AdBlock

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
AdBlock
Logo
Entwickler BetaFish Incorporated
Erscheinungsjahr 8. Dezember 2009
Aktuelle Version 2.18 Chrome / 2.9.4 Safari
Betriebssystem Plattformübergreifend
Programmier­sprache HTML, CSS, Javascript, jQuery
Kategorie Werbeblocker
Lizenz GPLv3
Deutschsprachig ja
getadblock.com

AdBlock ist ein Open-Source-Werbefilter und Pop-up-Blocker, der als Erweiterung für die Webbrowser Google Chrome, Opera und Safari genutzt werden kann.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AdBlock war zunächst unabhängig sowohl vom kommerziellen Adblock Plus als auch von dessen Vorgänger Adblock für Mozilla Firefox.

Im Oktober 2015 wurde AdBlock von einem Investor übernommen. Seitdem ist AdBlock nicht mehr für Firefox verfügbar. Der Gründer Michael Gundlach hat das Unternehmen Betafish verlassen. Gleichzeitig trat AdBlock dem Acceptable-Ads-Programm bei, das beim ursprünglichen Initiator Adblock Plus für starke Kritik sorgte.[1]

Filterlisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aktualisierungen der Filterlisten lassen sich automatisch abrufen. Neben der Standardliste lässt sich in AdBlock auch eine Antisocial Filterliste aktivieren, diese verhindert z. B. dass Facebook Daten einsammeln kann, wenn Seiten mit Social Plugins besucht werden.

Weitere zusätzlich aktivierbare Listen richten sich gegen Malware in Webseiten und z. B. die „Fanboy's Annoyances“, dies sind besonders störende CSS Toolbars, Flyouts, Popups und andere Elemente.

Websites mit Werbeblocker-Erkennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inzwischen sind einige Websitebetreiber dazu übergegangen, die Nutzung von Adblock zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So blenden einige Websites Warnmeldungen ein, die auf das Konzept der Werbefinanzierung hinweisen.[2] Bild.de sperrt seit Oktober 2015 Nutzer aus, die einen Adblocker verwenden[3], und versucht auf dem Weg der Abmahnung zu verhindern, dass Benutzer ihren Browser selbst so konfigurieren können.[4]

Im Gegenzug wurden (z. B. mithilfe der Firefox-Erweiterung Greasemonkey) unter der Bezeichnung Anti-Adblock-Killer (AAK) Skripte programmiert, die die Werbeblocker-Erkennung auf den aufgeführten Websites aushebeln, so dass die Website trotz Werbeblocker vollständig benutzbar ist. Unterstützend gibt es z. B. in der sehr populären EasyList aber auch in der Liste des AAK-Projektes Filterdefinitionen für AdBlock, die die Erkennung eines Werbeblockers verhindern.

Versionshistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Version 2.1: Fügte eine Unterstützung für viele Sprachen hinzu. Aktuell unterstützt AdBlock damit über 33 Sprachen.
  • Version 2.4: Starke Verbesserung der Geschwindigkeit und des Speichermanagements pro Tab.[5]
  • Version 2.5: Alle Typen von downloadbarer Werbung werden blockiert, inklusive Werbung in Videos und in Flash.
  • Version 2.6: Informiert den Benutzer wahlweise nun auch darüber, wie viel Werbung auf der Seite und insgesamt geblockt wurde.[6]

Software mit ähnlicher Funktionalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein zu AdBlock ähnlicher Werbeblocker ist die populäre Browser-Erweiterung Adblock Plus, von der es wiederum zahlreiche Abspaltungen gibt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. heise.de: Acceptable Ads: Auch Adblock lässt "nicht-nervende" Werbung durch
  2. Erkennung von Werbeblockern und Gegenmaßnahmen auf vermarktercheck.de, 26. Oktober 2011.
  3. Adblocker: Bild.de sperrt Nutzer von Werbeblockern aus. golem.de. Abgerufen am 23. März 2016.
  4. Friedhelm Greis: Urheberrecht: „Bild“ droht nach Ad-Block-Anleitungen mit Abmahnung. In: Die Zeit. Abgerufen am 23. März 2016. 
  5. AdBlock for Chrome
  6. Version 2.6 release announcement. Abgerufen am 21. März 2014.