Römisch-katholische Kirche in Polen
Die römisch-katholische Kirche in Polen ist als bedeutendste religiöse Gemeinschaft des Landes in 14 Erzbistümer und 27 Bistümer sowie das Militärordinariat untergliedert.
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[Bearbeiten] Geschichte
Seit der Christianisierung Polens im Jahre 966 hat die katholische Kirche stets eine wichtige religiöse, soziale und politische Rolle im Leben des Landes gespielt.
Vor allem in Zeiten der Fremdherrschaft hatte sie eine wichtige Rolle für den Zusammenhalt der polnischen Nation. Auch unter der kommunistischen Herrschaft änderten sich die religiösen Praktiken und Gefühle der Polen kaum. Der römisch-katholische Klerus behielt seine Autonomie und wurde erneut durch die Wahl Kardinals Karol Wojtyła als Papst Johannes Paul II. in seiner Stellung gestärkt.
Nach den Revolutionen im Jahr 1989 verfügte die Apostolische Konstitution Totus Tuus Poloniae Populus am 25. März 1992 von Papst Johannes Paul II. eine Neu- und Umstruktierung der katholischen Kirche in Polen.
Nach offiziellen Statistiken gehörten im Jahre 2000 36.600.000 Personen, also rund 89,8% der polnischen Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an. Über 75% davon gaben an, regelmäßig die Hl. Messe zu besuchen. Die übrigen rund zwei Millionen Polen gehören keiner Religion oder über 40 anderen Bekenntnissen an.
Die Kirche hat auch heute erheblichen politischen Einfluss, ist nach dem Staat der zweitgrößte Eigentümer von Immobilien und besitzt etwa 300 Presseorgane und 50 Radio- und Fernsehsender wie Radio Maryja.[1]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Tagung zum Thema "Die Kirche in den postkommunistischen Transformationsprozessen" in Osnabrück im Oktober 2000. Vorträge von Bischof Tadeusz Pieronek (Krakau) und Prof. Dr. Irena Lipowicz (Botschafterin der Republik Polen in Österreich)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Alice Kohli: "Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich.", nzz.ch vom 3. November 2011, abgerufen am 22. Februar 2012
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