Zeppelin Museum

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Es gibt weitere Zeppelin-Museen, siehe Zeppelinmuseum
Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH
Zeppelin logo.svg
Zeppelin Museum Friedrichshafen
Daten
Ort Friedrichshafen
Art Technik-Museum
Eröffnung 1996
Website www.zeppelin-museum.de
Das Museum
Das Museum am Hafen

Das 1996 eröffnete Zeppelin-Museum befindet sich in Friedrichshafen, Baden-Württemberg. Es ist im ehemaligen Hafenbahnhof mit seiner klaren Bauhaus-Architektur direkt am Bodensee untergebracht. Das Museum beherbergt die weltgrößte Sammlung zu Geschichte und Technik der Zeppelin-Luftschifffahrt.[1]

Museumskonzept[Bearbeiten]

Das Museum ist unter dem dualen Rahmen von „Technik und Kunst“ konzipiert. Es ermöglicht, diese zwei Themenbereiche gemeinsam kennenzulernen und zu erleben.[1]

  • Technik: Die Zeppelin-Sammlung
  • Kunst: Die Kunst-Sammlung der Stadt Friedrichshafen

Beide Bereiche werden seit 2009 auch inhaltlich miteinander verknüpft. Die Kunstaktion "Sciami Dirigibile" des mexikanischen Künstlers Héctor Zamora im zweiten Obergeschoss belegt diese neue Tendenz. http://www.zeppelin-museum.de/2072.html

Die Zeppelin-Sammlung[Bearbeiten]

Das Museum zeigt in seiner Ausstellung im Erdgeschoss und im 1. Geschoss auf etwa 4.000 m² die gesamte Geschichte der Zeppelin-Luftschiffe bis in die Gegenwart. Anhand einer Vielzahl von Originalexponaten wird die Entwicklung der Luftschifftechnik, aber auch die Bedeutung des Luftschiffs für die zivile und militärische Luftfahrt veranschaulicht.

Erdgeschoss[Bearbeiten]

Im Erdgeschoss wird seit 2012 die Geschichte der LZ 129, besser bekannt unter dem Namen „Hindenburg“, anhand zahlreicher Exponate dargestellt. Daneben ist ein Oberklasse-Pkw vom Typ Maybach Zeppelin DS 8 aus den 1930er Jahren zu sehen, der die Verbindung zum 1909 vom Grafen Zeppelin mitgegründeten Luftfahrzeug-Motorenbau (1918 in Maybach-Motorenbau umbenannt) verdeutlichen soll.

Früher wurde in diesen Räumen die Entwicklung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und ihrer Folgebetriebe vermittelt. Im August 2007 gab es eine Sonderausstellung über aktuelle Modelle und die Technik des Zeppelin NT.

LZ 129 „Hindenburg“[Bearbeiten]

Der Aufenthaltsraum im Zeppelin. Ausstellung eines Zeppelin-Segments im Zeppelin Museum Friedrichshafen, Seestraße 22, Friedrichshafen, Deutschland.

Zentrales und größtes Objekt ist ein begehbarer Nachbau des 33 Meter langen Teilstücks des Luftschiffs LZ 129 „Hindenburg“ von 1936 mit Passagierkabinen, Aufenthaltsraum und Schreibsalon.[1]

Technische Exponate[Bearbeiten]

Gerippe des Hindenburg-Nachbaus im Zeppelin-Museum Friedrichshafen

Nach Verlassen des Segmentes der Hindenburg im 1. Stock sind Motoren und die Aluminiumkonstruktion des Zeppelins zu betrachten.

Zivile und militärische Nutzung[Bearbeiten]

In einem Gebäudeflügel des 1. Stocks wird die zivile, in einem zweiten Flügel die militärische Nutzung dargestellt. Dieser Bereich wurde 2013 komplett überarbeitet und zeigt nun unter der Überschrift "Auftrieb, Antrieb, Aerodynamik - Giganten in Bewegung" die physikalischen Aspekte der Luftschifffahrt. Zahlreiche Mitmachstationen bieten jungen und älteren Besuchern die Möglichkeit diese Zusammenhänge auszuprobieren und dadurch besser zu verstehen.

Die Kunst-Sammlung[Bearbeiten]

"Einlaufen des Raddampfers 'Kronprinz' in den Hafen von Friedrichshafen", von Franz Seraph Stirnbrand, circa 1840. Exponat in der Kunstabteilung des Zeppelin Museums Friedrichshafen, Seestraße 22, Friedrichshafen, Deutschland.

1944 wurde das Bodensee-Museum bei einem Fliegerangriff zerstört. Im 2. Stockwerk des Zeppelin Museums werden Werke dieser Kunstsammlung vom Mittelalter bis zur Gegenwart präsentiert. Technik und Kunst sind nicht nur unter einem Dach beheimatet, sondern werden auch inhaltlich miteinander verbunden.

Der Schwerpunkt liegt auf der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Die Sammlung beinhaltet Werke von Otto Dix, Max Ackermann, Karl Caspar, Maria Caspar-Filser, Res Ingold und Thom Barth.

Unter anderem sind auch Werke aus der Bodenseeregion ausgestellt. Historisch bemerkenswert sind die Abbildungen alter Bodenseeansichten:

  • Franz Seraph Stirnbrand: Einlaufen des Raddampfers „Kronprinz“ in den Hafen von Friedrichshafen um 1840.
  • Karl Hubbuch: Meersburg um 1935 (Hafen mit einfacher Mole in Quadersteinen).
  • Otto Dix: Landschaft mit Regenbogen von 1933 (Blick über den Untersee auf Turm des Konstanzer Münsters).

Seit dem 19. April 2013 wird die Kunstsammlung unter den beiden Themen „Mensch und Technik“ und „Mensch und Natur“ neu präsentiert.

Ausstellungen[Bearbeiten]

siehe: Liste der Ausstellungen im Zeppelin Museum

Archiv und Bibliothek[Bearbeiten]

Gemäß dem Konzept „Technik und Kunst“ verbinden sich das Archiv und die Bibliothek zu einem Forschungszentrum zu den Themen Luftfahrt, Luftschifffahrt, Kunst und Kunstgeschichte.
Die Geschichte der Luftschifffahrt sowie Firmen- und Personengeschichte der Zeppelin-Luftschiffe nimmt einen großen Teil der Bibliothek ein. Die Buchbestände und Dokumente sind hier zentral untergebracht und stehen für Forschungen aller Art zur Verfügung.

Museumsshop und Hafenrestaurant[Bearbeiten]

Restaurant des Zeppelin Museums Friedrichshafen, Deutschland. Ehemaliges Restaurant des Hafenbahnhofs.

Im Erdgeschoss befindet sich der Museumsshop mit Literatur, Fotografien und Zeppelinandenken.

Vom 1. Stock des Museums und von außen ist das Hafenrestaurant zugänglich. Es befindet sich noch an derselben Stelle wie früher im historischen Hafenbahnhof.

Freundeskreis[Bearbeiten]

Der Freundeskreis zur Förderung des Zeppelin Museums in Friedrichshafen wurde 1983 gegründet und hat 1.600 Mitglieder und Freunde in der ganzen Welt. Er war an der Finanzierung des Museums beteiligt und hält an der Zeppelin Museum GmbH 30 %. Er erwirbt neue Ausstellungsstücke und gibt sie dann als Leihgabe an das Museum.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Technik und Kunst. In: Sauwettertipps. Sonderheft der Bodensee Ferienzeitung. Ausgabe 2/2009. Südkurier GmbH Medienhaus, Konstanz 2009, S. 10
  2. Graf Zeppelin zum 175. Geburtstag. Eine Sonderveröffentlichung des SÜDKURIER vom 14. Mai 2013, S. 25.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zeppelin Museum Friedrichshafen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.650569.48303Koordinaten: 47° 39′ 2″ N, 9° 28′ 59″ O