Alexei Alexandrowitsch Mordaschow

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Alexei Mordaschow im Kreml 2011

Alexei Alexandrowitsch Mordaschow (russisch Алексей Александрович Мордашов; * 26. September 1965 im nordrussischen Tscherepowez) ist ein russischer Unternehmer. Er ist Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Severstal und Generaldirektor der Severstal-Gruppe.[1] Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte sein Vermögen im Frühjahr 2008 auf 21,2 Milliarden US-Dollar.[2]

Biographie[Bearbeiten]

Bis 1988 studierte Mordaschow an der Leningrader Togliatti-Hochschule für Wirtschaft und Technik. Dort lernte er den späteren russischen Premierminister Anatoli Tschubais kennen, der damals an jener Hochschule unterrichtete.[3]

Nach Abschluss seines Studiums nahm Alexei Mordaschow eine Stelle beim Tscherepowezer Metallurgischen Kombinat an. Dort war er in der Verwaltung tätig und stieg später zum stellvertretenden Leiter des Planungsstabes auf.

1992, in der Anfangszeit der Privatisierung der russischen Staatsbetriebe, wurde Mordaschow Wirtschafts- und Finanzdirektor des metallurgischen Kombinates, das bald darauf in die Aktiengesellschaft OAO Severstal umgewandelt wurde. Der Generaldirektor des Kombinates, Juri Lipuchin, beauftragte Mordaschow mit der Durchführung der Privatisierung des Unternehmens. Der damals 27-jährige Mordaschow gründete daraufhin ein Tochterunternehmen mit dem Namen Severstal-invest, das zu 24 % dem Kombinat gehörte und zu 76 % ihm selbst. In dessen Namen kaufte er anschließend die Aktien des Metallurgiewerkes auf und erlangte so die Kontrolle über das Unternehmen.

Seit 2000 ist Mordaschow Mitglied in der Russisch-deutschen Regierungskommission für strategische Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft und Finanzen.

Am 5. Oktober 2007 unterzeichnete Alexei Mordaschow mit der Siemens AG ein Abkommen über eine langfristige Zusammenarbeit bei der Entwicklung des russischen Turbinenhersteller Silowyje maschiny.[4] Im gleichen Jahr übernahm er die Mehrheit bei „Silowyje maschiny“.[5][6] 2012 erwarb er das Unternehmen vollständig und übernahm Siemens Aktienpaket in Höhe der Sperrminorität von 25 % + 1 Aktie. Dabei wurde auch EMAljans übernommen.[7] Beim deutschen Tourismuskonzern TUI hält er eine Beteiligung von 25 Prozent.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Information auf der Webseite von Severstal (russisch)
  2. http://www.forbes.com/lists/2008/10/billionaires08_Alexei-Mordashov_QW68.html
  3. Biographie Mordaschows auf Skandaly.ru (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (russisch)
  4. Siemens AG. Press Release. Informationsnummer: AXX200710.3
  5. Siemens gibt bei Power Machines auf - Verzicht auf Vorkaufsrecht für Aktien, 24. September 2007
  6. Russischer Stahlmagnat Mordaschow übernimmt Mehrheit an Energieanlagenbauer Silowyje Maschiny (Zusammenfassung). In: Sputnik News. 27. November 2007, abgerufen am 31. August 2015.
  7. Егор Попов: Siemens недооценил "Силовые машины". In: Kommersant. 20. Februar 2012, abgerufen am 31. August 2015.
  8. Gerhard Hegmann: Der Vorzeige-Oligarch erhöht seinen Einfluss bei TUI. In: Welt Online. 21. August 2015, abgerufen am 31. August 2015.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]