Adolf T. Schneider

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Verleihung eines Bürgerprojektpreises durch Adolf T. Schneider 2016

Adolf Theo Schneider (* 10. März 1961 in Fremont, Kalifornien) ist ein deutsch-amerikanischer Unternehmer, Reservestabsoffizier (Oberst) und Heimatforscher. Er lebt und wirkt seit 1986 in Vallendar in Rheinland-Pfalz.

Leben und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneider besuchte die Grundschule (Bernhard-Honkamp-Schule) in Welver, das Aldegrever-Gymnasium in Soest und ab 1972 das städtische Gymnasium Bettina von Arnim in Dormagen, wo er 1980 die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erlangte.

Von Oktober 1981 bis Februar 1985 studierte er an der Hochschule der Bundeswehr in Hamburg (heute: Helmut-Schmidt-Universität) und schloss im Februar 1985 als Diplom-Ingenieur für Maschinenbau mit den Interessenschwerpunkt in Prozessen und Datenverarbeitung ab. 1994 wurde ihm durch die Fédération Européenne d’associations Nationales d’Ingénieurs in Paris die Bezeichnung „Europa Ingenieur“ verliehen. 1995 absolvierte er in Paris den Lehrgang „Management of Managers Europe“ durch die University of Michigan – School of Business Administration.

Berufliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehrübung 2016

Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1980 bis 1992 war Schneider als Offizier für 12 Jahre bei der Bundeswehr. Er ist ausgebildeter Panzeroffizier, wurde nach seinem Studium in der Logistik und von 1988 bis 1992 im damaligen PSV-Bataillon in Andernach eingesetzt. Seit 1992 ist Schneider Reservestabsoffizier und arbeitete bis 2011 als Referent im Bundesministerium der Verteidigung – Führungsstab der Streitkräfte. 1998 wurde er zum Oberstleutnant der Reserve und 2012 zum Oberst der Reserve befördert. Er ist als Oberst im Generalstab beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln tätig.

Schneider ist Mitglied und Sektionsleiter der Sektion Koblenz der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT)

Unternehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990 gründete Schneider in Vallendar das Unternehmen Schneider+Partner[1], ein Beratungsunternehmen im Bereich Organisationsoptimierung, Projektmanagement und Interimsmanagement, sowie die Fa. Schneider System GmbH, die ab 2010 als UWS Business Solutions GmbH firmiert und deren Anteile er 2015 verkaufte. Außerdem ist Schneider Inhaber des landwirtschaftlichen Gutes Wüstenhof, auf dem seine Familie seit dem 17. Jahrhundert lebt.[2][3]

Heimatkundliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneider ist seit über 40 Jahren Heimat- und Familienforscher und -sammler.[4] Er unterstützt u. a. die Stadt Vallendar in Fragen der Heimat- und Familienforschung und veranstaltet Jahresausstellungen im durch ihn betriebenen städtischen Museum.[5] Schneider sammelt heimatkundliche und regionalgeschichtliche Dokumente, Bücher und Gegenstände und hat daraus eine umfangreiche Sammlung aufgebaut und ist Autor einer Reihe von Publikationen zur Heimat- und Familienforschung.

Aktivität für ein friedliches und vereintes Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verleihung des Mérite Européen an Adolf T. Schneider 2018

Beginnend mit Schüleraustauschen in den 1970er Jahren nach England und Offizieraustauschen mit Frankreich engagiert sich Schneider seit den 1980er Jahren ehrenamtlich für ein friedliches und freies Europa.[6] Von 1994 bis 2003 war Schneider Vizepräsident und Geschäftsführer des Konrad-Adenauer-Kreises für freiheitliche und europäische Politik e.V. (Präsidentin: Parlamentarische Staatssekretärin a. D. Roswitha Verhülsdonk). Er war 1995 einer der Gründer des vom damaligen Bundestagspräsidenten Kai-Uwe von Hassel initiierten Mérite Européen Freundes- und Förderkreis Deutschland e.V., dessen Vizepräsident er heute ist.

Universitäres Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schneider engagiert sich ehrenamtlich seit 1988 an beiden Vallendarer Universitäten, der Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (u. a. Beratung und Mitarbeit im Ethik-Institut, medizinethischen Arbeitskreis, Strategieausschuss, Finanzausschuss) und der WHU – Otto Beisheim School of Management (Mitarbeit u. a. im Aufnahmeausschuss, Forum Mittelstand sowie bei historischen Themen) und beschäftigt sich mit ethischen Fragestellungen.[7]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf T. Schneider, Vallendar – 150 Jahre Stadtgeschichte, Erfurt 2006, Sutton Verlag, ISBN 3-86680-009-6
  • Günther Pees; Adolf T. Schneider (Hrsg.), Vernetztes Denken bei E-Learning und Fernausbildung, Aachen 2003, Shaker Verlag, ISBN 3-8322-2296-0
  • Adolf T. Schneider, Der Wüstenhof bei Vallendar – ein Hofgut und seine Besitzer und die Geschichte der Schnatzenmühle und ihrer Bewohner, Weitersburg 2002, Verlag Vallendar, ISBN 978-3-00-009881-9
  • Adolf T. Schneider, Benefiz-Kunstauktion, Bendorf 2001, Förderkreis Abtei Sayn
  • Adolf T. Schneider, Ortssippenbuch Vallendar der katholischen Kirchengemeinde St. Marzellinus und St. Petrus 1823 – 1874, Vallendar 1995, Stadt Vallendar
  • Adolf T. Schneider, Benefiz-Kunstauktion, Bendorf 1994, Förderkreis Abtei Sayn
  • Adolf T. Schneide, Vallendar am Rhein im Spiegel alter Ansichtskarten, Korb am Neckar 1993, Geiger-Verlag, ISBN 3-89264-875-1
  • Adolf T. Schneider, Benefiz-Kunstauktion zugunsten Aids-Hilfe Koblenz, Vallendar 1992, Verlag JU
  • Adolf T. Schneider, Europa wollen – seine Probleme erkennen – für seine Verwirklichung handeln, in: Hardthöhenkurier, Bonn 2017, K&K Medienverlag Hardthöhe, ISSN 0933-3355
  • Adolf T. Schneider, Jean Koch, Landschaftsmahler zu Vallendar bey Thal Ehrenbreitstein, in: Heimatbuch 2018, Koblenz 2017, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Jan von Werth und die Schlacht bei Weitersburg 1637, in: Heimatbuch 2017, Koblenz 2016, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Der Alkmaarer Kirchenmaler Alexander Kläsener aus Vallendar, in: Heimatbuch 2016, Koblenz 2015, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Unmittelbar vor der Papstwahl – Kleines Rom in Vallendar, in: Heimatbuch 2015, Koblenz 2014, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Das Wirken der Unternehmerfamilie d’Ester in Vallendar, in: Heimatbuch 2014, Koblenz 2013, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Vallendar – die älteste Ansicht der Stadt am Rhein, in: Heimatbuch 2011, Koblenz 2010, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Peter Berg – ein Vallendarer Genie in Texas vor 150 Jahren, in: Heimatbuch 2010, Koblenz 2009, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Carl Ludwig Johann Nepomuk d’Ester – Armenarzt, Publizist und radikaler Demokrat, in: Heimatbuch 2009, Koblenz 2008, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Stadt Vallendar im Jubiläumsjahr – eine Nachlese, in: Heimatbuch 2008, Koblenz 2007, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Vallendar am Rhein – Verleihung der Stadtrechte vor 150 Jahren, in: Heimatbuch 2006, Koblenz 2005, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Die Geschichte der Schnatzenmühle und ihrer Bewohner, in: 800 Jahre Weitersburg, Ortsgemeinde Weitersburg, 2002
  • Adolf T. Schneider, Die Familie Schneider vom Wüstenhof, in: WdGfFk-Briefe, WdGfFk, Koblenz, 1998
  • Adolf T. Schneider, Der Wüstenhof bei Vallendar, in: WdGfFk-Briefe, WdGfFk, Koblenz, 1996
  • Adolf T. Schneider, Peter Berg – ein Vallendarer Schicksal in Texas, in: WdGfFk-Briefe, WdGfFk, Koblenz, 1995
  • Adolf T. Schneider, Die Goethesäule auf dem Wüstenhof bei Vallendar, in: Heimatbuch 1995, Koblenz 1994, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247
  • Adolf T. Schneider, Der Rheinberg in Urbar, in: Heimatbuch 1994, Koblenz 1993, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, ISSN 0944-1247

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adolf T. Schneider – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webseite Schneider+Partners, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  2. Rundbrief Nr. 20 Schneider von Wüstenhof bei Vallendar, Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde e.V. (Koblenz), Dezember 1998, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  3. Ein kleiner Ausflug in die Geschichte, Webseite Ausflugslokal Wüstenhof, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  4. Ehrenamtliche Museumsmacher halten die Vallendarer Geschichte lebendig, Blick-aktuell.de vom 25. Oktober 2014, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  5. Rückschau in die Geschichte der Wirtschaft Rhein-Zeitung vom 16. Juni 2011, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  6. Beispiel: Projekttage Europa - Europa vor Ort in Vallendar, Konrad-Adenauer-Schule Vallendar, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  7. Heimkehr eines historischen Fensters, Blick-aktuell.de vom 17. Juni 2014, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  8. Übergabe 2016/2017, Webseite Lions Club Vallendar, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  9. Bürgerprojektpreis 2015, Webseite Lions Club Vallendar, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  10. 2018 Adolf T. Schneider, Webseite Mérite Européen, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  11. Vallendarare Adolf T. Schneider erhält Mérite Européen, Schängel, Lokalanzeiger für die Stadt Koblenz vom 7. Februar 2018, abgerufen über die Webseite des Lions Club Vallendar, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.
  12. Verleihung Mérite Européen an Vallendarer Adolf T. Scheider, Heimat Echo Vallendar vom 8. Februar 2018, abgerufen über die Webseite des Lions Club Vallendar, zuletzt abgerufen am 13. März 2018.