Agentur für Sprunginnovation

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Agentur für Sprunginnovation

Logo
Rechtsform GmbH[1]
Gründung Herbst 2019
Sitz Leipzig, SachsenSachsen Sachsen[1]
Leitung Rafael Laguna de la Vera, Gründungsdirektor[2]
Mitarbeiterzahl geplant 35–50 (Zentrale)[1]
Umsatz 100 Mio. Euro[3]
Branche Sprunginnovation
Website sprind.org

Die Agentur für Sprunginnovation (kurz SPRIND) ist eine Bundesagentur, die disruptive Technologien fördern soll. Dabei sollen Forschungsideen, die das Potenzial zur Sprunginnovation haben, entdeckt und weiterentwickelt werden. Der Bund wird Gesellschafter sein. Die Agentur arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Als Vorbild gilt die US-amerikanische Forschungsbehörde Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa).[4]

Die Agentur ist zunächst für eine Laufzeit von zehn Jahren geplant. Der dafür geplante Mittelbedarf liegt bei etwa einer Milliarde Euro.[5] Im Aufsichtsrat sollen zehn Mitglieder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Ministerien und Politik vertreten sein. Als Gründungsdirektor der Agentur wurde Rafael Laguna de la Vera von der Bundesregierung im Juli 2019 berufen.[6] In seiner ersten Sitzung am 22. September 2020 hat der Aufsichtsrat der Bundesagentur für Sprunginnovationen Dr.-Ing. E. h. Peter Leibinger (Trumpf, Ditzingen) zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Prof. Dr. Birgitta Wolff (Goethe-Universität, Frankfurt am Main) zu seiner Stellvertreterin gewählt.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesregierung beschloss im August 2018, eine Agentur für Sprunginnovationen einzurichten. Im März 2019 wurde eine Gründungskommission berufen[8]. Im Oktober 2019 erfolgte im Neuen Rathaus Leipzig die notarielle Beurkundung der Agenturgründung und die Agentur bezog ihre Geschäftsräume.[5]

Förderungsprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Ein Quadratmillimeter der Zukunft: Der Analogrechner auf einem Chip" von Bernd Ulmann.[9]
  • "Eine europäische Superwolke: IT-Infrastruktur fürs 3. Jahrtausend" von Kurt Garloff
  • "Eine Makrolösung für das Mikroplastik-Problem" von Roland Damann
  • "Natürlich inspirierte künstliche Intelligenz: Der Supercomputer SpiNNaker2" von Christian Mayr

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Leipzig wird Sitz der Agentur für Sprunginnovationen. In: bmwi.de. 18. September 2019, abgerufen am 30. Oktober 2019.
  2. Rafael Laguna de la Vera soll Gründungsdirektor der Agentur für Sprunginnovationen werden. In: bmwi.de. 17. Juli 2019, abgerufen am 30. Oktober 2019.
  3. Agentur für Sprunginnovationen – „Um Erfolg zu haben, müssen wir uns das Scheitern trauen“. In: deutschlandfunk.de. 21. Oktober 2019, abgerufen am 30. Oktober 2019.
  4. Friedhelm Greis: Agentur für Sprunginnovationen kommt nach Leipzig. In: golem.de. 18. September 2019, abgerufen am 30. Oktober 2019.
  5. a b Agentur für Sprunginnovationen bezieht Geschäftsräume. In: leipzig.de. 10. Oktober 2019, abgerufen am 15. November 2019.
  6. BMBF-Internetredaktion: Leipzig wird Sitz der Agentur für Sprunginnovationen - BMBF. Abgerufen am 6. Juli 2020.
  7. Aufsichtsrat der Agentur für Sprunginnovationen SprinD tritt zur konstituierenden Sitzung zusammen. Abgerufen am 22. September 2020.
  8. Wim Orth: Gründungskommission für SprinD berufen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Behörden-Spiegel. Pro-Press Verlagsgesellschaft mbH, 12. März 2019, archiviert vom Original am 27. Februar 2020; abgerufen am 27. Februar 2020.
  9. Jan-Martin Wiarda: Der Sprungmeister. In: Jan-Martin Wiarda (Blog). 27. Februar 2020, abgerufen am 27. Februar 2020.