Alien: Isolation

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Alien: Isolation
Alien-Isolation-Logo.png
StudioVereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Creative Assembly
PublisherJapanJapan Sega
Erstveröffent-
lichung
NordamerikaNordamerika 7. Oktober 2014
Europaische UnionEuropäische Union 7. Oktober 2014
PlattformXbox 360, Xbox One, PS4, PS3, Windows, OS X, Linux
GenreSurvival Horror, Stealth
SpielmodusEinzelspieler
Systemvor-
aussetzungen
SpracheEnglisch, Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
PEGI ab 18

Alien: Isolation ist ein 2014 erschienenes Survival-Horror-Computerspiel der britischen Spieleentwicklerfirma Creative Assembly. Es basiert auf dem Science-Fiction-Horrorfilm Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt von 1979 und erzählt dessen Geschichte weiter.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung spielt im Jahr 2137, 15 Jahre nach den Ereignissen des ersten Alien-Films. Amanda Ripley, die Tochter von Ellen Ripley, arbeitet mittlerweile für die Weyland Yutani Corporation und bekommt Informationen zugespielt, nach denen ihre Mutter noch am Leben sein könnte. Der Flugschreiber der Nostromo, das Schiff mit dem Amandas Mutter verschwand, soll sich auf der Raumstation Sevastopol befinden. Mit einer kleinen Crew macht sie sich auf den Weg dorthin. Auf der Sevastopol angekommen, offenbart sich ihr eine Katastrophe: Die Raumstation ist verwüstet, ein Großteil der Besatzung ist tot oder geflohen und eine außerirdische Lebensform (Xenomorph genannt) macht Jagd auf die Überlebenden.[2]

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spieler übernimmt die Steuerung von Amanda Ripley aus der Egoperspektive. Auf dem Weg durch die Sevastopol begegnen Ripley immer wieder Überlebende und Androiden mit teilweise feindlichen Absichten sowie das Alien. Dieses kann vom Spieler nicht getötet, jedoch mithilfe von improvisierten Geräten vertrieben oder abgelenkt werden. Um eine direkte Konfrontation mit dem Wesen zu vermeiden, kann sich der Spieler verstecken, etwa in einem Schrank oder in einem Lüftungsschacht. Die KI des Aliens folgt meist keinen vorgegebenen Skripten, was dazu führt, dass es immer andere Wege nimmt und sein Verhalten weitgehend unvorhersehbar ist. An wichtigen Spielabschnitten befinden sich Speicherpunkte.[3]

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Sega 2006 die Exklusivrechte für ein Alien-Spiel erworben hatte, entwickelte Creative Assembly 2008 einen Prototyp des Spiels. Die Arbeiten an Alien: Isolation begannen etwa 2011. 20th Century Fox gewährte den Entwicklern Zugang zum Archiv der Filmproduktion von Alien, was dabei half, das Design des Films nachzuempfinden. Die Raumschiffarchitektur der Filmvorlage findet sich im Spiel wieder, auch die Technik an Bord der Sevastopol wird von Schaltern, Drehreglern, Knöpfen, Glühbirnen und Röhrenbildschirmen bestimmt. Auch der Beleuchtungsplan der Filmvorlage mit Farbtemperatur und -abstufung wurde übernommen, ebenso die Filmkörnung des analogen Filmmaterials. Die Musik zum Spiel wurde aus bereits vorhandenem, unveröffentlichtem Soundtrack-Material komponiert.[2]

Untersuchungen des Programmes durch Modder zeigten, dass es deutlich abweichende Pläne für den Spieleinstieg gab, die aus unbekannten Gründen jedoch verworfen wurden. Vermutungen gehen von einer Straffung des Spielablaufs und einer zügigen Ankunft am Haupthandlungsort, der Sevastopol, aus.[4] Neben der Haupthandlung bietet das Spiel noch die zwei Bonusmissionen Crew Expendable und Last Survivor. Beide spielen an Bord der Nostromo, wobei die Besatzungsmitglieder in der englischen Version von ihren Original-Schauspielern aus dem Film synchronisiert wurden. Ursprünglich sollten die Missionen nur für Vorbesteller verfügbar sein. Nach Protesten kündigte Sega jedoch an, sie als DLC bereitzustellen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erhielten Käufer der Ripley Edition vorzeitigen Zugriff auf den Bonus.[5]

Der Programmcode von Alien: Isolation enthält eine inoffizielle Unterstützung für die Oculus Rift, die sich durch Änderung einer XML-Datei aktivieren lässt.[6]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metawertungen
PublikationWertung
PS4WindowsXbox One
Metacritic79 %[8]81 %[7]78 %[9]

Alien: Isolation erhielt gemischte bis gute Kritiken. Gelobt wurde vor allem die Atmosphäre des Spiels; als häufiger Kritikpunkt wird eine als unfair empfundene KI des Aliens und die damit verbundene Frustration angeführt. Auch die Länge der Story-Kampagne von mehr als 14 Stunden wurde mehrfach bemängelt.[10]

GameStar bewertete das Spiel ursprünglich mit 73 %. Positiv hervorgehoben wurde die „atmosphärische Umgebung mit herrlich schrulligem Retro-Zukunftslook“ sowie eine „grandiose Inszenierung“. Die Hauptschwäche sah die GameStar-Redaktion in der Unberechenbarkeit des Aliens, die zwar die Atmosphäre des ersten Alien-Films gut einfange, den Spielspaß allerdings einschränke.[11] Einige Tage nach Veröffentlichung wurde die Wertung auf 80 % korrigiert.[12]

PC Games äußerte ähnliche Kritik und betonte außerdem ein „höhepunktarme[s] und teilweise unfaire[s] Gameplay gepaart mit KI-Fehlern, Logiklöchern und Bugs“. Die Wertung fiel mit 69 % eher mittelmäßig aus.[13]

Heise online sprach von einem „wichtige[n] Meilenstein des Horror-Genres […] der spielerisches Neuland markiert und den vergurkten Vorgänger vergessen lässt.“ Die „wenigen Unzulänglichkeiten“ seien angesichts der „intensiven Atmosphäre“ leicht zu verzeihen.[3]

Die Süddeutsche schrieb: „Man fühlt sich, als ob man in einem zwanzigstündigen Horrorfilm die Hauptrolle spielt und weder auf Stopp drücken, noch die Hände vors Gesicht schlagen oder vorspulen kann. […] Doch irgendwann wird das Ableben mit einem Achselzucken quittiert, die Flucht in den Spind zur lästigen Alltagshandlung, das Spiel verliert sich ein wenig in der Repetition. Der Horror lässt irgendwann nach - und damit auch die Spielfreude.“[14]

Bei GBase.ch erreichte das Spiel 8 von 10 Punkten und wurde als „ein Amnesia: The Dark Descent auf Speed“ bezeichnet. GBase.ch betonte außerdem, dass im Spiel eine abwechslungsreiche Mischung aus Schleichen, Erkunden, Rätseln, Crafting, Minispielen, Quick-Time-Events und taktischen Schiesseinlagen geboten werde und dass es als Gesamtpaket gelungen sei, welches von der jederzeit drohenden Gefahr im Nacken gekrönt werde.[15]

Auszeichnungen

Bis Ende März 2015 wurden 2,1 Millionen Kopien des Spiels verkauft. Sega zeigte sich unzufrieden mit diesen Zahlen, da viele Kopien oft nur durch Rabattaktionen verkauft werden konnten. Der Return on Investment für die dreijährige Entwicklung fiel daher gering aus.[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ALIEN: ISOLATION - Systemanforderungen enthüllt. PC Games; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  2. a b Nackte Panik, häufige Tode. GameStar; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  3. a b Horror-Thriller "Alien: Isolation" bricht mit Spielekonventionen. Heise Online; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  4. Alien: Isolation’s lost intro sequence. Abgerufen am 16. September 2016.
  5. Alien: Isolation - Nostromo-Crew mit Originalsprechern. GameStar; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  6. Virtual Reality: "Alien: Isolation" auf der Oculus Rift. Heise Online; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  7. Metawertung Alien: Isolation (Windows). In: Metacritic. Abgerufen am 21. April 2015 (englisch).
  8. Metawertung Alien: Isolation (PlayStation 4). In: Metacritic. Abgerufen am 21. April 2015 (englisch).
  9. Metawertung Alien: Isolation (Xbox One). In: Metacritic. Abgerufen am 21. April 2015 (englisch).
  10. Alien: Isolation - Erste Testberichte: Tolle Atmosphäre, aufgeblasene Story und das übermächtige Alien. 4Players; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  11. ALIEN: ISOLATION IM TEST - Das unfaire Wesen aus einer fremden Welt. GameStar; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  12. Neue Wertung für Alien: Isolation auf GameStar, abgerufen am 17. Oktober 2014
  13. ALIEN: ISOLATION Test - Im Weltraum hört dich niemand fluchen. PC Games; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  14. Horror, nichts als Horror. Süddeutsche.de; abgerufen am 11. Oktober 2014.
  15. Alien: Isolation im Test. GBase.ch; abgerufen am 24. Oktober 2014.
  16. Middle-earth: Shadow of Mordor takes Game of the Year at GDC Awards 2015
  17. Dragon Age Inquisition Wins Another Game of the Year Award
  18. Sega laments "weak" game sales even as hard numbers rise