TUI

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Dieser Artikel behandelt den Touristikkonzern TUI, zu anderen Bedeutungen siehe Tui.
TUI AG
Logo der TUI AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE000TUAG000
Gründung 9. Oktober 1923
Sitz Berlin und Hannover, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 76.036 (10. Dez. 2015)[1]
Umsatz 20,01 Mrd. Euro (2014/15)[1]
Branche Touristik, Freizeit und Schifffahrt
Website www.tuigroup.com

Die TUI AG ist ein deutscher Touristikkonzern mit Doppelsitz in Berlin und Hannover, wobei letzterer gleichzeitig als Konzernzentrale dient. Die Abkürzung TUI steht für Touristik Union International.

Von 1999 bis 2002 war die TUI Teil der Preussag AG, einer Unternehmensgruppe mit dem Schwerpunkt in der Montanindustrie. Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern wandelte sich die Preussag von einem Mischkonzern zu einem Dienstleistungsunternehmen der Freizeitindustrie.

Die TUI ist das größte Touristikunternehmen Europas mit Reisebüros, Incoming-Agenturen, Hotels, Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffen und Reiseveranstaltern. Darüber hinaus hält die TUI AG eine Finanzbeteiligung an der Containerreederei Hapag-Lloyd AG. Die Mehrheit an Hapag-Lloyd wurde im Frühjahr 2009 verkauft.

Die Aktien des Unternehmens notieren an der Londoner Börse, im regulären Markt der Börse Hannover sowie dem Open Market der Börse Frankfurt[2] und sind u. a. in den Aktienindizes FTSE 100 und Nisax20 enthalten.

Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TUI in Zahlen, Stand Dezember 2015:[3]

Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) stieg um 22,9 Prozent auf 1,069 Milliarden Euro (Vorjahr 870 Millionen Euro). Auf Basis konstanter Wechselkurse wurden 1,004 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einem Plus von 15,4 Prozent und liegt ebenfalls über dem avisierten Korridor (12,5 bis 15,0 Prozent). In der Touristik trugen die Region Nord, Hotels & Resorts und die Kreuzfahrtsparte zum Wachstum bei und erzielten deutliche Ergebnisanstiege. Die geplante Wertsteigerung durch profitables Wachstum wurde umgesetzt: der Konzernumsatz konnte um 8,0 Prozent auf 20,01 Milliarden Euro verbessert werden (Vorjahr: 18,54 Milliarden Euro) – ohne Wechselkurseffekte ergibt sich ein Plus von 3,6 Prozent auf 19,20 Milliarden Euro. Aufgrund der sehr guten operativen Entwicklung, niedrigerer Zinslasten sowie positiver Steuereffekte wurde der Konzerngewinn vor Minderheiten und den nicht-fortgeführten Geschäftseinheiten mit 448,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert um 56,7 Prozent verbessert (Vorjahr 286,2 Millionen Euro).[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzernzentrale der TUI AG in Hannover
TUI-Logo (1970er/80er Jahre)
TUI-Logo (1980er/90er Jahre)

1968 wurde das Unternehmen Touristik Union International GmbH & Co. KG durch TOUROPA (siehe bei Carl Degener), Scharnow-Reisen (siehe Willy Scharnow), Hummel Reise und Dr.-Tigges-Fahrten gegründet.

1970 wurden airtours international und TransEuropa Teil der TUI; Gründung von Robinson Club (zusammen mit Steigenberger). Ab 1972 beteiligte sich TUI an diversen Hotelketten (unter anderem 1972 an Iberotel, ab 1977 an RIU, 1981 an Grecotels). Ab 1978 wurde der Sonderzug TUI-FerienExpress eingesetzt.

1990 wurden die Veranstalternamen zu TUI Schöne Ferien vereinheitlicht. 1995 wurden TUI Nederland und TUI Austria gegründet, 1996 die TUI Suisse. 1997 gehörten 45 % der TUI-Anteile der Hapag-Lloyd AG, 30 % der WestLB und 25 % über die Deutsche Reisebüro GmbH (unter anderem mit DER Tour) der Deutschen Bahn AG. 1998 wurde das Unternehmen von der Preussag AG/Hapag-Lloyd übernommen und in die Hapag Touristik Union (HTU) eingegliedert. Zu den weiteren Touristik-Beteiligungen von TUI gehörten 1998: 1-2-Fly, Air Conti Flugreisen, Airtours International und die Gebeco mit 51,1 %.

2000 wurde die HTU in TUI Group umbenannt. Im Jahr 2001 ging die TUI Group in die Preussag AG über und wurde 100-prozentige Tochter derselben. 2002 benannte sich die Preussag AG in TUI AG um. Damit begann die groß angelegte Umstrukturierung, die das Unternehmen weg von einem Mischkonzern und hin zu einem reinen Touristik- und Logistikkonzern führte. Die WestLB verkaufte 2004 ihren 31,4-prozentigen Anteil an der TUI AG. Zunächst veräußerte die Westdeutsche Landesbank ihre Beteiligung an die Deutsche Bank, die einen Teil ihrer Beteiligung unmittelbar an mehrere spanische Investoren weiterreichte (Familie Riu, Unternehmensgruppe Matutes, Sparkasse Caja de Ahorros del Mediterraneo).

Zentrale der TUI Deutschland GmbH in Hannover

TUI veräußerte 2005 ihr unter der 100-prozentigen Beteiligungsgesellschaft VTG AG zusammengefasstes Schienenlogistikgeschäft an die Compagnie Européenne de Wagons. Die Logistikaktivitäten, die unter dem Dach der Hapag-Lloyd AG gebündelt sind, wurden 2005 auf das ertragsstarke Wachstumsfeld Schifffahrt konzentriert. Mit der Übernahme der kanadischen Containerschifffahrts-Gesellschaft CP Ships gehört die Unternehmensgruppe somit zu den fünf größten Containerschifffahrtsunternehmen der Welt. Die TUI AG verkaufte 2006 ihre Geschäftsreisesparte TQ3 Travel Solutions an die niederländische BCD Holdings N.V. und veräußerte ihre indirekte 100-prozentige Beteiligung am US-Stahlhandelsgeschäft der PNA Group Inc. an den Finanzinvestor Platinum Equity.

Im März 2007 kündigte die Konzernleitung an, einen Teil des Tourismusgeschäftes mit dem britischen Unternehmen First Choice Holidays fusionieren zu wollen, indem es in die gemeinsam neu zu gründende TUI Travel eingebracht wird. Auf diese Weise entstand, bei einem Umsatz von rund 18 Milliarden Euro pro Jahr, die größte Touristikgruppe der Welt. Die TUI AG hält an diesem Unternehmen rund 54 %. Sitz der neuen TUI Travel ist Großbritannien. Die Hotels, Kreuzfahrtschiffe und die Beteiligung an Hapag-Lloyd verbleiben bei der TUI AG in Hannover.[5]

Die TUI war von 1990 bis 2008 im DAX und anschließend bis Ende März 2015 im MDAX an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im niedersächsischen Aktienindex Nisax20 notiert. Seit 2014 ist sie im FTSE 100 notiert.

Entsprechend einer am 7. September 2009 getroffenen Vereinbarung hat die TUI Travel PLC 8.437.393 neu auszugebende Aktien an der Air Berlin zu einem Preis von Euro 3,97 pro Aktie erworben. Dies entsprach einer Beteiligung an Air Berlin von 9,9 %.

Am 27. Juni 2014 gab die TUI AG bekannt, mit dem britischen, an der Londoner Börse notierten Touristikunternehmen TUI Travel PLC in Form eines Aktientausches zu fusionieren. Dabei erhielten die Aktionäre der TUI Travel PLC je gehaltene Aktie 0,399 Aktien der TUI AG. TUI Travel entstand 2007 durch die Zusammenlegung der TUI-Touristiksparte mit der First Choice Holidays. Da aber das Geld nicht ausreichte, um die First Choice Holidays vollständig zu übernehmen, einigte sich die TUI AG mit den Eigentümern der First Choice Holidays auf die Gründung der Tui Travel PLC, an der die TUI AG einen Anteil von 54 % und die Eigentümer von First Choice Holidays 46 % erhielten.

Das durch die Fusion ab 2014 neu entstandene Unternehmen behielt plangemäß seinen Sitz in Hannover und wird ausschließlich an der Londoner Börse notiert. Die deutsche Rechtsform behielt das Unternehmen bei. Da das Unternehmen nicht mehr an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet wurde, wurde die Aktie des Unternehmens aus dem MDAX genommen. Der CEO der TUI Travel, Peter Long soll bis 2016 zusammen mit Friedrich Joussen die TUI AG als Vorstandsvorsitzender leiten und 2016 den Aufsichtsratsvorsitz von Klaus Mangold übernehmen. Die Fusion wurde in 2015 abgeschlossen.[6][7][8][9] Am 17. Dezember 2014 startete die Aktie der TUI AG an der Londoner Börse und wurde gleichzeitig in den FTSE 100 Index aufgenommen. Die Notierung im regulierten Markt der Frankfurter Börse wurde zum 31. März 2015 aufgegeben.[10]

Im Juni 2015 verkaufte TUI seinen Anteil von 50 % an der griechischen Hotelkette Grecotel an die Miteigentümerfamilie mit der N. Daskalantonakis Group. TUI soll durch den Deal 40 bis 50 Millionen eingenommen haben.[11] TUI beteiligte sich seit 1981 an der Hotelkette die über 23 Hotelanlagen verfügt.[12] Aktuell plant TUI 120 Konzept-Stores in ganz Europa, welche die klassischen Reisebüros ersetzen sollen.[11]

Umstrukturierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An dem Konzernumbau der ehemaligen Preussag AG zur TUI AG schieden sich schon vor der Fusionsankündigung die Geister. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger bezeichnete in ihrem Schwarzbuch Börse 2006 den Umbau als „eine der größten Wertvernichtungsaktionen der deutschen Unternehmensgeschichte“.[13] Die Übernahme von CP Ships sei „völlig überteuert“ gewesen und die Profitabilität des Gesamtkonzerns immer schlechter geworden.[13] Die Schulden seien „ins Unermessliche“ gestiegen.[13] Eine Studie von Ökonomen der Universitäten Mannheim und Rotterdam errechnete einen Verlust für die Anleger durch den Konzernumbau von bis zu acht Milliarden Euro, da „man in eine Branche investiert hat, die man nicht verstand“ und „zu viel für Unternehmen gezahlt [hat], deren Wert man nicht steigern konnte“.[14]

Die TUI gab im März 2008 bekannt, sich vom Hapag-Lloyd Containerschifffahrtsgeschäft zu trennen, um sich zukünftig ganz auf das Kerngeschäft Touristik zu konzentrieren. Im Oktober 2008 wurde der Verkauf an das Konsortium Albert Ballin, bestehend aus dem Unternehmen KM Kühne, der Stadt Hamburg (HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement) und einer Reihe Hamburger Investoren, bekanntgegeben. Das Unternehmen (ohne Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, zu 100 % TUI-Konzern verblieben) wurde dabei mit 4,45 Milliarden Euro vor Nettoverbindlichkeiten bewertet. Für zwei Drittel der Anteile des Unternehmens bezahlte das Hamburger Konsortium 1,4 Milliarden Euro bar. 700 Millionen Euro übernahm die TUI für das restliche Drittel. TUI hat das Recht dem Konsortium Albert Ballin ihren Anteil bis 2012 anzudienen. Die Hamburger Kaufleute haben aber bereits ein Vorkaufsrecht ab 2010.

Eigentümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 2007 ist der norwegische Großreeder und Finanzinvestor John Fredriksen mit 15,01 % bei TUI eingestiegen. Auf der TUI Hauptversammlung im Mai 2008 forderte Fredriksen eine Aufsplittung des Konzerns und eine Entlassung des TUI Chefs Michael Frenzel.[15] Fredriksen forderte zur Hauptversammlung am 13. Mai 2009 eine Abwahl des Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Krumnow, um dann selbst in den Aufsichtsrat einzuziehen.[16] Diese Versuche blieben jedoch erfolglos.

Anfang 2008 ist der russische Oligarch Alexei Mordaschow bei der TUI AG eingestiegen. Bis Juli 2008 hatte er seinen Anteil auf 15,03 % und im März 2012 auf 25,29 % erhöht. Er ist damit der größte Einzelaktionär.[17][18]

Am 28. Februar 2014 hat die Monteray Enterprises Ltd. (John Fredriksen) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der TUI AG am 24. Februar 2014 die Schwellen von 3 % unterschritten hat.[19]

Aktionärsstruktur (April 2015)
Anteilseigner Anteil
Institutionelle Anleger 78 %
Alexei Alexandrowitsch Mordaschow (S-Group Travel Holding) 13 %
Private Anleger 6 %
RIU S.A. (Familie Riu Güell) 3 %

Konzernstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 17. Dezember 2014 nicht mehr aktuell zu sein: Die Übersicht der Konzernstruktur ist veraltet, da die TUI Travel PLC aufgelöst wurde, s. aktuelle Konzernbereiche.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

TUI AG
Touristik Schifffahrt
TUI Travel TUI Hotels & Resorts Kreuzfahrten Containerschifffahrt
TUI Airlines (mit TUIfly)
Reiseveranstalter
Incoming-Agenturen
Reisebüros
Atlantica
aQi Hotels
Barut
Dorfhotel
Gran Resort
Grupotel
Iberotel
Jaz
Karisma
Nordotel
RIU Hotels & Resorts
Robinson Club
Sol Y Mar
Toskana Resort Castelfalfi
TT Hotels
TUI Blue
TUI Magic Life
über 300 Hotels mit 210.000 Betten
TUI Cruises (Mein Schiff)
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
Thomson Cruises
13 Kreuzfahrtschiffe
Hapag-Lloyd AG (Finanzbeteiligung)

TUI Travel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TUI Travel PLC war 2007 aus der Fusion der Vertriebs-, Veranstalter, Flug- und Zielgebietsaktivitäten des TUI-Konzerns mit denen des ehemaligen britischen Reisekonzerns First Choice Holidays PLC entstanden. Die TUI AG war bis zur vollständigen Übernahme per 17. Dezember 2014 mit einem Anteil von 54 Prozent Mehrheitsaktionär der Gesellschaft, die in 27 Quellmärkten weltweit aktiv war und über 30 Millionen Kunden betreut. Das Angebot von TUI Travel umfasste eine breite Palette von Pauschalreisen bis hin zu speziellen Nischenprodukten, wie Yachtcharter, Expeditionen und Studentenreisen.

TUI Airlines-Fluggesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TUI ist Eigentümerin mehrerer Fluggesellschaften. Diese wurden früher unter der Dachmarke TUIfly zusammengefasst. Seit im Januar 2007 die beiden TUI-Tochtergesellschaften Hapag-Lloyd Flug (Hapagfly) und Hapag-Lloyd Express (HLX) in einer neuen Airline mit ebendiesem Markennamen TUIfly aufgegangen sind, fasst die TUI ihre Fluggesellschaften nun unter dem Begriff TUI Airlines zusammen. Sie werden vom TUI Airline Management verwaltet. Neben der deutschen Airline TUIfly betreibt die TUI in Frankreich die Corsair, in Belgien die Jetairfly und in den Niederlanden die Arkefly, dazu kommen in Großbritannien Thomson Airways, in Schweden TUIfly Nordic und in Russland Kogalymavia (Metrojet).

Reiseveranstalter in der TUI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mitteleuropa hat die TUI mehrere Reisegesellschaften und Marken, in Deutschland die TUI Deutschland GmbH, 1-2-Fly, Airtours, Gebeco, L’TUR, OFT-Reisen, Wolters Reisen, Berge & Meer Touristik GmbH, Atraveo, Boomerang Reisen, Dr. Tigges über Gebeco, TOUROPA und andere. In Österreich sind dies Gulet Touristik, TUI Austria und Terra Reisen. Dazu kommen noch TUI Poland in Polen (mit den Marken TUI und Scan Holiday) und TUI Suisse in der Schweiz mit den Marken TUI, TUI FlexTravel, 1-2-Fly und Spinout SportTours. Letztere Marke wird mit Ablauf des Winterprogramms 2013/14 jedoch ersatzlos aufgegeben. Die hauptsächlich im Direktverkauf tätige Marke Vögele Reisen wurde rückwirkend per 1. Januar 2013 von TUI Suisse an Twerenbold Reisen verkauft, die Reisen bis Ende Oktober 2013 wurden jedoch noch von TUI Suisse durchgeführt.

In Nordeuropa ist die TUI in Dänemark mit Sportsrejser, StarTour und TEMA vertreten, in Finnland mit Finnmatkat und TEMA sowie in Großbritannien mit Specialists Holidays Group, Thomson und TUI UK. In Norwegen betreibt sie Sportreiser, StarTour und TEMA, und in Schweden Fritidsresor, Sportresor, TEMA und TUI Nordic.

In Westeuropa betreibt die TUI in Frankreich: Nouvelles Frontières, TUI France, JV und Touraventure, in Belgien Jetair und TUI Belgium, und in den Niederlanden Arke, De Boer & Wendel, Discovery, Group & Incentive Travel, Holland International, Isropa Reizen, KRAS Reizen, Panta Reizen, TUI Nederland und Zeetours Cruises.

Außerdem gibt es noch TUI China und TUI Mostravel Russia.

Aktivitäten in Russland und Ukraine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TUI Travel PLC und die S-Group Travel Holding des russischen Aktionärs Mordaschow erklärten am 16. April 2009 die Gründung eines Joint Ventures in Russland mit Investitionen von 30 Mio. Euro zum Aufbau von Tourismusaktivitäten in Russland und der Ukraine. Es sollen die Reiseveranstalter VKO Group und Mostravel in Russland und Voyage Kiev in der Ukraine übernommen werden, die über 160 Reisebüros und über eine halbe Million Kunden haben.[20] Im März 2010 wurde folglich die Dachmarke in Russland und der Ukraine eingeführt.

Hotelmarken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TUI Group verfügt über rund 300 eigene Hotels mit 210.000 Betten in 24 Ländern. Im Fokus stehen dabei die Hotel- und Club-Marken: Riu, TUI Blue, Robinson und TUI Magic Life. Neben den eigenen Häusern hat TUI als Veranstalter exklusive Hotelkonzepte im Programm. Das Augenmerk dieser internationalen Hotelkonzepte liegt auf den Marken Sensimar, Sensatori und Family Life.[21]

Reisebüros[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TUI Central Europe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutschland: TUI Leisure Travel (TUI ReiseCenter, FIRST Reisebüro, Hapag-Lloyd Reisebüro, Discount Travel, World of TUI Reise-ErlebnisCenter Berlin), TUI Travel Star (Beteiligung 50 Prozent und 50 Prozent RT-Reisen GmbH), Touristik Express
  • Österreich: TUI Das Reisebüro
  • Polen: TUI CentrumPodrózy, Scan Holiday
  • Schweiz: Marken der TUI Suisse Retail Ltd: TUI ReiseCenter, TUI Agence de Voyages, TUI Premium Travel
  • Russland: TUI Турагентство
  • Ukraine: TUI Турагенція

TUI Northern Europe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dänemark: StarTour
  • Finnland: Oy Finnmatkat
  • Großbritannien: Thomson Holidays, Austravel, Caller-Pegasus Travel Service
  • Norwegen: StarTour Stjernereiser
  • Schweden: Fritidsresor Sverige

TUI Western Europe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frankreich: Nouvelles Frontières, Havas Voyages
  • Belgien: Nouvelles Frontières Belgique, Sunjets, TUI Travel Center
  • Niederlande: World of TUI Reisbureau, KRAS Reisbureau

Incoming-Agenturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ägypten: Travco Group
  • Bulgarien: TUI Bulgaria
  • China: TUI China Travel
  • Dubai: Travco Dubai
  • Dominikanische Republik: Hotelbeds
  • Frankreich: Nouvelles Frontiers
  • Griechenland: TUI Hellas Travel
  • Israel: Holiday Travel
  • Italien: Serenade Tours (Kunststädte), Acampora (Süditalien)
  • Kenya: Pollman’s Tours and Safaris
  • Kroatien: Gulliver Travel
  • Libanon: Aeolos Liban
  • Malta: Aelos Malta
  • Marokko:Holidays Services
  • Mauritius: Summertimes
  • Mexiko: Hotelbeds
  • Namibia: ATC Namibia
  • Österreich: TUI Incoming Austria
  • Oman: Travco Oman
  • Polen: Jointex
  • Portugal: TUI Portugal
  • Rumänien: Danubius Travel
  • Russland: Svoy TT
  • Spanien: TUI España Turismo
  • Sri Lanka: Aitken Spence Travels
  • Südafrika: ATC African Travel
  • Tansania: Ranger Safaris
  • Tunesien: Tunisie Voyages
  • Türkei: Tantur Turizm (TUI Türkiye)
  • Zypern: Aeolos Travel

Kreuzfahrtschiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mein Schiff 4 der TUI Cruises

Flussschiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flotte für Flussreisen bestand im Jahr 2014 aus folgenden Schiffen:

  • TUI Allegra (Baujahr 2011)[22]
  • TUI Melodia (Baujahr 2011)[22]
  • TUI Sonata (Baujahr 2010)[23]
  • TUI Maxima (Baujahr 2003)[24]

TUI Deutschland zog sich nach der Saison 2014 zum 31. Oktober 2015 aus dem Geschäft mit Flussreisen auf Donau, Rhein und Main zurück.[25] Vertragsverhandlungen mit Premicon über neue Abschlüsse der im Herbst 2013 gekündigten Verträge waren gescheitert.[26]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: TUI – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b geschaeftsbericht2014-15.tui-group.com
  2. TUI Group ab 1. April im Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. IR-News, TUI Group, 1. April 2015, abgerufen am 27. Dezember 2015.
  3. geschaeftsbericht2014-15.tui-group.com
  4. tuigroup.com
  5. netzeitung.de Tui bringt Rivalen mit Fusion wieder auf Abstand (Memento vom 27. März 2009 im Internet Archive)
  6. Hans-Jürgen Klesse: Tui AG will Tui Travel schlucken. In: Wirtschaftswoche. 27. Juni 2014, abgerufen am 27. Juni 2014.
  7. Peter Maushagen: Fusion der Reise-Riesen – TUI greift nach TUI Travel. Reuters Deutschland, 27. Juni 2014, abgerufen am 27. Juni 2014.
  8. dpa: TUI AG will TUI Travel ganz schlucken – Duo Joussen/Long soll führen. In: Focus Online. 27. Juni 2014, abgerufen am 27. Juni 2014.
  9. dpa: TUI AG will TUI Travel ganz schlucken – Duo Joussen/Long soll führen. In: Abendzeitung München. 27. Juni 2014, abgerufen am 27. Juni 2014.
  10. TUI Group. In: tuigroup.com. 17. Dezember 2014, abgerufen am 24. Dezember 2014.
  11. a b Tourismusbranche – Aktuelle News, Zahlen & Fakten (Stand Juli 2015) Abgerufen am 20. Juli 2015.
  12. n-tv.de
  13. a b c Schwarzbuch Börse: Die größten Sünder – Tui: Unklug. In: Manager Magazin, 5. Februar 2007. Abgerufen am 25. November 2015.
  14. US-Firmen wollen auf Kuba durchstarten. In: handelsblatt.com. 24. Dezember 2014, abgerufen am 30. März 2016.
  15. Machtkampf in der Hauptversammlung bei TUI. In: rp-online.de. 7. Mai 2008, abgerufen am 24. Dezember 2014.
  16. Fredriksen will Tui-Aufsichtsrat absetzen. In: handelsblatt.com. 9. April 2009, abgerufen am 24. Dezember 2014.
  17. Tui soll reiner Touristikkonzern werden. In: rp-online.de. 16. März 2008, abgerufen am 24. Dezember 2014.
  18. Das Ringen um Tui geht weiter. In: rp-online.de. 21. Juli 2008, abgerufen am 24. Dezember 2014.
  19. TUI AG – Stimmrechtsmitteilungen. In: tui-group.com. 22. Dezember 2014, abgerufen am 24. Dezember 2014.
  20. „TUI greift auf russischem Reisemarkt an“ pr-inside.com
  21. tuigroup.com
  22. a b TUI Allegra & TUI Melodia
  23. TUI Sonata
  24. TUI Maxima
  25. Bye, bye TUI FlussGenuss
  26. TUI verabschiedet sich von Flussfahrten. Handelsblatt, 14. Februar 2014, abgerufen am 15. Februar 2014.