Znaimer Waffenstillstand

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Der Znaimer Waffenstillstand war ein bei Znaim zwischen Erzherzog Karl von Österreich und den französischen Truppen unter Auguste Frédéric Louis Viesse de Marmont und André Masséna am 12. Juli 1809 geschlossener Waffenstillstand.

Er wurde geschlossen, als Napoléon mit seinen Truppen in der Schlacht bei Wagram über die österreichischen Truppen siegte und diese sich nach Mähren zurückziehen mussten. Niederösterreich blieb dabei französisch besetzt.

Obwohl Kaiser Franz I. in der Wolkersdorfer Proklamation noch Ende Mai den Tirolern versprochen hatte, ohne Tirol bei Österreich keinen Frieden schließen zu wollen, betraf der Punkt IV des Waffenstillstandsabkommens die Räumung Tirols und Vorarlbergs von österreichischen Truppen. Der Wiener Hof unterließ es jedoch, klare Informationen nach Tirol zu senden, dort wurde daher blutig weitergekämpft.

Erzherzog Karl wurde in der Folge von Franz I. als Generalissimus suspendiert.

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