und Sigismund III. förderten zwischen 1575 und 1632 die Gegenreformation. Sie wurde maßgeblich von den Jesuiten getragen. Zwar gelang es dem Protestantismus trotz aller Verfolgung, auf polnischem Boden zu überleben. Doch erst im späten 18. Jahrhundert erlaubte König Stanislaus August Poniatowski den Evangelischen, die Trinitatiskirche in Warschau, die heutige lutherische Haupt- und Bischofskirche, zu bauen.

Auf schlesischem Gebiet gestattete der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Joseph I. als Herzog von Schlesien und König von Böhmen im Vertrag von 1707 den Bau von sechs Kirchen, den so genannten „Gnadenkirchen“ in Freystadt (heute polnisch: Kożuchów), Hirschberg (Jelenia Góra), Landeshut (Kamienna Góra), Militsch (Milicz), Sagan (Żagań) und Teschen (Cieszyn).

Der Zuzug evangelischer Bauern und Handwerker aus Europa, insbesondere aus Brandenburg, im 19. Jahrhundert förderte nicht nur die Industrie und Landwirtschaft in Polen, sondern auch den Protestantismus. 1888 wurde die Kirchenagende vom Warschauer Evangelisch-Augsburgischen Konsistorium herausgegeben, 1891 die ganze Agende in polnischer Sprache. 1920 wurde die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Warschau gegründet.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die evangelischen Kirchengemeinden der vormaligen Kirchenprovinz Posen, die bis dahin zur altpreußisch-unierten Landeskirche gehört hatte, als Unierte Evangelische Kirche in Polen (Kościół Ewangelicko-Unijny w Polsce) unter Generalsuperintendent Paul Blau selbständig. Dem staatlich oktroyierten Versuch, die Kirche dem Warschauer Konsistorium zu unterstellen, widersetzte sich die Unierte Evangelische Kirche.[6] Die bis dahin altpreußischen Kirchengemeinden in der Woiwodschaft Pommerellen schlossen sich 1923 dieser Unierten Evangelischen Kirche mit dann 290.470 Mitgliedern (Stand 1936) und Sitz in Posen an.[7] Zugewanderte polnischsprachige Lutheraner aus den vormals zu Russland und Österreich gehörenden Teilen Polens gründeten einzelne lutherische Kirchengemeinden in Bromberg, Dirschau, Gdingen, Graudenz, Posen und Thorn, die zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen gehörten und in Freundschaft zu den Altlutheranern standen, die ihnen Gastrecht in ihren Kirchen gewährten.[8]

Die vormals zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen gehörigen Altlutheraner im polnischen Abtretungsgebiet der ehemaligen Provinzen Posen und Westpreußen, etwa 4.000 meist deutschsprachige Mitglieder, bildeten 1920 die Evangelisch-Lutherische Kirche in Polen (Kościół Ewangelicko-Luterański w Polsce; ab 1926 Evangelisch-Lutherische Kirche in Westpolen/Kościół Ewangelicko-Luterański w Polsce Zachodniej in Abgrenzung zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen).[9] Nach Posen und Pommerellen zuziehende deutschsprachige lutherische Polen aus Galizien und vormals Russisch Polen schlossen sich oft den Altlutheranern an.[10]

Die 17 evangelischen Kirchengemeinden der Kirchenprovinz Schlesien im 1922 abgetretenen Ostoberschlesien bildeten 1923 die Unierte Evangelische Kirche in Polnisch Oberschlesien (Kościół Ewangelicko-Unijny na Polskim Górnym Śląsku) mit etwa 30.000 Mitgliedern und Sitz in Kattowitz.[7] Die vorher zur Evangelischen Kirche A. u. H. B. in Österreich gehörenden Kirchengemeinden in Polen bildeten 1920 die Evangelische Kirche A. u. H. B. in Kleinpolen (Kościoł Ewangelicki Augsburskiego i Helweckiego Wyznania w Małopolsce) mit drei lutherischen regional zuständigen und einem reformierten Seniorat und unter einem Superintendenten, zuletzt Theodor Zöckler, mit insgesamt gut 33.000 Mitgliedern.[7] 1923 traten die meist polnischsprachigen Lutheraner des Krakauer Gebiets und des polnischen Teils des Teschener Landes zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen über.[2]

In den 1920er Jahren umfasste die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen etwa 400.000 Mitglieder, etwa 1,3 Prozent der damaligen polnischen Bevölkerung.

Der Generalsuperintendent der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen Juliusz Bursche (um 1938)

Allerdings ist der statistische Vergleich mit der heutigen Situation problematisch, da sich weite Teile des damaligen Polen heute in Weißrussland, Litauen und Ukraine befinden, während das heute zu Polen gehörende Hinterpommern, Ostpreußen und Schlesien – Regionen, die überwiegend evangelischer Konfession waren – damals zum Deutschen Reich gehörten.

Im Jahre 1939 war die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen im damaligen Staatsgebiet in 118 Gemeinden mit 40 Filialkirchen unterteilt. Es amtierten 179 Pastoren, und als Religionslehrer u.a. waren außerdem 41 Geistliche tätig. Es gab damals zehn Diözesen, an deren Spitze der Senior als geistliches Oberhaupt stand:

  1. Großpolen (Sitz: Posen)
  2. Kalisch
  3. Lodz
  4. Lublin
  5. Petrikau
  6. Plock
  7. Schlesien (Sitz: Ustron)
  8. Warschau
  9. Wilna
  10. Wolhynien (Sitz: Włodzimierz).

Der Zweite Weltkrieg unterbrach den Prozess der kirchlichen Stabilisierung. In den Konzentrationslagern und Gefängnissen kamen etwa 30 Prozent der evangelischen Geistlichen Polens ums Leben, unter ihnen auch der langjährige Generalsuperintendent Juliusz Bursche.

Die Nachkriegspolitik verminderte die Zahl der Gemeindeglieder der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Etwa 75 Prozent der Gemeindeglieder wurden im Kontext der Bevölkerungsverschiebungen nach dem Zweiten Weltkrieg als Deutsche vertrieben, in den nach 1945 neu erworbenen, einst weitgehend evangelischen Regionen Schlesien, Ostpreußen und Pommern wurden die meisten Kirchbauten der altpreußischen Kirche der katholischen Kirche übergeben. Bis in die 1970er-Jahre hinein hatte das Bekenntnis zu evangelischen Konfessionen erhebliche gesellschaftliche Diskriminierungen zur Folge. Nicht zuletzt dies war ein Grund für die anhaltende Aussiedlung. So beträgt heute die Zahl der evangelisch-lutherischen Gemeindeglieder etwa 75.000; das sind nur 0,2 Prozent der polnischen Bevölkerung. Das Verhältnis zwischen dem Staat und der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen regelt ein Gesetz, das am 13. Mai 1994 vom polnischen Parlament verabschiedet wurde.[11]

Kirchenstruktur[Bearbeiten]

Organisation[Bearbeiten]

Der Altar der evangelisch-augsburgischen Gnadenkirche in Teschen

Zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen gehören heute etwa 75.000 Gemeindeglieder, von denen die Mehrheit in Schlesien wohnt. 147 Geistliche betreuen 131 Gemeinden, die in sechs Diözesen zusammengefasst sind.

Leitendes Bischofsamt[Bearbeiten]

Das geistliche Oberhaupt der Kirche ist der Leitende Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Er ist auch Präses des Konsistoriums. Amtsinhaber ist Jerzy Samiec. Bischofssitz ist Warschau (00-246 Warszawa, ul. Miodowa 21). Die dortige Dreifaltigkeitskirche (Kościół Św. Trójcy) ist die Haupt- und Bischofskirche.

Amtsinhaber[Bearbeiten]

Die Bezeichnung „Bischof“ wurde erst 1938 eingeführt; zuvor war die Amtsbezeichnung Generalsuperintendent, und „Bischof“ war nur ein Ehrentitel.

  1. 1849–1874: Adolf Theodor Julius Ludwig
  2. 1875–1895: Paul Woldemar von Everth (m.d. Ehrentitel „Bischof“)
  3. 1895–1904: Karl Gustav Manitius
  4. 1904–1942: Juliusz Bursche
  5. 1945–1951: Jan Szeruda
  6. 1951–1959: Karol Kotula
  7. 1959–1975: Andrzej Wantuła
  8. 1975–1991: Janusz Narzyński
  9. 1991–2001: Jan Szarek
  10. 2001–2010: Janusz Jagucki
  11. 2010–0000: Jerzy Samiec

Synode[Bearbeiten]

Die erste Synode nach dem Zweiten Weltkrieg tagte im Jahr 1950. Die Synode, deren Amtszeit fünf Jahre beträgt, entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten der Kirche, setzt die Ziele und wacht über die Rechtgläubigkeit. Sie ist Verfasserin aller Gesetze und Ordnungen der Kirche, die die Tätigkeit auf Gemeindeebene, der Diözesanebene und der Gesamtkirche regeln.

Präsides der Synode[Bearbeiten]

  1. 1950–1952: Karol Kotula
  2. 1952–1957: Zygmunt Michelis
  3. 1957–1965: Woldemar Gastpary
  4. 1965–1975: Andrzej Wantuła
  5. 1975–1991: Biskup Janusz Narzyński
  6. 1991–1992: Jan Szarek
  7. 1992–1995: Manfred Uglorz
  8. 1995–1998: Andrzej Hauptman
  9. 1998–2002: Tadeusz Szurman
  10. 2002–2007: Jan Gross
  11. 2007–2009: Jerzy Samiec
  12. 2009–0000: Waldemar Pytel

Konsistorium[Bearbeiten]

Das Konsistorium übt die höchste Verwaltungs- und Administrationsgewalt aus. Sitz ist Warschau (00-246 Warszawa, ul. Miodowa 21). Vorsitzender des Konsistoriums ist der Leitende Bischof, stellvertretender Vorsitzender ist augenblicklich Adam Pastucha.

Diözesen/Diözesanbischöfe[Bearbeiten]

In territorialer und in administrativer Hinsicht ist die Evangelisch-Augsburgische Kirche in sechs Diözesen aufgeteilt. Jede Diözese wird durch eine Diözesansynode mit dem Diözesanbischof und dem Diözesanrat vertreten. Der Diözesanbischof ist das Oberhaupt aller in der Diözese arbeitenden Geistlichen.

Es gibt folgende Diözesen:

Gemeinden[Bearbeiten]

Die administrative Grundeinheit der Evangelisch-Augsburgischen Kirche ist die Gemeinde (polnisch: „parafia“), die als örtliche Kirche alle Merkmale der Kirche Jesu Christi besitzt. Sie ist das Volk Gottes und zum Zeugnis des Glaubens berufen. Die geistlichen Leiter der Gemeinden sind die Pfarrer.

Evangelische polnischsprachige Gemeinden, die zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen gehören, gibt es auch im Ausland. Gottesdienste in polnischer Sprache werden regelmäßig in England,[12] Deutschland,[13] Kanada[14] und Irland[15] gehalten.

Einrichtungen/Dienste[Bearbeiten]

Die evangelische Christophorikirche in Breslau
  • Diakonie der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen: Präses ist Bischof Ryszard Bogusz (Breslau); Generaldirektorin ist Wanda Falk.
  • Diakonissen-Mutterhaus Eben-Ezer in Dzięgolów bei Teschen
  • Zentrum für Mission und Evangelisation der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen
  • Verein Evangelischer Unternehmer (Stowarzyszenie Przedsiębiorców Ewangelickich – SPE)
  • Seelsorgedienste der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen:
    • Jugendseelsorge (Pfarrer Grzegorz Giemza)
    • Militärseelsorge (Militärbischof Ryszard Borski)
    • Polizeiseelsorge (Pfarrer Tadeusz Konik)
    • Briefseelsorge (Pfarrer Marcin Brzóska)
    • Gefängnisseelsorge (Pfarrer Piotr Janik)
  • Akademien in Warschau (N.N.), Krakau (Pfarrer Krystian Borkowski) und Gleiwitz (Gliwice) (Pfarrer Bogusław Cichy)
  • Augustana-Verlag in Bielitz (Bielsko-Biała)
  • Zwiastun Ewangelicki (Evangelischer Bote, Halbmonatszeitschrift, erscheint seit 1863)

Arbeitsschwerpunkte[Bearbeiten]

  • Evangelisation mit Einzelveranstaltungen, Kirchentagen, Missionsfesten und der zentralen Evangelisationswoche in Dzięgielów (Diözese Teschen)
  • Religionsunterricht in Schulen oder – während der Ferien – in „Tagen der guten Nachricht“ für Kinder und Sommerlager für Jugendliche
  • Sorge für Alleinstehende und Kranke in Pflegeheimen in Dzięgelów, Bielitz (Bielsko-Biała), Beuthen-Mechtal (Bytom-Miechowice), Breslau (Wrocław), Konstancin, Węgrów, Zagórów, Nikolaiken (Mikołajki) und Ukta.

Ökumene[Bearbeiten]

Die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen gehört seit 1947 dem Lutherischen Weltbund (LWB) an, einer Gemeinschaft von etwa 150 lutherischen Kirchen in mehr als 70 Nationen. Außerdem ist sie Mitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und des Ökumenischen Rates der Kirchen.

Zwischen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche, der Evangelisch-reformierten Kirche und der Evangelisch-methodistischen Kirche in Polen besteht eine Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft.

Die Evangelisch-Augsburgische Kirche ist außerdem Mitglied des Polnischen Ökumenischen Rates, zu dem sich bereits 1946 die Minderheitskirchen Polens zusammengeschlossen haben.

Mit der römisch-katholischen Kirche Polens gibt es eine – immer noch ausbauwürdige – Zusammenarbeit.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Es bestehen Partnerschaften zwischen polnischen Diözesen und deutschen Landeskirchen:

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik des Lutherischen Weltbundes 2009 (PDF), abgerufen am 10. Februar 2014
  2. a b c d Małgorzata Kośka: Akta Gmin Kościoła Ewangelickiego Augsburskiego i Helweckiego Wyznania 1786 — 1939. Auf: Archiwum Główne Akt Dawnych w Warszawie (AGAD; Central Archives of Historical Records in Warsaw), abgerufen am 2. April 2012.
  3. a b c Wolf-Dieter Hauschild: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Band 2. Gütersloh 1999, S. 253.
  4. Wolf-Dieter Hauschild: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Band 2. Gütersloh 1999, S. 255.
  5. a b Wolf-Dieter Hauschild: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Band 2. Gütersloh 1999, S. 254.
  6. Olgierd Kiec: Kościoły ewangelickie w Wielkopolsce wobec kwestii narodowościowej w latach 1918 — 1939. Upowszechnianie Nauki Oświata, Warschau 1995, ISBN 83-85618-21-X (deutsch: Die evangelischen Kirchen in der Wojewodschaft Poznań 1918–1939. Übersetzt von Siegfried Schmidt, In: Quellen und Studien. Deutsches Historisches Institut Warschau / Niemiecki Instytut Historyczny w Warszawie, Band 8, Harrassowitz, Wiesbaden 1998, ISBN 3-447-04030-0, S. 85).
  7. a b c Eduard Kneifel: Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Selbstverlag, Niedermarschacht 1964, S. 17.
  8. Olgierd Kiec: Kościoły ewangelickie w Wielkopolsce wobec kwestii narodowościowej w latach 1918 — 1939. Upowszechnianie Nauki Oświata, Warschau 1995, ISBN 83-85618-21-X (deutsch: Die evangelischen Kirchen in der Wojewodschaft Poznań 1918–1939. Übersetzt von Siegfried Schmidt, In: Quellen und Studien. Deutsches Historisches Institut Warschau / Niemiecki Instytut Historyczny w Warszawie, Band 8, Harrassowitz, Wiesbaden 1998, ISBN 3-447-04030-0, S. 37).
  9. Olgierd Kiec: Kościoły ewangelickie w Wielkopolsce wobec kwestii narodowościowej w latach 1918 — 1939. Upowszechnianie Nauki Oświata, Warschau 1995, ISBN 83-85618-21-X (deutsch: Die evangelischen Kirchen in der Wojewodschaft Poznań 1918–1939. Übersetzt von Siegfried Schmidt, In: Quellen und Studien. Deutsches Historisches Institut Warschau / Niemiecki Instytut Historyczny w Warszawie, Band 8, Harrassowitz, Wiesbaden 1998, ISBN 3-447-04030-0, S. 33f.).
  10. Olgierd Kiec: Kościoły ewangelickie w Wielkopolsce wobec kwestii narodowościowej w latach 1918 — 1939. Upowszechnianie Nauki Oświata, Warschau 1995, ISBN 83-85618-21-X (deutsch: Die evangelischen Kirchen in der Wojewodschaft Poznań 1918–1939. Übersetzt von Siegfried Schmidt, In: Quellen und Studien. Deutsches Historisches Institut Warschau / Niemiecki Instytut Historyczny w Warszawie, Band 8, Harrassowitz, Wiesbaden 1998, ISBN 3-447-04030-0, S. 21).
  11. Gesetz vom 13. Mai 1994 über das Verhältnis des Staates zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in der Republik Polen
  12. http://luteranie.pl/strona_glowna/polskie_nabozenstwa_za_granica/polskie_nabozenstwa_w_wielkiej_brytanii.html
  13. http://luteranie.pl/strona_glowna/polskie_nabozenstwa_za_granica/polskie_nabozenstwa_w_niemczech.html
  14. http://luteranie.pl/strona_glowna/polskie_nabozenstwa_za_granica/polskie_nabozenstwa_w_kanadzie.html
  15. http://www.luteranie.pl/dublin/