Adobe Photoshop Lightroom

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Adobe Photoshop Lightroom
Lightroom
Entwickler Adobe Systems
Aktuelle Version CC 2017 / 7.0.1[1]
(26. Oktober 2017)
Betriebssystem macOS, ab Windows 7 (x64)
Programmiersprache C++, Lua
Kategorie Digital Imaging
Lizenz proprietär
deutschsprachig deutschsprachige Version erhältlich seit 29. Juli 2008
Adobe Photoshop Lightroom CC

Unter Adobe Photoshop Lightroom werden Programme und Dienste zur Bilderverwaltung und Bearbeitung von Digitalfotos zusammengefasst. Die Elemente des Lightroom-Systems unterstützen verschiedene Fotoformate, darunter Rohdaten, wie sie typischerweise von digitalen Spiegelreflex- (DSLR), aber auch spiegellosen Systemkameras sowie manchen Kompaktkameras erzeugt werden. Seit Version 3 werden auch Videos unterstützt. Die Zielgruppe sind einerseits Berufsfotografen und engagierte Amateure, andererseits Hobby- und Gelegenheitsfotografen.

Aufbau der Software[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Apps des cloudbasierten Dienstes "Adobe Photoshop Lightroom CC" zeigen eine Oberfläche für Import, Archivierung, Bearbeitung und Teilen, organisiert in Boxen, die für die verschiedenen Schritte aufgeklappt werden.

Die Oberfläche des desktopbasierten Computerprogramms "Adobe Photoshop Lightroom Classic CC" ist in sieben Module gegliedert:

Bibliothek
Enthält eine Übersichtsanzeige der Bilder im Raster- oder Vollbild-Modus. Des Weiteren ist ein Import von der Kamera und anderen Datenträgern und Export möglich. Für die einfache Verwaltung bietet sie unter anderem verschiedene Funktionen zum Verschlagworten (IPTC), Bewerten, Markieren, Gruppieren, Filtern und der Organisation in Kollektionen an.
Entwickeln
Bietet eine weite Palette von grundlegenden Funktionen zur Beeinflussung von Farbtemperatur, Tonwertverteilung, Gradation, eine subtile selektive Farbkorrektur und Tönung von Lichtern und Tiefen. Außerdem gibt es Funktionen zum Beschneiden und Rotieren, Entrauschen und Schärfen von Bildern, um die wichtigsten zu nennen. Seit der Version 2 stehen darüber hinaus Möglichkeiten der selektiven Bildkorrektur, d. h. Anwendung von Korrekturen und Optimierungen auf Teilbereiche eines Bildes, zur Verfügung.
Karte
Ein Modul zur Georeferenzierung von Bildern. Den Fotos können per Drag&Drop Geoinformationen zugewiesen werden.
Buch
Enthält Funktionen zum Erstellen von Fotobüchern, die dann bei einem Anbieter bestellt oder als JPEG- oder PDF-Dateien ausgegeben werden können.
Diashow
Ermöglicht das Erstellen einer Diashow zur Präsentation ausgewählter Bilder auf dem Monitor, Zweitbildschirm oder Beamer. Eine Präsentation kann auch als PDF-Datei ausgegeben werden.
Drucken
Bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Anordnung von Bildern auf der Seite, auch in unterschiedlichen Größen. Erzeugung von Kontaktbögen, Bilderkollektionen und Ansteuerung von FineArt-Druckern. Statt direkter Drucker-Ansteuerung kann auch eine JPEG-Datei generiert werden. Eine direkte Generierung einer PDF-Datei ist ab Version 2.0 möglich, vorher kann dies über einen PDF-Druckertreiber erreicht werden.
Web
Ermöglicht das einfache Erstellen einer Webpräsentation der Bilder als HTML- oder Flash-Galerie nach vorgefertigten Vorlagen. Eigene Vorlagen können auf Basis der vorgefertigten Bilder direkt aus Lightroom per FTP auf einen (vorhandenen) Webspace hochgeladen werden. Seit Lightroom 3.0 ist auch die Veröffentlichung bei Facebook, Flickr und anderen sozialen Netzwerken möglich.[2]

Unterstützte Dateiformate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lightroom unterstützt den Datenimport der Grafikformate JPG, PSD, TIFF sowie das von Adobe selbst entwickelte offene Rohdatenformat Digital Negative, kurz DNG. Darüber hinaus ermöglicht das interne Entwicklungsmodul den Import der nativen Rohdatenformate der verschiedenen Kamerahersteller wie bspw. Canon Raw (*.crw, *.cr2), Pentax Raw (*.pef) oder Nikon Raw (*.nef).[3]

Beim Bildimport steht dem Fotografen zudem eine Vielfalt von Sortierungs- und Umbenennungssystematiken wie beispielsweise Festlegung von Schlagwörtern (Metadaten) zur Verfügung.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm arbeitet, wie alle Raw-Konverter, nicht-destruktiv, das heißt, es wird nie die Originaldatei verändert (einzig die Aufnahmezeit kann optional direkt in der Originaldatei verändert werden), sondern alle Änderungen werden getrennt von der ursprünglichen Datei in einer Datenbank oder einer zusätzlichen XMP-Metadatei (Filialdatei) gespeichert. Wahlweise können die XMP-Daten auch in die Dateien hineingeschrieben werden. Erst bei der Konvertierung (Export) in JPEG oder TIFF werden die Änderungen wirksam. Adobe Photoshop Lightroom verwendet Technologien aus dem mittlerweile eingestellten Raw-Programm RawShooter der dänischen Firma Pixmantec. Adobe Systems hat das dänische Softwarehaus am 26. Juni 2006 übernommen.[4]

Adobe Photoshop Lightroom wird im Abonnement-Modell der Adobe Creative Cloud vertrieben.[5] Die aktuelle Version 7 (Desktop-Version, ohne Funktionen für Mobilgeräte, keine Funktions-Updates) heißt offiziell "Adobe Photoshop Lightroom Classic CC" und wurde am 18. Oktober 2017 veröffentlicht.[6]

Ebenfalls am 18. Oktober 2017 stellte Adobe seinen neuen cloud-basierten Fotoservice vor, mit dem plattformübergreifend Fotos verwaltet, bearbeitet und geteilt werden können und als Gegenstück zu Apples Fotos angesehen werden kann. Der offiziell "Adobe Photoshop Lightroom CC" genannte cloud-basierte Fotoservice ist nicht mit der desktop-basierten Software Adobe Photoshop Lightroom Classic CC kompatibel[7] und bietet einen deutlich geringeren Funktionsumfang als diese, u.a. fehlt die Kartendarstellung und die Möglichkeit zum manuellen Geotagging bzw. mittels Log Matching.

Neben dem von Adobe bereits integrierten Veröffentlichungsdienst, z. B. für Flickr, ermöglicht das Plugin WP/LR Sync die Synchronisation der Foto-Verwaltung von Lightroom mit der Mediathek des Content-Management-Systems WordPress.[8] Für iOS-Nutzer gibt es eine kostenlose Lightroom-App, auch für Nicht-Abonnenten.[9]

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lightroom 1 (19. Februar 2007)
Lightroom 2 (29. Juli 2008)
Lightroom 3 (8. Juni 2010)
Lightroom 4 (5. März 2012)
Neuerungen: u. a. Softproof-Funktion, Gestaltungsmöglichkeiten für Fotobücher, Geolokalisierung von Dateien und Bearbeitungsmöglichkeiten für Videos[10]
Lightroom 5 (9. Juni 2013)
Neuerungen: u. a. Smart-Previews (Bearbeitung von größenreduzierten Vorschaubildern im DNG-Format, spätere Anwendung der Änderungen auf Originaldateien), automatische Korrektur stürzender Linien, Bereichsreparatur mittels Pinselwerkzeug, radialer Verlaufsfilter, verbesserte Erstellung von Fotobüchern, Video-Galerien[11]
Lightroom 6 und CC 2015 (21. April 2015)
Neuerungen: nur noch als 64-Bit-Version erhältlich; u. a. Panorama, HDR und Gesichtserkennung. Letzte Version, die ohne Creative Cloud erhältlich ist, Aktualisierungen wie Kamera-Updates werden per 2017 eingestellt.[12]
Lightroom Classic CC und Lightroom CC (18. Oktober 2017)
Nur noch in Creative-Cloud-Abos verfügbar.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adobe Photoshop Lightroom – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lightroom Classic CC 7.0.1 now available.
  2. Lightroom: Bereitstellen im Web. In: netzwelt.de. Abgerufen am 18. Oktober 2011.
  3. Camera Raw – Unterstützte Kameramodelle. In: adobe.com. Abgerufen am 19. Oktober 2017.
  4. Pressemitteilung zur Pixmantec-Übernahme Abgerufen am 18. Oktober 2011.
  5. Kunden, die eine frühere Version der Software bezahlt und fest auf ihrem Rechner installiert haben, erhalten beim Abruf des Update-Links aus dem Programm heraus die Meldung, Version 4.4 sei aktuell und damit nicht update-fähig. Siehe dazu Lightroom ist Teil der Creative Cloud. In: heise Foto. 26. Juni 2012.
  6. Adobe Photoshop Lightroom CC. In: adobe.com. Abgerufen am 22. April 2015.
  7. Migrieren von Fotos und Videos von Lightroom Classic CC zu Lightroom CC. Abgerufen am 30. November 2017.
  8. c't Webdesign. 2017, Seite 80 f.
  9. Andy Voß: Adobe Lightroom für iOS-Geräte gratis. In: computerbild.de. 9. Oktober 2015.
  10. Tom Hogarty: Lightroom 4.0 Now Available. In: Adobe Lightroom Journal. 5. März 2012, abgerufen am 6. März 2012 (englisch).
  11. André Kramer: Lightroom 5 verfügbar. In: heise online. 10. Juni 2013.
  12. a b Tom Hogarty: Introducing: Lightroom CC, Lightroom Classic CC and More. In: Adobe Photoshop Blog. 18. Oktober 2017 (englisch).