1. SC Znojmo

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1.SC Znojmo FK
Logo des 1. SC Znojmo
Basisdaten
Name 1.SC Znojmo FK, a.s.
Sitz Znojmo
Gründung 1952 als DSO RH Znojmo
Farben blau-weiß
Präsident Petr Vozábal
Website www.1scznojmo.cz
Erste Mannschaft
Trainer Oldřich Machala
Stadion Stadion v Husových sadech
Plätze 5000
Liga 2. Liga
2014/15 11. Platz
Heim
Auswärts

Der 1. SC Znojmo ist ein tschechischer Fußballverein aus dem südmährischen Znojmo. Unter der Bezeichnung SKPP Znojmo war der Verein von 1992 bis 1994 und ab 2010 zweitklassig. 2013 gelang Znojmo der Aufstieg in die 1. Liga, aus der die Mannschaft aber direkt wieder abstieg. Zahlreiche spätere Erstligaspieler absolvierten ihren Wehrdienst bei dem ehemaligen Polizei- und Armeesportverein.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1. SC Znojmo wurde 1952 als DSO Rudá Hvězda Znojmo gegründet. Den Namen Rudá Hvězda, deutsch Roter Stern, trugen dabei alle Vereine, die dem Innenministerium unterstellt, faktisch also Polizeisportvereine waren.

RH Znojmo stieg 1962 in den damals drittklassigen Krajský přebor auf und belegte auf Anhieb den vierten Platz in der Staffel Südmähren. 1965 gewann Znojmo seine Gruppe, blieb aber weiterhin drittklassig. Statt elf Staffeln des Krajský přebor bildeten fortan sechs Gruppen der so genannten Divize die dritte tschechoslowakische Liga. Dort konnte sich die Mannschaft nur bis 1967 halten und stieg in die Viertklassigkeit ab. Zwar folgte der umgehende Wiederaufstieg, doch die Znaimer konnten sich nur ein Jahr in der Divize halten.

Fast 20 Jahre mussten die Zuschauer in Znojmo auf eine Rückkehr in die Divize warten, die inzwischen nur noch die vierthöchste Spielklasse in der damaligen ČSSR war. Dort hielt sich Znojmo jedoch nur in der Saison 1987/88 auf und marschierte direkt in die 3. Liga durch, die so genannte II. ČNL. Auch dort spielten die Mähren gleich vorne mit. In der Spielzeit 1988/89 reichte es zu Platz Sieben, 1989/90 sogar zum dritten Platz. Vor Saisonbeginn hatte der Verein mit TJ Sokol Práče fusioniert, nach Ende der Spielzeit folgte die Umbenennung in SKP Znojmo-Práče.

Im folgenden Jahr lieferte sich der SKP Znojmo ein lange Zeit offenes Aufstiegsduell mit TJ TŽ Třinec, blieb aber schließlich zwei Punkte hinter seinem Rivalen. In der Saison 1991/92 konnte die Mannschaft doch noch den Aufstieg in die zweite tschechoslowakische Liga feiern. Es war die erste Zweitligasaison der Vereinsgeschichte und zugleich die letzte gemeinsame Spielzeit der Tschechoslowakei.

Trainer Jiří Fryš brachte die Mannschaft mit 24 Punkten aus 30 Spielen auf den elften Platz und vermied somit denkbar knapp die Relegationsspiele. Was sich im ersten Zweitligajahr abgezeichnet hatte, wurde 1993/94 Wirklichkeit. Mit nur drei Siegen und insgesamt 16 Punkten erwies sich Znojmo als zu schwach für die 2. Liga und stieg in die MSFL ab. Dort belegte die Mannschaft drei Mal in Folge Mittelfeldplatzierungen, ehe sie 1997/98 Tabellenletzter wurde und in die Divize abstieg.

Der schon 1995 in VTJ Znojmo umbenannte Verein änderte 1999 erneut seinen Namen, diesmal in Fotbal Znojmo. Zwei Jahre später fusionierte der Klub mit dem FC Znojmo zum 1. SC Znojmo. In der Saison 2001/02 gelang dem Team der Aufstieg in die MSFL, wo es am Saisonende immer wieder im Mittelfeld landete. 2009/10 holte man sich den Titel der MSFL und stieg wieder in die zweite Liga auf. In der Saison 2012/2013 holte der 1. SC Znojmo den 1. Platz in der 2. Liga und stieg somit in die Gambrinus Liga auf. Die Heimspiele musste die Mannschaft in Brünn austragen, da das eigene Stadion nicht den Erstligaanforderungen entsprach. In der Saison 2013/14 belegte Znojmo den letzten Rang und stieg wieder ab.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • I. liga: 2013/2014
  • II. liga: 1992 bis 1994, 2010 bis 2012/2013 und wieder ab 2014
    (ČMFL 1992/93, 2. Liga 1993/94, 2010 bis 2012/2013, FNL ab 2014)
  • III. liga (II. ČNL/MSFL): 1988 bis 1992 sowie 1994 bis 1998 und 2002 bis 2010
    (II. ČNL 1988/89–1991/92, MSFL 1994/95–1997/98 und 2002/03-09/10)

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Wehrdienst in Znojmo absolvierten folgende Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit seiner Gründung spielte RH Znojmo im so genannten Stadion Čafka in der Innenstadt. Der Name des Platzes leitete sich von ČAFC Znojmo ab. Dieser inzwischen inexistente Klub hatte das etwa 5000 Zuschauer fassende Stadion zuvor genutzt. Erst 1983 wurde dieser Asche- in einen Rasenplatz umgewandelt. Das Spiel gegen Kyjov im Jahr 1985 sahen 4200 Zuschauer – bis heute Vereinsrekord.

Im Sommer 2000 hatte sich der Eigentümer des Stadions VTJ Znojmo so weit verschuldet, dass dem Areal der Abriss drohte. Schließlich sprang die Stadt Znojmo in die Bresche und rettete mit einer Finanzspritze das Stadion. Seit dem Wiederaufstieg in die Divize 2002 spielt der Klub meistens im Stadion v Husových sadech, auch Stadion Husovy Sady genannt. Die Kapazität dieses mit Laufbahn ausgestatteten Stadions beträgt rund 5000 Zuschauer. Es wurde von 1952 bis 1958 erbaut und fasste früher bis zu 8000 Besucher.

In der Erstligasaison 2013/14 musste Znojmo seine Heimspiele im Städtischen Stadion in Brünn austragen, da das eigene Stadion nicht den Erstligaanforderungen entsprach.

Vereinsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1952 DSO Rudá Hvězda Znojmo
  • 1969 TJ Rudá Hvězda Znojmo
  • 1990 SKP Znojmo-Práče (nach Fusion mit TJ Sokol Práče)
  • 1992 SKPP Znojmo
  • 1993 VTJ SKP Znojmo
  • 1994 VTJ Znojmo-Rapotice (nach Fusion mit TJ Sokol Rapotice, 1997 verselbständigte sich Sokol Rapotice wieder)
  • 1995 VTJ Znojmo
  • 1999 Fotbal Znojmo
  • 2001 1. SC Znojmo (nach Fusion mit FC Znojmo)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tomáš Habrcetl: Fotbalové stadiony v České republice. Volvox Globator, Praha 2001, ISBN 80-7207-448-2
  • Jindřich Horák, Lubomír Král: Encyklopedie našeho fotbalu. Sto let českého a slovenského fotbalu. Domací soutěže. Libri, Praha 1997, ISBN 80-85983-22-2
  • Radovan Jelínek, Miloslav Jenšík et al.: Atlas českého fotbalu od roku 1890. Prag 2005. ISBN 80-901703-3-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]