Almke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Almke
Stadt Wolfsburg
Wappen von Almke
Koordinaten: 52° 20′ 42″ N, 10° 51′ 18″ O
Höhe: 116 m
Fläche: 7,71 km²
Einwohner: 781 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 38446
Vorwahl: 05365
Karte
Lage in Wolfsburg

Almke ist ein Stadtteil im Süden der Stadt Wolfsburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt in einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung im Hasenwinkel, einem Teil des Elmvorlandes. Der Hasenwinkel schließt sich südöstlich an das Grevenland an. Zu den drei nördlichsten Orten dieser Landschaft gehören Heiligendorf, Neindorf und Almke, die sich heute alle im Wolfsburger Stadtgebiet befinden.

Nachbarorte von Almke sind Neindorf im Süden, Hehlingen im Norden sowie Volkmarsdorf im Osten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bistum Halberstadt ist als erster geschichtlich fassbarer Grundherr von Almke nachvollziehbar. Im 14. Jahrhundert ist Almke als Allenbeke urkundlich benannt, wobei sich beke auf den Bach bezieht, der östlich am Dorf vorbei fließt.

Am 1. Juli 1972 wurde Almke, das aus dem Landkreis Gifhorn stammt, gemäß dem Wolfsburg-Gesetz in die Stadt Wolfsburg eingegliedert.[1]

Die ehemalige Gemeinde hatte eine Fläche von 7,71 km².[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Almke bildet mit dem benachbarten Ortsteil Neindorf die Ortschaft Almke-Neindorf. Ortsbürgermeister ist Hans-Ulrich Achilles (SPD).[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle
  • Almke hat eine evangelisch-lutherische Kapelle, sie befindet sich in rund 116 Meter Höhe über dem Meeresspiegel und ist damit das höchstgelegene Wolfsburger Gotteshaus. Die kleine Fachwerkkapelle, die bereits im Jahre 1534 erwähnt wurde, steht in der Dorfmitte. Ihre Glockenturmspitze ist als Symbol im Almker Wappen zu finden. 1818 plante Conrad Wilhelm Hase eine neue Kapelle für Almke. Diese wurde jedoch nie gebaut.
Der „Rundling“ des Jugendzeltplatzes
  • Der 1990 eröffnete Jugendzeltplatz am Nordrand des Ortes wird zusammen mit dem Freibad vom Wolfsburger Stadtjugendring betrieben. Im Jahr 2005 richtete der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder hier sein Bundeslager aus. Um genug Platz für die rund 5000 Teilnehmer zu bieten, wurden von der Stadt Wolfsburg 14 Hektar Ackerfläche gepachtet. Ebenso bewarb sich die Stadt erfolgreich um das Bundeslager 2010 des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, das von Ende Juli bis Mitte August 2010 mit rund 5000 Teilnehmern in Almke stattfand. Zu den Unterbringungsmöglichkeiten auf dem Gelände gehört ein Baumhaus für zehn Personen.
  • Das Dorf hat ein reges Vereinsleben. Neben der Freiwilligen Feuerwehr, dem Sportverein Komet Almke, dem Schützenverein von 1902 und dem Landwehrverein gibt es zahlreiche weitere Gruppierungen.
  • Zu den kulturellen Veranstaltungen zählen das Faschingsvergnügen, am 1. Mai das Königsschießen und am letzten Wochenende im August das traditionelle Schützenfest; 2017 fand erstmals das Sommerfest „Rock am Gänseteich“ statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Almke über die Landesstraße L290 erreichbar, die von Mattierzoll nach Rühen führt. Außerdem erreicht man Almke von Volkmarsdorf über eine Kreisstraße. Ein Radweg entlang der L290 Richtung Hehlingen ist im Bau; er soll nach Fertigstellung einen durchgehenden Radweg von Heiligendorf bis in die Wolfsburger Innenstadt ergeben.

1912 erhielt Almke einen Bahnhaltepunkt an der Bahnstrecke Schandelah–Oebisfelde und wurde bis 1975 von Personenzügen angefahren. Bis 1992 befuhren noch gelegentlich Güterzüge und Sonderfahrten diese Strecke, die dann stillgelegt und zurückgebaut wurde.[4] Seit 2011 sind die Reste der Bahnanlagen in privater Hand.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es kaum, dafür aber ein beheiztes Freibad, einen Jugendzeltplatz mit Tagungshaus, eine Tankstelle, eine Gaststätte, ein Klaviergeschäft, ein Massagestudio und eine Reithalle. Einige Kleinunternehmer und Handwerker haben sich neben den landwirtschaftlichen Betrieben niedergelassen. Der Ortskern ist landwirtschaftlich geprägt. Im Landeswettbewerb Unser Dorf soll schöner werden erhielt Almke bisher drei Auszeichnungen, die an einem Stein an der Kreuzung Kapellenstraße/Zum Siekberg zu finden sind.

Almke hat die höchste Erhebung im Stadtgebiet Wolfsburg. Sie liegt bei 140,2 m über Normalnull. An dieser Erhebung stand bis zur Deutschen Wiedervereinigung eine Radaranlage der Bundeswehr.[5] Auf diesem Gelände befindet sich heute eine Biogasanlage, die von einem Landwirt betrieben wird.

Auf der nördlichen Seite der Erhebung steht auf dem Volkmarsdorfer Land ein Wasserhochspeicher. Weiter nach Norden und Osten erstreckt sich bis kurz vor Volkmarsdorf ein Windpark.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Almke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.
  2. Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13.9.1950. Stuttgart-Köln August 1952, S. 42
  3. Ortsrat Almke/Neindorf
  4. Gerhard Busse, Werner Kieselbach, Dieter Nebelung: Die Schuntertalbahn und die Bahn im Hasenwinkel / Projektierte Bahnen im Landkreis Gifhorn. Schriftenreihe des Kreisarchivs Gifhorn, Gifhorn 2000, ISBN 3-929632-46-2.
  5. Almke bei relikte.com, abgerufen am 23. August 2018